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Christlicher Tanz
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Ob christlich oder nicht, ob islamisch, agnostisch oder atheistisch: Menschen mit den verschiedensten Hintergründen und Motivationen gehen den Jakobsweg. Und relativ viele schreiben ein Buch darüber. Noch ein Pilgerbuch? Man staunt und fragt sich insgeheim, was da noch Neues drinstehen kann. Aber sicher: Jede Pilgererfahrung ist so individuell wie die Menschen, die sich auf den Weg machen. Die Faszination, die das Pilgern auf kirchennahe wie kirchenferne Menschen ausübt, ist, dass der eigene Körper zum Instrument der Spiritualität wird. Das ist im Christentum selten. Oder wie es der Kirchenmusiker Christian Jeličić im Interview diese Woche formuliert: „Es ist nicht selbstverständlich zu tanzen als Christ.“ Dabei sei die Bibel voller Trommeln, Reigen und Tanz. Das erklärt auch die Beliebtheit des Techno-DJs Padre Guilherme, der als Priester Discosound mit sakralen Klängen verbindet. Sein Angebot signalisiere, wie Christian Jeličić interpretiert: „Deine Freude, dein Tanz, dein Körper – das ist kein Widerspruch zu Gott.“ Ob am Pilgerweg oder beim Tech-no-Rave: Der Körper ist mehr als die Schale der Seele. Der Körper betet. Es kann ein frohes oder trauriges Gebet sein. Hören wir ihm zu.
Monika Slouk
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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