Evangelienkommentar

Beiträge zum Thema Evangelienkommentar

Texte zum Sonntag
Fasten ist ein Weg, um unsere Verbindung mit Gott zu intensivieren. Es macht uns aber auch unsere Bedürftigkeit bewusst und befähigt uns, andere Menschen in ihrer Not besser zu verstehen.
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Wort zum Sonntag - von P. Dr. Josef Lackstätter OSB
Fasten verbindet mit Gott und den Menschen

Wie ist das: Fasten in Zeiten von Corona? Ist das nicht schon genug gefastet, mit all den Einschränkungen, die da hinzunehmen sind? Fasten heißt Buße tun. Buße soll mit Gott verbinden, sein Erbarmen auf uns herabziehen, wie es im Buch Jona so schön beschrieben ist. Eigentlich geht es dabei um Gemeinschaft mit Gott, mit der Quelle allen Seins, der Fülle des Lebens. Sein Erbarmen auf uns herabziehen, sich verbinden mit dem Leben: Das brauchen wir in diesen Tagen gerade besonders. Mit dieser...

  • 17.02.21
Texte zum Sonntag
Die Berührung Jesu hat etwas ganz Weihnachtliches: Deshalb ist er Menschen geworden, um uns Menschen, in welcher konkreten Situation wir auch immer sind, nicht auszuweichen. Er will uns nahekommen. Das ist Gottes Zärtlichkeit, wie Papst Franziskus es nennen würde.

Gedanken zum Evangelium: 6. Sonntag im Jahreskreis
Jesus unter Quarantäne

Aussatz – Corona - Quarantäne. Mitunter sind biblische Texte ganz nahe an unserer heutigen Lebensrealität. Und die Wundergeschichten sind auch so etwas wie Modellerzählungen, die für die Leserinnen und Leser des Evangeliums einen Weg weisen, wie sie die kraftvolle Gegenwart Jesu in ihrem eigenen Leben entdecken können. In Zeiten des Corona-Virus hat das heutige Evangelium eine besondere Pointe. Nachdem Jesus den Aussätzigen berührt hat, gerät er selbst unter Quarantäne und muss sich abseits der...

  • 12.02.21
Texte zum Sonntag
In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
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Gedanken zum Evangelium: 7. Sonntag im Jahreskreis
No show!

Der Ausdruck „no show“ ist doppeldeutig. Er meint üblicherweise das „Nichterscheinen“ in einem Hotel oder einem Lokal, obwohl man sein Kommen erwartet hat. Man kann ihn aber auch einfach als Verneinung von „Show“ verstehen. Wenn jemand eben keine Show abzieht und nicht vorgibt mehr zu sein, als er ist, oder ständige Aufmerksamkeit braucht. In beiderlei Hinsicht ist Jesus ein Meister des „no show“. Im heutigen Evangelium wird geschildert, dass Jesus nicht nur dort Großes tut, wo er möglichst...

  • 05.02.21
Texte zum Sonntag
Jesus will, dass wir unsere Sorgen und Anliegen zu ihm bringen, damit er sie, wie er es bei der Schwiegermutter des Petrus getan hat, berühren und heilen kann.
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Wort zum Sonntag - von Pfarrer Mag. Slawomir Grabiszewski
Er heilte viele, die an Krankheiten litten

Die Pandemie nimmt die Menschen auf der ganzen Welt in Beschlag, beeinträchtigt ihr Leben und oft auch ihre Gesundheit. Als wenn wir es nicht schon gewusst hätten, erfahren wir wieder aufs Neue, dass diese Welt nicht perfekt ist, dass es noch viel Unglück gibt und dass Menschen leiden – sei es an einem kleinen Virus, das die Welt in Atem hält, oder sei es an den vielen persönlichen Schicksalen. Mit all unseren Ängsten und Sorgen, mit unserer Ungewissheit und Einsamkeit, die uns im Leben...

  • 03.02.21
Texte zum Sonntag
Manchmal denke ich (Maciej), dass unser Reden ambivalent ist: Es kann Dinge enthüllen und klarer machen, es kann aber auch etwas verhüllen. Jesus hingegen ist transparent in seinem Reden. Wenn er z.B. über die Liebe spricht, dann enthüllt sich, was Liebe ist.
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Gedanken zum Evangelium: 4. Sonntag im Jahreskreis
Die Kraft des Wortes

Jesus hat mit Vollmacht geredet. Und seine Worte haben auch nach 2000 Jahren noch Kraft: Sie bewegen Menschen, ihr Leben zu ändern, Großes zu unternehmen und – in manchen Fällen – auch das Leben zu opfern. Wie tut er das? Kann unser Wort auch so viel Kraft haben? Wie wird es wohl den Schriftgelehrten der Synagoge in Kafarnaum gegangen sein? Sie haben Jesus reden lassen. Vielleicht haben sie es eh bald bereut, denn er hat Dinge anders erklärt und interpretiert, die Leute waren ganz neu berührt,...

  • 29.01.21
Texte zum Sonntag
In vielen Ländern setzen sich Salesianer für junge Menschen ein, um ihre Talente zu fördern und ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen. Im Bild P. Rudolf Osanger mit Jugendlichen im Don Bosco Haus in Wien.

Wort zum Sonntag - von P. Leopold Muttenthaler SDB
Jesus verkündet mit Vollmacht

Wer beim Besuch einer Kirche die Atmosphäre des Kirchenraumes auf sich wirken lässt, spürt eine Ruhe, die den Beter umfängt. In manchen gotischen Kirchen sind wunderbare Flügelaltäre zu sehen, die biblische Szenen zeigen. Das Markus-Evangelium stellt uns in Form einer dreiteiligen Bildertafel das Wirken Jesu dar. In der Bildmitte ist Jesus dargestellt, der im Gebet versunken ist, auf dem linken Bild Jesus, der den Besessenen heilt und rechts Jesus, der den Menschen die Botschaft vom Reich...

  • 27.01.21
Texte zum Sonntag
Ich erinnere mich an Situationen in meinem Leben, die alles verändert haben, gewollt oder ungewollt. In denen nachher nichts mehr so wahr wie vorher.
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Gedanken zum Evangelium: 3. Sonntag im Jahreskreis
Nichts ist mehr, wie es war

Manchmal beneide ich Menschen, die sich schnell entscheiden können. Ich bin da ein deutlich schwierigerer Fall. Ich finde nicht so schnell Klarheit, was ich will und wohin ich will. Und außerdem. Ist es nicht schade um das, was ich zurücklasse? Und wie soll denn das überhaupt gehen? Nein, ganz so schlimm ist es nicht mit mir. Aber ganz so „zackig“ wie bei den Jüngern im heutigen Evangelium geht es auch nicht. Das erste Kapitel des Markusevangeliums hat es in sich: Mehrere ganz zentrale Themen...

  • 22.01.21
Texte zum Sonntag
Viele Stimmen werben um mich. Wem kann ich vertrauen, wem kann ich folgen? Die Jünger folgen Jesus, weil sie sich von ihm angesprochen fühlen, weil sie durch ihn erfahren, was es heißt, Mensch zu werden.
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Wort zum Sonntag - von P. Leopold Muttenthaler SDB
Viele Rufe „Komm, folge mir!“

Stellen Sie ich vor, Sie sind mit dem Auto unterwegs. Da spüren Sie, dass ein Reifen langsam Luft verliert. Ein Nagel steckt. Sie halten am Straßenrand und rufen den Pannendienst. Dieser kommt und sieht nach, dann sagt er zu Ihnen: „In der Nähe ist eine Werk­stätte, folgen Sie mir langsam, ich zeige Ihnen den Weg dorthin. Die Techniker können das Rad gleich reparieren.“ Aber es gibt auch Stimmen, die uns in di­versen Medien zurufen: „Folge mir nach …“ Da bieten Internetbetrüger ‚günstige‘...

  • 20.01.21
Texte zum Sonntag
Vielleicht sollte man aus aktuellem Anlass der Flüchtlingskrise auch die Frage der zwei Jünger an Jesus: „Wo wohnst du?“ etwas anders formulieren: „Zeige uns, wo du heute deine Wohnung nimmst.“
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Gedanken zum Evangelium: 2. Sonntag im Jahreskreis
Seht, wo ich wohne

Während meiner Tätigkeit in Ghana bin ich lange Strecken mit dem Geländewagen gefahren. Die Landstraßen waren oft im schlechten Zustand und es gab keine Hinweisschilder. Wenn ich angehalten habe, um die Dorfbewohner zu fragen, wie weit es noch bis zum Zielort ist, dann haben sie meistens geantwortet: „Es ist nicht mehr weit.“ Nach einer Stunde Fahrt dieselbe Antwort: „Es ist nicht mehr weit“. Die Auskünfte der Dorfbewohner habe ich mehr als einen Zuspruch als eine Zeitangabe empfunden. Sich im...

  • 16.01.21
Texte zum Sonntag
ls Menschen sind wir immer Suchende, von Gott Gerufene. Es ist nicht immer einfach, zu erkennen, von wo der Ruf kommt.
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Wort zum Sonntag - von Dom Alfredo Schäffler
Wir sind Suchende

Fähigkeiten und Talente haben wir bekommen, um das Leben zu gestalten. Sie wurden uns von Gott geschenkt, nicht nur für den eigenen Gebrauch. Wir haben eine Berufung, an der Entwicklung des Reiches Gottes aktiv teilzunehmen. Sind wir nicht alle mitverantwortlich für die Gestaltung einer gerechteren Welt? Hat uns die Zeit der Pandemie nicht gezeigt, dass wir alle im selben Boot sitzen? In der ersten Lesung hören wir, wie Samuel von Gott gerufen wurde. Es ist nicht immer einfach, den Ruf zu...

  • 14.01.21
Glaube

Wort zum Sonntag
Sag mir, wo du wohnst ...

Der Werbeslogan eines bekannten Möbelhauses lautet: „Wohnst du noch oder lebst du schon?“ Die eigene Wohnung, die eigenen vier Wände sind ein sehr persönlicher, privater Bereich. Er ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Da darf ich sein, wie ich wirklich bin. Ohne mich zu verstellen oder zu verstecken. Meine Wohnung kann ich so gestalten, wie ich möchte. Mit meinen Erinnerungsstücken, mit meinem Leben. Das ist mein Zuhause. Es ist geschützt, und ich kann jemanden einladen, wenn ich möchte....

  • 13.01.21
Texte zum Sonntag
Ersehnen wir in Gewissheit und Vorfreude die rettende Liebe für jene, die noch in der Dunkelheit sind. Und sprechen wir durch Gesten, Worte und Taten neu über uns und unsere Schwestern und Brüder aus, dass wir geliebt sind, von Ihm, der unter uns ist und uns trägt.

Gedanken zum Evangelium: Fest Taufe des Herrn
Du bist geliebt

Du bist geliebt! Glaubst du das? Ich meine: Kannst du das in der Tiefe deines Herzens glauben? Glauben, dass du angenommen bist? Dass du Gott lieb bist, sein Wohlgefallen gefunden hast? Dass Er für dich Mensch geworden, gestorben und auferstanden ist? Wie schön, dass wir von dieser unauslöschlichen, menschgewordenen Liebe getragen und ausgesandt sind. Durch die Taufe, in unsere Mission. Nicht nur an Festtagen. Ich bin geliebt. Du bist geliebt. Um uns das zu zeigen, verlässt Gott seine...

  • 08.01.21
Texte zum Sonntag
Weil Jesus sich in die Hand Gottes fallen ließ, öffnete sich in der Taufe der Himmel und erfuhr er sich als Sohn Gottes unbedingt geliebt. Das Bild zeigt eine Figurengruppe am Baptisterium des Doms in Florenz.

Wort zum Sonntag - von Wolfgang Acht/KNA
Wenn der Himmel sich öffnet

Wenn kein Wort leer zu Gott zurückkehrt, dann ist es verständlich, wieso Jesus bei der Taufe durch Johannes eine so überwältigende Erfahrung machte: Es öffnete sich ihm der Himmel. Haben Sie das beim Mitfeiern einer Taufe auch schon einmal erfahren? Hat sich der Himmel geöffnet, weil Gottes Zusage für das getaufte Kind so eindeutig und unwiderruflich war und ist? Wenn nicht, sollten wir genauer hinhören und hinschauen, warum Jesus diese Erfahrung machen konnte. Was waren die Vorausetzungen für...

  • 05.01.21
Texte zum Sonntag
„Und das Licht leuchtet in der Finsternis“ – Menschwerdung heißt für mich, dass Gott sich auf all diese Zwischentöne einlässt und dass er großzügig sein Licht leuchten lässt – über mir, mit all den vielfältigen Facetten meines Lebens und über meinen Mitmenschen so, wie sie eben sind.
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Gedanken zum Evangelium: 2. Sonntag nach Weihnachten
Und das Licht leuchtet in der Finsternis

Kurz gesagt bedeutet die Botschaft von Weihnachten für mich: Ich darf mich vom Licht des Kindes in der Krippe anstrahlen lassen – und das Licht gilt nicht nur mir, sondern allen Menschen. Für mich gehört dieses Evangelium ganz fest zur festlichen Messe am Christtag. Als kleiner Ministrant habe ich die Worte nur begrenzt verstanden, aber die poetische Kraft des Textes hat mich immer schon fasziniert. Schön, dass wir es zur Wiederholung nochmals an diesem Sonntag hören. Der Logos, der in dem...

  • 02.01.21
Texte zum Sonntag
Vor allem bekleidet euch mit der Liebe, die das Band der Vollkommenheit ist! Und der Friede Christi triumphiere in eurem Herzen. (aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolóssä).

Gedanken zum Evangelium: Fest der Heiligen Familie
Erfülltes Leben

Lukas 2,22-40 Im heutigen Evangelium geht es eigentlich nicht um Simeon oder Hanna, sondern um ihr Zeugnis über Jesus, dieses besondere Kind, mit dem Licht, Herrlichkeit und Erlösung in die Welt kommt. Bei mir bleibt aber meist etwas anderes hängen: Simeons Lobpreis: „Nun lässt du, Herr, deinen Knecht … in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen.“ Simeon kann mit seinem Leben dankbar abschließen, er kann es loslassen und zufrieden zurückgeben, weil er etwas erlebt hat, das...

  • 26.12.20
Texte zum Sonntag
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden...

Evangelium vom Hochfest der Geburt des Herrn - am Tag
Zauber des Anfangs

Johannes 1,1-18 Ewig spricht Gott sein eigenes Wesen aus dem Wort, das Licht ist von Gottes Licht und Glut von seiner Glut. Die Welt ist geschaffen worden durch dieses Wort. Und das Wort ist Fleisch geworden, Gott ist uns ganz nahe gekommen. Und er wird nie mehr aufhören, uns zu sagen, dass er da ist und dass er uns liebt. Radiotipp Der Duft von Weihnachtskeksen erfüllt den Raum und alle sind um den Christbaum versammelt. Doch wer traut sich jetzt das Weihnachtsevangelium vorzulesen? Als...

  • 25.12.20
Texte zum Sonntag
Zu Weihnachten dürfen wir die geheimnisvolle Tiefe des Menschseins feiern, die niemand wegnehmen kann. Ein Mensch bleibt immer ein Mensch, bis zum letzten Atemzug. Und darüber hinaus!
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Gedanken zum Weihnachtsevangelium
Die Heiligkeit jedes Menschseins

Lu­kas 2,1-14 Weihnachten hat heuer größere Chancen. Größere Chancen, als das wahrgenommen zu werden, was es ist: als das Fest der unzerstörbaren Heiligkeit jedes Menschen, als das Fest der Vereinigung von Gott und Mensch. Warum? In der Mitte des Weihnachtsfests steht der Geburtstag Jesu, den Christen als den Christus, den Retter, bekennen. In ihm ist Gott Mensch geworden! Wenn Gott wirklich Mensch geworden ist und nicht Engel, Hirsch, Rose oder Schneeflocke, dann ist das ganze Menschsein von...

  • 24.12.20
Texte zum Sonntag
Es gibt Momente, an denen uns das Leben an oder, noch besser, auf Kreuzungen führt.
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Gedanken zum Evangelium: 4. Adventsonntag
Der Mensch denkt. Gott aber auch!

Lukas 1, 26-38 - Die Ankündigung der Geburt Jesu Es gibt Momente, da muss man sich entscheiden, welche Richtung man einschlägt. Momente, an denen uns das Leben an oder, noch besser, auf Kreuzungen führt. Viele dieser Kreuzungen erscheinen uns zunächst wie „Durchkreuzungen“, wie etwas Negatives. Doch es hängt von uns ab, wie wir damit umgehen. Ich selbst (Mark) habe einige solcher Kreuzungen erlebt. Vor einigen Jahren wollte ich ein Jahr in Anchorage (Alaska, USA) verbringen und in der Seelsorge...

  • 18.12.20
Texte zum Sonntag
Der Engel Gabriel verkündet Maria, sie solle die Mutter des Erlösers werden. Mosaik (6. Jhdt.) in der Kathedrale von Porec (Istrien). – Von Maria, der „Schwester des Gottesknechtes“, können wir lernen, auch schwierige Situationen auszuhalten.

Wort zum 4. Adventsonntag - von Bischof Alois Schwarz
Weihnachten ist das Du-Wort Gottes an uns Menschen

Zu Weihnachten erinnern wir uns an die Geschichte, dass Maria, die mit Josef verlobt war, ein Kind erwartet. Bald wird es zur Welt kommen und wir werden seine Geburt feiern. Der jungen Frau wurde von einem Engel gesagt: „Du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben.“ (Lk 51,31). Gott möchte Mensch werden. In Jesus Christus wird ER einer von uns, weil ER den Menschen so sehr liebt, dass ihm nichts Menschliches fremd sein möchte. ER taucht ein in...

  • 16.12.20
Texte zum Sonntag
„Man muss Geduld haben mit dem Ungelösten im Herzen und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben …  (R.M.Rilke)
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Gedanken zum Evangelium: 3. Adventsonntag
Vom Wert des Fragens

Johannes 1, 6-8.19-28 Manchmal erlebe ich im Bekannten- oder Verwandtenkreis Kinder, die ihrem Gegenüber „Löcher in den Bauch“ fragen. Oder wenn die Mama oder der Opa von einem solchen Kind erzählen, dann sind sie stolz und gerührt, dass der oder die Kleine so interessiert, so wach, so wissbegierig ins Leben geht. Und sie erleben, dass es bei solchen Gesprächen nicht um den Informationswert für die Kinder geht, sondern dass sie auch selber reich beschenkt sind und Neues entdecken. Das heutige...

  • 11.12.20
Texte zum Sonntag
ohannes der Täufer hat sich selbst nicht wichtig genommen. Seine Aufgabe war es, auf Jesus zu verweisen. Er war gleichsam der Freudenbote, der Jesus Christus ankündigen durfte.
Bild: Statue Johannes’ des Täufers auf der Karlsbrücke in Prag.

Wort zum 3. Adventsonntag - von Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz
„Freut euch!“

Am dritten Adventsonntag soll die Freude aufblühen dürfen. Nach den zwei violetten wird heute eine rosafarbene Kerze am Adventkranz angezündet. In den Texten der Liturgie ist von der Freude die Rede. Nicht mehr allzu lange dauert es, bis wir Weihnachten feiern, das Fest der Geburt Christi. Die Vorfreude auf das nahende Weihnachtsfest, dass Gott zu uns Menschen kommt und in der Gestalt eines Kindes einer von uns sein will, gibt dem heutigen dritten Adventsonntag seinen liturgischen Namen:...

  • 09.12.20
Texte zum Sonntag
Wir haben einen Rufer im Inneren unseres Herzens. Gott selber bahnt sich den Weg zu uns. Er kündet sich nicht mit lautem Rufen an.
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Gedanken zum Evangelium: 2. Adventsonntag
Auf den Ruf hören

Wenn wir als Kinder laut geschrien haben und umhergetollt sind, dann hat unsere Mutter immer gesagt, bei diesem Lärm hört man das eigene Wort nicht. Wie schwer ist es dann, das Wort eines anderen zu hören? Schweigen und Hinhören ist wichtig, damit wir erfahren und erkennen können, wozu uns die Botschaft Jesu einlädt. Der Evangelist Markus kündigt gleich zu Beginn mit den Worten des Propheten Jesaja an, den Weg zu bereiten und die Straßen gerade zu machen. Das klingt nach Hemdärmel hochkrempeln...

  • 03.12.20
Texte zum Sonntag
Es gibt Ereignisse der Zukunft, die wir im Voraus berechnen und vielleicht auch beeinflussen können. Das große Ereignis aber, auf das wir warten, hat kein Datum in unserem Kalender.

Gedanken zum Evangelium: 1. Adventsonntag
Neubeginn

Markus 13, 24-37 Advent. Die stillste Zeit im Jahr. Das hat in diesem Jahr einen anderen Klang. Meine Gedanken sind bei den Kranken, Einsamen, Verängstigten, Überforderten und existenziell in Not Geratenen. Und oft bei der hl. Therese von Lisieux. Ihr Leben schenkt mir so viel Licht und Ermutigung. Mit ihr können wir auf dem „kleinen Weg“ bleiben, räumlich unbewegt einen großen Dienst tun. Die Kirche beginnt mit dem ersten Advent bereits ein neues Jahr. Die Welt ist noch – wie im Schlaf – im...

  • 27.11.20
Texte zum Sonntag
Jesu Rede vom Weltgericht ist – gerade auch für unsere Zeit – eine Hilfe zur Orien­tierung. Michelangelo Buonarroti (1475 bis 1564) arbeitete vier Jahre, von 1537 bis 1541, am „Jüngsten Gericht“, das die gesamte Stirnwand der Sixtinischen Kapelle ausfüllt, nachdem er bereits 30 Jahre davor die Deckenfresken fertiggestellt hatte.

Wort zum Sonntag - von Msgr. Dr. Gottfried Auer
Worauf es ankommt

Michelangelo hat in dem großen Fresko an der Altarwand der Sixtinischen Kapelle die Rede vom Gericht des Menschensohnes, die wir im heutigen Evangelium hören, eindrucksvoll dargestellt. Im Zentrum steht die Gestalt Jesu, der als strenger Richter mit machtvoller Gebärde diejenigen, die ihm nicht geholfen haben, zur Unterwelt stürzen lässt. So gesehen kann dieser Evangeliumstext bedrohlich und angsteinflößend wirken. Er kann aber auch als hilfreich für das Glaubensleben verstanden werden. So hat...

  • 19.11.20
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