MARTINUS ENERGIEGEMEINSCHAFT
Für uns ist Sonnenstrom selbstverständlich geworden

Überschüssiger Strom von den aktuell 36 Photovoltaik-Anlagen in unserer Diözese wird innerhalb der Martinus Energiegemeinschaft geteilt. Heute führen wir in der Pfarre Großpetersdorf ein Gespräch. Sie hat den ersten Umweltpreis als Öko Vorzeigepfarre gewonnen und auf Sonnenstrom gesetzt.

WAS HAT DEN AUSSCHLAG GEGEBEN, IN DER PFARRE AUF SONNENSTROM ZU SETZEN?

Pfarrer Sebastian Edakarottu: „Neben Gebeten und Andachten, in denen die Schönheit der Natur und die Bewahrung der Schöpfung im Mittelpunkt stehen, setzen wir auch konkrete Zeichen. Wir pflanzen Bäume in den Wäldern unseres Gemeindegebiets und beteiligen uns mit unseren Ministrant:innen an Flurreinigungsaktionen. Gemeinsam mit Schüler:innen der HTL Pinkafeld haben wir eine Energiestrategie für unser Pfarrzentrum entwickelt. Uns ist wichtig, umzusetzen und nicht nur zu reden!

Schließlich ist die Zeit gekommen, unser Heizungssystem zu tauschen. Ein guter Anlass, um unsere Energiestrategie als Pfarre nachhaltig auszurichten.“

WAS WIRD KONKRET UMGESETZT?

Im Pfarrhof wird die alte Ölheizung gegen eine Wärmepumpe getauscht. Jährlich wurden dort rund 6.000 Liter Heizöl für das Beheizen des Pfarrhofs aufgewendet. Eine PV-Anlage (rund 43kWp), die speziell für den Betrieb der Wärmepumpe ausgelegt wurde, soll einen Teil des benötigten Stroms produzieren. Zusätzlich soll ein Batteriespeicher überschüssigen Sonnenstrom in den Nachstunden bereitstellen.

WIE DAS ALLES MÖGLICH WIRD?

Pfarrer Sebastian plant und setzt das alles mit einem Team um. Johannes Feichtinger ist seit 2017 Umweltverantwortlicher im Pfarrgemeinderat, Franz Tiwald und Ewald Samer (Energieberatung) begleiten die Umsetzung. „Wir möchten unser Team erweitern und weitere Kooperationspartner gewinnen, unter anderem auch die Jagdgemeinschaft.“ Damit spricht Pfarrer Sebastian eine Einladung aus. Im Austausch mit anderen Pfarren (u.a. Frauenkirchen) entstehen Ideen wie eBike Ladestationen am Platz vor der Kirche, um Akku und Seele wieder aufzuladen.

WELCHE NÄCHSTEN SCHRITTE SIND GEPLANT?

In der Schöpfungswoche (erste Oktoberwoche) sind unterschiedliche Aktivitäten geplant, um das Thema in der Pfarrgemeinde zum Thema zu machen:

Den Auftakt bildet die Schöpfungsandacht am 2. Oktober um 18 Uhr in Jabing, den Abschluss ein Info Event zur Martinus Energiegemeinschaft am 9. Oktober. In einer öffentlichen Runde wird gemeinsam Bilanz gezogen: Was sind unsere gemeinsamen Ziele als Diözese, was haben wir in der Pfarre umgesetzt und was wollen wir als nächstes umsetzen?

Am 17. Oktober um 18:30 Uhr lädt die Pfarre auf den Hauptplatz in Großpetersdorf zur ökumenischen Andacht zu Ehren des heiligen Hubertus zum Thema „Schöpfung und Nachhaltigkeit“.

2027 wird als Ökojahr ausgerufen, um noch mehr ins Tun zu kommen. Dafür laufen die Planungen im Pfarrgemeinderat und in der Arbeitsgruppe.

Die Martinus Energiegemeinschaft eG teilt überschüssigen Sonnenstrom der Diözese Eisenstadt mit Menschen & Pfarren im Burgenland.

Du hast Interesse?
Besuche unsere Website
martinus.at/energiegemeinschaft
oder komm‘ zu einer unserer Info-Veranstaltungen.

Elias Scheiber – Projektassistenz
Tel.: +43 676 88 070 1371
Mail: elias.scheiber@martinus.at

Autor:

martinus Redaktion aus Burgenland | martinus

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