Wort zum Sonntag, 7. März
Wer ist Jesus?

Ich finde den roten Faden dieser drei biblischen Texte in der Liebe zu Gott. Die erste Lesung legt uns die Betrachtung der zehn Gebote vor. Und dort beginnt es ohne Umschweife „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben“, und (sinngemäß) weiter: Du sollst dir keine Götzen machen und nichts an meine Stelle setzen. In der zweiten Lesung erklärt uns Paulus, wonach die Menschen suchen: die einen Zeichen, die anderen Weisheit. Er aber verkündet Christus. Sozusagen: Es geht nicht um irgendwelche Dinge, die wir suchen, oder meinen, für unser Leben zu brauchen. An erster Stelle steht Christus. Wenn wir diese beiden Lesungen tatsächlich ernst nehmen, so spüren wir, dass es radikale Worte sind. Und diese Worte − diese Anfrage Gottes an uns − warten auf unsere Antwort.
Jesus im Evangelium ist einer, der energisch und herausfordernd auftritt. Zum Bild Jesu vom Friedensfürst oder vom gewaltlosen Jesus mag das vielleicht gar nicht so passen. Es ist ein unbequemes Bild. Ein Jesus, der die erste Stelle im Tempel unseres Herzens für Gott einfordert. Der ausräumt − und das gar nicht mal so zimperlich − und wütend wird. Dabei geht es darum, dass wir das Heilige heilig halten und Gottes Platz ihm auch freihalten. Das kann im alltäglichen Leben ganz verschieden aussehen. Die Anfrage Gottes an mich weckt meine Antwort, wird zum Dialog. Und ich denke, dieses Gespräch, diese Gespräche, sind schon der erste Schritt auf dem Weg hin zum freigeräumten Herzenstempel. Mehr und mehr wird er uns helfen − wenn wir es wollen − frei zu werden, damit er einziehen kann.

Autor:

Gilbert Rosenkranz aus Tirol | TIROLER Sonntag

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