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Mit offenen Augen
- hochgeladen von martinus Redaktion
Seit vielen Jahren dauern die Salzburger Hochschulwochen nur noch eine Woche. Offenbar gibt es eine Trägheit, den Titel der seit 1931 bestehenden Sommerakademie der Realität anzupassen und in „Salzburger Hochschulwoche“ zu ändern. Solange die diskutierten Inhalte nicht träge werden, sei es dem Veranstaltungsteam gegönnt, beim traditionsreichen Namen zu bleiben. Gar nicht träge ist hingegen die niederösterreichische Mary-Ward-Schwester und salvadorianische Befreiungstheologin Martha Zechmeister, die heurige Trägerin des Theologischen Preises für ihr Lebenswerk. Die Jury der Hochschulwochen würdigte sie als Vertreterin einer „Mystik der offenen Augen“. Als solche habe sie einen hellwachen Blick sowohl auf die bedrängenden Realitäten als auch auf die befreiende Kraft der Botschaft Jesu. Kurz nach der Wahl Leos XIV. zum Papst schrieb sie einen persönlichen Brief an den „lieben Bruder Papst Leo“, unter anderem: „Es ist höchste Zeit, dass Frauen ohne jede Einschränkung in alle Ämter und Ebenen der Kirche einbezogen werden.“ Der Brief ist vielschichtig und lesenswert, so wie das Gespräch zu ihrer Auszeichnung in der nächsten Ausgabe dieser Zeitung.
Monika Slouk
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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