Glaube
Sr. Barbara Flad ist Leiterin der Seelsorge im Krankenhaus St. Vinzenz Zams und Mitglied des Corona-Krisenstabes.
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Ein Gespräch über den Grenzbereich zwischen Leben und Tod, besonders in Corona-Zeiten.
Orte der Hoffnung

Sr. Barbara Flad ist Leiterin der Seelsorge im Krankenhaus St. Vinzenz in Zams. Die Barmherzige Schwester ist auch Mitglied des Corona-Krisenstabes. Mit dem Tiroler Sonntag spricht sie über den Grenzbereich zwischen Leben und Tod, besonders in Corona-Zeiten, und den Stellenwert einer psychosozialen Versorgung. Ist die Seelsorge systemrelevant oder nicht? Diese Frage geisterte im Kopf von Schwester Barbara Flad herum, als sie im Frühjahr diesen Jahres ihren Urlaub zu Studienzwecken abbrach,...

Nachrichten - Tirol | TIROLER Sonntag

Kirche, Feste, Feiern
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Sendungsfeier in der Diözese Innsbruck
Bereichert und beschenkt

Kürzlich hat Bischof Hermann Glettler im Innsbrucker Dom 24 Frauen und sieben Männer in ihren kirchlichen Dienst beauftragt. Sie sind als ReligionslehrerInnen, PastoralassistentInnen, als Jugendleiter und als FachreferentInnen im diözesanen Diensten tätig. Stellvertretend für die unterschiedlichen Berufsgruppen schreiben hier zwei Frauen und zwei Männer darüber, wie die Tätigkeit ihr Leben bereichert und wo sie selbst Kraft im Leben finden. Trauer aushalten und mittragenClaudia Müllner, MA...

Kirche hier und anderswo

Das neue Kreuz der Seekarlspitze ist 4,1 Meter Meter hoch, 2.700 kg schwer und wurde in 400 Arbeitsstunden geschaffen.
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Auf der Seekarlspitze bei Maurach steht seit Kurzem Österreichs einziges Gipfelkreuz aus Naturstein.
Beeindruckendes Gipfelkreuz aus Stein

Seit Kurzem thront ein ganz besonderes Gipfelkreuz auf der Seekarlspitze im Rofangebirge. Die Idee für das erste seiner Art aus Stein hatte Raimund Walser vor 18 Jahren. Die Einweihung des Gipfelkreuzes eines befreundeten Kunstschmieds hat ihn damals so begeistert, dass er selbst einmal eines gestalten wollte. „Von klein auf war ich viel in den Bergen unterwegs. Gipfelkreuze sind in Tirol etwas ganz Fundamentales. Es ist beeindruckend, dass auf fast allen Gipfeln Tirols dieses christliche...

  • 19.11.20
Erscheinungsbild und Klangfarbe der Aigner-Orgel im Schwazer 
Franziskanerkloster sind wieder stimmig und harmonisch.
Guardian P. Jakob Wegscheider zeigt freudig ein Detail der
rekonstruierten Fassung.

Die Orgel im Schwazer Franzikanerkloster blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.
Königin der Instrumente im neuen Kleid

Die Orgel im Schwazer Franziskanerkloster ist über 400 Jahre alt und wurde einst auf dem Inn von Passau nach Schwaz gebracht. Zum Cäciliensonntag hat P. Jakob, Guardian und Restaurator, dem Tiroler Sonntag von der faszinierenden Geschichte der kürzlich renovierten Orgel erzählt. Halb elf am Abend hat es schon werden können, wenn Guardian P. Jakob Wegscheider, gelernter Kirchenrestaurator und Kirchenmaler, an der Orgel der Schwazer Franziskanerkirche gearbeitet hat. Als Meister seines Faches...

  • 19.11.20
Das ehemalige Kapuzinerkloster Ried im Oberinntal soll zu einem neuen sozial-pastoralen Zentrum werden. Auch eine Herberge für Menschen, die Stille suchen, ist im Entstehen.
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Vor 17 Jahren verließ der letzte Kapuzinerpater das Kloster - jetzt kehrt neues Leben ein.
Ried: Neues Leben im Kapuzinerkloster

Vor 17 Jahren verließ der letzte Pater das Kapuzinerkloster in Ried. Seitdem steht es leer. Auf Initiative von Dekan Franz Hinterholzer zieht nun neues Leben in die alten Gemäuer ein. Bereits fertig gestellt wurden die Räumlichkeiten für die Pfarre, die pastorale oder spirituelle Nutzungsmöglichkeiten vorsehen. In der Entstehungsphase befindet sich ein Pilgerhospiz, zu dem die ehemaligen Klosterzellen umfunktioniert werden, und die Neugestaltung des Gotteshauses. Als Pater Philipp Bock...

  • 12.11.20

Der Vatikan bremst die Mahlgemeinschaft

Gegenseitigen Abendmahls-Einladungen von Katholiken und Protestanten hat der Vatikan eine theologisch begründete Absage erteilt. Die Unterschiede im Eucharistie- und Amtsverständnis seien „noch so gewichtig“, dass sie eine Teilnahme katholischer und evangelischer Christen an der Feier der jeweils anderen Konfession derzeit ausschlössen. Auch für eine „individuelle Gewissensentscheidung“ gebe es keine Grundlage, heißt es in einem Schreiben der Glaubenskongregation an den Vorsitzenden der...

  • 25.09.20

Glaube

Schritt-für-Schritt-Anleitung
Andachten zu Hause

Sind Hausgottesdienste peinlich? Wie fühlt es sich an, daheim laut zu beten und Kirchenlieder zu singen? Die Botschaft des Österreichischen Liturgischen Instituts: Keine Angst vor dem ersten Mal. Es gibt Hilfen für die ersten Schritte, und niemand muss sich überfordern. Früher hätte man „Heimwerken“ gesagt, heute heißt es „Do-it-yourself“ oder kurz „DIY“. Das Internet und beliebte Magazine sind voll mit DIY-Anleitungen zum Wohnung Möblieren, Schmuck Basteln, Grill Bauen, alte Dinge...

  • 24.11.20
Sr. Barbara Flad ist Leiterin der Seelsorge im Krankenhaus St. Vinzenz Zams und Mitglied des Corona-Krisenstabes.
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Ein Gespräch über den Grenzbereich zwischen Leben und Tod, besonders in Corona-Zeiten.
Orte der Hoffnung

Sr. Barbara Flad ist Leiterin der Seelsorge im Krankenhaus St. Vinzenz in Zams. Die Barmherzige Schwester ist auch Mitglied des Corona-Krisenstabes. Mit dem Tiroler Sonntag spricht sie über den Grenzbereich zwischen Leben und Tod, besonders in Corona-Zeiten, und den Stellenwert einer psychosozialen Versorgung. Ist die Seelsorge systemrelevant oder nicht? Diese Frage geisterte im Kopf von Schwester Barbara Flad herum, als sie im Frühjahr diesen Jahres ihren Urlaub zu Studienzwecken abbrach,...

  • 12.11.20
Bischof Hermann Glettler hat die Pfarrgemeinden eingeladen, den Monat November in besonderer Weise in das Zeichen des Gebets zu stellen.

Einladung zum Gebet
Gebet zur Corona-Krise

"Wir sind zur Zeit Zeugen kaum nachvollziehbarer Ereignisse – erschütternd, ängstigend und lähmend. Allerorts ist Verunsicherung und Aggressionsbereitschaft zu spüren." Mit diesen Worten wandte sich Bischof Hermann Glettler im November an die Pfarrgemeinden in der Diözese Innsbruck. "Das Entscheidende, um aus der Krise herauszukommen", so Glettler, "können wir selbst nicht machen." Daher legt er den Menschen in den Pfarren das Gebet ans Herz. "Unsere Krichenräume stehen wie gewohnt offen als...

  • 11.11.20
Melanie Wolfers ist Salvatorianerin, Philosophin, Theologin, Seelsorgerin, gefragte Referentin und Bestsellerautorin. Sie leitet „impulsleben“, ein Projekt für junge Erwachsene.

Gute Entscheidungen treffen, Teil 3 mit Melanie Wolfers
Von Bällen und Brocken

Um zu einer guten Entscheidung zu finden, gilt es nicht allein, die Scheinwerfer nach innen zu richten und sich zu fragen: Was kann ich? Und was will ich? Vielmehr gilt es zugleich, die Augen für die konkrete Realität zu öffnen und sich zu fragen: Was will die Situation von mir? Was soll ich? Denn die konkreten Gegebenheiten geben den Spielraum vor, was möglich ist. Und was nicht. Daher braucht es eine gute Balance zwischen dem, was man anstrebt, und den Möglichkeiten, die sich anbieten....

  • 04.11.20
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Texte zum Sonntag

Wort zum Sonntag, 29. November
Sich wachhalten!

Am Beginn der Adventszeit werden wir zur Wachsamkeit aufgefordert, es ist die Zeit, in der wir uns auf das Kommen Jesu Christi vorbereiten. Im heutigen Evangelium erkennt man Jesus in der Person des Reisenden, der uns sein Haus überlässt und der uns seine Rückkehr nicht bekannt gibt. In dieser Zeit des Wartens sollen wir wachsam sein für Menschen, die unsere Hilfe brauchen, die nach Schutz und Wärme suchen, die auf der Suche nach Gott sind. Vor allem aber sollen wir wachsam sein über unser...

  • 24.11.20

Wort zum Sonntag, 22. November
Am Ende des Lebens

Sie saß in der letzten Bank, meist nicht sonderlich interessiert an meinem Unterricht. Dieses Mal aber schnellte die Hand in die Höhe und sie fragte: „Und was hat das alles mit Religion zu tun?“ Vorausgegangen war eine Einladung, die Stimme gegen Unrecht zu erheben und sich für faire Produktionsbedingungen in der Textilbranche einzusetzen. Mich hat diese kurze Episode nie losgelassen. Genau das ist es doch, worauf es ankommt: dass sich der Glaube im konkreten Leben erdet. Die „Werke der...

  • 17.11.20

Wort zum Sonntag, 15. November
Wach und nüchtern

In Gedanken gehe ich auf eine belebte Straße hinaus. In der Hand habe ich mein Smartphone, das bereit ist, jedes Gespräch aufzuzeichnen. Die Frage, die ich stelle, lautet: „Rechnen Sie mit der Wiederkunft Jesu? Warten Sie darauf?“ In meinem Gedankenexperiment begegne ich einigen Menschen, die mir sagen, dass sie grundsätzlich an ein Wiederkommen Jesu glauben. Niemand aber will mir klar und deutlich sagen, dass er diese Wiederkunft erwarte. Ganz anders war die Situation in den Gemeinden von...

  • 11.11.20
2 Bilder

Wort zum Sonntag
Veränderung zulassen

Mit Bewunderung verfolge ich das Verhandlungsgeschick der namenlosen Frau im heutigen Evangelium. Sie, die ausländische Frau, die Heidin, hat offensichtlich von Jesus gehört. Sie spricht ihn nämlich als Sohn Davids an und sie ist überzeugt, dass er ihr helfen kann. Beharrlich und mutig treibt sie ihr Anliegen voran und setzt Jesu ablehnender Haltung immer wieder ein Argument entgegen. Angelpunkt ist dabei die Wendung: ja, aber. Ja, du hast recht, aber – das kann alles durcheinanderbringen....

  • 12.08.20

Menschen & Meinungen

Randnotiz von Gilbert Rosenkranz
Ohne Ausnahme freundlich

In meinem ganzen Leben hatte ich noch nie so oft mit Behörden zu tun wie in den letzten Wochen. Das Fazit nach Ende meiner zweiten Quarantäne: Die vielen Mitarbeiter/innen waren am Telefon ohne Ausnahme freundlich, zuvorkommend und verständnisvoll. Und das obwohl die Berge an Arbeit riesig und die Anforderungen immens sind. Solche Stimmen machen Stimmung. Diese hoch zu halten ist in der jetzigen Situation besonders wichtig. Ein positiver Nebeneffekt ist hoffentlich, dass wieder mehr bewusst...

  • 16.11.20

Randnotiz von Gilbert Rosenkranz
Antwort auf den Anschlag

Die Schüsse in Wien gehen jedem unter die Haut. Denn eines ist gewiss: Sie könnten jeden treffen. Und sie könnten auch jedem das Leben kosten. Wer Verwandte oder Freunde in Wien hat, hat sich besorgt gefragt: Sind sie in Sicherheit? Die Terroranschlag ist auch ein Anschlag auf all jene Werte, für die Österreich steht: Zusammenhalt, Mitgefühl, Fürsorge, Anteilnahme, ein Leben in Freiheit, Vielfalt und gegenseitigem Respekt. Die Antwort auf den Anschlag heißt, persönlich für diese Werte...

  • 10.11.20

Randnotiz von Gilbert Rosenkranz
Verraten und verlassen

Der Ehepartner? Die Kinder? Der Pfarrer? Der Bürgermeister? Die Polizei?… Für wen legen Sie die Hand ins Feuer? Tatsächlich lebt unser Miteinander von gegenseitigem Vertrauen. Die Erfahrung lehrt aber auch die Kehrseite. Immer wieder erzählt die Bibel, wie Vertrauen missbraucht wird. Judas verrät Jesus, die Apostel schlafen ein, als Jesus am Ölberg mit Gott und sich kämpft. Das Wissen um solche Geschichten kann helfen, wenn auch Sie sich verraten und verlassen fühlen. Die Schlussfolgerung...

  • 03.11.20

Randnotiz von Gilbert Rosenkranz
Aus Fehlern lernen

Nun liegt der Bericht der Ischgl-Kommission also auf dem Tisch und spricht von „groben Fehleinschätzungen“. Dass es in der Vorgehensweise der Behörden und politisch Verantwortlicher schwere Mängel gab, sagte einem der Hausverstand schon vorher. Die große Chance dieses Berichtes liegt nun darin, anhand der dokumentierten Aussagen eine Verbesserung der Abläufe in Angriff zu nehmen. Zur politischen Aufarbeitung aber gehört eine sachliche Diskussion – abseits von reflexhaftem Draufhauen,...

  • 20.10.20

Bewusst leben & Alltag

Backen mit Sauerteig ist auch bei Männern sehr beliebt.
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Woher kommt die neue Lust am Backen?
Unser tägliches Brot, neu entdeckt.

Brot selbst zu backen ist eine Wissenschaft für sich. Sie begeistert und entschleunigt, gerade in unsicheren Zeiten. Der Tiroler Marian Moschen, erfolgreicher Backbuchautor und Blogger, bringt mit seinen Rezepten und Tipps viele Backbegeisterte auf den Geschmack. Es ist noch gar nicht lange her, seit überall Germ und oft auch Mehl ausverkauft waren. Nicht erst seit Beginn der Corona-Krise ist Backen „in“. Doch was ist dran am Hype um Sauerteig und selbstgebackenes Brot? Liebe zum...

  • 04.11.20
Digitale Schulungen, Konferenzen und auch Familientreffen gehören in Zeiten von Corona zum Alltag.
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Wichtige Tipps von erfahrenen Experten
Keine Angst vor Online-Konferenzen

Seit März soll man wegen des Corona-Virus soziale Kontakte nach Möglichkeit einschränken. Beruflich, aber auch privat läuft seither vieles am Bildschirm ab. Zwei Expertinnen fassen dazu wichtige Infos – auch für Anfänger/innen – zusammen. Es kam alles sehr rasch. Fast von einem Tag auf den anderen wurde der Büro- und Schulalltag auf den Bildschirm umgestellt. Ein Tempo, das auch so manchen Online-Profi zum Schwitzen brachte. Sich trauen Der Schritt ins Homeoffice traf viele Menschen,...

  • 02.11.20
Die Stotter­therapie für Kinder ist individuell und wird auf das Kind abgestimmt.

Wie Kindern geholfen werden kann
Was tun bei Stottern?

Noch immer werden stotternde Menschen diskriminiert und ausgelacht. Um ihre alltäglichen Probleme in den Mittelpunkt zu rücken, wurde 1998 der Welttag des Stotterns (22. Oktober) ins Leben gerufen. Eltern, die bemerken, dass ihr Kind stottert, sind oft verunsichert und suchen nach Hilfe. Je früher man mit einer Therapie beginnt, desto besser sind auch die Erfolgsaussichten, weiß der Mediziner German Brandstötter vom Sprachtherapiezentrum im Krankenhaus Barmherzige Brüder in Linz. Niemand...

  • 21.10.20
6 Bilder

Bastelidee für den Herbst
Was steckt unter dem Puppensofa?

Die Schnupfenzeit steht wieder an. Im Wohnzimmer, am Schreibtisch und im Schlafzimmer stehen die beliebten Taschentuch-Boxen herum. Aber man muss sie ja nicht gleich als solche erkennen. Eine handelsübliche Taschentuchbox ist etwa 22,5 cm lang, 11,5 cm breit und 6,5 cm hoch. Für den Überzug benötigt man einen Stoffrest, der sich bequem über eine Box legen lässt, am besten sollte rundherum noch etwas Stoff überstehen. Zusätzlich näht man eine Rolle als Rücken- und Seitenlehne. Hier liegt der...

  • 14.10.20

Gesellschaft & Soziales

Den Flüchtlingen in den griechischen Zeltlagern steht ein harter Winter bevor, schon jetzt kämpfen sie gegen das eindringende Wasser aufgrund der starken Regenfälle.

Ein etwas anderer Wahltag
Plattform fordert Aufnahme von Flüchtlingen

Ein breiter Zusammenschluss von Initiativen, Vereinen und Einzelpersonen ruft dazu auf, im November symbolisch wählen zu gehen. Zentrales Anliegen: Die Aufnahme von Flüchtlingen aus den griechischen Flüchtlingslagern in Österreich. Vom 6. bis 29. November werden Stimmen dafür gesammelt. Das Votum soll anschließend dem Nationalrat übergeben werden. „Viele Menschen sind bereit zu helfen und etwas zu tun“, sagt Maresi Benedik von der Plattform „Wir wählen Menschlichkeit“. Diese Bereitschaft zur...

  • 29.10.20
Zum 75. Geburtstag der Kirchenzeitung stellten sich Landeshauptmann Günther Platter und Bischof Hermann Glettler den Fragen von Chefredakteur Gilbert Rosenkranz.

Landeshauptmann Günther Platter und Bischof Hermann Glettler im Tiroler Sonntag-Interview
Was macht Tirol aus? Worauf gründet seine Zukunft?

75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs und zum 75. Geburtstag der Kirchenzeitung sprach Chefredakteur Gilbert Rosenkranz am Hohen Frauentag mit Landeshauptmann Günther Platter und Bischof Hermann Glettler. Ein Gespräch über Gedenkkultur, Tourismus und die Bewahrung der Schöpfung. Für die Befreiung Österreichs haben viele Tirolerinnen und Tiroler ihr Leben geopfert. Nicht wenige von ihnen wie Karl Mayr oder Rosa Stallbaumer sind auch 75 Jahre danach weitgehend unbekannt. Was bedeutet...

  • 22.10.20
Domenico und Dominik leisten auch an der Kassa ganze Arbeit.
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Vorzeigeprojekt für Integration im Tiroler Oberland
Auf der Leiter ganz oben

Sie sind Männer der ersten Stunde: Domenico Windbichler und Dominik Frischmann. In der MPREIS-Filiale Mötz sind sie Aushängeschilder für ein Vorzeigeprojekt, das sich unter anderem die Inklusion von Menschen mit Behinderungen zum Ziel gesetzt hat. Charmanter zu bedienen geht fast nicht. Mit großer Hilfsbereitschaft sind die beiden MPREIS-Mitarbeiter im Einsatz, um Kundenwünsche zu erfüllen. Ihre Zuständigkeit reicht vom Schlichten der Produkte bis hin zur Arbeit an der Kassa. „Pünktlichkeit,...

  • 02.10.20

Ist Sterben nur Gewinn?

Der Verfassungsgerichtshof behandelt in seiner laufenden Session einen Antrag von vier Antragstellern, die fordern, das Verbot der Beihilfe zur Selbsttötung sowie das Verbot der Tötung auf Verlangen aufzuheben. „Für mich ist Christus das Leben und Sterben Gewinn“, so wurde im katholischen Lesejahr letzten Sonntag aus dem Philipperbrief des Apostels Paulus vorgetragen. „Wenn ich aber weiterleben soll, bedeutet das für mich fruchtbares Wirken. Was soll ich wählen? Ich weiß es nicht.“ Paulus...

  • 25.09.20

Reisen

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Eine Reise mit tiefen Eindrücken
41 Jugendliche im Heiligen Land

Es war eine Reise der tiefen Eindrücke: im Miteinander, auf den Spuren Jesu und in der Begegnung mit der Kultur und den Konflikten des Heiligen Landes. Bischof Hermann Glettler und Jugendseelsorger Kidane Korabza begleiteten eine Gruppe von 41 Jugendlichen aus Tirol durch das Heilige Land. Der Tiroler Sonntag hat einige Teilnehmer um ihre Eindrücke von dieser Reise gebeten: Große BegeisterungDie große Begeisterung und das Interesse der Gruppe haben mir besonders gut gefallen. Vor allem beim...

  • 18.02.20

In 3195 m Seehöhe: das Becherhaus
Kapelle über dem Abgrund

Die zerklüfteten Gletschermassen des Übertalferners und etliche, bekannte Bergspitzen wie Wilder Freiger, Pfaff und Zuckerhütl vervollständigen das raue und dennoch wunderschöne Hochgebirgspanorama. Schier unglaublich waren Leistung und Idealismus jener, die diesen Bau vor 125 Jahren ermöglicht haben und die mehr als 25 Tonnen Baumaterial über 1.800 Höhenmeter von Meiern aus, am Talschluss von Ridnaun (Südtirol), mit Leibeskraft hinaufbeförderten. Ein Wunder, dass die Bauphase ohne...

  • 10.09.19

Kunst & Kultur

Bischofsvikar Jakob Bürgler und der Arzt Wolfang Halder (rechts) präsentieren die künstlerische Intervention zum coronabedingten Besuchsverbot.
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Kunstwerk in Spitalskirche Innsbruck thematisiert Besuchsverbote
Kunst und Corona

Wolfgang Halder ist Facharzt für innere Medizin und Geriatrie am Krankenhaus Hochzirl. Seine Erlebnisse im Frühjahr haben ihn zu einer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem coronabedingten Besuchsverbot inspiriert. Unverständlich ist nur der Name. „tobrevshcuseb“ lautet der Titel einer Installation, die im gesamten Oktober in der Innsbrucker Spitalskirche zu sehen ist – Besuchsverbot von hinten gelesen. Augenscheinlich und unmittelbar verständlich dagegen ist die Botschaft des Werkes....

  • 07.10.20
Michael Egger-Riedmüller kurz vor der Fertigstellung der Christusfigur in seiner Werkstatt in Fritzens.

Michael Egger-Riedmüller gestaltet Christusfigur
Er sagt einfach Hallo

Michael Egger-Riedmüller gestaltet eine Christusfigur für die neue Kapelle, die von den Jungbauern des Bezirks Innsbruck beim Rauschbrunnen an der Nordkette errichtet wird. Er beherrscht den Umgang mit Messer und Gabel. Letztere braucht er, um das Heu einzubringen oder im Stall auszumisten. Und mit einem Schnitz-Messer wird er den letzten Schliff an einer lebensgroßen Figur anbringen, die derzeit in seiner Werkstatt in Fritzens steht. Michael Egger-Riedmüller gestaltet für die neue...

  • 16.09.20
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radio klassik Stephansdom
Unser Radio sendet jetzt österreichweit

Das Radio der Erzdiözese Wien, radio klassik Stephansdom, sendet ab sofort österreichweit digital auf DAB+. Damit haben 83% der ÖsterreicherInnen die Möglichkeit unseren Sender überall im Land zu hören. Ein Gespräch dazu mit Kardinal Christoph Schönborn und Mag. Roman Gerner, Geschäftsführer des Medienhauses der Erzdiözese Wien. Am 24. September 1998 ging radio klassik Stephansdom (damals: Radio Stephansdom) auf Sendung. Es war das Privatradio-Pionierjahr, in dem erstmals auch private...

  • 27.08.20
Peter Fellin, Meditativ II, 1986; Kruzifix aus der Lamprechtsburg bei Bruneck, ca. 1140.
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Peter Fellin in der Hofburg Brixen
Über die letzten Dinge

Heuer wäre Peter Fellin 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass stellt die Ausstellung „Meditationen“ im Brixner Diözesanmuseum Hofburg ein Zwiegespräch zwischen seinen Werken aus der Museion-Sammlung und Exponaten aus dem Hofburg-Bestand her. Es handelt sich um eine kritische und sachlich-künstlerische Auseinandersetzung mit den „letzten Dingen“. Dabei begegnen sich Fellins Werke und klassische Kunst auf Augenhöhe. Gegenüberstellung. Den Objekten, seien es nun Evangelisten, Schriften oder...

  • 14.08.20

Serien

In der Stille den Heiligen nachspüren, von denen sich viele auf den Weg gemacht haben, um den Menschen Gutes zu tun
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Mein Kraftort_10: Südtirol
Nachdenken über das Miteinander

Auf einem Waldhügel bei Tils oberhalb von Brixen liegt etwas versteckt das Kirchlein St. Cyrill. MARTINA RAINER Der Ort strahlt wohltuende Ruhe aus. Doch schon allein der rund einstündige Weg bis zu diesem besonderen Ort ist das Ziel: Er führt über den Europa-Besinnungsweg. Dieser ist dem christlichen Europa und auch 24 Heiligen gewidmet, die sich für ein geeintes und friedliches Europa eingesetzt haben. Uns umfängt die Ruhe des Waldes. Das hektische Treiben der Brixner Innenstadt und...

  • 03.09.20
56 Bilder

Mein Kraftort_9: Vorarlberg
Der Weg vom Gehen zum Loslassen

Maria Bildstein ist einer der beliebtesten Wallfahrtsorte im ganzen Bodenseeraum. Seit knapp 400 Jahren pilgern jedes Jahr viele Menschen in den kleinen Ort oberhalb des Rheintals. Mehrere Wege führen den Berg hinauf. Ein besonders eindrucksvoller Weg dorthin ist der „Ich-bin-Weg“ von Wolfurt aus. Text: Petra Baur      Bilder: Dietmar Steinmair Seit mehreren Jahrzehnten ist das kleine Bergdorf mit seinen gut 800 Einwohnern mein Lieblingskraftort. Etliche hundert Male bin ich den Weg...

  • 26.08.20
Auf Fels gebaut ist das Kloster St. Georgenberg hoch über dem Inntal.
3 Bilder

Mein Kraftort_8: Stift Georgenberg, Tirol
Bodenständig über den Dingen

Auf Fels gebaut, könnte das altehrwürdige Kloster Sankt Georgenberg Jahrhunderte Tiroler Geschichte erzählen. Der bedeutende Wallfahrtsort ist ein Sehnsuchtsort für viele – nur zu Fuß erreichbar, vom Inntal aus nicht zu sehen, lädt er ein, den Alltag hinter sich zu lassen und den Blick nach oben zu richten ... Ob man mit dem Auto zu einem geistlichen Gespräch fährt oder – wie bei der Wanderung auf den Georgenberg – erst eine gute Dreiviertelstunde zu Fuß den Berg hinauf geht, macht einen...

  • 19.08.20
Auf rund 1.460 Metern befindet sich das Jakobskreuz auf der Buchensteinwand.
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Mein Kraftort_7: Salzburg & Tiroler Teil
Das Filetstück des Jakobswegs

Wilde Natur sowie viel Zeit und Ruhe zum Nachdenken können all jene genießen, die sich auf den Pilgerpfad von Salzburg nach Tirol machen. Die Strecke verbindet die beiden Teile der Erzdiözese Salzburg auf eine besonders charmante Weise. Unterwegs erklärt ein passionierter Geher, wie er Gott mit auf den Weg nimmt – und die Grenze zwischen Wandern und Pilgern zieht. Michaela Hessenberger Mit einer flotten Handbewegung lupft Hermann Signitzer seinen grauen Filzhut auf den Kopf. Ein prüfender...

  • 14.08.20

Kirche, Feste, Feiern

5 Bilder

Sendungsfeier in der Diözese Innsbruck
Bereichert und beschenkt

Kürzlich hat Bischof Hermann Glettler im Innsbrucker Dom 24 Frauen und sieben Männer in ihren kirchlichen Dienst beauftragt. Sie sind als ReligionslehrerInnen, PastoralassistentInnen, als Jugendleiter und als FachreferentInnen im diözesanen Diensten tätig. Stellvertretend für die unterschiedlichen Berufsgruppen schreiben hier zwei Frauen und zwei Männer darüber, wie die Tätigkeit ihr Leben bereichert und wo sie selbst Kraft im Leben finden. Trauer aushalten und mittragenClaudia Müllner, MA...

  • 13.10.20
Mit dieser Postkarte lädt der Tiroler Sonntag ein, Danke zu sagen.

Herz-Jesu-Fest
Zeichen der Dankbarkeit

Auf Anregung des Bischof-Stecher-Gedächtnisvereins lädt die Diözese Innsbruck ein, am Herz-Jesu-Sonntag, 21. Juni, Danke zu sagen. Darum findet sich auf der Titelseite der gedruckten Ausgabe des Tiroler Sonntag vom 18. Juni eine Postkarte mit der Einladung, einem Menschen zu danken, der in der Corona-Krise Besonderes geleistet hat. Dazu sagt Seelsorgeamtsleiter Harald Fleißner: „In vielen Pfarren gab es in den vergangenen Wochen engagierte Menschen, die anderen geholfen, den Kontakt...

  • 17.06.20
Unerkannt ist mit uns einer unterwegs -ob es eine Prozession gibt oder nicht.

Gedanken von Dr. Klaus Egger
Fronleichnam im Corona-Jahr

Abstand, so könnte das „Wort des Jahres 2020“ lauten, denn Abstand auf allen Ebenen prägt unser Leben seit dem Corona-Ausbruch im vergangenen März: Abstand im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben, Abstand von Auslandsreisen, Abstand von Besuchen und auch Abstand im kirchlichen Leben. Abstand als Chance? In unserem Lebensalltag kennen wir durchaus Situationen, in denen wir uns geradezu nach Abstand sehnen: das sind die Schulferien für Kinder und Jugendliche, Urlaub und Reisen,...

  • 10.06.20
Bischof Hermann Glettler bei der Predigt in der Wallfahrtskirche Götzens.
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Zum 80. Todestag des Seligen
Feierliches Gedenken an Otto Neururer

Der erste Pfarrbesuch nach dem Lockdown führte Bischof Hermann Glettler nach Götzens – zum Gedenken an den 80. Todestag des Seligen Otto Neururer am 30. Mai 1940. Änderungen gesetzlicher Bestimmungen haben es kurzfristig möglich gemacht, dass nahezu 100 Gläubige kamen, um ihres ehemaligen Pfarrers zu gedenken. Das Gedenken begann mit einer Kranzniederlegung vor dem Neururer-Denkmal und dem Antreten zahlreicher Traditionsverbände. Die Landtags-Abgeordneten Sophia Kircher und Mag. Markus Sint...

  • 05.06.20

Sonderthemen

Kirchenzeitungen – gut für Österreich

Österreich gehört zu den Ländern, in denen sich die Religionsgemeinschaften frei am Medienmarkt beteiligen können. Die Kirchenzeitungen tun dies. Das ist wichtig für die Kirchen. Es ist aber auch gut für Österreich. "Zeitung mit Sinn" - Gerald Grünberger Im Gegensatz zu tagesaktuellen Medien wie Tageszeitungen, Radio, Fernsehen oder Online kann die Kirchenzeitung als Wochenzeitung kaum mit Nachrichten-Sensationen aufwarten. Ebenso selten werden Kirchenzeitungen mit ihrer Berichterstattung...

  • 20.10.20
Das erste Titelblatt der „Wiener ­Kirchenzeitung“ aus dem Jahr 1848 ist ­zugleich die erste Seite einer österreichischen Kirchenzeitung.
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Wie Österreich zu den Kirchenzeitungen kam

Im Ringen der Ideologien im 19. Jahrhundert haben auch die Kirchenzeitungen und andere kirchennahe ­Medien ihren Ursprung. Österreich hatte in den revolutionären Märztagen des Jahres 1848 ein neues Pressegesetz erhalten, das die Freiheit des Wortes ermöglichte. Einer, der die Gelegenheit dazu ergriff, war der Priester Dr. Sebastian Brunner. Er gründete die ­„Wiener Kirchenzeitung für Glauben, ­Wissen, Freiheit und Gesetz in der katholischen Kirche“ und legte damit den Grundstein der...

  • 20.10.20
Wo auch immer der Blick hinfiel: die Not war groß
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Bis 1969 erschien in Tirol und Vorarlberg eine gemeinsame Kirchenzeitung
Was in Trümmern begann

Es war eine Pioniertat: Bereits vier Monate nach Ende des Zweiten Weltkriegs erschien erstmalig das „Kirchenblatt“. Ein Exemplar der vier Seiten starken Zeitung kostete 10 Pfennig. Papier war ein Luxusartikel in den Monaten nach Ende des Zweiten Weltkriegs. So sehr, dass viele Zeitungen nur wenige Seiten umfassten. Auch das „Kirchenblatt“, das erstmals am 2. September 1945 erschien – „herausgegeben und verlegt vom Seelsorgeamt der Apostolischen Administratur Innsbruck-Feldkirch“. Aufmacher...

  • 20.10.20
Das Team von „Kirche bunt“ heute mit Bischof Dr. Alois Schwarz (Bildmitte), Prälat KR Mag. Eduard Gruber (3. v. l.) und Chefredakteurin Sonja Planitzer (3. v. r.).
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Die Anfänge der Kirchenzeitung in Niederösterreich
Fern aller Parteipolitik

Mit dem Datum 1. Jänner 1946 erschien das ­„Kirchenblatt für die Diözese ­­­St. ­Pölten“ erstmals. Das sie als einzige Kirchenzeitung ­Österreichs ausschließlich in der sowjetischen Besatz­ungs­­zone redigiert, gedruckt und verbreitet wurde, galt es manigfaltige Schwierigkeiten zu überwinden. Bereits zwei Wochen nach Kriegsende, am Pfingstmontag, dem 21. Mai 1945, ­veröffentlichte der damalige Bischof von St. Pölten, Michael Memelauer (1927 – 1945), ein Pastoralschreiben an den Klerus, in...

  • 20.10.20

Kommentare & Blogs

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Ein wenig Stille

„Wer nur den lieben Gott lässt walten“: Der Text dieses wunderbaren Liedes entstand während des Dreißigjährigen Krieges. Die Bevölkerung wurde damals durch Kriegshandlungen und Pestepidemien regelrecht dezimiert. Johann Georg Neumark, der den Text dichtete und auch selbst im Jahr 1657 in Braunschweig – gerade nach dem Ausbruch der Pestepidemie mit mehr als fünfeinhalb tausend Opfern – vertonte, wusste aus persönlicher Erfahrung, dass alles „Weh und Ach“ und das ständige „Beseufzen unseres...

  • 24.11.20

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Beten Sie für Stalin!

„Beten Sie um das ewige Heil für Josef Stalin!” Diese ungewöhnliche Bitte richtete Kardinal Stefan Wyszynski immer an die Warschauer Karmelitinnen, wenn er zum „Gespräch“ mit dem Chef der kommunistischen Partei Wladyslaw Gomulka ging. Bei solchen Treffen wurde er angepöbelt und beleidigt. Um nicht mit „gleicher Münze“ zurückzuzahlen, sondern Geduld im „Dialog“ zu bewahren, atmete er dieses Klima des Gebets für den ärgsten Feind, den die damalige Kirche in Polen beim Namen nennen konnte, ein....

  • 16.11.20

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Das ist die Hölle

Ein Mann, sein Pferd und sein Hund wurden vom Blitz getroffen. Ohne, dass sie es gemerkt haben, setzten sie die Wanderung im Jenseits fort. Schrecklicher Durst setzte ihnen zu. Plötzlich sahen sie einen goldenen Palast mit einem Brunnen davor. Das kristallklare Wasser versprach Erleichterung. „Was ist das für ein Ort?“, fragte der Mann den Wärter. „Es ist der Himmel“, antwortete dieser. „Wir würden so gerne unseren Durst löschen“, bat der Mann. Der Wärter zeigte auf den Brunnen. Als der...

  • 10.11.20

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Bonhoeffers Lehrstück

Gründe für abgrundtiefe Angst hat dieser Mensch mehr als genug gehabt. Europa stand gerade mitten im Gewaltinferno des Zweiten Weltkriegs. In einer Gefängniszelle eingesperrt, erwartete er die Vollstreckung des Todesurteils. In dieser wahrhaft apokalyptischen Situation verzweifelt der Mann nicht und verfällt auch nicht in Depressionen. Vielmehr dichtet er! Leert aber in seinem Gedicht keineswegs einen Kübel von Dreck und Bosheit, von Anschuldigung und Ressentiment über diese so schlechte Welt...

  • 03.11.20

Glaube & Spiritualität

Über allen Gräbern leuchtet das österliche Licht.

Vorschlag für eine kleine Feier am Grab
Allerheiligen im kleinen Kreis feiern

Vorbereitung der Feier Vereinbarung, wer Vorbeter/in ist (kann auch auf zwei Personen aufgeteilt werden); ev. eine kleine Kerze (Teelicht) + Zünder mitbringen. Andacht am Grab 1. Vorbeter/in (V1) / Kreuzzeichen:+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Alle (A): Amen V1: Es ist gut, dass es einen Ort gibt für unsere Erinnerung. Einen Ort, zu dem wir gehen können in unserer Trauer, einen Ort, den wir mit Blumen schmücken, um unsere Liebe auszudrücken. Einen...

  • 30.10.20
Mutter Teresa übte sich täglich im Gebet. Eines, in dem sie Halt suchte, war das Rosenkranz-Gebet. Das Bild zeigt, wie sie ihre Hände an die Gebetsschnur klammert.

Zum Rosenkranzmonat Oktober
Das „Ave Maria" ist ein biblisches Gebet

Das „Ave Maria“, das „Gegrüßet seist du Maria“, gehört zu den Grundgebeten der Katholischen Kirche. Die Bezeichnung Mariengebet darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um ein durch und durch biblisches Gebet handelt. Wer das „Ave Maria“ spricht, stimmt ein in die Worte des Engels Gabriel, der von Gott in die Stadt Nazareth zu einer Jungfrau namens Maria gesandt wurde. Im Lukasevangelium (Lk 1,28) heißt es: „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.“ Und in der unmittelbar...

  • 15.10.20
Alles angerichtet: Die Theologischen Sommertage an der Universität Innsbruck laden ein.

Theologische Sommertage Innsbruck
Friede, Gnade, Gerechtigkeit

Lange war ungewiss, ob die Theologischen Sommertage am 6. und 7. September heuer trotz der Coronakrise stattfinden können. Mittlerweile ist es gelungen, eine Lösung zu finden, die allen nötigen Sicherheitsvorkehrungen gerecht wird. Zum einen werden die Tischreihen im Madonnensaal der Theologischen Fakultät zu Einzeltischen auseinandergezogen (Mindestabstand von mehr als zwei Metern zwischen den Zuhörern), zum anderen sollen die Fenster die ganze Zeit über geöffnet bleiben,...

  • 29.07.20
"Kritik an der Kirche ist kein Kirchenhass" - Christiane Florin über ihr neues Buch "Trotzdem! Wie ich versuche, katholisch zu bleiben."

Autorin Christiane Florin im Interview
Die Fragen stellen, die vom Glauben übrig bleiben

Für die Journalistin Christiane Florin ist die Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche nicht nur Teil ihres Jobs, sondern auch ein persönliches Anliegen. In ihrem neuen Buch „Trotzdem! Wie ich versuche, katholisch zu bleiben“ verbindet sie schonunglose (Selbst-)Anklage mit der tiefen Sehnsucht nach Erneuerung in der Kirche. Im Tiroler Sonntag-Gespräch erklärt sie, worum es ihr geht und warum sie nicht von der Kirche lässt. Ihren Beziehungsstatus zur katholischen Kirche beschreiben...

  • 16.07.20

Pfarrleben

Tiersegnung in Lienz.
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„Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen…“
Lienz feierte Erntedank und Tiersegnung

Erntedank, 60-Jahr-Jubiläum der Grundsteinlegung zum Bau von Kirche und Pfarrzentrum und eine Tiersegnung: für die Pfarre Heilige Familie in Lienz war es ein Festtag. Mit der Gemeinde feierten Pfarrer Siegmund Bichler, P. Martin Bichler, die Lebenshilfe und die Jungbauernschaft/Landjugend, die sich mit einer Bläsergruppe und einer Agape einstellte. „Es war ein bewegendes Fest mit vielen Begegnungen. Viele fleißige Helfer haben zum Gelingen beigetragen. Ein Tag der Freude und der Dankbarkeit“,...

  • 15.10.20
Das Buch "Gott geht uns voran" ist um 20 Euro im Pfarrbüro erhältlich.
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Pfarrer Johannes Laichner veröffentlicht umfangreiche Pfarrchronik
Roppen: Pfarrgeschichte dokumentiert

Eine archäologische Grabung am Ortsfriedhof von Roppen förderte die Grundmauern einer Kirche zutage, die um 1460 errichtet wurde. Die Pfarre selbst dürfte noch älter sein und bis 1333 zurückreichen, wie die Erwähnung einer Leonhardskapelle belegt. Jetzt hat Pfarrer DDr. Johannes Laichner, selbst leidenschaftlicher Archäologe, den Werdegang der Pfarre in einem Buch nachgezeichnet. „Der Gang durch die Jahrhunderte eröffnet uns berührende Einblicke in Freud und Leid, in Hoffnung und Visionen...

  • 17.09.20
Norbert Klien (rechts) mit Pfarrer Georg Schödl, der Ende September von Pians ins Achental übersiedelt.
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Pfarrkoordinator Norbert Klien
Von der Freude, Menschen zu helfen

Seit bald 50 Jahren steht Norbert Klien im Dienste der Kirche seiner Heimatgemeinde Pians. Mit dem Tiroler Sonntag spricht er über sein umfangreiches ehrenamtliches Engagement sowie seine Sorgen und Freuden als Pfarrkoordinator. In kirchlichen Angelegenheiten ist Norbert Klien für Pians eine zentrale Ansprechperson. Warum er sich schon so lange für die Pfarre einsetzt? „Das ist ganz einfach: ich bin ein überzeugter Pianner und möchte meinen Beitrag für die Gemeinde leisten.“ Dieser Beitrag...

  • 25.08.20
Gemeinschaft und Vielfalt erleben: Dafür stehen die bunten Sommertage.
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Sommerlager-Feeling im Pfarrhof
Jungscharwochen in Schwaz

Gerade weil in diesem Jahr viele daheim bleiben und die gewohnten Jugendlager nicht stattfinden können, bieten viele Pfarren ein „Jungscharlager daheim“ an. So auch die Pfarre St. Barbara in Schwaz. Pfarrhelferin Verena Franz und ihr engagiertes Team haben gemeinsam ein kreatives Programm voll Überraschungen für Kinder und Jugendliche auf die Beine gestellt. „Als klar war, dass die Lockerungen der Corona-Maßnahmen doch ein Sommerprogramm für die Jungscharkinder ermöglichen, haben wir uns...

  • 06.08.20
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