Mittendrin Pfarrgemeinderatswahl
Was bedeutet ­Ihnen eine lebendige Pfarre?

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„Für mich ist ein aktives Pfarrleben wichtig, weil die Pfarre soziale Dienste übernimmt, die sonst niemand macht. In der Pfarre entsteht und wirkt ein Gemeinschaftsgefühl, das besonders heute dringend gebraucht wird. Ich meine, dass wir liebe Gesten und das Verständnis, das wir einander schenken, im Leben immer wieder zurückbekommen. Besinnen wir uns darum auf das Gute, das wir einander tun können, auch wenn es nicht immer leichtfällt.“

„Als ehemaliger Ministrant und Sohn einer begeisterten Pfarrgemeinderätin bin ich der festen Überzeugung, dass es überaus wichtig ist, auch außerhalb von Kapellen, Kirchen und Domen, vor und nach den Messen oder ­Andachten das christliche Zusammenleben zu stärken. Dieses Pfarrleben zu hegen und zu pflegen, den christlich-sozialen Geist hochzuhalten, empfinde ich als vorrangige Aufgabe der jeweiligen Pfarr­gemeinderäte.“

„Demokratie beginnt nicht erst in der Wahlzelle, sondern im täglichen Miteinander. Eine widerstandsfähige Demokratie benötigt ein Bewusstsein für den Wert des Füreinander-Einstehens. Es braucht Respekt vor anderen Meinungen. Gleichzeitig müssen wir uns um gemeinsam getragene Entscheidungen bemühen. Der Umgang mit Differenz muss geübt werden: am Arbeitsplatz, in der Familie, in der Schule und Pfarre. Viele Menschen fühlen sich einsam oder übergangen. Bei der Suche nach Verständnis und Möglichkeiten des Miteinanders sind Pfarrgemeinden wichtige Ansprechpartner.“

„Gemeindeleben ist ein unglaublich wichtiges ,Instrument‘ menschlichen Zusammenhalts – im Sinne einer christlichen Prägung von Nächstenliebe, Hilfe und gegenseitiger Wertschätzung. Doch in einer Gemeinschaft darf es auch ,menscheln‘. Wir dürfen mit all unseren Schwächen und Stärken angenommen werden. Suchen wir Antworten für ein harmonisches Miteinander und richten den Blick in die Zukunft und Weiterentwicklung! Hier darf auch die Kirche neue Wege gehen, um sich nicht in der Vergangenheit zu verlieren. Gemeinschaft heißt Bewegung, nicht Stillstand.“

„Das Gesellschaftsleben hat sich gerade in den letzten Monaten stark verändert. Was früher vielleicht als beengend abgetan wurde, wird jetzt wieder sehnlich herbeigewünscht. Wir brauchen Spiritualität, Nähe und Austausch. Einen Ort, wo wir auftanken können, abseits von Beruf und Alltag. Im Pfarrleben finden Menschen Halt, fühlen sich verbunden und begegnen einander wertschätzend. Genau das brauchen wir jetzt: einen gemeinsamen Pfad für unsere Gesellschaft – zurück zu einem gemeinsamen WIR, voller Hoffnung und Zuversicht.“

„Ich bin zwar nicht im Pfarrleben aktiv, aber wir erkennen gerade in Zeiten wie diesen, in denen sich ein Spalt wie der Andreasgraben durch die Gesellschaft zieht und diese zu erodieren droht, wie wichtig Gemeinschaft und respektvoller Diskurs sind. Wir können alle mit offenem Herzen und Liebe in den Augen und Ohren dazu beitragen, Unsicherheit und Angst des Gegenübers wahrzunehmen und dadurch zu verkleinern. Wir müssen uns wieder erinnern, Menschen zu sein, die alle irgendwie miteinander verbunden sind.“

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