FEDER_SPIEL
7 Sakramente für Alle

Kardinal Jean-Claude Hollerich von Luxemburg findet als Vizepräsident des Rats der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) international Gehör. Als er bei einem Symposion an der Universität Bonn auf das Thema Weihe von Frauen zu sprechen kam, gab es Resonanz über die Grenzen Deutschlands hinweg. Er sagte: „Ich kann mir auf Dauer nicht vorstellen, wie eine Kirche bestehen kann, wenn die Hälfte des Volkes Gottes leidet, weil sie keinen Zugang zum geweihten Dienst hat.“ Mit der Hälfte des Volkes Gottes sind wohl Frauen gemeint.

Doch wer keine Berufung zum geweihten Dienst verspürt, leidet nicht persönlich, das gilt für Männer wie Frauen. Es ist also nicht präzise, dass die Hälfte des Volkes Gottes leidet. Schwerer wiegt aber der Blickwinkel. Die Frage der Weihe von Frauen orientiert sich nicht nur am persönlichen Leiden der verhinderten Weihekandidatinnen, sondern am Leiden der gesamten Kirche, weil ihr der (geweihte) Dienst der Frauen fehlt. Die Priesterweihe ist kein Privatvergnügen. Es ginge nicht darum, die „Leiden“ der unterprivilegierten Frauen zu stillen. Es ginge darum, der Kirche den geweihten Dienst von Frauen nicht vorzuenthalten. Der Blickwinkel macht einen Unterschied.

Monika Slouk

Autor:

martinus Redaktion aus Burgenland | martinus

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