16. Sonntag im Jahreskreis | 19. Juli 2026
Meditation
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Verweilen
Ein oftmals übersehener, aber wichtiger Moment, nach allem Unterwegssein und dem Ankommen, ist das Verweilen am Ziel: ausruhen, die Seele nachkommen lassen. Falls ich doch mit den Füßen zu schnell war: einfach da sein im Angesicht des Zieles. Auszuruhen in der Mystik eines Kirchenraumes mit seinen Farben und Gerüchen oder im Park davor, neben einem Brunnen, im kühlenden Schatten eines Baumes. Ja, die Ankunft am Ende des Wegs darf auch gefeiert werden. Vielleicht mit einem Gottesdienst, aber ebenso mit einem guten Schluck Wein oder einem kühlenden Bier.
Nach vielen Schritten ist Sammlung und Verweilen für die Seele wichtig. Sammlung, die hilft, nun den letzten Schritt zu setzen: die Rückkehr in den Alltag.
Zurückblicken
Vielleicht gibt es Notizen von unterwegs, welche ich mir gemacht habe. Es tut am Ziel gut, nochmals auf den Weg zurückzublicken: die eigenen Aufzeichnungen durchblättern, Eindrücke „wieder-holen“, Fotos am Handy ansehen und dankbar auf das Leben schauen mit all dem, was mir unterwegs begegnet ist. Es ist der Moment, ein wenig in die Stille zu gehen und mich zu fragen, ob sich das Motiv, der Beweggrund meines Aufbruchs, erfüllt hat.
Gegenwärtig sein
Das Verweilen am Ziel erfordert Muße. So ist es schön, noch etwas Zeit am Zielort einzuplanen, vielleicht einen Tag länger dort zu bleiben, eine Kirchenführung mitzumachen, den Wallfahrtsort mit seinen kulturellen Highlights ansehen und seine Atmosphäre einzuatmen – das Kommen und Gehen. Warum nicht klassisch eine Ansichtskarte schreiben und Menschen, die mich im Geiste begleitet haben, zu grüßen? All das macht den Weg erst rund und ganz.
Quelle: pilgern.at
Redaktion: M. Wilbrink
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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