Nachrichten - Tirol | TIROLER Sonntag

Glaube & Spiritualität

Beten mit den Füßen - Sommerserie - ABO
Beten mit den Füßen

Nach Fronleichnam startet die Sommerserie der österreichischen Kirchenzeitungen. Der Sommer lädt uns ein, Atem zu holen, unseren Körper und unsere Seele mit der Erde und dem Himmel zu verbinden und aus den kleinen und großen Wundern des Lebens Kraft zu schöpfen. Eine gute Möglichkeit dazu ist das Gehen. Das Schritt-Tempo ist die „Ursprungsgeschwindigkeit“ des Menschen. Darin erfährt er sich selbst wohl am besten und nimmt sich und seine Umgebung am intensivsten wahr. Der Weg wächst unter den...

Glaube & Spiritualität
Religionslehrer Josef Leitner mit Patrizia Kössler und Marlene Gunz (v. li.) vor einer Schautafel des Petrus-Canisius-Weges beim Gasthof Canisiusbrünnl in Rum.
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Schüler/innen der Mittelschule Rum gestalteten einen Themenweg zu Petrus Canisius in Rum
Stationen, die verbinden

Das Petrus-Canisius-Jahr geht seinem Ende entgegen. Einige Projekte aber werden bleiben. So wie der neue Themenweg zum Diözesanpatron auf dem Petrus-Canisius-Weg zwischen Rum und Innsbruck. "So, was tue ich jetzt mit dem Petrus-Canisius-Jahr", hat sich Josef Leitner zu Weihnachten gedacht. Die Diözese Innsbruck hatte aufgerufen, im Gedenkjahr des Diözesanpatrons "Herzfeuer" zu entzünden – Projekte, die den Glauben lebendig werden lassen. Da kam dem Religionslehrer an der Mittelschule Rum die...

Gesellschaft & Soziales
Klimafreundlich und wirtschaftlich gleichzeitig soll               Landwirtschaft sein, damit sie Bestand hat.
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Handelsketten setzen die österreichische Landwirtschaft enorm unter Druck
Ungleiche Partner

In der Schöpfungszeit (1. September bis 4. Oktober) schildert Josef Moosbrugger, Präsident der österreichischen Landwirtschaftskammern, wie er sich eine zukunftstaugliche und klimafreundliche Landwirtschaft vorstellt. Interview: Sonja Planitzer und Monika Slouk Als Kardinal Schönborn in der Fastenzeit 2012 ermutigte, weniger Fleisch zu essen, folgte die empörte Aufforderung von Schweinebauern, nur den halben Kirchenbeitrag zu bezahlen. Hoher Fleischkonsum schädigt nachweislich das Klima, das...

Kirche hier und anderswo

Freuen sich über den Fortschritt der Renovierungsarbeiten (v.l.): Godwin Kaspar (Lebenshilfe), Kirchenrektor Jakob Bürgler, Architekt Paul Senfter, Tischler und Restaurator Anton Baur, Silvia Fankhauser (Lebenshilfe).

Renovierung Spitalskirche Innsbruck
Oase der Begegnung und des Gesprächs

Kirche im Herzen der Stadt – so wird die Spitalskirche in der Maria-Theresien-Straße gerne genannt. Derzeit wird dort fleißig restauriert, damit der Kirchenraum seiner Bestimmung noch besser gerecht wird: als ein Ort, an dem Menschen herzlich empfangen werden, ihr Herz ausschütten und zur Ruhe kommen können. Draußen vor den Türen pulsiert ohnehin das Leben – Touristen, Stadtbummler, Lokalbesucher, Konsumenten mit vollen Taschen eilen an der Fassade der Spitalskirche vorbei. Die Türen der Kirche...

  • 13.09.21
Peter Rinderer ist neuer Diözesanjugendseelsorger.

P. Peter Rinderer (34), Salesianer Don Boscos, ist ab 1. September neuer Diözesanjugendseelsorger.
Mit ehrlichen Antworten da sein

Im Tiroler Sonntag-Interview erzählt P. Peter Rinderer SDB von seinen vielfältigen Aufgaben on- und offline und warum er sich auf ein weiteres Amt einlässt. Mit welchen Erwartungen, Hoffnungen und Plänen starten Sie als Diözesanjugendseelsorger? P. Peter Rinderer: Ich freue mich auf die vielen bewährten Projekte, die schon super laufen. Ich träume davon, dass Kinder und Jugendliche christlichen Glauben als etwas Positives erleben, das ihnen im Alltag Kraft gibt. Dafür braucht es Menschen vor...

  • 03.09.21
Schauen voll Zuversicht in die Zukunft: P. Egwin Raffl und P. Rupert Schwarzl (v. l.), die letzten beiden Franziskaner des Innsbrucker Klosters.

Ein Abschiedsbesuch bei den Innsbrucker Franziskanern
Vertrauen in die Botschaft Jesu

In der Luft geschwebt ist es schon länger: dass die Tage des Innsbrucker Franziskanerklosters gezählt sind – nach über 500 Jahren. Beim Kapitel im Mai, bei dem Besetzung und Struktur der Klöster neu überdacht werden, wurde entschieden, das Kloster zu schließen. „Zu zweit ein Gemeinschaftsleben nach unserer Ordensregel aufrecht zu erhalten, ist sehr schwierig“, so P. Rupert Schwarzl, Filialvikar und Ökonom im Franziskanerkloster Innsbruck an der Hofkirche. „Aber wir haben ein sehr gutes...

  • 11.08.21
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Firmvorbereitung und Klimaschutz
Firmlinge von Tristach pflanzen Bäume

Die Firmlinge der Pfarre Tristach verbrachten mit Waldaufseher Sebastian de Jel Zeit im Wald, um Bäume zu pflanzen. Genauer gesagt: Traubeneichen und Winterlinden. Das sind klimafitte Baumsorten. Ein Stück Wald im Auwald an der Drau gehört der Pfarre Tristach. Dieser hatte im letzten Jahr einige Schäden davon getragen, weshalb eine Aufforstung angesagt war. „Es war eine Supersache, dass Sebastian unsere Firmlinge mitgenommen hat. Sie waren mit Begeisterung dabei – auch weil Sebastian das so...

  • 14.06.21

Glaube

Anthony Raj Thomas ist neuer Seelsorger in der Universitätspfarre Innsbruck.

Neuer Seelsorger in der Universitätspfarre Innsbruck
Ein frohes Herz

„Langsam“ war das erste deutsche Wort, das Anthony Raj Thomas, gerade im Innsbrucker Servitenkloster angekommen, lernte. Das war 2016. Doch langsam geht es Anthony nicht an. Ganz im Gegenteil. Er ist spontan, herzlich und manchmal recht unkonventionell. Die Kirchenbesucher des Seelsorgeraumes „Westliches Mittelgebirge“ haben sich in den vergangenen zwei Jahren daran gewöhnt, dass in der Kirche auch gelacht und geklatscht werden darf. Für Kooperator Anthony ist die Kirche ein Ort der Freude. „Wo...

  • 16.09.21
Zeigt die neue Publikation „Vom Canisius zum Canisianum“: Rektor P. Andreas Schermann.

Die eindrucksvolle Geschichte des Canisianums
Weltkirche in Innsbruck

Zum 500. Geburtstag seines Namen gebenden Heiligen Petrus Canisius hat das Canisianum eine Festschrift veröffentlicht: „Von Canisius zum Canisianum“. „Ein Herz und eine Seele“ – unter diesem Motto sind weltweit hunderte ehemals an der Theologischen Fakultät Innsbruck Studierende miteinander verbunden. Sie alle eint, dass sie sich im Collegium Canisianum auf die Priesterweihe vorbereitet oder dort ein Theologie- oder Philosophiestudium absolviert haben. Aktuell leben rund 40 Priester im...

  • 24.08.21
Die Andacht wurde auf dem YouTube-Kanal der Pfarre übertragen.
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Wallfahrt der Osttiroler Firmkandidaten
Ganz persönlich online

Die Firmkandidat/innen der Dekanate Lienz, Matrei und Sillian waren eingeladen, sich mit ihren Pat/innen auf den Weg zu machen. So entstanden Wallfahrtswege zu vielen verschiedenen Orten in ganz Osttirol. Ziel war, sich gegenseitig besser kennenzulernen und miteinander ein Stück des Weges zum Erwachsenwerden zu gehen. Zur Orientierung bekamen Firmlinge und Pat/innen eine Handreichung unter dem Titel „Geh-Tragen“ mit auf den Weg. Diese sah vier Stationen vor, in denen es ums Kennenlernen,...

  • 05.05.21
Irene Gassmann (56) ist Priorin des Benediktiner­innenklosters Fahr vor den Toren der Stadt Zürich. Infos zum Kloster Fahr: www.kloster-fahr.ch.
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Interview zum Weltfrauentag
Wechselspiel von Glaube und Leben

Priorin Irene Gassmann leitet seit 2003 die Gemeinschaft der Benediktinerinnen im Kloster Fahr in der Schweiz. Die Ordensfrau spricht im Interview über Berufung, Glaube sowie die Gleichstellung von Frauen und Männern in der katholischen Kirche und über den internationalen Frauentag. Hat der Glaube immer schon eine große Rolle in Ihrem Leben gespielt? Gassmann: Ich bin auf einem Bauernhof in der Innerschweiz aufgewachsen, im Kanton Luzern. Bei uns zu Hause war es üblich, am Tisch vor und nach...

  • 04.03.21
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Texte zum Sonntag

Wort zum Sonntag, 14. März
Im Osterlicht

Die Lesung aus dem Epheserbrief berührt mich. Da ist von Gottes großer Liebe, mit der er uns geliebt hat, die Rede. Von Gnade, und immer wieder Gnade. Also von Geschenken. Von Güte und Rettung. Das zeigt mir, wie sehr mein Leben beschenkt ist, wie viel schon vorbereitend für mich da ist, woraus ich einfach leben darf. Worin mein Leben wurzelt und sich entfaltet. Hier kommt es nicht auf meine eigene Leistung an. Hier ist mir im Vorfeld schon alles von Gott gegeben, was ich brauche, um mein Leben...

  • 12.03.21

Wort zum Sonntag, 7. März
Wer ist Jesus?

Ich finde den roten Faden dieser drei biblischen Texte in der Liebe zu Gott. Die erste Lesung legt uns die Betrachtung der zehn Gebote vor. Und dort beginnt es ohne Umschweife „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben“, und (sinngemäß) weiter: Du sollst dir keine Götzen machen und nichts an meine Stelle setzen. In der zweiten Lesung erklärt uns Paulus, wonach die Menschen suchen: die einen Zeichen, die anderen Weisheit. Er aber verkündet Christus. Sozusagen: Es geht nicht um irgendwelche...

  • 04.03.21

Wort zum Sonntag, 29. Februar
Er ist immer schon gemeint

Jesus von Nazareth zieht durch das Land, verkündet das Wort Gottes, schart Jünger um sich und auch Frauen, die ihn unterstützen. Dabei ist vieles, was er sagt, nicht wirklich neu, aber anders als bislang. Jesus kennt und zitiert das Alte Testament ausführlich. Sie ist sein Maßstab und auch der Maßstab seiner Zeitgenossen. Seine Zeitgenossen spalten sich auf in Anhänger und Gegner. Und beide berufen sich dabei auf Gottes Wort. Beide stellen sich dieselbe Frage: Ist Jesus von Nazareth ein wahrer...

  • 25.02.21

Wort zum Sonntag, 7. Februar
Hoffnung Jesus

Petrus hat es eilig, Jesus um Hilfe für seine Schwiegermutter zu bitten. „Sogleich“ heißt es, sprach er ihn darauf an. Und Jesus reagiert unmittelbar. Er heilt sie. Diese Stelle erinnert an das bekannte: Wer bittet, der empfängt; wer anklopft, dem wird aufgetan (Mt 7,8). Das ist die Mindestanforderung an uns: Aufstehen, anklopfen, um den Herrn um Hilfe zu bitten. Dann wird er uns auch helfen. Vielleicht nicht so, wie wir uns das wünschen. Aber gewiss so, wie es das Beste für uns ist. Jesus...

  • 02.02.21

Menschen & Meinungen

„Ich bin eure Stimme“ heißt das Buch, in dem Nadia Murad ihre bewegende Geschichte erzählt.

Kopf der Woche: Nadia Murad, Friedensnobelpreisträgerin
Sie wird nicht müde

Die jesidische Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad setzt sich gemeinsam mit Papst Franziskus für die Rechte unterdrückter Frauen in Afghanistan ein. Sie hätten angesichts der „herzzerreißenden“ Ereignisse in dem Krisenland entsprechende Ideen ausgetauscht, schrieb Nadia Murad auf Twitter. Vorige Woche war die Nobelpreisträgerin bei Papst Franziskus in Privataudienz gewesen. Dabei hatten die beiden auch über den Schutz von Minderheiten im Irak gesprochen. Sie waren einander bereits vorher...

  • 07.09.21
LISA-MARIA LANGHOFER
Redakteurin, lisa-maria.langhofer@kirchenzeitung.at

Meinung
Machtgier zerstört Leben

Es geht im Grunde immer um Macht. So viele Konflikte, wenn nicht gar alle, drehen sich darum, wer der oder die Stärkere ist. Sei es in einer Paarbeziehung oder unter beruflichen Konkurrent/innen, sei es auf dem globalen Parkett, wenn es um die Vorherrschaft in einem Land oder einer Region geht – wie aktuell in Afghanistan. Bei all diesen Konflikten werden oft jene vergessen, die sich nicht gegen die Machtgier der Erwachsenen wehren können: Kinder. In Kriegen und bewaffneten Konflikten stehen...

  • 07.09.21

Randnotiz von Gilbert Rosenkranz
Sepp Forchers Tipp

Wie recht er doch hat, der Sepp Forcher. In einem Interview zu seinem 90er meinte er, dass die wahren Probleme im Inneren wohnten. Neid, Missgunst, Eifersucht… all diese Dinge haben ihren Ursprung in der Seele. Da brauche es das Gebet. Vom Beten zu reden ist ziemlich uncool. Selbst unter Katholiken hat es einen ausgesprochen negativen  Beigeschmack. Dabei kann es so stärkend und kraftvoll wirken. Und wenn es „nur“ ein Kreuzzeichen ist, das Eltern ihren Kindern auf die Stirn machen.

  • 02.09.21

Randnotiz von Gilbert Rosenkranz
921 Mails

Zurück vom Urlaub schaue ich in meinen Mailordner. Dort tummeln sich nach drei Wochen 921 Nachrichten. Als wichtigster Gebrauchsgegenstand erweist sich der digitale Papierkorb, als wichtigstes Leitmotiv die Frage: „Wem will ich meine Aufmerksamkeit schenken und wem nicht?“ Auch in der Meditation geht es um solche Fragen, wenn von Askese die Rede ist. Überflüssiges vermeiden, um Größeres zu gewinnen ist eine Überlebensfrage: im Kleinen wie im Großen, spirituell genauso wie ökologisch.

  • 18.08.21

Bewusst leben & Alltag

Ausrüstung braucht man beim Pilzesammeln nur wenig. Beim Sammeln selbst gilt es jedoch ein paar Dinge zu beachten.

Im Wald warten die Pilze
Auf in den Schwammerlherbst

Mit dem ersten Fallen der Blätter und den kürzer werdenden Tagen hält auch die Hauptsaison für Pilzsammler/innen Einzug. Die Kombination aus milden Tagen, ausreichend Regen und kühleren Nächten lässt die Schwammerl wie, nun ja, wie Schwammerl aus dem Boden schießen. Ausrüstung und Tipps Stefan Marxer, Autor des Buchs „Pilzvergnügt“ (siehe Buchtipp) weiß, was angehende Pilzsammler/innen alles benötigen: „Ideal sind feste und am besten wasserdichte Schuhe mit gutem Profil und eine lange Hose, die...

  • 09.09.21
Florian Aichhorn  (links im Bild) bei einer Wunschfahrt im Juni 2020

Rollende Engel
Noch einmal im Leben

„Sie haben nicht mehr lange zu leben.“ Ein Satz, der einen plötzlich aus der Bahn wirft. Der Verein „Rollende Engel“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, letzte Wünsche zu erfüllen. Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, was Ihr letzter Wunsch wäre, würden Sie die Nachricht erhalten, dass Sie nicht mehr lange leben? Für manche Menschen ist das die Realität. Sie sitzen im Büro, spüren beispielsweise immer wieder ein Stechen im Kopf. Nach langem Hin und Her gehen sie zum Arzt und...

  • 02.09.21
Wind, Regen oder Sonne?  Die Beobachtung der Natur war auch ein Versuch,  den Zeitpunkt für Saat und Ernte besser wählen zu können.

Das Wetter und die Bauernregeln

Wie wird das Wetter morgen? Schon die alten Römer und Griechen haben die Natur beobachtet und Regeln daraus abgeleitet. Viele Gedenktage für Heilige sind mit Bauernregeln verknüpft, die heute noch bekannt sind. „Wenn´s an Johanni Enthauptung regnet, verderben die Nüsse“: So lautet die Bauernregel für den 29. August (Johannes´ Enthauptung). Bereits im 4. Jahrhundert wurde dieses Fest im Osten, in Afrika, in Gallien und Spanien gefeiert, in Rom ab dem 5. Jahrhundert. – Den Himmel beobachtet und...

  • 26.08.21
Viele Lebensmittel, die weggeworfen werden, sind eigentlich noch genießbar.

Reste gar nicht entstehen lassen

In der hauseigenen Küche des Ordensklinikums Linz Elisabethinen wird aktiv gegen Lebensmittelverschwendung vorgegangen. Einige Ideen lassen sich auch im privaten Haushalt umsetzen. 521.000 Tonnen Nahrungsmittel aus österreichischen Haushalten landen jährlich im Müll. Das ist laut der Umweltschutzorganisation WWF die Hälfte der vermeidbaren Lebensmittelverschwendung in Österreich. „Man trägt zu viel heim und kommt dann gar nicht dazu, alles zu essen“, nennt Sr. Johanna Ziebermayr vom...

  • 19.08.21

Gesellschaft & Soziales

Klimafreundlich und wirtschaftlich gleichzeitig soll               Landwirtschaft sein, damit sie Bestand hat.
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Handelsketten setzen die österreichische Landwirtschaft enorm unter Druck
Ungleiche Partner

In der Schöpfungszeit (1. September bis 4. Oktober) schildert Josef Moosbrugger, Präsident der österreichischen Landwirtschaftskammern, wie er sich eine zukunftstaugliche und klimafreundliche Landwirtschaft vorstellt. Interview: Sonja Planitzer und Monika Slouk Als Kardinal Schönborn in der Fastenzeit 2012 ermutigte, weniger Fleisch zu essen, folgte die empörte Aufforderung von Schweinebauern, nur den halben Kirchenbeitrag zu bezahlen. Hoher Fleischkonsum schädigt nachweislich das Klima, das...

  • 17.09.21
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Kirche hinkt der Gesellschaft nach

In der Slowakei tobt eine Art „Kulturkampf“. Die Grenzlinie in diesem Kampf sehen manche zwischen „Kirche“ auf der einen und „Säkularisierung“ auf der anderen Seite. So einfach ist das aber nicht. Der slowakische Pastoraltheologe Jozef Žuffa erklärt im Interview seine Sicht eines komplexen Themas. Interview: Monika Slouk Papst Franziskus reist nach Ungarn und in die Slowakei Sonntagmittag, 12. September, feiert Papst Franziskus die Abschlussmesse mit den Teilnehmenden des Eucharistischen...

  • 07.09.21
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Kirchliche Pädagogische Hochschule Edith Stein
Lehrer/in sein mit Begeisterung

An der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Edith Stein gab es Grund zu feiern: in einem Festakt wurden die akademischen Grade Bachelor und Master of Education feierlich verliehen. Nach vier Jahren Vollzeitstudium für das Lehramt Primarstufe konnten 22 Frauen und ein Mann das Bachelorstudium abschließen. 19 Frauen beendeten das anschließende Masterstudium. Die neuen, nunmehr fünfjährigen Ausbildungswege für Lehrer/innen in Volksschulen kommen damit Jahr für Jahr mehr in den Schulen in...

  • 03.08.21
Ein eingespieltes Team: Hanni und Susi Sarlo mit Anna-Maria Haid-Sarlo (von links), die die Rendlalm seit 2004 bewirtschaften.

Kasspatzla, Kaspressknödel und Kaiserschmarrn sind die Hits auf der Rendlalm
Gastgeberinnen aus Berufung

Besonders schön ist es auf der Rendlalm oberhalb von St. Anton am Arlberg, wenn die Alpenrosen blühen. Die Alm wird vom Schwesternduo Susi und Hanni Sarlo seit 2004 mit viel Herzblut bewirtschaftet. Die Alpenflora dort oben ist beeindruckend, die Herzlichkeit der Gastgeberinnen nicht weniger. Mittwochs und donnerstags herrscht auf der St. Antoner Rendlalm besonders reges Treiben. Der Grund: Da sind die Betriebstage der Rendlbahn, von deren Bergstation aus man die Rendlalm über den Alpenrosenweg...

  • 29.07.21

Reisen

Gemeinsam planen Pilgerreferentin Karin Adami, Reiseleiterin Irene Huber-Leitner und Wanderführer Toni Pittl (von rechts) die anstehenden Wandertage in Südtirol.

Ein Blick hinter die Kulissen von „Pilgern und Reisen mit dem Tiroler Sonntag“.
Fernweh und Wanderlust

Nach Ausgangsbeschränkungen und Grenzschließungen wegen der Corona-Pandemie kehrt langsam die Reise- und Unternehmungslust zurück. Für „Pilgern und Reisen mit dem Tiroler Sonntag“ sind Karin Adami, Irene Huber-Leitner und Toni Pittl schon fleißig an der Planung der Saison 2022. Das vergangene Jahr war alles andere als einfach. „Der Totalausfall während des Lockdowns, die ständige Planungsunsicherheit und die Absagen in der Zeit danach waren schon sehr zermürbend“, so Pilgerreferentin Karin...

  • 05.08.21
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Eine Reise mit tiefen Eindrücken
41 Jugendliche im Heiligen Land

Es war eine Reise der tiefen Eindrücke: im Miteinander, auf den Spuren Jesu und in der Begegnung mit der Kultur und den Konflikten des Heiligen Landes. Bischof Hermann Glettler und Jugendseelsorger Kidane Korabza begleiteten eine Gruppe von 41 Jugendlichen aus Tirol durch das Heilige Land. Der Tiroler Sonntag hat einige Teilnehmer um ihre Eindrücke von dieser Reise gebeten: Große BegeisterungDie große Begeisterung und das Interesse der Gruppe haben mir besonders gut gefallen. Vor allem beim...

  • 18.02.20

In 3195 m Seehöhe: das Becherhaus
Kapelle über dem Abgrund

Die zerklüfteten Gletschermassen des Übertalferners und etliche, bekannte Bergspitzen wie Wilder Freiger, Pfaff und Zuckerhütl vervollständigen das raue und dennoch wunderschöne Hochgebirgspanorama. Schier unglaublich waren Leistung und Idealismus jener, die diesen Bau vor 125 Jahren ermöglicht haben und die mehr als 25 Tonnen Baumaterial über 1.800 Höhenmeter von Meiern aus, am Talschluss von Ridnaun (Südtirol), mit Leibeskraft hinaufbeförderten. Ein Wunder, dass die Bauphase ohne...

  • 10.09.19
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Redaktionelles

Kunst & Kultur

Für Marie Stockhausen sind Leben und Tanz untrennbar verbunden.
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Tanz als Lebenselixir: Marie Stockhausen
Eintauchen in eine andere Welt

„Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen!“, soll schon der Hl. Augustinus seinen Zeitgenossen geraten haben. Tanzen ist eine zutiefst menschliche Ausdrucksform, nicht nur im Fasching. Ein Gespräch mit Marie Stockhausen über das Zusammenspiel von Tanz und Musik, Ideenfindung und ihren persönlichen Weg in die Tiefe. „Mein Leben war schon immer Tanz“, steht auf Ihrer Website. Wie kam es dazu? Marie Stockhausen: Als Kinder haben meine Zwillingsschwester und...

  • 11.02.21
Andre Lindner ist Obmann des Heimat- und Museumsvereins Fügen.

Ein Besuch im Heimatmuseum Fügen
Vom Zillertal in alle Welt

In Oberndorf bei Salzburg ertönte in der ehemaligen Sankt Nikolaus-Kirche 1818 erstmals das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“, geschrieben von Josef Mohr und komponiert von Franz Xaver Gruber. Da ausgerechnet kurz vor Weihnachten die Orgel ausfiel, wollten die beiden den Kirchenbesuchern mit einem neuen Lied zu Gitarrenbegleitung Freude bereiten. „Es war kein ursprüngliches Kirchenlied und daher war eine Aufführung in der Kirche zunächst verboten“, erzählt Andre Lindner, Obmann des Heimat- und...

  • 18.12.20
Die äußerliche Einengung führte nicht zu einer Begrenzung seines Denkens, sondern zu einer bemerkenswerten Offenheit. Es lohnt sich, Hölderlins Werk neu zu entdecken.
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250 Jahre Friedrich Hölderlin
Aus der Quarantäne ins „Offene“

Mit Friedrich Hölderlin verbinden viele vor allem jahrzehntelanges Einzelgänger-Dasein in selbstgewählter Quarantäne und schwer verständliche Lyrik. Anders die Theologin Elisabeth Kathrein, die so viele faszinierende Facetten an Hölderlin fand, dass sie ihre Doktorarbeit über ihn schrieb. Im Gespräch erzählt sie von der erstaunlichen Aktualität seines Werks, gerade in Zeiten von Quarantäne und Lockdown. Wie kamen Sie auf Friedrich Hölderlin? Kathrein: Begonnen hat es mit einer Leserreise mit...

  • 17.12.20

Schöner Götterfunken
Zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven

Er werde dem Schicksal in den Rachen greifen – „ganz niederbeugen soll es mich gewiss nicht!“ So entschied Ludwig van Beethoven, als er wegen seines immer schwächer werdenden Gehörs kurz davor stand, sich das Leben zu nehmen. Am 17. Dezember 1770 wurde Beethoven in Bonn getauft, sein Geburtsdatum ist nicht bekannt. Das Jahr 2020 hätte ein pompöses Jubiläumsjahr zu seinem 250. Geburtstag werden sollen. Corona stellte das Beethovenjahr in den Schatten, aber den Superstar der Wiener Klassik kann...

  • 01.12.20

Serien

Das Ziel der Wegetappe: Kloster Marienberg, die höchstgelegene Benediktinerabtei Europas.
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SOMMERSERIE 2021 | Beten mit den Füßen Teil 11: Südtirol
Der Herrgott als ständiger Begleiter

Durch weite Felder, entlang ortstypischer Wasserwaale, vorbei an Kapellen und historischen Bauernhöfen – die Etappe des Südtiroler Jakobsweges von Glurns über Mals zum Kloster Marienberg besticht auf vielerlei Art. In den Gassen hinter den beeindruckenden Ringmauern und zwischen den jahrhundertealten Häusern ist mittelalterliches Flair spürbar: Glurns, die im Obervinschgau gelegene kleinste Stadt Südtirols und Ausgangspunkt der rund zehn Kilometer langen Weg-etappe, ist auf jeden Fall einen...

  • 18.08.21
Traumhafte Ausblicke auf den Bodensee, Deutschland, Österreich und die Schweiz gibt es immer wieder zu bewundern.
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SOMMERSERIE 2021 | Beten mit den Füßen Teil 10: Vorarlberg
Durch zwei Länder pilgern

Von Scheidegg im deutschen Allgäu führt ein Jakobsweg nach Bregenz. Rund 20 Kilometer abwechslungsreiche Wegstrecke, gewürzt mit einem beeindruckenden Dreiländer-Panorama hoch über dem Bodensee, erwartet die PilgerInnen. PETRA BAUR Scheidegg – der Ausgangspunkt der Pilgerwanderung ist im bayrischen Allgäu – ist der sonnenreichste Ort Deutschlands. Im Schnitt 2304 Sonnenstunden kann die Marktgemeinde für sich verbuchen. Sie liegt auf einem Hochplateau, sanft eingebettet in hügelige Landschaft....

  • 12.08.21
Aus den Quellen der Salzach schöpft Hermann Signitzer Wasser – und Kraft.
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SOMMERSERIE 2021 | Beten mit den Füßen_9: Salzburg
Zur Salzachquelle geht‘s über Tirol

Mit leisem Gurgeln treffen dünne Rinnsale aufeinander. Sie drängen aus dem Almboden. Vereint klingt ihr Plätschern lauter. Hoch oben, wo Salzburg und Tirol aufeinandertreffen, liegt der Ursprung der Salzach. Eine Wanderung zu den Quellen – zu jenen des Flusses und zu jenen der Seele. Michaela Hessenberger „Je näher wir dem Ursprung des Wassers kommen, desto sprudelnder werden die Ideen“, sagt Hermann Signitzer mit beschwingtem Ton. Er zieht die Bänder seiner Bergschuhe fest, denn auf einer Höhe...

  • 03.08.21
Der heilige Romedius verbrachte nach seiner Bekehrung sein Leben in Gebet und Stille – im Bild die Einsiedelei St. Romedio, das Ziel des 180 Kilometer langen Romediusweges.
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SOMMERSERIE 2021 | Beten mit den Füßen_8: Tirol
Auf dem Romediusweg durch Tirol

Der Romediusweg verbindet das historische Tirol von Norden nach Süden auf einer Länge von 180 Kilometern. Weil er durch das Hochgebirge führt, verlangt dieser Weg allerdings gute Kondition. Gilbert Rosenkranz Gleich vorweg: Der Romediusweg ist nichts für „Warmduscher“. In seiner Gesamtlänge ist er ambitioniert. Und auch sein Höhenprofil ist anspruchsvoll. In Summe stellt er auch die Himalaya-Riesen in seinen Schatten. 9600 Höhenmeter legen jene zurück, die sich von Thaur (zwischen Hall und...

  • 30.07.21

Kirche, Feste, Feiern

Benefizlauf der Schülerinnen des KORG Innsbruck für ein Caritas-Projekt in Burkina Faso.

Benefizaktion des KORG Innsbruck
Joggen für Afrika

Schüler/innen des KORG Innsbruck sammelten mehr als 12.000 Euro für ein Schulprojekt der Caritas in Burkina Faso. Für Notleidende in Afrika schnürten 240 Schüler/innen kurz vor Schulschluss ihre Schuhe und liefen viele Kilometer auf beiden Seiten entlang des Inn. In Summe kamen dabei 1.274 Kilometer zusammen. Der Scheck wurde von Direktorin Mag. Monika Schober-Schöberl und Schüler-Vertretern an die stellv. Caritas-Direktorin Mag. Elisabeth Rathgeb übergeben. Geholfen wird 375 Schulkindern in...

  • 16.07.21
Das Ostergrab in der Pfarrkirche Imsterberg, geschaffen von Josef Romed Kramer aus Thaur.

Ministrantenarbeit zum Herzeigen
Tristach: Ratschende Minis

Wenn Daniela Ortner auf „ihre“ Minis zu sprechen kommt, kommt sie ins Schwärmen. Die Ministrantenarbeit liegt ihr im Blut. Nicht wenige Minis der Pfarre Tristach sind traurig. Traurig, weil sie nicht ministrieren können. Die Corona-Pandemie führt dazu, dass die insgesamt 29 Ministrant/innen nicht so im Einsatz sind wie sonst. Umso größer ist die Freude, wenn sie wieder einmal zusammenkommen – wie zu diesem Gruppenfoto. Dass dies innerhalb kürzester Zeit möglich ist, funktioniert dank WhatsApp....

  • 30.03.21
Künstlerische Darstellung des heiligen Petrus Canisius, Patron der Diözese Innsbruck, in der gleichnamigen Innsbrucker Pfarre.

Vor 500 Jahren, am 8. Mai 1521, wurde Petrus Canisius geboren.
Eine Seele wiegt mehr als die ganze Welt

1521 war ein Jahr, das in die Geschichte Europas einging. Auf einem Reichstag in Worms verbot Kaiser Karl V. Verbreitung und Lektüre der Schriften von Martin Luther. Der Reichtstag manifestierte die konfessionelle und politische Spaltung Europas. In diese Zeit hinein wurde am 8. Mai Petrus Canisius geboren. Der Publizist und Jesuit Leo Wallner (1931-2013) hat versucht, der Botschaft seines Lebens auf die Spur zu kommen. Wie Canisius den Glauben lernt. Ein hervorragender Priester namens Nikolaus...

  • 12.01.21
  • 1
Weihnachten als Einladung, einen anderen Ton anzuschlagen: 
„Mehr als eine äußerliche Stimmung zählt der Ton des Herzens“, meint Bischof Hermann Glettler – hier im Bild bei der sog. „Geburt“ einer Glocke.

Ist es möglich, zu Weihnachten einen anderen Ton anzuschlagen?
Weihnachts Stimmung

"Jingle Bells“ und das etwas schönere „Süßer die Glocken nie klingen“ schallen heuer nicht ganz so aufdringlich aus jeder Ecke. Aber der Chorgesang geht uns ab. Umso kostbarer sind die echten Klänge von Glocken, die viele in der Corona-bedingt verordneten Besinnlichkeit wieder neu entdecken. Sie geben den Tagesrhythmus vor und begleiten alle Momente des Lebens – die erfreulichen und die traurigen. Zur Weihnachtszeit haben sie einen besonderen Klang. Feierlicher, tröstlicher? Vor kurzem hatte...

  • 21.12.20

Sonderthemen

Wolf und Bär polarisieren. Wie war das Zusammenleben früher? Welche Fragen sind im Rahmen einer ethischen Diskussion zu bedenken? Für den Südtiroler Moraltheologen Martin M. Lintner geht es um größere Zusammenhänge wie zum Beispiel um den Schutz der Biodiversität.

Ein Zwischenruf aus ethischer Sicht von P. Martin M. Lintner OSM
Konflikt um Wolf und Bär

Ist ein Zusammenleben von Bär und Wolf in Tirol möglich? Eine Frage, die zur Zeit viele beschäftigt. Prof. Martin M. Lintner (Brixen) versucht einen Zugang aus ethischer Sicht. Ein Zwischenruf. Das Bärengehege bei Sankt Romedius im Nonstal im Trentino ist ein Magnet für Wallfahrer und Touristen, besonders für Kinder. Es erinnert an die Legende, dass der hl. Romedius von Thaur einen Bären, der sein Pferd gerissen hatte, kurzerhand dazu verdonnert hat, ihm anstelle des Pferdes als Lasttier zu...

  • 02.07.21
Abendstimmung am Schober mit Blick auf Thalgau.
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Nachgefragt
Vermissen Sie die Ferne?

Die Corona-Pandemie hat das Reisen stark eingeschränkt. Jutta Steiner hat Prominente nach ihrem Sehnsuchtsort und ihrer Kur gegen Fernweh befragt. Kleine Entdeckungen. Eine meiner besonderen Lieblingsland­schaften ist das Mühlviertel, wo ich aufgewachsen bin. Im Sommer ist es eine wunderbare Umgebung zum Wandern und Radfahren, im Winter zum Langlaufen. In den letzten Monaten habe ich – coronabedingt – viele Wanderungen in und rund um Wien unternommen. Es ist eine Chance, die nähere Umgebung...

  • 31.03.21
Das „literarische“ Gipfelkreuz auf dem Traunspitzl in den Loferer Steinbergen.
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Kreuz-Geschichte(n)
Auf allen Gipfeln steht ein – Kreuz

Natur erleben, eine Bergtour unternehmen ist selbst in Coronazeiten möglich. Oben am Gipfel zu stehen, gibt einem ein befreiendes Gefühl. Und lässt manchen darüber grübeln, warum eigentlich auf fast jedem Gipfel der Alpen ein Kreuz steht. Ein „Grübler“ hat dazu ein ganzes Buch mit Geschichten gefüllt. Die letzten Schritte, alle Kräfte sammeln, noch einmal tief durchatmen. Endlich, da steht es, das Kreuz, der Endpunkt der anstrengenden Bergtour. Ein Ziel, das selbst in diesen Zeiten ohne Maske...

  • 31.03.21
SchülerInnen der Höheren Lehranstalt für Mode in Mödling stellen Kostüme her.
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Passionsspiele St. Margarethen
Ein rot gewandeter Jesus am Kreuz im Steinbruch

„Emmaus – Geschichte eines L(i)ebenden“ – diesen Titel trägt die Neuinszenierung der Passionsspiele St. Margarethen, die diesen Sommer im bekannten burgenländischen Steinbruch stattfinden werden. Ein Gespräch mit dem Regisseur über coronabedingte Onlineproben, den neuen Text und ungewohnte Szenen. Jesus wird in blutrotem Gewand gekleidet am Kreuz hängen. Das wird vielleicht so manchen Zuseher irritieren, trägt doch Jesus sonst ­traditionell einen Lendenschurz. Aber das Publikum mit seinen...

  • 31.03.21

Kommentare & Blogs

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Sorge Dich nicht!

„Das gibt es doch nicht!“ Der Einsiedler traute kaum seinen Augen. Er schaute gerade einem Sperber zu. Dieser hat ein Stück Fleisch in kleinste Stücke gerissen, trug diese zum Nest und fütterte damit seine Kleinen. Doch dann? Dann sah der Vogel eine kleine Krähe. Verletzt lag diese unter dem Baum. So fütterte der Sperber auch die Krähe. „Wenn dies nicht ein Zeichen von Gott ist?“, dachte der fromme Einsiedler. „Die Botschaft ist mehr als eindeutig. Selbst die kleine verletzte Krähe hat Gott...

  • 16.09.21

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
FFP2-Masken

Schon eine Ewigkeit waren sie beisammen. Längst hatten sie auch schon die „goldene Hochzeit“ gefeiert. Schweigend saßen sie nebeneinander auf einer Bank und warteten auf den Zug. Wie jedes Jahr wollten sie auch diesmal in die „Sommerfrische“ fahren. Und die Routine des Alltags unterbrechen. Auf der benachbarten Bank saß ein junges Pärchen. Verliebt bis über beide Ohren. Leidenschaftlich küsste der junge Mann seine Freundin. Die Augen der alt gewordene Frau blitzten auf. Ein Lächeln erschien auf...

  • 16.07.21

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Der schüchterne Tim

„Zeichnet etwas, wofür ihr dem lieben Herrgott danken wollt”, sagte die Lehrerin zu den Erstklässlern. Es war dies eine der letzten Schulstunden vor den großen Ferien. In einem pandemiefreien Jahr! Sie zeichneten Süßigkeiten, Katzen und Vögel, schöne Blumen. Lächelnd stellte die Lehrerin fest, dass ihr Unterricht Spuren hinterlassen hatte: „Jedes Tierlein hat sein Essen, jedes Blümlein trinkt von dir … lieber Gott hab Dank dafür.“ Sie kam zu Tim, beugte sich über seine Zeichnung, konnte ihre...

  • 24.06.21

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Es war eine Gnade

Es war eine Gnade. Zumindest für mich. Weit mehr als 100 Menschen pilgerten am Samstag auf die Seekarlspitze im Rofan. Der Jüngste gerade zwei Jahre alt. Und der Älteste? Konditionsmäßig vermutlich ich selbst. Für Jozef sei es nicht nur die Kreuzeinweihung, sondern auch ein Kreuzweg, sagte jemand ganz laut. „Simon von Kyrene“ nahm mir den Rucksack ab, „Veronika” erfrischte mich, stärkte mich mit Müsliriegel. Und die Bergretter? Sie drohten mir nicht nur an, sie würden mich hinauftragen, wenn...

  • 17.06.21

Glaube & Spiritualität

Religionslehrer Josef Leitner mit Patrizia Kössler und Marlene Gunz (v. li.) vor einer Schautafel des Petrus-Canisius-Weges beim Gasthof Canisiusbrünnl in Rum.
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Schüler/innen der Mittelschule Rum gestalteten einen Themenweg zu Petrus Canisius in Rum
Stationen, die verbinden

Das Petrus-Canisius-Jahr geht seinem Ende entgegen. Einige Projekte aber werden bleiben. So wie der neue Themenweg zum Diözesanpatron auf dem Petrus-Canisius-Weg zwischen Rum und Innsbruck. "So, was tue ich jetzt mit dem Petrus-Canisius-Jahr", hat sich Josef Leitner zu Weihnachten gedacht. Die Diözese Innsbruck hatte aufgerufen, im Gedenkjahr des Diözesanpatrons "Herzfeuer" zu entzünden – Projekte, die den Glauben lebendig werden lassen. Da kam dem Religionslehrer an der Mittelschule Rum die...

  • 23.09.21
Wie geht die Vielfalt der Kulturen zusammen mit    der Einheit der Weltkirche? Paul M. Zulehner sieht darin eine Schlüsselfrage der Weltsynode.
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Interview: Paul M. Zulehner
Das Ende der Uniformität

Spannungen in der Kirche sieht der Theologe Paul M. Zulehner als „pastoraltheologischen Normalfall“, die Vielfalt der Kulturen als Stärke. Der synodale Prozess soll die Entscheidungsfindung in der Kirche neu regeln, um die Einheit zu sichern. Interview: Monika Slouk Paul Zulehner, Sie nennen den synodalen Prozess eine „epochale Reformchance“. Viele in der Kirche sind aber müde. Es gibt so viele Strukturprozesse, wo Menschen Anliegen einbringen und doch merken, dass wenig in Bewegung kommt....

  • 23.09.21
Ausschnitt aus dem Deckengemälde in der Notburgakirche in Eben.

Auszug der Predigt von Reinhold Stecher zum Abschluss der Renovierungsarbeiten in der Notburgakirche Eben, 12. September 1992
Von der Herrlichkeit des einfachen Glaubens

Das ist das Besondere an der heiligen Notburga. Sie kommt nicht aus der großen Welt. Durch ihr Leben zieht Küchendienst und Stallgeruch, Arbeitsschweiß und Spüleimer, der Duft von Holzschuppen und einer Mägdekammer mit winzigem Fenster. Und wahrscheinlich ist auch in ihrem Dasein das ständige Ausgenütztwerden und ein Einkommen, mit dem man es zu nichts bringt. Aber vielleicht ist gerade das der Grund, warum sich so viele Menschen mit dieser Heiligen mehr identifizieren konnten als mit anderen,...

  • 08.09.21
Johannes Hoff ist Professor am Institut für Systematische Theologie der Universität Innsbruck: „Wir setzen nämlich die jeweils neue Technik ein und machen das so intensiv, dass wir am Ende nicht mehr, sondern sogar weniger Zeit haben als zuvor.“

Der Theologe Johannes Hoff im Gespräch
Die Wiederkehrt des Heiligen

Ein Interview von Claudia Paganini Herr Professor Hoff, Sie sind seit September 2020 als Professor für Dogmatik an der Theologischen Fakultät Innsbruck tätig. Erzählen Sie uns doch ein bisschen etwas über Ihren Werdegang als Theologe. Johannes Hoff: Ich bin in Trier an der Mosel in einer katholischen Gegend aufgewachsen, mein Vater war Kirchenmusiker. So bin ich von Anfang an kirchlich sozialisiert worden. Ich war Ministrant, habe viel in der kirchlichen Jugendarbeit mitgewirkt, Zeltlager...

  • 24.08.21

Pfarrleben

Pfarrer Herbert Traxl will mithelfen, die größte Geschichte der Menschheit wach zu halten.

Herbert Traxl feiert 40. Priesterjubiläum
Eine Kraft, die stärker war als ich

Der im Seelsorgeraum Zams-Zammerberg-Schönwies wirkende Pfarrer Herbert Traxl feiert heuer sein 40jähriges Priesterjubiläum. Mit dem Tiroler Sonntag spricht der Seelsorger über die Zeit, in der dieser Berufswunsch gereift ist, das „Priester-Dasein“ mit all seinen schönen Momenten und schweren Stunden, sein künstlerisches Schaffen und bringt nebenbei noch die eine oder andere Begebenheit zur Sprache. „Nach 40 Jahren als Priester mit vielen Höhen und Tiefen sage ich mir: Ich habe versucht, für...

  • 28.06.21
Das Gnadenbild von Absam. Sorgen und Anliegen, Bitt- und Dankgebete sind bei der  Muttergottes gut aufgehoben.
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Das Gnadenbild erschien in der kleinen Glasscheibe einer Bauernstube
Absam: In der Basilika ist man selten allein

Seit mehr als 200 Jahren ist Absam einer der größten Wallfahrtsorte Tirols und weit darüber hinaus. Im Mittelpunkt der Wallfahrt steht ein Gnadenbild der Gottesmutter, die in einer kleinen Glasscheibe eines Bauernhauses Gestalt angenommen hat. Es ist wahrlich ein Wunder: Das nicht von Menschenhand gemachte Gnadenbild von Absam, das seit mehr als 200 Jahren Pilger/innen anzieht, die der Gottesmutter Maria Bitten und Dank überbringen. Marianne Pertinger bietet Führungen in der Basilika Absam an,...

  • 18.06.21
Pepi Kranebitter vor der restaurierten Orgel in der Antoniuskirche in Rietz.
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Orgelweihe in Rietz
Wie starker Zusammenhalt in der Pfarre Rietz der Orgel zu neuem Leben verhalf

Wurmbefall, Schimmelpilz, Rost, Verschmutzung und Abnützungserscheinungen haben die historische Substanz der Orgel stark in Mitleidenschaft gezogen“, verdeutlicht der Pfarrkirchenrat den Zustand vor der Renovierung. Für alle beteiligten Fachleute war das Ziel der zweijährigen Restaurierung klar: nicht Bestandssicherung, sondern die Wiederherstellung des Originals im Klangcharakter und im Erscheinungsbild. „Wenn alle an einem Strang ziehen, kommt das beste Ergebnis heraus“, beschreibt...

  • 18.06.21
Ein Geistesblitz: Nach dem Ostergottesdienst überraschten die Ministrant/innen und Pfarrer Josef Scheiring die Gottesdienst-Gemeinde mit einem Tanz, der von Lebensfreude nur so überging.
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Pfarrer Josef Scheiring über die Idee des Ostertanzes, Reaktionen und Auswirkungen
Tanz bescherte der Pfarre Inzing 250.000 Zugriffe im Internet

Die beiden Oberministrantinnen hatten die Idee: Julia und Anna-Verena. Warum nicht am Ende des Ostergottesdienstes tanzen? Pfarrer Josef Scheiring hat die Idee aufgegriffen. Ein kleiner Funke, der über die sozialen Medien den Weg in alle Welt gefunden hat. Bei einem Ostergottesdienst zu tanzen: Ist das nicht ziemlich gewagt? Pfarrer Josef Scheiring: Ich finde nicht. Es ist uns einfach darum gegangen, die Freude zum Ausdruck zu bringen. Wann passt dies besser als an Ostern? Und Sie hatten keine...

  • 19.04.21
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