Nachrichten - Tirol | TIROLER Sonntag

Gesellschaft & Soziales
Gut aufgelegt: Lisi Partl ist Mama und Oma aus Berufung. „Die Kinder in Freiheit aufwachsen zu sehen, ist das Schönste für mich!“

Lisi Partl ist Mama und Oma aus Berufung
„Da ist einfach mein Platz!“

Am Bauernhof der Familie Partl in Kematen herrscht reger Betrieb. Eine Schulklasse kommt zu Besuch, zwei Enkelkinder starten zu einer Traktor-Runde, die Ziegenherde macht auf sich aufmerksam. Mitten im Getümmel die ruhende Kraft: Lisi Partl, Mutter, Oma und Bäuerin „in Pension“. Wenn sie einmal nicht einschlafen kann, sagt sich Lisi Partl die Namen und Geburtstage ihrer sechs Kinder und neun – bald elf – Enkelkinder auf. Sie weiß sie alle auswendig. „Da bin ich eine ganze Weile beschäftigt“,...

Kirche hier und anderswo

In der Lehrwerkstätte wurde die aufwändige Lackierung aufgetragen.
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Lehrlinge gestalteten Volksaltar der Landhauskapelle.
Etwas für die Ewigkeit

Jakob Prankl ist Lehrling und Schüler an der Fachberufsschule für Holztechnik in Absam. Er hat mitgearbeitet am neuen Volksaltar für die Georgskapelle im Tiroler Landhaus. Am Tag der Altarweihe hat ihn Bischof Hermann in der Spitalskirche Innsbruck gefirmt. Bei seinem regulären Firmtermin hat er sich von der Kirche entfernt, erzählt Jakob Prankl. Der Berufsschüler aus Bayern, der im Unterland als Tischlereilehrling arbeitet, absolviert die Berufsschule für Holztechnik in Absam. „Ich bin in...

  • 05.05.21
Die 8b-Klasse des Paulinum – hier zu sehen auf dem letztjährigen Klassenfoto – schrieb an die Glaubenskongregation einen Brief.

Schüler schreiben dem Vatikan
Homosexuelle: Was denken Jugendliche?

Schüler am Paulinum haben sich mit einer Stellungnahme der vatikanischen Glaubenskongregation beschäftigt. Diese hatte die Möglichkeit abgelehnt, Paaren aus Personen des gleichen Geschlechts einen Segen zu erteilen. „Die Schüler wussten natürlich schon Bescheid“, erzählt Kidane Korabza, Schulseelsrorger und Religionslehrer am Bischöflichen Gymnasium Paulinum, der die Frage im Religionsunterricht der 8b-Klasse thematisierte. „Wir haben die Meinungen ausgetauscht und uns dann entschieden, einen...

  • 14.04.21
Sr. Amanda Raich aus Jerzens arbeitet seit Jahrzehnten für Notleidende in Südafrika.

Lebensweg einer Tiroler Missionarin
Der weite Weg von Sr. Amanda

In einem Brief an Missio Tirol beschreibt Sr. Amanda Raich aus Jerzens ihren Lebensweg. 42 Jahre arbeitete sie in einem Labor eines afrikanischen Krankenhauses. Seitdem sie im Ruhestand ist, erweist sie sich als Meisterin im Verzieren von Kerzen. Es waren acht Kinder. Das achte Kind, Johann, starb ein Jahr nach seiner Mama, die selbst 1942 bei der Geburt von Johann starb. Amanda erblickte zwei Jahre zuvor das Licht der Welt.„Als unsere Mama starb, nahm unsere Tante, Vaters Schwester, den Platz...

  • 08.04.21
15 Bilder

CR Karl Roithinger verstorben
Wir trauern

Trauer um erfahrenen Medienfachmann Die Erzdiözese Salzburg, die österreichischen Kirchenzeitungen, der Verband der katholischen Publizisten und viele Weggefährten trauern mit der Familie um Chefredakteur Karl Roithinger, der am 30. März im 63. Lebensjahr völlig überraschend verstorben ist. Erzbischof Franz Lackner würdigt den Medienfachmann als „Kenner der Kirche und des Glaubens. Nicht selten hat er geschichtliche Zusammenhänge ausgebreitet und in Diskussionen eingebracht, die sein...

  • 30.03.21
  • 11

Glaube

Die Andacht wurde auf dem YouTube-Kanal der Pfarre übertragen.
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Osttiroler Firmkandidaten pilgerten mit ihren Paten
Ganz persönlich online

Die Firmkandidat/innen der Dekanate Lienz, Matrei und Sillian waren eingeladen, sich mit ihren Pat/innen auf den Weg zu machen. So entstanden Wallfahrtswege zu vielen verschiedenen Orten in ganz Osttirol. Ziel war, sich gegenseitig besser kennenzulernen und miteinander ein Stück des Weges zum Erwachsenwerden zu gehen. Zur Orientierung bekamen Firmlinge und Pat/innen eine Handreichung unter dem Titel „Geh-Tragen“ mit auf den Weg. Diese sah vier Stationen vor, in denen es ums Kennenlernen,...

  • 05.05.21
Irene Gassmann (56) ist Priorin des Benediktiner­innenklosters Fahr vor den Toren der Stadt Zürich. Infos zum Kloster Fahr: www.kloster-fahr.ch.
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Interview zum Weltfrauentag
Wechselspiel von Glaube und Leben

Priorin Irene Gassmann leitet seit 2003 die Gemeinschaft der Benediktinerinnen im Kloster Fahr in der Schweiz. Die Ordensfrau spricht im Interview über Berufung, Glaube sowie die Gleichstellung von Frauen und Männern in der katholischen Kirche und über den internationalen Frauentag. Hat der Glaube immer schon eine große Rolle in Ihrem Leben gespielt? Gassmann: Ich bin auf einem Bauernhof in der Innerschweiz aufgewachsen, im Kanton Luzern. Bei uns zu Hause war es üblich, am Tisch vor und nach...

  • 04.03.21
Petrus Canisius hatte eine tiefe Faszination für Gott. Aufgeben war keine Option für ihn. Kompromisslos stellte er sich in den Dienst der Mission, Menschen für den Glauben zu gewinnen.
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Petrus-Canisius-Jahr 2021
Petrus Canisius. Ein schwieriger Patron?

Petrus Canisius (1521-1597) lebte in einer Zeit heftiger Konflikte – in Europa und in der Kirche. In monatelanger Forschungsarbeit hat der Historiker Mathias Moosbrugger für sein neues Buch dessen Wirken erforscht. Im Tiroler Sonntag-Interview berichtet er von überraschenden Erkenntnissen, seiner historischen Schuld und tiefen Mystik. Die Fragen stellte Gilbert Rosenkranz Sie haben in wissenschaftlicher Knochenarbeit Quellenstudium betrieben und dabei viele Dokumente aus der Feder von Petrus...

  • 24.02.21
Miteinander lachen entspannt und macht den oft starren Alltag leichter.
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Humor hilft
Ein Lächeln auf die Lippen zaubern

Einem Mitbruder in der Gemeinschaft der Steyler Missionare in St. Gabriel wird ein besonderer „Tagesrückblick“ zugeschrieben: „Ach war das ein strenger Tag. Das Telefon hat geläutet, kaum aufgelegt hat es an der Tür geklopft und umgekehrt!“ Kurze Pause – „Ach nein, das ist ja erst morgen!“ Der Mitbruder hat uns andere mit unerwarteten und pointierten Aussagen immer wieder zum Lachen und Nachdenken gebracht. Wie oft fällt mir diese Szene ein, vor allem an etwas hektischen Tagen, in denen nicht...

  • 12.02.21
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Texte zum Sonntag

Wort zum Sonntag, 14. März
Im Osterlicht

Die Lesung aus dem Epheserbrief berührt mich. Da ist von Gottes großer Liebe, mit der er uns geliebt hat, die Rede. Von Gnade, und immer wieder Gnade. Also von Geschenken. Von Güte und Rettung. Das zeigt mir, wie sehr mein Leben beschenkt ist, wie viel schon vorbereitend für mich da ist, woraus ich einfach leben darf. Worin mein Leben wurzelt und sich entfaltet. Hier kommt es nicht auf meine eigene Leistung an. Hier ist mir im Vorfeld schon alles von Gott gegeben, was ich brauche, um mein Leben...

  • 12.03.21

Wort zum Sonntag, 7. März
Wer ist Jesus?

Ich finde den roten Faden dieser drei biblischen Texte in der Liebe zu Gott. Die erste Lesung legt uns die Betrachtung der zehn Gebote vor. Und dort beginnt es ohne Umschweife „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben“, und (sinngemäß) weiter: Du sollst dir keine Götzen machen und nichts an meine Stelle setzen. In der zweiten Lesung erklärt uns Paulus, wonach die Menschen suchen: die einen Zeichen, die anderen Weisheit. Er aber verkündet Christus. Sozusagen: Es geht nicht um irgendwelche...

  • 04.03.21

Wort zum Sonntag, 29. Februar
Er ist immer schon gemeint

Jesus von Nazareth zieht durch das Land, verkündet das Wort Gottes, schart Jünger um sich und auch Frauen, die ihn unterstützen. Dabei ist vieles, was er sagt, nicht wirklich neu, aber anders als bislang. Jesus kennt und zitiert das Alte Testament ausführlich. Sie ist sein Maßstab und auch der Maßstab seiner Zeitgenossen. Seine Zeitgenossen spalten sich auf in Anhänger und Gegner. Und beide berufen sich dabei auf Gottes Wort. Beide stellen sich dieselbe Frage: Ist Jesus von Nazareth ein wahrer...

  • 25.02.21

Wort zum Sonntag, 7. Februar
Hoffnung Jesus

Petrus hat es eilig, Jesus um Hilfe für seine Schwiegermutter zu bitten. „Sogleich“ heißt es, sprach er ihn darauf an. Und Jesus reagiert unmittelbar. Er heilt sie. Diese Stelle erinnert an das bekannte: Wer bittet, der empfängt; wer anklopft, dem wird aufgetan (Mt 7,8). Das ist die Mindestanforderung an uns: Aufstehen, anklopfen, um den Herrn um Hilfe zu bitten. Dann wird er uns auch helfen. Vielleicht nicht so, wie wir uns das wünschen. Aber gewiss so, wie es das Beste für uns ist. Jesus...

  • 02.02.21

Menschen & Meinungen

Randnotiz von Gilbert Rosenkranz
Nachtvögel

Es gibt Pflanzen, die duften nur in der Nacht. Sie haben ihre ganz eigene „Zielgruppe“. Sie locken Tiere an, die besonders gerne unterwegs sind, während alle anderen schlafen. Solche „Nachtvögel“ gibt es viele. Dieses Wunder der Natur ist sehr lehrreich: Nicht jede und jeder muss alles gleich gut und zur selben Zeit können. Die eine ist kreativer am Tag, der andere am Abend. Darauf zu hören, gehört sich auch im System Schule. Auch dort fangen manche erst zu duften an, wenn die Pause längst...

  • 06.05.21

Randnotiz von Gilbert Rosenkranz
Unnötiger Ballast

Hosen, Pullis, Bücher, CDs, Zeitungen, Ersatzteile… Die Menschen sind nicht nur Jäger sondern auch Sammler. Das beweist ein Blick in die Keller, Dachböden und Garagen der Nation. Beim Aufräumen kann es dann passieren, dass auf einmal fünf Scheibenwischer auftauchen. Wer zu viel hortet, verliert mit dem Platz für Neues nicht selten auch den Sinn für das, was wirklich gebraucht wird. Ein wirksames Heilmittel dagegen ist Pilgern. Es zeigt, wie weit Menschen kommen können, wenn sie sich von...

  • 29.04.21

Randnotiz von Gilbert Rosenkranz
Stressfasten

Fasten finde ich mühsam. Ich denke an Vorsätze und daran, wie schwer es manchmal ist, sich daran zu halten. Schweres hab ich genug, denke ich bei mir. Warum sollte ich mir noch was aufbürden? Nur gut, dass sich Kinder als wahre Meister der Meditation erweisen. Ich frage David, welchen Rat er für mich hat. „Tu Stressfasten, Papa! Ich mach das auch.“ Auf diese Idee wäre ich nie gekommen. Auf einmal erscheint das Fasten in einem ganz anderen Licht. Kreativ zeigt sich auch Davids Schwester: Sie übt...

  • 22.03.21

Randnotiz von Gilbert Rosenkranz
Der Bergdoktor

Er ist immer zur Stelle, er hat immer Zeit – auf eine Tasse Kaffee, für ein gutes Gespräch. Er ist der Wahrheit verpflichtet und bringt so die Menschen in Verbindung mit sich selbst, der Wirklichkeit ihres Lebens. Mit der Folge, dass sie aufhören, vor sich und den anderen davon zu laufen. Was ihm für andere gelingt, bekommt er für sich selbst kaum auf die Reihe, ist manchmal auch blind. Die Rede ist vom „Bergdoktor“. Ein Seelsorger? Jedenfalls einer, der sich für andere die Haxn ausreißt. Das...

  • 12.03.21

Bewusst leben & Alltag

Die Blätter der Taubnessel lassen sich ebenso wie jene der Brennnessel zu einem Entgiftungstee verarbeiten.

Gesunde Vielfalt auf der Frühlingswiese

„Bevor ich eine Pflanze sammle, bedanke ich mich bei ihr“, sagt Anneliese Nußbaumer, Kräuterpädagogin aus Mondsee. Heute, an einem sonnigen und milden Tag im April, lädt sie uns ein zur Frühlingskräuter-Wanderung auf eine Almwiese am Mondseeberg. Es reichen nur wenige Schritte, um direkt unter unseren Füßen schon die ersten Pflänzchen zu entdecken: ein paar Gänseblümchen. „Gänseblümchen sind sehr schmackhaft und dekorativ, außerdem tun sie unserer Haut sehr viel Gutes, etwa als ‚Wiesensalbe‘...

  • 07.05.21
Jedes Tier hat andere Bedürfnisse. Manche kommen im neuen Zuhause schneller klar, andere brauchen mehr Zeit zum Eingewöhnen ...

Passt ein Haustier zu mir?

Ob Hund, Katze oder Meerschweinchen: Die Anschaffung eines Haustiers sollte gut überlegt sein. Nicht jedes Tier passt zu jedem Lebensstil, außerdem sollte der zeitliche und finanzielle Aufwand nicht außer Acht gelassen werden. „Papa, der Hund von Anna ist so süß! Ich möchte auch so einen!“ Sätze wie diese hören irgendwann wohl alle Eltern von ihren Kindern. Bevor Rex oder Mimi aber ins Haus kommen, sollten einige wichtige Fragen geklärt sein, weiß Bettina Hubner, Leiterin des Tierheims Linz:...

  • 30.04.21
Quellen für die Ahnenforschung gibt es zahlreiche: Fotos, Briefe, Urkunden, Matriken und natürlich die eigenen Verwandten.

Die Schatzkiste des Lebens

Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, ob seine oder ihre Vorfahren Adelige waren, oder was sich hinter dem langgehüteten Familiengeheimnis verbirgt? Ahnenforschung und das Durchforsten der eigenen Biografie fasziniert, überrascht, rüttelt auf. Das Finden eines alten Briefes oder Tagebuchs auf dem Dachboden, ein seltener Nachname, eine Krankheit oder der Wunsch, ein Familiengeheimnis zu lüften: Vieles kann den Anstoß geben, in die Welt der Ahnenforschung einzutauchen. „In der heutigen Zeit...

  • 22.04.21
Bei autistischen Kindern  können konventionelle Erziehungsmethoden meist nicht angewandt werden, weil sie anders lernen als ihre Alterskolleg/innen.

Autist/innen lernen anders

Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung nehmen die Welt anders wahr als andere. Die Autistenhilfe OÖ geht mit dem neuen „Like-Programm“, einem sozio-emotionalen Kompetenztraining, speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ein. Der Alltag ist momentan aus bekannten Gründen für alle eine Herausforderung. Für Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) ist der Wegfall einer Tagesstruktur besonders belastend: „Die Routine, der Alltag fällt weg und das ist für viele ein...

  • 15.04.21

Gesellschaft & Soziales

Gut aufgelegt: Lisi Partl ist Mama und Oma aus Berufung. „Die Kinder in Freiheit aufwachsen zu sehen, ist das Schönste für mich!“

Lisi Partl ist Mama und Oma aus Berufung
„Da ist einfach mein Platz!“

Am Bauernhof der Familie Partl in Kematen herrscht reger Betrieb. Eine Schulklasse kommt zu Besuch, zwei Enkelkinder starten zu einer Traktor-Runde, die Ziegenherde macht auf sich aufmerksam. Mitten im Getümmel die ruhende Kraft: Lisi Partl, Mutter, Oma und Bäuerin „in Pension“. Wenn sie einmal nicht einschlafen kann, sagt sich Lisi Partl die Namen und Geburtstage ihrer sechs Kinder und neun – bald elf – Enkelkinder auf. Sie weiß sie alle auswendig. „Da bin ich eine ganze Weile beschäftigt“,...

  • 06.05.21
Mikrobiologin Sigrid Neuhauser hat mit ihrem Aufruf auf Twitter eine Dankbarkeits-Lawine losgetreten
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Ganz bewusst auf das Schöne schauen: Mikrobiologin Sigrid Neuhauser lädt auf Twitter täglich dazu ein.
Ein bisschen wie Seelsorge

Sigrid Neuhauser ist Professorin für Mikrobiologie an der Universität Innsbruck. Seit Monaten lädt sie täglich auf Twitter dazu ein, schöne Momente miteinander zu teilen. Im Tiroler Sonntag-Interview erzählt sie vom heilsamen Blick auf das Gute, von der Last des Wissens und der Kraft der Dankbarkeit. Eher exotische Fächer wie Immunologie, Virologie oder Mikrobiologie sind seit der Pandemie mit einem Mal in aller Munde. Wie hat sich Ihr Berufsalltag verändert? Sigrid Neuhauser: Wie für fast alle...

  • 29.04.21
Hat sich durch die Corona-Pandemie etwas an der Situation der Jugendlichen verändert? Ein Aktionsbündnis ist der Frage im Rahmen eines Filmprojektes auf den Grund gegangen. Im Bild eine der ausgestellten Bildarbeiten.
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Spannende Erkenntnisse und Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Lehrlingen
Jugendliche haben den Wert von Familie und Freundschaften neu schätzen gelernt

„Was, wenn Du fällst?“ nennt sich ein Aktionsbündnis, das arbeitslosen Jugendlichen eine Stimme gibt. Eine Ausstellung mit Videoclips zeigt Jugendliche, die in Pandemiezeiten auf Arbeitssuche sind. Wie schaut es aktuell in Sachen Jugendarbeitslosigkeit in Tirol aus? Sandra Pichler: Mit März 2021 gab es österreichweit 33.396 arbeitslose Jugendliche unter 25 Jahren (Anm. -41,7% im Vergleich zum Vorjahr), davon 3.313 in Tirol. Tirol steht aktuell vergleichsweise gut da. Sie haben mit Jugendlichen...

  • 23.04.21
Peter Schipka: "Die Sache ist wirklich sehr peinlich, aber nicht für mich. Ich empfinde es als eine Art, Politik zu machen, die sich nicht gehört." 
Michael Chalupka: "Die mangelnde Achtung des Gegenübers beschädigt auch die Würde des politischen Amtes."

Chat-Affäre
Peinlich, aber nicht für mich

Nach dem Wirbel um veröffentlichte Chatverläufe zwischen Bundeskanzler Sebastian Kurz und dem damaligen Spitzenbeamten Thomas Schmid spricht Peter Schipka, Generalsekretär der Bischofskonferenz, nun Klartext. Auch andere kirchliche Vertreter haben sich zu Wort gemeldet. Das Gespräch mit dem Generalsekretär des Finanzministeriums, Thomas Schmid, vor zwei Jahren hat Peter Schipka ganz anders wahrgenommen und in Erinnerung, wie er im Interview erklärt. Herr Generalsekretär, Ihr Name taucht in...

  • 07.04.21

Reisen

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Eine Reise mit tiefen Eindrücken
41 Jugendliche im Heiligen Land

Es war eine Reise der tiefen Eindrücke: im Miteinander, auf den Spuren Jesu und in der Begegnung mit der Kultur und den Konflikten des Heiligen Landes. Bischof Hermann Glettler und Jugendseelsorger Kidane Korabza begleiteten eine Gruppe von 41 Jugendlichen aus Tirol durch das Heilige Land. Der Tiroler Sonntag hat einige Teilnehmer um ihre Eindrücke von dieser Reise gebeten: Große BegeisterungDie große Begeisterung und das Interesse der Gruppe haben mir besonders gut gefallen. Vor allem beim...

  • 18.02.20

In 3195 m Seehöhe: das Becherhaus
Kapelle über dem Abgrund

Die zerklüfteten Gletschermassen des Übertalferners und etliche, bekannte Bergspitzen wie Wilder Freiger, Pfaff und Zuckerhütl vervollständigen das raue und dennoch wunderschöne Hochgebirgspanorama. Schier unglaublich waren Leistung und Idealismus jener, die diesen Bau vor 125 Jahren ermöglicht haben und die mehr als 25 Tonnen Baumaterial über 1.800 Höhenmeter von Meiern aus, am Talschluss von Ridnaun (Südtirol), mit Leibeskraft hinaufbeförderten. Ein Wunder, dass die Bauphase ohne...

  • 10.09.19
  • 1

Redaktionelles

Kunst & Kultur

Für Marie Stockhausen sind Leben und Tanz untrennbar verbunden.
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Tanz als Lebenselixir: Marie Stockhausen
Eintauchen in eine andere Welt

„Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen!“, soll schon der Hl. Augustinus seinen Zeitgenossen geraten haben. Tanzen ist eine zutiefst menschliche Ausdrucksform, nicht nur im Fasching. Ein Gespräch mit Marie Stockhausen über das Zusammenspiel von Tanz und Musik, Ideenfindung und ihren persönlichen Weg in die Tiefe. „Mein Leben war schon immer Tanz“, steht auf Ihrer Website. Wie kam es dazu? Marie Stockhausen: Als Kinder haben meine Zwillingsschwester und...

  • 11.02.21
Andre Lindner ist Obmann des Heimat- und Museumsvereins Fügen.

Ein Besuch im Heimatmuseum Fügen
Vom Zillertal in alle Welt

In Oberndorf bei Salzburg ertönte in der ehemaligen Sankt Nikolaus-Kirche 1818 erstmals das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“, geschrieben von Josef Mohr und komponiert von Franz Xaver Gruber. Da ausgerechnet kurz vor Weihnachten die Orgel ausfiel, wollten die beiden den Kirchenbesuchern mit einem neuen Lied zu Gitarrenbegleitung Freude bereiten. „Es war kein ursprüngliches Kirchenlied und daher war eine Aufführung in der Kirche zunächst verboten“, erzählt Andre Lindner, Obmann des Heimat- und...

  • 18.12.20
Die äußerliche Einengung führte nicht zu einer Begrenzung seines Denkens, sondern zu einer bemerkenswerten Offenheit. Es lohnt sich, Hölderlins Werk neu zu entdecken.
2 Bilder

250 Jahre Friedrich Hölderlin
Aus der Quarantäne ins „Offene“

Mit Friedrich Hölderlin verbinden viele vor allem jahrzehntelanges Einzelgänger-Dasein in selbstgewählter Quarantäne und schwer verständliche Lyrik. Anders die Theologin Elisabeth Kathrein, die so viele faszinierende Facetten an Hölderlin fand, dass sie ihre Doktorarbeit über ihn schrieb. Im Gespräch erzählt sie von der erstaunlichen Aktualität seines Werks, gerade in Zeiten von Quarantäne und Lockdown. Wie kamen Sie auf Friedrich Hölderlin? Kathrein: Begonnen hat es mit einer Leserreise mit...

  • 17.12.20

Zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven
Schöner Götterfunken

Er werde dem Schicksal in den Rachen greifen – „ganz niederbeugen soll es mich gewiss nicht!“ So entschied Ludwig van Beethoven, als er wegen seines immer schwächer werdenden Gehörs kurz davor stand, sich das Leben zu nehmen. Am 17. Dezember 1770 wurde Beethoven in Bonn getauft, sein Geburtsdatum ist nicht bekannt. Das Jahr 2020 hätte ein pompöses Jubiläumsjahr zu seinem 250. Geburtstag werden sollen. Corona stellte das Beethovenjahr in den Schatten, aber den Superstar der Wiener Klassik kann...

  • 01.12.20

Serien

Vergeben fällt leichter, wenn der Täter oder die Täterin um Entschuldigung bittet. Es ist aber auch ohne Schuldeingeständnis möglich.
Video

Fasten2021 | Teil 07
Verzeihen und Vergeben

So schwer es auch fällt: Verzeihen bringt mehr Leichtigkeit als nicht zu verzeihen. Nichtvergeben verursacht Stress, Krankheiten oder einen Verlust der Lebensqualität. Vergeben ist zwar Schwerstarbeit, aber in allen Religionen ein göttliches Prinzip. Der Umgang mit Schuld und Schuldgefühlen ist nicht einfach, sowohl für diejenigen, die Schuld zuweisen, als auch für jene, die beschuldigt werden und sich schuldig fühlen. Im Verlauf dieser Fastenserie haben wir uns mit dem Wesen der Schuld, den...

  • 31.03.21
Petrus Canisius legt den Finger auf den Namen Jesu. Dieses schöne Detail aus der Pfarrkirche Außervillgraten hat uns Pfarrer Josef Mair geschickt.

Was der Diözesanpatron für heute zu sagen hat
Petrus Canisius: Ein Heiliger für Tirol

Die Erfahrungen, die Petrus Canisius in Tirol gemacht hat, waren nicht immer besonders positiv, auch wenn er einmal meinte, Tirol sei immerhin „noch besser katholisch als irgendein anderes Gebiet Deutschlands“. Man könnte viele Beispiele nennen: Da wären die 1562 bzw. 1569 gegründeten Jesuitenkollegien in Innsbruck und Hall, an denen er sich mehr als andernorts mit überforderten Kollegienvorstehern und Mitbrüdern herumschlagen musste. Oder auch die eher unerfreuliche Episode als Innsbrucker...

  • 25.03.21

Fasten2021 | Teil 06
Schuld, Strafe, Sühne

Schuldgefühle kann niemand auf Dauer ertragen. Daher stellt sich sowohl religiös als auch therapeutisch die Frage, wie sie zu lösen sind. Strafe und Selbstbestrafung, Buße und Sühne sind Ansätze zur Beseitigung von Schuld und zur Befreiung von Schuldgefühlen. Hat der Mensch Schuld auf sich geladen oder ist er wegen vorwerfbaren Verhaltens von richtenden Instanzen schuldig gesprochen worden, stellt sich stets die Frage, wie er sich von der Schuld lösen oder davon befreit werden kann. Denn...

  • 24.03.21
Wachsen zusammen: Karotten, Zwiebeln und Radieschen.

Karotten, Zwiebeln und Radieschen
Drei, die sich mögen

Karotten, Radieschen und Zwiebeln kommen immer gemeinsam ins Beet: Sie mögen sich und helfen sich gegenseitig. Die Zwiebeln vertreiben die Möhrenfliege. Und die Radieschen keimen schnell und schützen so als „Markierungssaat“ die Karotten, die eher frühjahrsmüde sind und länger brauchen, bis sie sich ans Tageslicht kämpfen.Bevor es aber endlich soweit ist, dass Samen und Steckzwiebeln in die Erde können, bereite ich die Beete vor. Wenn die März-Sonne die letzten Schneeflecken wegschmilzt und den...

  • 18.03.21

Kirche, Feste, Feiern

Das Ostergrab in der Pfarrkirche Imsterberg, geschaffen von Josef Romed Kramer aus Thaur.

29 Mädchen und Buben sind in Tristach in den Kartagen unterwegs
Tristach: Ratschende Minis

Wenn Daniela Ortner auf „ihre“ Minis zu sprechen kommt, kommt sie ins Schwärmen. Die Ministrantenarbeit liegt ihr im Blut. Nicht wenige Minis der Pfarre Tristach sind traurig. Traurig, weil sie nicht ministrieren können. Die Corona-Pandemie führt dazu, dass die insgesamt 29 Ministrant/innen nicht so im Einsatz sind wie sonst. Umso größer ist die Freude, wenn sie wieder einmal zusammenkommen – wie zu diesem Gruppenfoto. Dass dies innerhalb kürzester Zeit möglich ist, funktioniert dank WhatsApp....

  • 30.03.21
Künstlerische Darstellung des heiligen Petrus Canisius, Patron der Diözese Innsbruck, in der gleichnamigen Innsbrucker Pfarre.

Vor 500 Jahren, am 8. Mai 1521, wurde Petrus Canisius geboren.
Eine Seele wiegt mehr als die ganze Welt

1521 war ein Jahr, das in die Geschichte Europas einging. Auf einem Reichstag in Worms verbot Kaiser Karl V. Verbreitung und Lektüre der Schriften von Martin Luther. Der Reichtstag manifestierte die konfessionelle und politische Spaltung Europas. In diese Zeit hinein wurde am 8. Mai Petrus Canisius geboren. Der Publizist und Jesuit Leo Wallner (1931-2013) hat versucht, der Botschaft seines Lebens auf die Spur zu kommen. Wie Canisius den Glauben lernt. Ein hervorragender Priester namens Nikolaus...

  • 12.01.21
  • 1
Weihnachten als Einladung, einen anderen Ton anzuschlagen: 
„Mehr als eine äußerliche Stimmung zählt der Ton des Herzens“, meint Bischof Hermann Glettler – hier im Bild bei der sog. „Geburt“ einer Glocke.

Ist es möglich, zu Weihnachten einen anderen Ton anzuschlagen?
Weihnachts Stimmung

"Jingle Bells“ und das etwas schönere „Süßer die Glocken nie klingen“ schallen heuer nicht ganz so aufdringlich aus jeder Ecke. Aber der Chorgesang geht uns ab. Umso kostbarer sind die echten Klänge von Glocken, die viele in der Corona-bedingt verordneten Besinnlichkeit wieder neu entdecken. Sie geben den Tagesrhythmus vor und begleiten alle Momente des Lebens – die erfreulichen und die traurigen. Zur Weihnachtszeit haben sie einen besonderen Klang. Feierlicher, tröstlicher? Vor kurzem hatte...

  • 21.12.20
Generalvikar Roland Buemberger

Generalvikar Roland Buemberger im Tiroler Sonntag-Interview
Der Blick auf das Miteinander erfüllt mich mit Freude.

Drei Monate ist Roland Buemberger als Generalvikar der Diözese Innsbruck im Amt. Der Tiroler Sonntag hat ihn nach seinen ersten Erfahrungen gefragt: Wie versteht er seine neue Aufgabe? Worin sieht er besondere Herausforderungen? Und worauf achtet er als Regens in der Ausbildung künftiger Priester? Die Fragen stellte Gilbert Rosenkranz. 100 Tage Generalvikar, der Einstieg in Ihre neue Aufgabe fiel mitten in die zweite Welle der Corona-Pandemie. Wie erleben Sie diese Zeit? Roland Buemberger:...

  • 09.12.20

Sonderthemen

Abendstimmung am Schober mit Blick auf Thalgau.
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Nachgefragt
Vermissen Sie die Ferne?

Die Corona-Pandemie hat das Reisen stark eingeschränkt. Jutta Steiner hat Prominente nach ihrem Sehnsuchtsort und ihrer Kur gegen Fernweh befragt. Kleine Entdeckungen. Eine meiner besonderen Lieblingsland­schaften ist das Mühlviertel, wo ich aufgewachsen bin. Im Sommer ist es eine wunderbare Umgebung zum Wandern und Radfahren, im Winter zum Langlaufen. In den letzten Monaten habe ich – coronabedingt – viele Wanderungen in und rund um Wien unternommen. Es ist eine Chance, die nähere Umgebung...

  • 31.03.21
Das „literarische“ Gipfelkreuz auf dem Traunspitzl in den Loferer Steinbergen.
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Kreuz-Geschichte(n)
Auf allen Gipfeln steht ein – Kreuz

Natur erleben, eine Bergtour unternehmen ist selbst in Coronazeiten möglich. Oben am Gipfel zu stehen, gibt einem ein befreiendes Gefühl. Und lässt manchen darüber grübeln, warum eigentlich auf fast jedem Gipfel der Alpen ein Kreuz steht. Ein „Grübler“ hat dazu ein ganzes Buch mit Geschichten gefüllt. Die letzten Schritte, alle Kräfte sammeln, noch einmal tief durchatmen. Endlich, da steht es, das Kreuz, der Endpunkt der anstrengenden Bergtour. Ein Ziel, das selbst in diesen Zeiten ohne Maske...

  • 31.03.21
Camping-Seelsorge einst in Zell am See ­Anfang der 1990er-Jahre.
2 Bilder

Camping boomt
Seelsorge und Spiritualität am Campingplatz

An zwei Kärntner Seen gibt es im Sommer noch regelmäßig Gottesdienste für Campingurlauber – ein solches Angebot war der Ursprung der Tourismusseelsorge in Österreich. Acht Gottesdienste an acht Camping­plätzen an acht verschiedenen Kärntner Seen, alles an einem Sonntag. Das hat in vergangenen Zeiten der „legendäre“ Franziskanerpater Gustav Bergmans (1924 – 2007) zuwege gebracht. Der aus den Niederlanden stammende Pater war ab den 1960er-Jahren einer der Pioniere der Touristen­seelsorger in...

  • 31.03.21
SchülerInnen der Höheren Lehranstalt für Mode in Mödling stellen Kostüme her.
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Passionsspiele St. Margarethen
Ein rot gewandeter Jesus am Kreuz im Steinbruch

„Emmaus – Geschichte eines L(i)ebenden“ – diesen Titel trägt die Neuinszenierung der Passionsspiele St. Margarethen, die diesen Sommer im bekannten burgenländischen Steinbruch stattfinden werden. Ein Gespräch mit dem Regisseur über coronabedingte Onlineproben, den neuen Text und ungewohnte Szenen. Jesus wird in blutrotem Gewand gekleidet am Kreuz hängen. Das wird vielleicht so manchen Zuseher irritieren, trägt doch Jesus sonst ­traditionell einen Lendenschurz. Aber das Publikum mit seinen...

  • 31.03.21

Kommentare & Blogs

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Die Mutter

„Warum bastelt ihr so lange an dieser Figur?“, fragte verwundert der Engel den lieben Herrgott. Weil dieser halt Überstunden machte. „Ich bin nah daran, etwas hervorzubringen, das mir einigermaßen ähnelt. Kriege aber das mit den drei Paar Augen nicht auf die Reihe. Sie soll ja durch verschlossene Türen blicken können, hinter denen ihre Kinder spielen. Mit den Augen im Hinterkopf muss sie sehen, was sie nicht sehen soll, aber wissen muss. Mit denen von vorne soll sie ihrem Kind, das sich...

  • 06.05.21

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Auf dem Berge Sinai

Wie im sprichwörtlichen siebten Himmel: so fühlte er sich. Dort oben auf dem Berg Sinai. Sein Kopf war voll von Zukunftsplänen, sein Geist strotzte geradezu vor Energie. Nachdem er fast vom „Angesicht zu Angesicht“ mit Gott geredet und die Gesetzestafeln in Empfang genommen hatte, stieg Mose den Berg hinunter. Und wurde prompt mit der Realität des Alltags konfrontiert. Seine Landleute taten das, was die Menschen meistens zu tun pflegen. Sie tanzten um das sprichwörtliche goldene Kalb, jammerten...

  • 29.04.21

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Freu Dich am Genuss!

Das waren noch Zeiten. Als Gläubige, Nonnen und Priester einen Glaubenskampf führten. Nicht wegen Reform der Kirche und auch nicht um die Priesterweihe für Frauen. Die Fastengebote standen zur Debatte. Der Genuss von Fleisch war klar geregelt. Aber nicht der von der Schokolade. Als die ersten Europäer nach Mexiko kamen, probierten sie das Gesöff, das von Einheimischen getrunken wurde. Scheußlich bitter und fett schmeckte der Kakaobrei. Die mitgereisten Nonnen waren experimentierfreudig. Sie...

  • 12.03.21

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Kirche als Sündenbock

Er glaubte seinen Augen kaum. Auf dem Höhepunkt der Krise bat er einen befreundeten Maler, das Bild des Todes zu malen. Die Zeiten waren schlecht. Überall wütete die Pest. Unzählige Menschen kämpften mit dem Tod, etliche starben. Die Hoffnung schwand dahin. Schimpfen und Klagen beherrschten den Alltag. Und die Sündenbockjagd. Karl Borromäus glaubte durch ein hoffnungsspendendes Bild des Todes zur Aufhellung der Gemüter beizutragen. Deswegen gab er das Bild in Auftrag. Und nun? Er starrte auf...

  • 04.03.21

Glaube & Spiritualität

Der berühmte Judaskuss – zu sehen auf einem Fresko aus dem 14. Jahrhundert. Die neue Bibelübersetzung rückt die Rolle des Apostels in ein anderes Licht. Sie spricht nicht mehr von Verrat sondern davon, dass Judas den Soldaten Jesus übergeben habe.

Judas Iskariot in neuem Licht
„Judas wollte den Tod seines Meisters sicher auch nicht“

Welche Rolle spielt Judas in der Dramaturgie der Kar- und Ostertage? Der Jesuit Christoph Wrembek hat sich damit intensiv auseinandergesetzt und stellt den Apostel Judas Iskariot in ein neues Licht. Die Fragen stellte Gerald Heschl Sie beschäftigen sich in Ihren jüngsten Publikationen mit Maria Magdalena und Judas. Eine Sünderin, die von Jesus bekehrt wurde, und ein Apostel, der Jesus verkauft und verraten hat. Was fasziniert Sie an diesen Persönlichkeiten? P. Christoph Wrembek: Erstmals zu...

  • 08.04.21
Fotoarbeit von H. Glettler aus der Serie „wasted lives“, 2021.

Ostergedanken von Bischof Hermann Glettler
Schauplatz Osterlicht

Licht-Schauplatz Nr. 1: Ein Vormittag im Caritas Sozial Zentrum in Uderns im Zillertal. In diesem Haus für Kinder, Menschen mit Beeinträchtigungen, Eltern-Kind Gruppen und Angehörigen von Demenzerkrankten herrscht im Regelbetrieb Leben pur – jetzt ist es eingeschränkt durch die Corona-Maßnahmen. Das Haus mit seinen vielen Hilfsangeboten ist ein Schauplatz gelebter Menschlichkeit. Mein Besuch hat im Integrationskindergarten begonnen. Im Begrüßungslied wurde mit kindlicher Begeisterung die...

  • 04.04.21
Licht von oben, zugewandtes Kreuz. Kunst und Architektur in der Pfarrkirche Poing (Bayern).
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Jesuitenpater Josef Thorer im Gespräch
Gottes Solidarität am Kreuz

Die Kar- und Ostertage werfen existenzielle Fragen auf – nach dem Sinn des Leidens, dem Leben nach dem Tod, nach Schuld und Versöhnung. Der Jesuit Josef Thorer begegnet ihnen in der geistlichen Begleitung immer wieder. Ein Gespräch über die Sehnsucht nach Stille und Versöhnung, eine neue Chance für die Beichte und einen befreienden Blick auf das Kreuz. Die Karwoche und Ostern stehen vor der Tür. Wie erleben und gestalten Sie persönlich diese Zeit? P. Josef Thorer: In den vergangenen Jahren habe...

  • 25.03.21

Ein neues Buch von Elmar Simma
Der Ausblick nach einem Anstieg

Vikar Elmar Simma ist Autor spiritueller Bücher, die lebensfördernd sind. In seinem neuesten Werk beantwortet er brennende Fragen aus seiner seelsorglichen Arbeit.Wolfgang Ölz Das Alter vergleicht der 82-jährige Elmar Simma mit dem Ausblick, den ein Wanderer nach einem anstrengenden Aufstieg vor sich hat. Man kann vieles, das während der manchmal kräfteraubenden Bergsteigens wichtig war, getrost zurücklassen. Der lebenserfahrende Simma lächelt, wenn er sagt: „Man kann manches ein bisschen...

  • 11.02.21

Pfarrleben

Ein Geistesblitz: Nach dem Ostergottesdienst überraschten die Ministrant/innen und Pfarrer Josef Scheiring die Gottesdienst-Gemeinde mit einem Tanz, der von Lebensfreude nur so überging.
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Pfarrer Josef Scheiring über die Idee des Ostertanzes, Reaktionen und Auswirkungen
Tanz bescherte der Pfarre Inzing 250.000 Zugriffe im Internet

Die beiden Oberministrantinnen hatten die Idee: Julia und Anna-Verena. Warum nicht am Ende des Ostergottesdienstes tanzen? Pfarrer Josef Scheiring hat die Idee aufgegriffen. Ein kleiner Funke, der über die sozialen Medien den Weg in alle Welt gefunden hat. Bei einem Ostergottesdienst zu tanzen: Ist das nicht ziemlich gewagt? Pfarrer Josef Scheiring: Ich finde nicht. Es ist uns einfach darum gegangen, die Freude zum Ausdruck zu bringen. Wann passt dies besser als an Ostern? Und Sie hatten keine...

  • 19.04.21
Silvia Auer hat würziges Kräutersalz hergestellt und lockt damit in die Kirche.

Salz lockt in die Kirche
Fasten in Oetzerau

In der Filialkirche von Oetzerau wurden schön gestaltete Gläser mit Kräutersalz angeboten. Enthalten sind darin Petersilie, Dill, Majoran, Estragon und Maggikraut. Via WhatsApp haben die Initiatoren zum Besuch des Gotteshauses eingeladen. Alle 35 Gläser sind bereits von der Kirche in die diversen Küchenregale übersiedelt. Der Reinerlös der Spenden kommt dem Familienfasttag zugute.

  • 25.02.21
Bürgermeister Matthias Schranz zeigt den Kerzenbehälter des neu errichteten Sternengrabes am Friedhof Kauns.
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Kauns zählt 502 Einwohner
Großer Zusammenhalt im kleinen Dorf

Mit 34 Jahren zählt Matthias Schranz zur jüngeren Generation unter Tirols Bürgermeistern. Vor drei Jahren hat er diese Aufgabe übernommen. Als laut Eigendefinition „sozialer Typ“ ist er bei vielen Vereinen und Institutionen dabei. Wie in vielen Dörfern prägen sie auch in Kauns das Geschehen: Theater, Feuerwehr, Musikkapelle, eine pfarrlich geregelte Seniorenbetreuung, Computerclub, Schützenkompanie, Bienenzucht-, Schafzucht- und Sportverein, Dorfbücherei, Bäuerinnen, Jungbauernschaft und...

  • 24.01.21
Leonie Hanser bei der Fahnensegnung in der Pfarrkirche.

Neue Prozessionsfahne
Schülerinnen gestalteten Jungmännerfahne

Es ist ein besonderes Maturaprojekt, das sich Leonie Hanser und Adriana Deak aus Hippach ausgesucht haben. Die beiden Schülerinnen der Kunst-HTL in Innsbruck haben die Bilder der Jungmännerfahne der Pfarre Hippach neu gestaltet. „Ich habe mich nach einem Objekt umgesehen, das ich restaurieren konnte“, erzählt Leonie. Schließlich entstand gemeinsam mit der Pfarre die Idee, die sog. „Buamenfahne" neu zu gestalten. Hirte und Dreifaltigkeit. „Auf dem Bild sollten der Gute Hirte, typische...

  • 15.12.20
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