Gesellschaft & Soziales
100 Jahre Schülerheim Don Bosco in Fulpmes: Jugendliche aus ganz Tirol erhalten hier eine fundierte Maschinenbau-Ausbildung. Coronabedingt finden die Feiern in kleinstem Rahmen statt (das Bild entstand im Herbst 2020. Die Jugendlichen leben unter strengen Hygienebedingungen zusammen. Die Schüler auf dem Bild sind aus einer Klasse).

Das Schülerheim Don Bosco in Fulpmes
Wie ein zweites Zuhause

Tooooor“ – der Aufschrei von zwei Jugendlichen ist kaum zu überhören. Sie stehen sich bei einem Tischfußball-Match im Keller des Schülerheims der Salesianer Don Boscos gegenüber. „Mit Maske und Abstand verbringen wir eine wunderbare Zeit“, sagt Lukas. Seit mittlerweile vier Jahren wohnt der gebürtige Zammer in Fulpmes und besucht die „Höhere Technische Lehranstalt“ (HTL). Von den sonst 188 Schülerinnen und Schülern sind coronabedingt derzeit aber nur rund 50 Schüler/innen im Haus, die sich auf...

Nachrichten - Tirol | TIROLER Sonntag

Kunst & Kultur
Andre Lindner ist Obmann des Heimat- und Museumsvereins Fügen.

Wie „Stille Nacht, heilige Nacht" ein Welthit wurde dokumentiert das Heimatmuseum Fügen
Vom Zillertal in alle Welt

In Oberndorf bei Salzburg ertönte in der ehemaligen Sankt Nikolaus-Kirche 1818 erstmals das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“, geschrieben von Josef Mohr und komponiert von Franz Xaver Gruber. Da ausgerechnet kurz vor Weihnachten die Orgel ausfiel, wollten die beiden den Kirchenbesuchern mit einem neuen Lied zu Gitarrenbegleitung Freude bereiten. „Es war kein ursprüngliches Kirchenlied und daher war eine Aufführung in der Kirche zunächst verboten“, erzählt Andre Lindner, Obmann des Heimat- und...

Kirche hier und anderswo

Kirchenaustritte und -eintritte in den vergangenen Jahren

Vorläufige Kirchenstatistik 2020
Weniger Austritte und Eintritte

Weniger Bewegung als in den Vorjahren gab es 2020 bei Kirchenaustritten und -eintritten. Insgesamt gibt es etwa 70.000 Katholik/innen weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der Kirchenaustritte ist 2020 etwas gesunken. 58.535 Personen kehrten der katholischen Kirche den Rücken, während 3.807 Menschen wieder in die Kirche eintraten. Auch dieser Wert ist etwas niedriger als 2019. Insgesamt gibt es etwa 70.000 Katholik/innen weniger in Österreich als im Vorjahr, da zur Entwicklung nicht nur die...

  • 15.01.21
Der Petersdom wurde zu einem guten Teil mit Geld aus Ablasshandel erbaut. Der Handel mit Ablässen ist seit dem Tridentinischen Konzil (1545–1563) verboten.

Zusammenspiel von Gott und Mensch
Der Ablass ist ein Angebot

Josefsjahr, Jakobusjahr und andere Anlässe führen 2021 dazu, dass die Kirche besondere Ablässe anbietet. Diese Bußpraxis wirkt im 21. Jahrhundert aus der Zeit gefallen und hat doch tiefere Gründe als viele wissen. „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt.“ Schon Anfang des 16. Jahrhunderts kannte man Werbe-Slogans. Die Nachfrage nach dem ewigen Heil war zu dieser Zeit besonders hoch. Gute Geschäftsleute wie der Dominikanerpater Johannes Tetzel erkannten ihre Chance. Wenn...

  • 15.01.21
Geh-hin-Kirche: Maria Schett und viele Helfer/innen haben die Menschen im Dekanat mit einem Mini-Adventkranz überrascht – Lieferung inbegriffen.

Im Dekanat Sillian arbeiten viele Engagierte am Pastoralplan
Sillian: Jedem Haushalt einen Adventkranz

"Was würde Jesus in unserer Zeit tun? Wie können wir als Kirche unter veränderten gesellschaftspolitischen Bedingungen einen guten Weg in die Zukunft gehen?“ Mit diesen Ausgangsfragen begann vor sechs Jahren die Arbeit am Pastoralplan für das zwölf Pfarren und drei Seelsorgeräume umfassende Dekanat Sillian. Bis vor die Haustür. Sechs Jahre später sind in allen Pfarren des Dekanats freiwillige Helfer/innen unterwegs und beschenken jedenHaushalt mit einem Mini-Adventkranz, ergänzt durch Impulse...

  • 11.12.20
Das neue Kreuz der Seekarlspitze ist 4,1 Meter Meter hoch, 2.700 kg schwer und wurde in 400 Arbeitsstunden geschaffen.
3 Bilder

Auf der Seekarlspitze steht Österreichs einziges Gipfelkreuz aus Naturstein.
Beeindruckendes Gipfelkreuz aus Stein

Seit Kurzem thront ein ganz besonderes Gipfelkreuz auf der Seekarlspitze im Rofangebirge. Die Idee für das erste seiner Art aus Stein hatte Raimund Walser vor 18 Jahren. Die Einweihung des Gipfelkreuzes eines befreundeten Kunstschmieds hat ihn damals so begeistert, dass er selbst einmal eines gestalten wollte. „Von klein auf war ich viel in den Bergen unterwegs. Gipfelkreuze sind in Tirol etwas ganz Fundamentales. Es ist beeindruckend, dass auf fast allen Gipfeln Tirols dieses christliche...

  • 19.11.20

Glaube

Das Lernheft des petrus canisius (siehe Bild) wird im archiv der deutschen provinz der jesuiten in München aufbewahrt.

Diözese Innsbruck gedenkt Diözesanpatron Petrus Canisius
Halte durch!

Gedanken von Prälat Klaus Egger zu einem Eintrag des jungen Schülers Petrus Canisius in sein Lernheft (siehe Bild): Im Jahr 1964 wurde die Diözese Innsbruck errichtet und DDr. Paulus Rusch zum ersten Diözesanbischof ernannt. Zum Diözesanpatron wurde der heilige Petrus Canisius erwählt. Es war die Zeit des II. Vatikanischen Konzils und die großen Umbrüche in unserer Gesellschaft und Kirche waren bereits deutlich zu spüren. Auch Petrus Canisius lebt in einer Zeit großer kirchlicher und...

  • 24.01.21
Papst Franziskus mit Vertretern des „Netzwerkes für eine atomwaffenfreie Welt“ (ICAN), sitzend die HIroshima-Überlebende Setsuko Thurlow.

76 Jahre nach dem Abwurf der Atombomben tritt der Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft
Der Anfang einer atomwaffenfreien Welt

Am 22. Jänner 2021 tritt der UN-Atomwaffenverbotsvertag (AVV) in Kraft. Er wird bindendes, universelles Völkerrecht. 76 Jahre nach dem  verbrecherischen Einsatz von „Little Boy“ (Hiroshima) und „Fat Man“ (Nagasaki) am 6. bzw. 9. August 1945 und im 75. Jahr der Vereinten Nationen (UN), ist mit dem AVV ein historischer Meilenstein gesetzt. Die Möglichkeit einer von Atomwaffen befreiten Welt hat an Wirklichkeit gewonnen und einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht. Der...

  • 14.01.21
Bischof Hermann Glettler in der Pfarrkirche Petrus Canisius in Innsbruck

Diözese Innsbruck begeht Petrus Canisius Jahr 2021
Zum Leben ermutigen

Bischof Hermann Glettler und Pfarrer Mariusz Sacinski feierten zum Auftakt des Petrus Canisius Jahres 2021 einen Radiogottesdienst in der Pfarrkirche Petrus Canisius in Innsbruck. Im Mai 2021 jährt sich zum 500. Mal der Geburtstag von Petrus Canisius, dem Diözesanpatron der Diözese Innsbruck. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres feierte Bischof Hermann Glettler zusammen mit Pfarrer Mariusz Sacinski am heutigen Sonntag, 10. Jänner, um 10 Uhr einen Gottesdienst in der Pfarrkirche Petrus Canisius in...

  • 12.01.21
9 Bilder

Ökumenisches Bibelprojekt begeistert hunderte Menschen
Verbindendes Projekt Corona-Bibel

Ein ökumenisches Team aus der Schweiz stellte kurz vor dem ersten Corona-Lockdown im März ein tolles Bibel-Projekt auf die Beine. Mitgemacht haben rund 1000 Menschen aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und anderen Ländern, die per Hand Kapitel aus der Bibel abgeschrieben und an das Team gesandt haben. Herausgekommen ist die St. Galler Corona-Bibel, die aktuell online abrufbar ist. Blättert man in der Online-Ausgabe der Corona-Bibel, so kommt man ins Staunen. Die per Hand geschriebenen und...

  • 17.12.20
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Texte zum Sonntag

Wort zum Sonntag, 17. Jänner
Viel umsonst gelaufen

Die Bibel ist ein Buch mit Humor. Die Geschichte vom kleinen Samuel und seinem blinden Erziehungsberechtigten reiht sich ein in die humorvollen Geschichten von Bil’am und seinem Esel, Jona, Eva und der Schlange und vielen mehr. Es sind schöne Beispiele typischer semitischer Erzählkunst, die unterhalten wollen und schmunzeln lassen. Es wirkt gar, als ob Gott mit Samuel spielte. Er ruft ihn, und Samuel antwortet (Vers 4), doch statt zu reden, lässt Gott ihn erst immer wieder zu Eli laufen. Zum...

  • 12.01.21

Wort zum Sonntag, 20. Dezember
Fürchte dich nicht!

Als Mann kann ich eigentlich nicht wirklich erahnen, wie es einer Frau geht, wenn sie erfährt, dass sie schwanger ist, vor allem, wenn die Schwangerschaft nicht geplant ist. Es kündigt sich etwas an, das das Leben einer Frau verändert, das sie mit Freuden, Ängsten und mit Fragen für die Zukunft begleitet. Maria wird es nicht anders ergangen sein, wie vielen anderen Frauen davor und bis heute. Bei der Begegnung Marias mit dem Engel Gabriel ist eine Aussage des Engels sehr wesentlich: „Fürchte...

  • 18.12.20
2 Bilder

Unser Innerstes ist manchmal wie eine Wüste. Doch wir können Christus einen Weg in unser Herz bahnen.
Bereitet den Weg des Herrn!

2. Adventsonntag – Lesejahr B, 6. Dezember 2020 Lesung 1 Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet Jerusalem zu Herzen und ruft ihr zu, dass sie vollendet hat ihren Frondienst, dass gesühnt ist ihre Schuld, dass sie empfangen hat aus der Hand des Herrn Doppeltes für all ihre Sünden! Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnt den Weg des Herrn, ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott! Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden,...

  • 04.12.20

Wort zum Sonntag, 22. November
Am Ende des Lebens

Sie saß in der letzten Bank, meist nicht sonderlich interessiert an meinem Unterricht. Dieses Mal aber schnellte die Hand in die Höhe und sie fragte: „Und was hat das alles mit Religion zu tun?“ Vorausgegangen war eine Einladung, die Stimme gegen Unrecht zu erheben und sich für faire Produktionsbedingungen in der Textilbranche einzusetzen. Mich hat diese kurze Episode nie losgelassen. Genau das ist es doch, worauf es ankommt: dass sich der Glaube im konkreten Leben erdet. Die „Werke der...

  • 17.11.20

Menschen & Meinungen

Randnotiz von Gilbert Rosenkranz
Offene Stalltür

Eisiger Wind blies uns ins Gesicht. Die klirrende Kälte nagelte sich in den Zehen und Fingern fest. Gut, dass wir bei unserer Skitour einen kundigen Begleiter dabei hatten, der sich im unbekannten Gelände zurecht fand und uns den Weg zur Almhütte wies. Und was für ein Geschenk: Der Bauer hatte die Hütte, als er sie winterfest machte, gut verschlossen aber nicht versperrt. Im Schafstall fanden wir genügend Stroh, um uns zu wärmen. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit…“ – Der Bauer war der...

  • 12.01.21
„Es macht mir Freude, mein Glück mit anderen zu teilen.“ DJ Ötzi

DJ Ötzi, Musiker und Geburtstagskind
Das Glück teilen

Gerry Friedle, besser bekannt als DJ Ötzi, feiert am 7. Jänner seinen 50. Geburtstag. Kraft schöpft der Schlagerstar auch aus dem Glauben. Er hätte gerne Philosophie oder Theologie studiert, verriet er nun. Mit über 16 Millionen verkauften CDs gilt der Tiroler Sänger und Entertainer DJ Ötzi als einer der erfolgreichsten Musiker aus dem deutschsprachigen Raum. Seine Schlager „Anton aus Tirol“ und „Hey Baby“ führten um die Jahrtausendwende die Charts an. Obdachlos Doch Gerry Friedle kannte nicht...

  • 07.01.21

Randnotiz von Gilbert Rosenkranz
Jesus im Kommen

Eigentlich eigenartig. Vier Wochen lang Ankunft feiern? Heißt doch Advent Ankunft. Vier Wochen Ankunft feiern von jemandem, der erst geboren wird? Hineinübersetzt in unseren Alltag müsste das wohl heißen, mehr so zu leben und zu reden, dass Jesus erst im Kommen ist. Und nicht so, als hätten wir den Glauben im Sack wie ein Taschentuch oder eine Atemschutzmaske. Kommt Jesus wie ein Gebrauchsgegenstand daher, nützt sich der Glaube ebenso schnell ab wie er unbrauchbar wird.

  • 18.12.20

Randnotiz von Gilbert Rosenkranz
Planungssicherheit

Planungssicherheit hatte das Volk Israel eigentlich nie: in Ägypten nicht, beim Auszug nicht, und auch später nicht… das Volk musste ins Exil und kaum war es wieder zu Hause, drohte schon wieder Gefahr. Auch heute gibt es in Wirtschaft, Politik und Kirche weniger Planbares als manchen recht ist. Worauf sollen jene, die Prognosen aufstellen, ihre Annahmen gründen? Zahlen geben zur Zeit wenig her. Aber auch darin liegt eine Chance: den Blick dorthin zu wenden, was letztlich hält und bleibt.

  • 09.12.20

Bewusst leben & Alltag

Im Winter braucht die Haut Cremen, die Feuchtigkeit zuführen und mit Fett schützen.
2 Bilder

Die Haut vor Kälte schützen

Draußen ist es feucht, windig und kalt, drinnen trocken und gut geheizt – diese Unterschiede machen der Haut zu schaffen. Daher braucht sie nun besonderen Schutz. Die Haut ist mit einer durchschnittlichen Größe von 1,5 bis 2 Quadratmetern das größte Körperorgan. Die winterliche Kälte und Temperaturunterschiede entziehen ihr die natürliche Feuchtigkeit. Besonders ausgesetzt sind Gesicht, Lippen und Hände. Hier wird die Haut spröde, rissig und rau. Auch an den Beinen und am Bauch beginnt die Haut...

  • 20.01.21
Eva Nessl schreibt in der Reihe "begleiten, beleben, bestärken" über Glauben im Alltag.

Hoffnung statt Schockstarre und Misstrauen
Zuversichtlich dem neuen Jahr begegnen

In Radio-, Internet- oder Zeitungsbeiträgen kursiert wieder ein Stichwort, das alljährlich Anfang Jänner zu vernehmen ist: Neujahrsvorsätze. Ähnlich wie im vergangenen Jahr und in den Jahren zuvor habe ich zum Jahreswechsel keineswegs über mögliche Zielvorstellungen oder andere anzustrebende Absichten nachgedacht. Zu Beginn des neuen Jahres Vorsätze fasse ich selten zu einem bestimmten Datum, sondern wenn ich das Bedürfnis habe, meine Gewohnheiten ändern zu wollen. Ins neue Jahr starte ich...

  • 15.01.21
Bei dieser Auswahl wird man schnell zum Suppentiger
3 Bilder

Heiße Suppen für kalte Tage

Draußen ist es klirrend kalt, da ist eine Suppe gerade recht, nicht nur nach einem Spaziergang. So wird dem Körper von innen her wieder warm und er bekommt überdies viele wichtige Nährstoffe und Energie. Wenn man sich die Vielfalt an köstlichen Suppen vor Augen führt, möchte man am liebsten gleich einen Teller voll auslöffeln. Und man fragt sich dabei vielleicht, welche Suppe dem Suppenkasper wohl vorgesetzt wurde, dass er sie so gar nicht essen wollte. Wärmende Gewürze Allen voran fallen einem...

  • 15.01.21

Vorsicht, Rutschgefahr!

Sturzunfälle gehören zu den häufigsten Verletzungsursachen bei älteren Menschen. Im Winter stellen Eis und Schnee auf den Straßen ein zusätzliches Risiko dar. Man sollte aber auch diverse Gefahrenquellen in den Wohnungen möglichst entschärfen oder entfernen. Die gute Nachricht gleich vorweg: Sicheres Gehen lässt sich trainieren. Je früher man damit beginnt, desto besser. Grundsätzlich mindert eine bestmögliche Erhaltung der körperlichen Beweglichkeit die Gefahr zu stürzen. Dazu sind schon...

  • 07.01.21

Gesellschaft & Soziales

100 Jahre Schülerheim Don Bosco in Fulpmes: Jugendliche aus ganz Tirol erhalten hier eine fundierte Maschinenbau-Ausbildung. Coronabedingt finden die Feiern in kleinstem Rahmen statt (das Bild entstand im Herbst 2020. Die Jugendlichen leben unter strengen Hygienebedingungen zusammen. Die Schüler auf dem Bild sind aus einer Klasse).

Das Schülerheim Don Bosco in Fulpmes
Wie ein zweites Zuhause

Tooooor“ – der Aufschrei von zwei Jugendlichen ist kaum zu überhören. Sie stehen sich bei einem Tischfußball-Match im Keller des Schülerheims der Salesianer Don Boscos gegenüber. „Mit Maske und Abstand verbringen wir eine wunderbare Zeit“, sagt Lukas. Seit mittlerweile vier Jahren wohnt der gebürtige Zammer in Fulpmes und besucht die „Höhere Technische Lehranstalt“ (HTL). Von den sonst 188 Schülerinnen und Schülern sind coronabedingt derzeit aber nur rund 50 Schüler/innen im Haus, die sich auf...

  • 24.01.21
4 Bilder

Corona-Gedenkakt am Landhausplatz Innsbruck
Ein Ort für Trauer und Dank

477 Kerzen wurden zu Silvester am Landhausplatz in Innsbruck entzündet. Land Tirol, Vertreter der Religionsgemeinschaften und weiterer Gruppierungen gedachten der Opfer der Corona-Krise. Den traditionellen Gottesdienst zum Jahresschluss feierte Bischof Hermann Glettler heuer im kleinen Kreis in der Georgskapelle des Landhauses in Innsbruck. Im Anschluss wurde auf Anregung des Bischofs am Landhausplatz jener Menschen gedacht, die im Jahr 2020 an Covid-19 gestorben sind. Eingeschlossen in das...

  • 12.01.21
Ernst Ehrenreich – im Bild mit Sohn Leonhard.

Eignet sich Josef von Nazareth als Vorbild für Männer?
Die Welt braucht Väter

Josef von Nazareth war ein wichtiges „Role Model“, ein Rollenvorbild für den Buben, Burschen und Mann Jesus. Papst Franziskus vermutet in seinem Schreiben „Patris corde“ („Mit dem Herzen des Vaters“), dass Josefs Vaterrolle auch das Gleichnis vom barmherzigen Vater inspiriert hat. Zum beginnenden Josefsjahr 2021 schreibt Ernst Ehrenreich über das Mann-Sein damals und heute und über „Patris corde“. Diese Zeilen schreibe ich, nachdem mein kleiner Sohn Leonhard in meinen Armen eingeschlafen ist....

  • 12.01.21
„Meine Intention ist zu vermitteln, aufmerksam zu machen und damit einen kleinen Beitrag zu leisten, dass möglichst viele Augen, Herzen und Hände sich öffnen“, erklärt Bischof Hermann Glettler seinen Besuch auf der Insel Lesbos.
Im Bild zu sehen das Lager Kara Tepe bei Sonnenaufgang.

Bischof Hermann Glettler berichtet von den Zuständen auf Lesbos
Fluchtursachen nicht die Flüchtenden bekämpfen

Mit Vertreter/innen der Initiative „Courage: Mut zur Menschlichkeit“ und des Vereins „Flüchtlingshilfe Doro Blancke“ war Bischof Hermann Glettler auf der griechischen Insel Lesbos. Der dreitägige Besuch war Faktencheck und adventliche Herbergsuche zugleich. Das Fazit des Bischofs: Gemeinsames Handeln ist gefragt, 100 Familien sollten noch vor Weihnachten aufgenommen werden. Wie sieht die humanitäre Situation vor Ort aus? Bischof Hermann Glettler: Nach den Regenfällen der vergangenen Woche ist...

  • 17.12.20

Reisen

5 Bilder

Eine Reise mit tiefen Eindrücken
41 Jugendliche im Heiligen Land

Es war eine Reise der tiefen Eindrücke: im Miteinander, auf den Spuren Jesu und in der Begegnung mit der Kultur und den Konflikten des Heiligen Landes. Bischof Hermann Glettler und Jugendseelsorger Kidane Korabza begleiteten eine Gruppe von 41 Jugendlichen aus Tirol durch das Heilige Land. Der Tiroler Sonntag hat einige Teilnehmer um ihre Eindrücke von dieser Reise gebeten: Große BegeisterungDie große Begeisterung und das Interesse der Gruppe haben mir besonders gut gefallen. Vor allem beim...

  • 18.02.20

In 3195 m Seehöhe: das Becherhaus
Kapelle über dem Abgrund

Die zerklüfteten Gletschermassen des Übertalferners und etliche, bekannte Bergspitzen wie Wilder Freiger, Pfaff und Zuckerhütl vervollständigen das raue und dennoch wunderschöne Hochgebirgspanorama. Schier unglaublich waren Leistung und Idealismus jener, die diesen Bau vor 125 Jahren ermöglicht haben und die mehr als 25 Tonnen Baumaterial über 1.800 Höhenmeter von Meiern aus, am Talschluss von Ridnaun (Südtirol), mit Leibeskraft hinaufbeförderten. Ein Wunder, dass die Bauphase ohne...

  • 10.09.19
  • 1

Redaktionelles

Kunst & Kultur

Andre Lindner ist Obmann des Heimat- und Museumsvereins Fügen.

Wie „Stille Nacht, heilige Nacht" ein Welthit wurde dokumentiert das Heimatmuseum Fügen
Vom Zillertal in alle Welt

In Oberndorf bei Salzburg ertönte in der ehemaligen Sankt Nikolaus-Kirche 1818 erstmals das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“, geschrieben von Josef Mohr und komponiert von Franz Xaver Gruber. Da ausgerechnet kurz vor Weihnachten die Orgel ausfiel, wollten die beiden den Kirchenbesuchern mit einem neuen Lied zu Gitarrenbegleitung Freude bereiten. „Es war kein ursprüngliches Kirchenlied und daher war eine Aufführung in der Kirche zunächst verboten“, erzählt Andre Lindner, Obmann des Heimat- und...

  • 18.12.20
Die äußerliche Einengung führte nicht zu einer Begrenzung seines Denkens, sondern zu einer bemerkenswerten Offenheit. Es lohnt sich, Hölderlins Werk neu zu entdecken.
2 Bilder

250 Jahre Friedrich Hölderlin: sein Werk fasziniert bis heute.
Aus der Quarantäne ins „Offene“

Mit Friedrich Hölderlin verbinden viele vor allem jahrzehntelanges Einzelgänger-Dasein in selbstgewählter Quarantäne und schwer verständliche Lyrik. Anders die Theologin Elisabeth Kathrein, die so viele faszinierende Facetten an Hölderlin fand, dass sie ihre Doktorarbeit über ihn schrieb. Im Gespräch erzählt sie von der erstaunlichen Aktualität seines Werks, gerade in Zeiten von Quarantäne und Lockdown. Wie kamen Sie auf Friedrich Hölderlin? Kathrein: Begonnen hat es mit einer Leserreise mit...

  • 17.12.20

Zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven
Schöner Götterfunken

Er werde dem Schicksal in den Rachen greifen – „ganz niederbeugen soll es mich gewiss nicht!“ So entschied Ludwig van Beethoven, als er wegen seines immer schwächer werdenden Gehörs kurz davor stand, sich das Leben zu nehmen. Am 17. Dezember 1770 wurde Beethoven in Bonn getauft, sein Geburtsdatum ist nicht bekannt. Das Jahr 2020 hätte ein pompöses Jubiläumsjahr zu seinem 250. Geburtstag werden sollen. Corona stellte das Beethovenjahr in den Schatten, aber den Superstar der Wiener Klassik kann...

  • 01.12.20
Bischofsvikar Jakob Bürgler und der Arzt Wolfang Halder (rechts) präsentieren die künstlerische Intervention zum coronabedingten Besuchsverbot.
2 Bilder

Kunstwerk in Spitalskirche Innsbruck thematisiert Besuchsverbote
Kunst und Corona

Wolfgang Halder ist Facharzt für innere Medizin und Geriatrie am Krankenhaus Hochzirl. Seine Erlebnisse im Frühjahr haben ihn zu einer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem coronabedingten Besuchsverbot inspiriert. Unverständlich ist nur der Name. „tobrevshcuseb“ lautet der Titel einer Installation, die im gesamten Oktober in der Innsbrucker Spitalskirche zu sehen ist – Besuchsverbot von hinten gelesen. Augenscheinlich und unmittelbar verständlich dagegen ist die Botschaft des Werkes. Eine...

  • 07.10.20

Serien

In der Stille den Heiligen nachspüren, von denen sich viele auf den Weg gemacht haben, um den Menschen Gutes zu tun
5 Bilder

Mein Kraftort_10: Südtirol
Nachdenken über das Miteinander

Auf einem Waldhügel bei Tils oberhalb von Brixen liegt etwas versteckt das Kirchlein St. Cyrill. MARTINA RAINER Der Ort strahlt wohltuende Ruhe aus. Doch schon allein der rund einstündige Weg bis zu diesem besonderen Ort ist das Ziel: Er führt über den Europa-Besinnungsweg. Dieser ist dem christlichen Europa und auch 24 Heiligen gewidmet, die sich für ein geeintes und friedliches Europa eingesetzt haben. Uns umfängt die Ruhe des Waldes. Das hektische Treiben der Brixner Innenstadt und der...

  • 03.09.20
56 Bilder

Mein Kraftort_9: Vorarlberg
Der Weg vom Gehen zum Loslassen

Maria Bildstein ist einer der beliebtesten Wallfahrtsorte im ganzen Bodenseeraum. Seit knapp 400 Jahren pilgern jedes Jahr viele Menschen in den kleinen Ort oberhalb des Rheintals. Mehrere Wege führen den Berg hinauf. Ein besonders eindrucksvoller Weg dorthin ist der „Ich-bin-Weg“ von Wolfurt aus. Text: Petra Baur      Bilder: Dietmar Steinmair Seit mehreren Jahrzehnten ist das kleine Bergdorf mit seinen gut 800 Einwohnern mein Lieblingskraftort. Etliche hundert Male bin ich den Weg gegangen,...

  • 26.08.20
Auf Fels gebaut ist das Kloster St. Georgenberg hoch über dem Inntal.
3 Bilder

Mein Kraftort_8: Stift Georgenberg, Tirol
Bodenständig über den Dingen

Auf Fels gebaut, könnte das altehrwürdige Kloster Sankt Georgenberg Jahrhunderte Tiroler Geschichte erzählen. Der bedeutende Wallfahrtsort ist ein Sehnsuchtsort für viele – nur zu Fuß erreichbar, vom Inntal aus nicht zu sehen, lädt er ein, den Alltag hinter sich zu lassen und den Blick nach oben zu richten ... Ob man mit dem Auto zu einem geistlichen Gespräch fährt oder – wie bei der Wanderung auf den Georgenberg – erst eine gute Dreiviertelstunde zu Fuß den Berg hinauf geht, macht einen großen...

  • 19.08.20
Auf rund 1.460 Metern befindet sich das Jakobskreuz auf der Buchensteinwand.
4 Bilder

Mein Kraftort_7: Salzburg & Tiroler Teil
Das Filetstück des Jakobswegs

Wilde Natur sowie viel Zeit und Ruhe zum Nachdenken können all jene genießen, die sich auf den Pilgerpfad von Salzburg nach Tirol machen. Die Strecke verbindet die beiden Teile der Erzdiözese Salzburg auf eine besonders charmante Weise. Unterwegs erklärt ein passionierter Geher, wie er Gott mit auf den Weg nimmt – und die Grenze zwischen Wandern und Pilgern zieht. Michaela Hessenberger Mit einer flotten Handbewegung lupft Hermann Signitzer seinen grauen Filzhut auf den Kopf. Ein prüfender Blick...

  • 14.08.20

Kirche, Feste, Feiern

Künstlerische Darstellung des heiligen Petrus Canisius, Patron der Diözese Innsbruck, in der gleichnamigen Innsbrucker Pfarre.

Vor 500 Jahren, am 8. Mai 1521, wurde Petrus Canisius geboren.
Eine Seele wiegt mehr als die ganze Welt

1521 war ein Jahr, das in die Geschichte Europas einging. Auf einem Reichstag in Worms verbot Kaiser Karl V. Verbreitung und Lektüre der Schriften von Martin Luther. Der Reichtstag manifestierte die konfessionelle und politische Spaltung Europas. In diese Zeit hinein wurde am 8. Mai Petrus Canisius geboren. Der Publizist und Jesuit Leo Wallner (1931-2013) hat versucht, der Botschaft seines Lebens auf die Spur zu kommen. Wie Canisius den Glauben lernt. Ein hervorragender Priester namens Nikolaus...

  • 12.01.21
Weihnachten als Einladung, einen anderen Ton anzuschlagen: 
„Mehr als eine äußerliche Stimmung zählt der Ton des Herzens“, meint Bischof Hermann Glettler – hier im Bild bei der sog. „Geburt“ einer Glocke.

Ist es möglich, zu Weihnachten einen anderen Ton anzuschlagen?
Weihnachts Stimmung

"Jingle Bells“ und das etwas schönere „Süßer die Glocken nie klingen“ schallen heuer nicht ganz so aufdringlich aus jeder Ecke. Aber der Chorgesang geht uns ab. Umso kostbarer sind die echten Klänge von Glocken, die viele in der Corona-bedingt verordneten Besinnlichkeit wieder neu entdecken. Sie geben den Tagesrhythmus vor und begleiten alle Momente des Lebens – die erfreulichen und die traurigen. Zur Weihnachtszeit haben sie einen besonderen Klang. Feierlicher, tröstlicher? Vor kurzem hatte...

  • 21.12.20
Generalvikar Roland Buemberger

Generalvikar Roland Buemberger im Tiroler Sonntag-Interview
Der Blick auf das Miteinander erfüllt mich mit Freude.

Drei Monate ist Roland Buemberger als Generalvikar der Diözese Innsbruck im Amt. Der Tiroler Sonntag hat ihn nach seinen ersten Erfahrungen gefragt: Wie versteht er seine neue Aufgabe? Worin sieht er besondere Herausforderungen? Und worauf achtet er als Regens in der Ausbildung künftiger Priester? Die Fragen stellte Gilbert Rosenkranz. 100 Tage Generalvikar, der Einstieg in Ihre neue Aufgabe fiel mitten in die zweite Welle der Corona-Pandemie. Wie erleben Sie diese Zeit? Roland Buemberger:...

  • 09.12.20
5 Bilder

Sendungsfeier in der Diözese Innsbruck
Bereichert und beschenkt

Kürzlich hat Bischof Hermann Glettler im Innsbrucker Dom 24 Frauen und sieben Männer in ihren kirchlichen Dienst beauftragt. Sie sind als ReligionslehrerInnen, PastoralassistentInnen, als Jugendleiter und als FachreferentInnen im diözesanen Diensten tätig. Stellvertretend für die unterschiedlichen Berufsgruppen schreiben hier zwei Frauen und zwei Männer darüber, wie die Tätigkeit ihr Leben bereichert und wo sie selbst Kraft im Leben finden. Trauer aushalten und mittragenClaudia Müllner, MA...

  • 13.10.20

Sonderthemen

Kirchenzeitungen – gut für Österreich

Österreich gehört zu den Ländern, in denen sich die Religionsgemeinschaften frei am Medienmarkt beteiligen können. Die Kirchenzeitungen tun dies. Das ist wichtig für die Kirchen. Es ist aber auch gut für Österreich. "Zeitung mit Sinn" - Gerald Grünberger Im Gegensatz zu tagesaktuellen Medien wie Tageszeitungen, Radio, Fernsehen oder Online kann die Kirchenzeitung als Wochenzeitung kaum mit Nachrichten-Sensationen aufwarten. Ebenso selten werden Kirchenzeitungen mit ihrer Berichterstattung in...

  • 20.10.20
Das erste Titelblatt der „Wiener ­Kirchenzeitung“ aus dem Jahr 1848 ist ­zugleich die erste Seite einer österreichischen Kirchenzeitung.
2 Bilder

Wie Österreich zu den Kirchenzeitungen kam

Im Ringen der Ideologien im 19. Jahrhundert haben auch die Kirchenzeitungen und andere kirchennahe ­Medien ihren Ursprung. Österreich hatte in den revolutionären Märztagen des Jahres 1848 ein neues Pressegesetz erhalten, das die Freiheit des Wortes ermöglichte. Einer, der die Gelegenheit dazu ergriff, war der Priester Dr. Sebastian Brunner. Er gründete die ­„Wiener Kirchenzeitung für Glauben, ­Wissen, Freiheit und Gesetz in der katholischen Kirche“ und legte damit den Grundstein der...

  • 20.10.20
Wo auch immer der Blick hinfiel: die Not war groß
5 Bilder

Bis 1969 erschien in Tirol und Vorarlberg eine gemeinsame Kirchenzeitung
Was in Trümmern begann

Es war eine Pioniertat: Bereits vier Monate nach Ende des Zweiten Weltkriegs erschien erstmalig das „Kirchenblatt“. Ein Exemplar der vier Seiten starken Zeitung kostete 10 Pfennig. Papier war ein Luxusartikel in den Monaten nach Ende des Zweiten Weltkriegs. So sehr, dass viele Zeitungen nur wenige Seiten umfassten. Auch das „Kirchenblatt“, das erstmals am 2. September 1945 erschien – „herausgegeben und verlegt vom Seelsorgeamt der Apostolischen Administratur Innsbruck-Feldkirch“. Aufmacher der...

  • 20.10.20
Das Team von „Kirche bunt“ heute mit Bischof Dr. Alois Schwarz (Bildmitte), Prälat KR Mag. Eduard Gruber (3. v. l.) und Chefredakteurin Sonja Planitzer (3. v. r.).
4 Bilder

Die Anfänge der Kirchenzeitung in Niederösterreich
Fern aller Parteipolitik

Mit dem Datum 1. Jänner 1946 erschien das ­„Kirchenblatt für die Diözese ­­­St. ­Pölten“ erstmals. Das sie als einzige Kirchenzeitung ­Österreichs ausschließlich in der sowjetischen Besatz­ungs­­zone redigiert, gedruckt und verbreitet wurde, galt es manigfaltige Schwierigkeiten zu überwinden. Bereits zwei Wochen nach Kriegsende, am Pfingstmontag, dem 21. Mai 1945, ­veröffentlichte der damalige Bischof von St. Pölten, Michael Memelauer (1927 – 1945), ein Pastoralschreiben an den Klerus, in dem...

  • 20.10.20

Kommentare & Blogs

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Das Pandemiejahr

Spät am Heiligen Abend saßen sie im Wohnzimmer. Diesmal kein Besuch einer Mette. Die Pandemie machte die Sache schwierig. Die Sektflasche war fast leer. Regelrecht angetrunken versuchten beide, Bilanz zu ziehen über das, was sie erlebt haben. Unentwegt klagte er über das Katastrophenjahr 2020. Sie starrte bloß den Weihnachtsbaum an. Irgendwann kam er zur Überzeugung, sie höre gar nicht zu. So wechselte er das Thema. „Die vielen bunten Lichter am Baum sind doch schön, oder?” Die Frau entgegnete:...

  • 12.01.21

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Glücklicher Josef

Er war weder modern, noch lebte er selbstbestimmt. Wie alle jungen Männer hatte er Träume, die er verwirklichen wollte. Doch die Widerfahrnisse waren stärker. Zwar haben sich seine Wünsche keiner Pandemie beugen müssen. Die Mechanismen des Alltags lehrten ihn aber Tag für Tag, dass das Gerede vom selbstbestimmten Leben bloß Opium für das Volk ist. Und dann kam sie. Die Frau, die ihm den Kopf verdrehte. Wie gerne hätten sie das Leben zu zweit nach ihren Willen gestaltet. Als er sie schwanger...

  • 18.12.20

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Warum lachst Du?

„Warum lachst du?”, fragt die Studentin ihren Kollegen. Beide sitzen im großen Lesesaal der Bibliothek und bereiten sich auf ihre Prüfungen vor. „Habe gerade den Blödsinn über den Wert des Gottvertrauens gelesen. Die Alten sollen einander immer zugesichert haben, man könne nicht tiefer fallen als in die Hand Gottes.” Die Studentin denkt kurz nach und sagt: „Stell dir vor, wir stehen am Seeufer. Ich nehme einen kleinen Stein in die Hand und werfe ihn ins Wasser. Was passiert da?” Der verdutzte...

  • 09.12.20

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Gottes Ratschlüsse

Immer und immer wieder lagen sie sich in den Haaren, wenn sie über Gott redeten. Der Möchtegern-Atheist sagte zu seinem Freund: „Du und dein lieber Herrgott! Er tut doch nichts anderes als bloß fordern. Niemals nimmt er dem Menschen eine Last ab. In den Schriften steht doch, dass er sich am Berg offenbart. Lass uns mal auf den höchsten Gipfel der Umgebung hinaufsteigen. Zum Beweis! Und du wirst sehen, dass ich Recht habe.“ Gesagt, getan. Am Berg oben wurde es schnell dunkel. So nickten sie ein....

  • 01.12.20

Glaube & Spiritualität

5 Bilder

Besuch im Haus Kinzner in Kematen
Die Krippe war ein Kindheitstraum

Schon als Kind hat sie sich fürs „Krippeleschaun“ begeistert und war fasziniert von der großen Krippe von Opa und Onkel. Jetzt hat sich Renate Kinzner den Wunsch nach einer eigenen Krippe erfüllt. Ein Jahr lang wurde am Berg gebaut, jetzt ist sie nach fünf Jahren mit 134 Figuren auf knapp fünf Quadratmetern komplett. Eine Lieblingsfigur? Der sitzende, alte Hirte. Er erinnert Renate an ihren Opa, von dessen Krippe sie schon als Kind fastziniert war. „Aber ich habe auch eine Schwäche für die...

  • 26.12.20
Einladung zur Adventkranzsegnung daheim

Den Advent zuhause feierlich beginnen
Adventkranzsegnung

Der Adventkranz ist das erste sichtbare Zeichen der Weihnachtszeit. Er lädt uns ein, für andere zum Segen zu werden und einander zu segnen. Der Adventkranz wird uns auf dem Weg durch den Advent begleiten. Die grünen Zweige verheißen Leben, die Kerzen sagen uns: Mache dich auf und werde Licht! Vorbereitung Bindet gemeinsam einen Adventkranz und schmückt ihn. Material: Kerze und Streichholz, Weihwasser, ev. Weihrauch Gemeinsam feiern Wenn alle versammelt sind, startet ihr mit dem Kreuzzeichen....

  • 26.11.20
Über allen Gräbern leuchtet das österliche Licht.

Vorschlag für eine kleine Feier am Grab
Allerheiligen feiern

Vorbereitung der Feier Vereinbarung, wer Vorbeter/in ist (kann auch auf zwei Personen aufgeteilt werden); ev. eine kleine Kerze (Teelicht) + Zünder mitbringen. Andacht am Grab 1. Vorbeter/in (V1) / Kreuzzeichen:+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Alle (A): Amen V1: Es ist gut, dass es einen Ort gibt für unsere Erinnerung. Einen Ort, zu dem wir gehen können in unserer Trauer, einen Ort, den wir mit Blumen schmücken, um unsere Liebe auszudrücken. Einen Ort der Nähe zu...

  • 30.10.20
Mutter Teresa übte sich täglich im Gebet. Eines, in dem sie Halt suchte, war das Rosenkranz-Gebet. Das Bild zeigt, wie sie ihre Hände an die Gebetsschnur klammert.

Zum Rosenkranzmonat Oktober
Das „Ave Maria" ist ein biblisches Gebet

Das „Ave Maria“, das „Gegrüßet seist du Maria“, gehört zu den Grundgebeten der Katholischen Kirche. Die Bezeichnung Mariengebet darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um ein durch und durch biblisches Gebet handelt. Wer das „Ave Maria“ spricht, stimmt ein in die Worte des Engels Gabriel, der von Gott in die Stadt Nazareth zu einer Jungfrau namens Maria gesandt wurde. Im Lukasevangelium (Lk 1,28) heißt es: „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.“ Und in der unmittelbar...

  • 15.10.20

Pfarrleben

Bürgermeister Matthias Schranz zeigt den Kerzenbehälter des neu errichteten Sternengrabes am Friedhof Kauns.
2 Bilder

Kauns zählt 502 Einwohner
Großer Zusammenhalt im kleinen Dorf

Mit 34 Jahren zählt Matthias Schranz zur jüngeren Generation unter Tirols Bürgermeistern. Vor drei Jahren hat er diese Aufgabe übernommen. Als laut Eigendefinition „sozialer Typ“ ist er bei vielen Vereinen und Institutionen dabei. Wie in vielen Dörfern prägen sie auch in Kauns das Geschehen: Theater, Feuerwehr, Musikkapelle, eine pfarrlich geregelte Seniorenbetreuung, Computerclub, Schützenkompanie, Bienenzucht-, Schafzucht- und Sportverein, Dorfbücherei, Bäuerinnen, Jungbauernschaft und...

  • 24.01.21
Leonie Hanser bei der Fahnensegnung in der Pfarrkirche.

Neue Prozessionsfahne
Schülerinnen gestalteten Jungmännerfahne

Es ist ein besonderes Maturaprojekt, das sich Leonie Hanser und Adriana Deak aus Hippach ausgesucht haben. Die beiden Schülerinnen der Kunst-HTL in Innsbruck haben die Bilder der Jungmännerfahne der Pfarre Hippach neu gestaltet. „Ich habe mich nach einem Objekt umgesehen, das ich restaurieren konnte“, erzählt Leonie. Schließlich entstand gemeinsam mit der Pfarre die Idee, die sog. „Buamenfahne" neu zu gestalten. Hirte und Dreifaltigkeit. „Auf dem Bild sollten der Gute Hirte, typische...

  • 15.12.20
In der Pfarre Tristach waren ganztägig biblische Lesungen und Musik zu hören. Passend zum Advent waren die Sitzbänke mit Texten aus der Bibel ausgestaltet.

Musik und Biblische Texte
Ganz Ohr in der Pfarrkirche Tristach

Eine ungewöhnliche Idee wurde in der Pfarrkirche Tristach realisiert: musikalische Gruppierungen und die Lesungen des Sonntags waren in einer Gesamtkomposition über die Lautsprecher zu hören. Dank der tatkräftigen Unterstützung von Kirchenmusiker Alois Wendlinger war die Liste der beteiligten Musiker lang: Kirchenchor, Holzbläser, Flötengruppe, Jugendchor, Koller-Ensemble, Schlagseitn-Musig, "Singmazomm", Tristacher Sänger, Turmbläser, Volksschulchor, Familienchor der Pfarre zur heiligen...

  • 15.12.20

Der Treffpunkt Lebensraum ist ein Reich für Kinder
Sammlung um den Adventkranz

In diesem Haus haben Kinder das Sagen. Mitten in der Stadt Innsbruck tummeln sich abseits vom Straßenlärm mehr als 100 Kinder im Treffpunkt Lebensraum der Caritas. Der Tiroler Sonntag hat mit Leiter Remo Todeschini gesprochen – über den Advent, Corona und das Schöne an der Arbeit. Die Feier des Nikolausfestes ist im Jahreskreis des Treffpunkt Lebensraum ein besonderer Höhepunkt. „Normalerweise fahren wir mit einem großen Bus zum Nikolaus in den Wald. Heuer werden wir, um Cluster zu vermeiden,...

  • 01.12.20
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