Pfarren pflegen Traditionen
Und jetzt noch die Brezeln dazu!

Was gehört zum Palmsonntag? Richtig – ein ordentlich gebundener Palmbuschen.
  • Was gehört zum Palmsonntag? Richtig – ein ordentlich gebundener Palmbuschen.
  • Foto: adobestock.com/ Lilifox
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Beim gemeinsamen Palmbuschen binden wird in der Pfarre Allerheiligen in Innsbruck altes Brauchtum hoch­gehalten.

Eifrig binden drei Volksschulkinder die Brezeln in ihre selbstgemachten Palmbuschen: „Das ist super hier im Pfarrsaal und unsere Palmbuschen sind viel schöner als die gekauften!“ Die Pfarre Allerheiligen in Innsbruck pflegt mit der Aktion „Gemeinsam Palmbuschen binden“ wie viele anderen Pfarren in Österreich Brauchtum und Tradition. Die Erwachsenen im Pfarrsaal sind genauso begeistert wie die Kinder: „Hier ist es einfach nett, man kommt zusammen, macht etwas gemeinsam, auch wenn man sich vorher gar nicht kannte!“ Burgi Stemmberger ist für diese seit 2007 bestehende Tradition verantwortlich: „Alles begann damit, dass mich damals eine Mutter fragte, wie man einen Palmbuschen bindet.“

Der Grünschnitt kommt aus Nachbars Garten. Burgi Stemmberger und Dekan Bernhard Kranebitter freuen sich über den Trubel im Pfarrsaal: „Wir als Stadtpfarre wollen Traditionen pflegen. Das bunte Treiben im Pfarrsaal zeigt uns immer wieder, wie gern Menschen etwas lernen und sich über das Selbstgemachte freuen!“ Der sechsjährige Max hat die Einladung dazu aus der Volksschule mitgebracht und seine Eltern überzeugt, dass ein selbstgebundener Buschen einfach schöner als jeder gekaufte ist. Außerdem hat ihn das Angebot, Brezeln in den Buschen zu binden, schon sehr zum Kommen verlockt. Menschen, die der Pfarre verbunden sind, werken hier neben Familien und Alleinstehenden, die sonst keinen Kontakt zur Pfarre pflegen. „Wir haben keinen Garten, daher sind wir froh, dass wir hier in der Pfarre alles vorfinden, was man zum Binden braucht“, freut sich das ältere Ehepaar, das Jahr für Jahr dabei ist und ebenso regelmäßig zur Segnung der Palmbuschen am Palmsonntag kommt. „Unsere Kinder waren während des Lockdowns schon traurig, dass wir heuer nicht hierherkommen konnten. Umso größer war dann unsere Freude, dass das Team der Pfarre kleine Sträuße mit Segensbändern gebunden und auf den Kirchenbänken zum Abholen aufgelegt hat.“ Burgi Stemmberger freute sich auch, dass die insgesamt 450 Sträuße – „Ja, so viele haben wir gemacht und dabei an die vielen schönen Momente mit den Leuten hier gedacht“ – alle abgeholt worden sind.

Christina Repolust

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