Monika Slouk

Beiträge zum Thema Monika Slouk

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Woher kommt die Kraft

Glücklich, wer an heißen Tagen im kühlen Wasser baden kann. Die meisten Badeseen in Österreich laden trotz Regenknappheit dazu ein. Doch der Wassermangel ist spürbar. Kleinere Wasserkraftwerke stehen still und produzieren keinen Strom. Smart Homes, Künstliche Intelligenz, Kryptowährungen und die alles bestimmende Digitalisierung brauchen aber viel Strom. Für alternative Stromerzeugung sind kreative Ideen gefragt. Wird bald jeder Mensch ein kleines Kraftwerk sein? Man könnte nicht nur beim...

  • 30.07.26
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Sommerpause

Die „Sommerpause“ (oder auch „Saure-Gurken-Zeit“ genannt) ist natürlich eine künstliche Erfindung. Eleganter ausgedrückt: ein kulturelles Phänomen. Denn das Leben in all seinen Facetten geht weiter, auch wenn der Ministerrat gerade nicht wöchentlich zusammentritt und im Parlament keine Plenarversammlungen stattfinden. Künstliche Erfindungen wie diese haben aber durchaus ihren Sinn. Die Distanz zu den Ritualen der Berichterstattung kann helfen, Themen den angemessenen Stellenwert zu geben....

  • 23.07.26
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Predigt fasten

Die Deutsche Bischofskonferenz hat angefragt, der Vatikan hat geantwortet. Die Antwort ist „nein“. Nein, Menschen ohne Priesterweihe dürfen nicht in einer Messe predigen, auch wenn sie die fachliche Kompetenz hätten. Das klingt eng, hat aber einen sinnvollen Kern: Der Wortgottesdienst innerhalb der Messe soll genauso „Chefsache“ sein wie die Eucharistiefeier. Es soll keine Hierarchie geben, im Sinne von: „Das ist nur der Wortgottesdienst, den können andere vorbereiten.“ Der Priester wird in die...

  • 02.07.26
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Nur ein Name?

13.000 Menschen versammelten sich letzte Woche in Brünn (Brno). Anlass war die erste Seligsprechung von Priestern, die in der kommunistischen Tschechoslowakei der 1950er-Jahre aufgrund nie erwiesener Vorwürfe als eine Art Warnsignal hingerichtet wurden. Es dauert nach dem Ende einer Diktatur (hier 1989) wohl 30, 40 Jahre, bis die Aufarbeitung in Schwung kommt. Noch viele Lebensgeschichten werden wir hören, in denen Menschen unter der Gewalt des sozialistischen Staatsapparats gelitten haben. Wie...

  • 22.06.26
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Baustellenfreude

„Ja! Eine Baustelle!“ Das Mädchen dürfte ungefähr drei Jahre alt sein. Gerade noch hat es gebrüllt, weil das Jausenweckerl nicht die richtige Farbe hatte. Nun ist alles gut. „Hurra, eine Baustelle!“ Tatsächlich! Der ganze Bahnsteig nebenan ist aufgegraben, auch die Gleise werden neu verlegt. „Hurra!“ Für erwachsene Ohren klingt das dennoch irritierend. Der Reflex ist doch eher: „Oh nein, eine Baustelle!“ Ob auf der Autobahn, in der Umgebung oder eben bei der Bahn: Baustellen halten auf,...

  • 11.06.26
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UN-HEIMLICH

In keinem seiner vielen Interviews hat der Wiener Dompfarrer (der seit einiger Zeit in Abstimmung mit dem Erzbischof keine Interviews mehr gibt, über den aber trotzdem fleißig geschrieben wird) eine Silbe darüber verloren, welche Intimität er mit seiner Partnerin (als „Begleitung“ oder „sehr gute Freundin“ bezeichnet) pflegt. Niemand kann daher sagen, Toni Faber sei wegen einer sexuellen Beziehung als Dompfarrer untragbar. Darüber wird nur gemunkelt. Tatsache ist: Faber sitzt nicht im Pfarrhaus...

  • 28.05.26
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Gut und noch Besser ?

Bäume zu umarmen ist ein Trend wie viele andere. Ein bisschen seltsam, dabei fast sympathisch und im Großen und Ganzen ungefährlich für alle. Erstaunlich allerdings, was sich jüngst in Deutschland ereignet hat: Ein Wettbewerb im Baum-Umarmen. Es scheint eine starke Sehnsucht der Menschen nach Konkurrenz zu geben. Wieso fällt jemandem beim Baum-Umarmen die Frage ein, wer das wohl am schönsten, schnellsten oder innigsten macht? Warum kann es nicht einfach jeder Mensch machen, wie er oder sie...

  • 21.05.26
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Kein Wunder nach Plan

Wunder gibt es. Ob die großen Wunder (die als unheilbar geltende Krebserkrankung einer Frau verschwindet ohne nachvollziehbare medizinische Erklärung), die Wunder des Lebens („dass wir einander kennengelernt haben, war völlig unwahrscheinlich, aber so sinnvoll“) oder die Wunder des Alltags (der Sekundenschlaf am Steuer, der doch nicht zum Unfall führt) – die Liste lässt sich fortsetzen. Was es nicht gibt, sind Wunder nach Plan. Wunder sind außerplanmäßig, sonst sind sie keine Wunder. Dass das...

  • 13.05.26
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Geldsegen

„Ich habe leider kein Bargeld bei mir.“ Fast immer stimmt es, zumindest teilweise. Ich habe oft kein Bargeld dabei. Mit dem Handy zu bezahlen, ist so spielerisch leicht. „Ding!“ klingt es als Zeichen dafür, dass wieder weniger Geld am Konto ist. Dafür ein Liter Milch in meiner Hand oder eine Computermaus oder ein Fahrrad für die jüngste Tochter. Dass der Satz trotzdem nur teilweise stimmt, liegt am Wort „leider“. Das stimmt nicht. Wenn Bettlerinnen oder Bettler (wer verdient eigentlich mehr?!)...

  • 06.05.26
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Gute religiöse Bildung

Große Aufregung in größeren und kleineren österreichischen Medien: Eine Schuldirektorin würde Kinder nach Religionen separieren! Der Salzburger Bildungsdirektor distanzierte sich bereits, bevor er mit der Direktorin gesprochen hatte. (Religionsunterricht hätte ihm gezeigt, dass er zuerst das Gespräch unter vier Augen suchen sollte, vgl. Markus 18.) Es ging jedoch nicht um die Trennung nach Weltanschauung, sondern um eine stundenplantaugliche Klasseneinteilung. Dass es getrennte Lateinund...

  • 29.04.26
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Keine Zukunftslösung

Der 1. Mai war in der Sowjetunion eine Art Hochfest. Das merkte man auf Schritt und Tritt. „Ein Hoch auf den 1. Mai“, verbunden mit Fähnchen, Sonnen und Kinderzeichnungen, klebte unverändert an der Fensterscheibe eines Kindergartens, den seit Jahrzehnten kein Kind mehr betreten hatte. Staubschichten lagen auf den Alltagsgegenständen, die fast so blitzartig liegengelassen worden waren wie im Jahr 79 n. Chr. in Pompeji, als der Ausbruch des Vesuv die Stadt überraschte und unter sich begrub. In...

  • 23.04.26
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Maß und Ziel

Die Fastenzeit ist vorbei, man kann also getrost wieder aufs Verzichten verzichten und die Osterzeit feiern. Was nachwirken könnte und sollte, sind die guten Gewohnheiten, die sich nach der 40-tägigen Einübung schon ganz selbstverständlich und leicht anfühlen. Hoffentlich. Es geht nämlich nicht um einen ganzjährigen mühsamen Verzicht auf dieses und jenes, sondern um die grundsätzliche Haltung der Genügsamkeit. Das richtige Maß zu finden, wie es eine der vier Kardinaltugenden empfiehlt, ist...

  • 16.04.26
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Ja, darf man das!

Ins Osternest lege ich Ihnen kein Ei (davon haben Sie sicher genug), sondern eine Geschichte. Die Geschichte einer Firmgruppe. Einer katholischen Firmgruppe in Österreich, die den guten Plan hatte, sich mit dem Glaubensbekenntnis zu beschäftigen. Das taten die Firmlinge unter Anleitung der Firmbegleiter:innen auch. Vor der Idee, es gemeinsam in die eigene Sprache zu übersetzen, schreckten die Begleiter:innen jedoch zurück. Der Grund? Dann müssten sie sich ja der Frage stellen, was die einzelnen...

  • 02.04.26
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7 Sakramente für Alle

Kardinal Jean-Claude Hollerich von Luxemburg findet als Vizepräsident des Rats der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) international Gehör. Als er bei einem Symposion an der Universität Bonn auf das Thema Weihe von Frauen zu sprechen kam, gab es Resonanz über die Grenzen Deutschlands hinweg. Er sagte: „Ich kann mir auf Dauer nicht vorstellen, wie eine Kirche bestehen kann, wenn die Hälfte des Volkes Gottes leidet, weil sie keinen Zugang zum geweihten Dienst hat.“ Mit der Hälfte des Volkes...

  • 26.03.26
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Verführerisch

Zu meinen, es gäbe wertvolleres und weniger wertvolles Leben, ist extrem verführerisch. Selbst wer sich sicher ist, dass jedes Menschenleben ein großes Geschenk Gottes ist, ertappt sich vielleicht dabei, zu unterscheiden. Bei einem Unfall sind vier Personen verunglückt? Unbewusst sucht man weitere Angaben. Wie alt waren sie, woher kamen sie, welches Geschlecht hatten sie, was waren sie von Beruf? Je nachdem ist dann die Betroffenheit größer oder kleiner. Das ist eine gewöhnliche Reaktion, man...

  • 19.03.26
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In Christus verbunden

Während am letzten Februartag die Angriffe von Israel und den USA auf den Iran und kurz darauf die iranischen Gegenschläge begannen, gab es im Vatikan ein friedliches Treffen zwischen Papst Leo XIV. und den Spitzen des weltweiten Ökumenischen Rats der Kirchen. Diesem gehört die katholische Kirche nicht an, dafür 356 andere Kirchen mit 580 Millionen Mitgliedern. Heinrich Bed-ford-Strohm, evangelischlutherischer Sozialethiker und ehemaliger bayrischer Landesbischof, sitzt dem Zentralausschuss des...

  • 05.03.26
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Keine Schokoladewaffel

„Du sollst dir ein Bild machen.“ In nur dreieinhalb Monaten Öffnungszeit hat eine Ausstellung im Wiener Künstlerhaus über „zeitgenössische Kunst und religiöses Erleben“ Wirbel gemacht. Der Wirbel kam von Personen und Gruppen, die sich besorgt zeigten, ob die Ausstellung nicht blasphemisch sei. „Blasphemisch“ (gotteslästerlich) ist ein schwer zu verstehendes Fremdwort, manche scheinen es zu deuten als: „Ich finde es abstoßend.“ Mit vielen Fragezeichen machte ich mich auf den Weg, um mir in den...

  • 19.02.26
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SMART UND FREI

„Tausende Schüler:innen ohne Smartphone!“ Diese Vision entwirft die vom ORF eingerichtete Webseite „handyexperiment.at“. Wer hätte nicht Lust, sich der „ultimativen Challenge“ anzuschließen?! Noch dazu liegen die drei dafür vorgeschlagen Wochen (4.–24. März 2026) in der Fastenzeit. Handyfasten – das neue Autofasten? Zu überlegen ist es. Es gibt übrigens verschiedene Schwierigkeitsgrade der Handy-Askese. Nicht alle müssen auf ihr Smartphone zu hundert Prozent verzichten, um größere innere...

  • 05.02.26
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RÄTSEL IN HOHER RUNDE

Was konnte so wichtig sein, dass die erst im November in ihr Amt eingeführte evangelische Bischöfin Cornelia Richter nicht an der Bischofsweihe von Josef Grünwidl teilnahm? Die Frage bewegte mich ein wenig während der schönen Weiheliturgie, bis zu dem Zeitpunkt, als sich 17 Repräsentant:innen der Ökumene vor dem Altar aufstellten, um dem neuen Wiener Erzbischof den Aaronsegen zu spenden. Denn sie war anwesend! Ebenso wie ihre altkatholische Kollegin im Amt, Maria Kubin. Sie war nur nicht...

  • 29.01.26
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Reife braucht Zeit

Der Christbaum ist abgeräumt, abgebaut, entsorgt, im Wohnzimmer ist wieder mehr Platz. Was noch nicht abgebaut ist, sind die Barbarazweigerl. Denn sie blühen noch. Wir sollten aufpassen, meinte unsere Tochter im Scherz, dass nicht noch Kirschen wachsen im Wohnzimmer. So gut mir das blühende Zeichen der Hoffnung im Winter gefällt, ist es doch ernüchternd. Denn so, wie eine Schwalbe sprichwörtlich noch keinen Sommer macht, machen auch die Blüten am Barbarazweigerl keinen Frühling. Im übertragenen...

  • 23.01.26
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Rechenspiele

Der Apostolische Nuntius in Washington, D.C. ist der nächste der 245 katholischen Kardinäle, der seinen 80. Geburtstag feiern wird. Falls davor keiner der über 80-jährigen Kardinäle verstirbt, hat die Kirche ab 30. Jänner mehr Kardinäle, die aus Altersgründen nicht mehr papstwahlberechtigt sind, als wahlberechtigte. Ob das ein Beweis für die Langlebigkeit (oder trendig gesagt „Longevity“) der Kardinäle ist? Als die Regel am 1. Jänner 1971 in Kraft trat, dass sich Kardinäle ab 80 nicht mehr am...

  • 15.01.26
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Das Junge Jahr

Am 1. Jänner hat sie wohl ihren achten Geburtstag gefeiert. Asel war das Wiener Neujahrsbaby 2018. Ein süßer Zwerg mit jungen, strahlenden Eltern war auf dem Pressefoto aus dem Krankenhaus zu sehen. Bekannter als andere Neujahrsbabys wurde Asel, weil ihre glücklich lächelnde Mama auf dem Bild ein pinkes Kopftuch trug. Grund für viele, online Kommentare voll Missachtung abzugeben. Das Beschimpfen der Neujahrsbabys dürfte langsam die Tradition der Gratulationen ablösen. Sobald der Name von Kind...

  • 08.01.26
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Weihnachten im Juni

Aus ökologischen, finanziellen und familiären Gründen bin ich keine routinierte Fernreisende. Während die Gedanken gerne in die Ferne schweifen, bleibt der Rest von mir meistens in Mitteleuropa. Wahrscheinlich liegt es daran, dass mich eine Argentinienreise meiner Tochter letztes Jahr im Juni stark verwirrte. Während sie in Patagonien Schifahren ging und wegen eines Heizungsschadens im Haus der Gastfamilie fror, hatte sie doch keine Weihnachtsferien! Erst durch diese Verwirrung wurde mir klar,...

  • 18.12.25
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Der Gold(enstein)preis

„Da streiten sich die Leutʼ herum oft um den Wert des Glücks. Der eine heißt den andern ‚dumm‘, am Endʼ weiß keiner nix ...“. Warum kommt mir dieses Lied in den Sinn, wenn ich die jüngste der mittlerweile unzähligen Nachrichten über das Kloster Goldenstein lese? Vielleicht, weil am Endʼ keiner mehr weiß, warum die Leutʼ dort herumstreiten. Ehrenwerte Personen, die sich in ihrem jeweiligen Graben verschanzt haben: Die drei Heldinnen der Saga, die Augustiner Chorfrauen, die am liebsten Schloss...

  • 04.12.25

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