Kirche Steiermark
Ein Herz für Familien
- Vater, Mutter, Kind(er). Neben der Kernfamilie fallen unter den Familienbegriff auch alleinerziehende Familien (ein Elternteil mit Kindern), Patchwork-Familien, Eltern mit Adoptiv- und Pflegekindern und andere gemeinschaftliche Formen. Im IFP (Kasten) werden sie unterstützt.
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Unterstützung in jeder Lebenslage. Seit mehr als 50 Jahren finden Menschen durch das Beratungsangebot im „Institut für Familienberatung und Psychotherapie“ (IFP) Halt.
Familie ist, wo Liebe ist“, lautet ein Ausspruch des deutschen Therapeuten Stefan Hölscher. Wer selbst in einer Familie aufgewachsen ist, eine eigene Familie gegründet hat oder mit anderen zusammen in familienähnlichen Strukturen lebt, weiß um die Kraft dieses Satzes – und manchmal auch um seine Bürde. Denn nicht immer ist unter den Menschen, die einander am nächsten sind, nur Zuneigung, Geborgenheit und Halt spürbar. Vor allem dann, wenn Zeitdruck, finanzielle Engpässe oder gesundheitliche Probleme den Familienalltag beeinträchtigen.
Um den Wert der Familie als einer grundlegenden Einheit der menschlichen Gemeinschaft wissen neben den Vereinten Nationen (UN), die 1993 den 15. Mai zum Internationalen Tag der Familie erhoben haben, auch die Kirchen und Religionsgemeinschaften.
Unterstützend seit 50 Jahren.
Die erste Beratungsstelle für Anliegen von Familien öffnete die steirische Kirche im Jahr 1972.
Wie aus einem kleinen Pflänzchen eine wichtige Institution in der Steiermark geworden ist, erklärt Christiane Sprung-Zarfl, Leiterin des Instituts für Familienberatung und Psychotherapie der Diözese Graz-Seckau (IFP). „Wir wurden 1968 als Eheberatung im Familienreferat der Diözese Graz-Seckau gegründet, die erste Beratungsstelle befand sich ab 1972 in der Grazer Mesnergasse“, sagt sie. „1975 wurde die Institution schließlich von der Österreichischen Bischofskonferenz anerkannt und ab diesem Jahr vom Familienministerium gefördert.“ 1983 erfolgte die Umbenennung in Institut für Familienberatung und Familientherapie, 1991 – einhergehend mit der Angebotserweiterung – in das heutige Institut für Familienberatung und Psychotherapie.
Acht Standorte in der Steiermark.
Heute bietet das IFP an acht Standorten in der Steiermark eine Vielzahl an Hilfsleistungen: Familien-, Lebens-, Paar- und Elternberatungen, Begleitung am Lebensende, Rechtsberatung rund um Familienthemen, Familienmediation, kassenfinanzierte Psychotherapie. „Fast alle Leistungen des IFP sind kostenlos“, erklärt Leiterin Sprung-Zarfl.
Als brennende Themen nennt sie Ehe- und Paarberatung sowie Beratung bei Überforderung und Pflege-Arbeit(Care). Mehr als 30 Beraterinnen und Berater sind beim IFP beschäftigt und helfen in mehr als 11.000 Beratungseinheiten pro Jahr gut 5000 Personen. In der Psychotherapie werden jährlich zwischen 4000 und 5000 Stunden geleistet.
Beim Festakt am 8. Mai in Graz brachte Anna Höllwöger, Generalsekretärin der steirischen Katholischen Aktion, bei der das IFP angesiedelt ist, die Beratungsleistungen des Instituts für Familienberatung und Psychotherapie auf den Punkt: „Es gibt keine Lösungen für alles, aber Vorschläge, damit die Würde der Menschen gewahrt bleibt und ein selbstbestimmtes, ein gutes Leben möglich ist.“
Quelle: Kathpress/Red.
IFP
Familien-, Lebens- und Paarberatung an acht Standorten in der Steiermark.
Infos: 316/825667, ifp@graz-seckau.at
IFP-BeraterInnen schreiben ab sofort regelmäßig im SONNTAGSBLATT
- 50-Jahr-Feier des IFP (v. l.): Festredner Ralf Lutz, IFP-Leiterin Christiane Sprung-Zarfl, Weihbischof Johannes Freitag und KA-Generalsekretärin Anna Hollwöger in Graz.
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Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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