Glaube

Beiträge zur Rubrik Glaube

Sr. Elija Boßler 2015 im Film „Dachauer Dialoge“ mit dem 
KZ-Überlebenden Max Mannheimer (1920-2016).  | Foto: Michael Bernstein, Marina Meisel
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Sr. Elija Boßler über ihr Leben im Karmel Dachau
„Ich bin das, was ich vor Gott bin.“

Sr. Elija Boßler lebt seit fast 60 Jahren im Karmel Dachau, direkt neben der dortigen KZ-Gedenkstätte. Jahrzehntelang hat sie Überlebende fotografiert und war in engem Kontakt mit ihnen. Ein Gespräch über ihren Zugang zum Glauben, Hoffen und Leben. Sr. Elija scheint erst überrascht über das Interesse an ihrer Person, sagt dann aber zu. Wir führen das Gespräch am Telefon. Sie spricht klar und entschieden. Sie leben seit fast 60 Jahren im Karmel Dachau. Warum haben Sie sich genau diesen Karmel...

  • 07.04.25

Kein Frieden ohne Dialog

P. Piotr Zelazko, Jerusalemer Patriarchalvikar, über die Bemühungen der hebräisch-sprachigen Katholiken in Israel für Versöhnung und ein Ende der Gewalt. Versöhnung zwischen den Völkern und Religionen im Heiligen Land ist möglich – und für die Christen gibt es auch keine Alternative dazu, als sich stets darum zu bemühen. Das hat P. Piotr Zelazko, Patriarchalvikar für die hebräischsprachigen Katholiken im Lateinischen Patriarchat von Jerusalem, gegenüber Kathpress betont. Nachsatz: „Auch wenn es...

  • 25.03.25

Jugend
Orientierungstage stärken Schulgemeinschaft

Gib nicht auf, steh auf, öffne dein Herz für die Liebe, so durften wir unsere gemeinsamen Orientierungstage im Jugendzentrum Aufbruch im Stift Wilhering unter der Leitung des Priesters Heinz Purrer erleben“, berichtet Sr. Maria Angela Baumgartner über ereignisreiche Orientierungstage der 1. Klasse Fachschule der Marienschwestern vom Karmel in Klein-Erla. Es sei der Ordensgemeinschaft wichtig, den jungen Menschen einen vertieften Zugang zum Glauben zu eröffnen, der sich auch in einem guten...

  • 12.03.25

Wallfahrt
Besondere Rom-Wallfahrt unserer Ehrenamtlichen

Vom 6. bis 10. März pilgerten 75 ehrenamtlich engagierte Menschen aus unserer Diözese, unter ihnen Seniorinnen und Senioren, mit Weihbischof Anton Leichtfried zu den vier Papstbasiliken nach Rom. Höhepunkte waren das Durchschreiten der Heiligen Pforten, das Gebet in den Papstbasiliken und die hl. Messe am Petersplatz. Eine Gruppe mit 75 Teilnehmenden aus der Diözese St. Pölten nahm an der Romwallfahrt zum „Jubiläum der Ehrenamtlichen“ im Vatikan teil. Angeführt wurden die Wallfahrer von...

  • 12.03.25

GEIST_REICH
Schön und würdig Gottesdienst feiern

Eine alte Legende über den Ursprung des Christentums in Russland erzählt folgendes: Fürst Wladimir von Kiew war auf der Suche nach der rechten Religion für sein Volk. Nacheinander kamen Vertreter des Islam und des Judentums aus Bulgarien zu ihm. Auch Abgesandte des Papstes aus Deutschland wurden ihm vorgestellt. Sie alle boten dem Fürsten Wladimir ihren Glauben als den rechten und besten an. Der Fürst blieb aber bei all diesen Angeboten unbefriedigt und unentschlossen. Die Entscheidung fiel,...

  • 06.03.25

EIN_BLICK
Fasten der Religionen

In den Monaten März und April fallen heuer bedeutende Fastenzeiten in den abrahamitischen Religionen zusammen. In den Monaten von Februar bis April 2025 fallen heuer bedeutende Fastenzeiten in den großen Weltreligionen Christentum, Islam und Judentum zusammen: die 40-tägige Fastenzeit der Christinnen und Christen (5. März bis 19. April für das westliche Christentum; 3. März bis 19. April für die orthodoxen Kirchen), Ramadan (1. bis 30. März), Pessach (12. bis 20. April) sowie der Bußtag Ta‘anit...

  • 06.03.25

Fastenzeit
Eine geschenkte Zeit

Ein großes Fest feiert man nicht eben nebenbei und ohne Vorbereitung. So geht es Christinnen und Christen auch vor Ostern: Die 40-tägige Fastenzeit lädt ein, sich Zeit für Gott und für die Nächsten zu nehmen. Gut Ding braucht Weile, heißt es. Das Sprichwort macht auf eine zentrale Einsicht aufmerksam: Wenn man etwas ordentlich machen will, dann sollte man sich dazu Zeit lassen. Wer nur schnell vor sich hin hudelt oder alles nur so nebenbei macht, braucht sich nicht zu wundern, wenn er die...

  • 05.03.25

Bischof Alois Schwarz
Fastenhirtenbrief

Liebe Schwestern und Brüder! Jedes Jahr rund um den Frühlingsbeginn beginnt im kirchlichen Jahreskreis die Fastenzeit. Diese Wochen der Entlastung dienen einerseits dazu, den Körper von den überschüssigen Kilos zu befreien und andererseits, die Seele mit einem liebevollen und achtsamen Umgang zu bereichern. Den Einstieg dazu kann das Sakrament der Versöhnung ermöglichen. In der Umgangssprache sagen wir dazu auch Beichte. Bedauerlicherweise verbinden viele ältere Menschen dieses Sakrament mit...

  • 05.03.25

Fastentag Aschermittwoch
Warum Fisch?

Egal ob am Aschermittwoch oder am Karfreitag – egal ob als Heringsschmaus oder gebacken: Weil Fleisch tabu ist, gehört zum Fasten der Fisch. Aber warum eigentlich? Der heilige Bischof Ulrich von Augsburg wird meistens zusammen mit einem Fisch dargestellt. Hintergrund dieses Attributs ist folgende Legende: Ulrich saß an einem Donnerstagabend mit einem befreundeten Bischof zu Tisch. Es gab Gans oder Hammel (hier sind sich die Überlieferungen nicht einig) – jedenfalls Fleisch. Die beiden Prälaten...

  • 26.02.25

Fastenzeit für Kinder
Gewinnspiel: Kain und Abel und viele Gefühle

In der Geschichte von den zwei Brüdern Kain und Abel geht es um viele starke Gefühle. Kain ist Ackerbauer, Abel ist Hirte. Beide glauben an Gott und bringen Gott Opfer dar. Eines Tages sieht Gott das Opfer des Abel, das des Kain aber nicht. Da wird Kain eifersüchtig: „Liebt Gott den Abel mehr als mich?“ Die Wut und der Neid werden so stark, dass Kain seinen Bruder tötet. Eine brutale Geschichte! Sie zeigt, wie Menschen in Streit geraten. Wie viel besser wäre es gewesen, zusammenzuarbeiten,...

  • 19.02.25
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Neuanfang im Heiligen Land

Kardinal Pizzaballa mahnt zum Wiederaufbau des Zusammenlebens. Das katholische Oberhaupt von Jerusalem betont dabei die Rolle der religiösen Führer im Konflikt des Nahen Ostens. Kardinal Pierbattista Pizzaballa, der Lateinische Patriarch – das entspricht etwa einem besonderen Erzbischof – von Jerusalem, hielt kürzlich einen Vortrag an der Theologischen Fakultät der Universität Wien, in dem er sich mit den dringenden Fragen des interreligiösen Zusammenlebens im Heiligen Land nach dem...

  • 13.02.25

Freude und Lachen in der Bibel
Freut euch!

Die Freude ist Teil der christlichen Botschaft – das Evangelium selbst ist „Frohe Botschaft“. Doch wie steht es um den Humor? Darf man als Christ lustig sein? Als Nietzsche sagte, das Christentum wäre glaubhafter, wenn die Christen erlöster aussähen, hatte er wahrscheinlich jenes Bild von grießgrämigen und sauertöpfischen Kirchgängern im Sinn, das auch uns möglicherweise nicht gänzlich unbekannt sein mag. Die Ernsthaftigkeit des Glaubens, seiner Botschaft und seinem Anspruch an die Welt und das...

  • 13.02.25

Menschen, die Hoffnung haben

„Pilger der Hoffnung“, so lautet das Motto des ordentlichen Heiligen Jahres, das im Dezember mit der Öffnung der Heiligen Pforte im Petersdom in Rom begonnen hat und am 26. Jänner 2026 enden wird. Der Grund für unsere christliche Hoffnung ist Jesus Christus – Gott, der Sohn. Ihn gilt es, wie Papst Franziskus in der Ankündigungsbulle „Spes non confundit“ (= Die Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen) zu diesem „Jubeljahr“ schreibt, „immer und überall und allen als unsere Hoffnung zu verkünden“....

  • 13.02.25
Premium

Gary Chapman im Gespräch mit Carina Müller
Die Sprache des anderen sprechen lernen

Der amerikanische Pastor, Paar- und Beziehungsberater sowie Bestseller-Autor Gary Chapman über „Die 5 Sprachen der Liebe“, Liebe als Entscheidung und wie Paare es schaffen können, eine liebevolle und lang anhaltende Partnerschaft aufzubauen. Herr Chapman, wie sind die „5 Sprachen der Liebe“ entstanden? Chapman: Ich habe erkannt, dass das, was dem einen das Gefühl gibt, geliebt zu werden, für den anderen nicht unbedingt dasselbe bedeutet. In meinen Beratungen hörte ich oft Geschichten, in denen...

  • 12.02.25

Hospizbegleiterin Annemarie Heindl
Übergang in eine andere Welt

Annemarie Heindl aus Landeck ist ehrenamtliche Hospizbegleiterin. Im Interview mit Lea Jehle erzählt sie von den Erfahrungen in ihrem Dienst. Was gab den Anstoß, ehrenamtliche Hospizbegleiterin zu werden? Annemarie Heindl: Als Lehrerin einer Mittelschule durfte ich mit Schülern, die nicht bei der Wienwoche mitfahren durften, wunderschöne Erfahrungen machen. In dieser Zeit hatte ich mehrere Stunden zu vertreten. In einem Lesebuch wählten die Schüler überraschenderweise das Thema „Leben –...

  • 12.02.25

Serie 800 Jahre Thomas von Aquin, Teil 3
Der Meister aller

Am 28. Jänner feierte einer der größten Theologen der Kirche, Thomas von Aquin, seinen 800. Geburtstag. Ihm widmet „Kirche bunt“ die Serie „Doctor Angelicus“. Wenn, wahre Lieb’ entzündend, dir der Glanz der Gnade lacht, der sich durch Liebe mehret ...“ So beginnen die Worte, die der italienische Dichterfürst Dante Alighieri Thomas von Aquin in den Mund legt, als dieser ihm im Paradies der Göttlichen Komödie erscheint. In fiktiver Rede bringt Dante zum Ausdruck, was sich im ersten und zweiten...

  • 06.02.25
Deckenfresko in Mödingen, Bayern: Thomas umgeben von den Kirchenvätern Ambrosius, Augustinus, Hieronymus und Papst Gregor  | Foto: commons.wikimedia
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800 Jahre Thomas von Aquin, Teil 2
Gott, der Ursprung aller Gaben

Am 28. Jänner 2025 feierte einer der größten Theologen der Kirche, Thomas von Aquin, seinen 800. Geburtstag. Ihm widmet „Kirche bunt“ die Serie „Doctor Angelicus“. er wahrscheinlich 1225 im Schloss Roccasecca in Latium im heutigen Italien geborene Thomas von Aquin wurde schon in jungen Jahren als Oblate dem Benediktinerkonvent von Monte Cassino zur Erziehung anvertraut. Er nahm anschließend das Studium der freien Künste in Neapel auf. Dort trat er in den Dominikanerorden ein. Später wurde der...

  • 29.01.25
"Kleine Zeitung"-Chefredakteur Patterer im Interview mit Paralympics-Sportler Thomas Geierspichler. | Foto: Neumayr
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Paralympics-Sportler Thomas Geierspichler
„Ich strebe nach Heilung“

Vor 30 Jahren wurde er unverschuldet aus seinem unbeschwerten Leben gerissen. Paralympics-Sportler Thomas Geierspichler über die Kraft der Hoffnung, seinen Glauben und das Streben nach Heilung. Interview: Hubert Patterer Wir reden über die Hoffnung, die vielleicht wichtigste geistige Ressource in diesen Zeiten. Wie geht das, hoffen? Kann man das lernen, trainieren? Hoffnung trainieren, das ist nicht mein Ding. Das klingt mir zu sehr nach Mentaltrai­ ner. Der bin ich nicht. Sie halten seit...

  • 28.01.25
Ökumenische Gottesdienst in St.Pölten | Foto: Wolfgang Zarl
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Christus im Mittelpunkt
Ökumene: Das uralte Glaubensbekenntnis verbindet die christlichen Kirchen

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Pöltner Landhauskapelle feierten Christinnen und Christen aus mehreren Konfessionen die Gebetswoche für die Einheit der Christen. Es ist ein besonderes Jahr für die Ökumene, denn vor 1.700 Jahren fand das Konzil von Nicäa statt, das Epochales geschaffen hat: Es fand Worte für die göttliche Natur Christi und für die Beziehung von Gott-Vater und Gott-Sohn, die bis heute in den allermeisten Kirchen Konsens sind: Im nicänischen Glaubensbekenntnis wird...

  • 22.01.25
P. Mykhailo Stanchyshyn ist Jesuit, Exerzitienleiter und Hilfskoordinator.
 | Foto: Rafael Fiechter-Alber
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Jesuitenpater über den Glauben in der Ukraine
Not lehrt beten

Die Menschen sind nicht müde.“ Mit diesen Worten beschreibt Jesuitenpater Mykhailo Stanchyshyn die Lage in der Ukraine. Trotz des unvorstellbaren Leids, der täglichen Herausforderungen und des Verlustes unzähliger Leben zeige sich die Bevölkerung entschlossen, meint er. Eine junge Frau, die ihren Mann im Krieg verloren hat, sagte ihm, dass sie nur ihrer Kinder wegen den Lebenswillen nicht verloren habe. „Die Menschen sind bereit, weiter zu leiden, sich abzumühen und zu kämpfen,“ erzählt der...

  • 14.01.25

WAS GLAUBEN SIE EIGENTLICH

Wieso glauben wir, dass es Gott gibt? Ich wäre gerne als Mäuschen dabei gewesen, als jemand zum ersten Mal auf der Welt so etwas wie religiöse Gefühle hatte. War es ein Individuum unserer Spezies Homo sapiens oder bereits einer früheren Menschenart? Hat es an eine überirdische Wirklichkeit gedacht, als ihm zum ersten Mal die Schönheit eines Sonnenuntergangs bewusst geworden ist? Oder als es sich vom Schrecken erholt hat, um Haaresbreite der gefährlichen Attacke eines Beutegreifers entkommen zu...

  • 09.01.25

PASTORALTAGUNG

Im Fokus der Österreichischen Pastoraltagung steht im Jänner die Rolle der Kirche in Zeiten einer erodierenden Demokratie. „Auftrag Zukunft. Christ:in sein für eine demokratische Gesellschaft“ – unter diesem Titel widmet sich die Tagung 2025 der Frage, wie die Kirche in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft zu einem guten Miteinander beitragen kann. „Nach den diversen Wahlen in Österreich und weltweit wird viel über Polarisierung, gesellschaftliche Werte sowie Demokratieförderung...

  • 09.01.25

Kirche kann ein Ort der Übung von Demokratie sein

Die Krisen in der Welt verschärfen den Vertrauensverlust in die Demokratie. Die Theologin und Religionssoziologin Regina Polak geht bei der Österreichischen Pastoraltagung der Frage nach, welche Art von Religion die Demokratie fördert. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Energiekrise, die darauffolgte, das Schrumpfen des Wirtschaftswachstums, ein zunehmend herausfordernder wirtschaftlicher Wettbewerb, eine stets komplexer werdende Arbeitswelt, die steigenden Lebenserhaltungskosten,...

  • 09.01.25

EVANGELIUM DER HEILIGEN NACHT

Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind...

  • 20.12.24

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