150 Jahre Kreuzschwestern
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Vor dem Altar mit dem Bild der Ordensmitbegründerin Mutter Maria Theresia Scherer in der Klosterkirche der Kreuzschwestern in Graz, von links: Eva Maria Heigl von der Wirtschaftsleitung der Provinz, Sr. Maria Bosco Zechner und Bischof em. Egon Kapellari.
  • Vor dem Altar mit dem Bild der Ordensmitbegründerin Mutter Maria Theresia Scherer in der Klosterkirche der Kreuzschwestern in Graz, von links: Eva Maria Heigl von der Wirtschaftsleitung der Provinz, Sr. Maria Bosco Zechner und Bischof em. Egon Kapellari.
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150 Jahre Kreuzschwestern Steiermark–Kärnten. Gottesdienst am Gedenktag der Ordensgründerin.

Von seiner ersten Begegnung mit den Kreuzschwestern erzählt am Ende seiner Predigt am 16. Juni in deren Klosterkirche in Graz Bischof Egon Kapellari. 1941 begegnete er im Werkspital Leoben-Seegraben gemeinsam mit seiner Großmutter, einer Hebamme, den dort im Ordenskleid wirkenden Schwestern. Sie waren zwar von den Nationalsozialisten bedrängt, die aber auf ihre Dienste nicht verzichten konnten. Mit seiner Großmutter kam er auch in die kleine Kapelle, die von den Schwestern liebevoll geschmückt und durchbetet war. Hier habe er, so der emeritierte steirische Bischof, zum ersten Mal das Heilige als sakral erlebt, in dem er tief eingewurzelt verblieben ist.

Diese Begegnung beschreibt lebendig das Wirken der Kreuzschwestern, die seit 150 Jahren vielfältig in der Steiermark tätig sind. Ohne „Corona“ hätten die Kreuzschwestern die Jubiläumsfeier „150 Jahre Kreuzschwestern Steiermark–Kärnten“ großformatiger vorgehabt. So begann es einmal mit einem Gottesdienst am Hochfest der sel. Mutter Maria Theresia Scherer, der ersten Generaloberin des Ordens. Bischof Egon Kapellari feierte, assistiert von Diakon Bernhard Pelzl, diesen Gottesdienst in der Kirche des Ordens in der Grazer Kreuzgasse, den Prof. Franz Karl Praßl musikalisch begleitete. Ungeplantes haben die Schwestern in ihrer 150-jährigen Geschichte oft bewältigt, erinnerte Sr. Maria Bosco Zechner im Grußwort. „Leben in Fülle ist uns geschenkt – wir sind immer noch auf dem Weg“ lautet das Motto des Jubiläums.

Gottesdienst und Predigt wurden zum Dank für 150 Jahre segensreichen Wirkens durch 1500 Schwestern in 130 Niederlassungen im Bereich Steiermark, Kärnten, Italien, Slowenien und Ungarn. „Was Bedürfnis der Zeit ist, das ist Gottes Wille“, lautet das Leitwort der Kreuzschwestern, die sich nicht auf eine Aufgabe fixieren, sondern zusammen mit vielen Mitarbeitenden verschiedene Werke tragen und beseelen.

„Sie haben die Türen und Fenster Ihrer Institutionen und Werke immer nach außen offen gehalten, nicht nur für christlich Glaubende“, dankte Bischof Kapellari den Kreuzschwestern. Sie wirkten „weder simpel bewahrend noch simpel modern, sondern barmherzig im besten Sinn des Wortes“ – ein Lebenszeugnis für den barmherzigen Gott. So gäben sie und andere Orden „mit ihren Institutionen wie Schulen, Krankenhäusern und vielem anderen der ganzen Kirche und der ganzen Zivilgesellschaft ein gutes, nicht arrogantes, aber im guten Sinne auch selbstbewusstes Beispiel“.

Heute Provinz Europa-Mitte
Die „Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz“ wurden 1856 in der Schweiz vom Kapuziner P. Theodosius Florentini (1808–1865) und von Mutter Maria Theresia Scherer (1825–1888), ihrer ersten Generaloberin, gegründet. 1870 kam die erste Kreuzschwester nach Rein. Seither wirken die Kreuzschwestern in der Steiermark. Die Provinz Steiermark-Kärnten wurde 2007 mit anderen Provinzen zur „Provinz Europa Mitte“ mit Sitz in Wels zusammengelegt.
Ordensauftrag ist ein Wirken in Bildung und Erziehung, im Sozial- und Gesundheitswesen, in der Seelsorge und in der Verkündigung.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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