Burgenland | martinus - Glaube

Beiträge zur Rubrik Glaube

Glaube
Riskierte Sakramente

Sakramente sind ein Risiko! Sie sind keine Beilage, keine Belohnung für die Braven und Frommen, sie sind kein Wundermittel und keine Medikamente aus der Kirchenapotheke, sie brauchen keine Rezepte, keine Kontrolleure und keine Reifeprüfung. Sakramente dürfen nicht dem Leben entfremdet und zerredet werden, auch nicht von jenen, die sich im Auftrag der Priester und Spender um die Sakramente kümmern und dabei oft überfordert sind. Die Sakramente sind keine Gefühlssache, keine Behübschung, keine...

  • 21.05.26
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EIN_BLICK
Unerhört ungehört

Die Bibel erzählt viele Geschichten von Männern. Die wenigen Geschichten über Frauen wurden eher weggelassen und gekürzt, als man nach dem Zweiten Vatikanum Schriftlesungen für den Gottesdienst auswählte, fand Annette Jantzen heraus. Sie haben erforscht, dass in den Bibeltexten, die in katholischen Gottesdiensten gelesen werden, weniger Frauen vorkommen als in der Bibel. Viele Stellen wurden gestrichen oder gekürzt. Stand da Absicht dahinter oder gab es bei der Auswahl in den 1960er-Jahren kein...

  • 21.05.26

IM_LAND
Mirjams Schatz

Iris Klemenschitz schlüpft bei diesjährigen Passionsspielen in St. Margarethen von 23. Mai bis 12. Juli in die Titelrolle der Mirjam. Weshalb sie gerne auf der Bühne steht und wie sie sich darauf vorbereitet, erzählt sie in einem Gespräch, das CHRISTOPHER ERBEN aufgezeichnet hat. „Ich war beim Casting und wollte eigentlich die Maria spielen“, erinnert sich Iris Klemenschitz. „Der Regisseur und auch der Autor der neuen Inszenierung sahen mich jedoch in der Rolle der Mirjam. So bin ich zu der...

  • 13.05.26
Eine Frau der aus Indien stammenden syro-malabarischen Gemeinde in Wien bringt bei einem Gottesdienst im Stephansdom die Gaben zum Altar.  | Foto: Schönlaub/EDW
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EIN_BLICK
Ist ein Dirndl christlicher als ein Sari?

Wie Kultur und Religion zueinander stehen, ist schwer abzugrenzen. Zum Christentum gehört, dass es nicht auf eine bestimmte Kultur beschränkt ist. Auch nicht auf das Abendland. Ob Putin, Trump, Orbán oder Kickl – die Liste ließe sich beliebig verlängern – Politiker versuchen, Religion als verbindende Idee für ihre Wählerinnen und Wähler zu benützen. Welche Religion, ist dabei nebensächlich. Sie wird zurechtgezimmert, wie es gerade passt. Als US-Kriegsminister Pete Hegseth bei einem Gottesdienst...

  • 06.05.26

ÜBER_BLICK
Religiöse Feiertage haben gesamtgesellschaftlichen Wert

Expertinnen und Experten diskutierten bei einer Tagung in Wien über die Bedeutung religiöser Feiertage in Österreich. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Rolle diese Tage heute für Gesellschaft und Identität spielen. Dabei ging es auch um Themen wie Gleichbehandlung und die religiöse Vielfalt im Land. ERLEBBARE GEMEINSCHAFT Katharina Renner, Vizepräsidentin der Katholischen Aktion, sagte: „Wir brauchen diese Anlässe und müssen sie uns bewahren, weil solche Feiertage Gemeinschaft erlebbar...

  • 29.04.26
Primizkelch von Maximilian Aichern, kürzlich verstorbener Altbischof von Linz, vormaliger Abt von St. Lambrecht. | Foto: Franz Josef Rupprecht
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WERT_VOLL
Glaubenszeugnisse aus Gold danken für Gebets-Erhörungen

Die beiden Schatzkammern der Basilika Mariazell liegen im Obergeschoss über den Sakristeien. Sie sind durch den etwa 160 Meter langen Emporengang verbunden und gelten als „Tresore des Glaubens“ und des Vertrauens. Es geht in diesen schön gestalteten Räumen nicht in erster Linie um weltliche Schätze aus Gold und Silber oder um wertvolle Werke namhafter Künstler, sondern es geht um Glaubenszeugnisse und Dankesgaben für verschiedene Gebetserhörungen. Natürlich finden sich auch materiell wertvolle...

  • 29.04.26

GEIST_REICH
Ostern leben

Ostern dauert nicht nur zwei Tage bis Ostermontag, die Osterzeit dauert 50 Tage bis zum Pfingstfest. Die ganze Osterwoche feiert die Kirche als einen einzigen großen Festtag. Es verwundert, dass die Karwoche und die Osterwoche immer noch verwechselt werden, nicht nur in den Rund-funk- und Fernsehsendern, auch im Gespräch untereinander, vielleicht Richtung Emmaus. Warum feiern die Christen wochenlang Ostern? Nicht, weil sie so schwer begreifen, sondern weil die österliche Wirklichkeit alles...

  • 23.04.26
Friedensgruß in der griech.-orth. Kirche zum hl. Georg.
Griechisch-orientalische Metropolis von Austria
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IM_LAND
Zsifkovics setzt als neuer österreichischer Ökumene-Bischof Akzente

Bei der Frühlingstagung der Österreichischen Bischofskonferenz wurde dem Diözesanbischof von Eisenstadt die Verantwortung für den Bereich Ökumene übertragen. Mit einem Besuch der griechisch-orthodoxen Osterfeierlichkeiten in Wien sowie mit der Teilnahme an einer Ehrung für den ehemaligen Superintendenten des Burgenlandes, Manfred Koch, drückte Bischof Ägidius J. Zsifkovics seine Nähe zu den Geschwisterkirchen aus. In einer Zeit wachsender religiöser Distanz setzen die christlichen Kirchen in...

  • 23.04.26

ÜBER_BLICK
„Dies ist die Nacht“

Die Feier einer Nacht am Vormittag, Lesungen nur auf Latein, unverständliche Symbole: All dies machte eine Reform der Osternacht im 20. Jahrhundert nötig – schon mehr als zehn Jahre vor Beginn des II. Vatikanischen Konzils. „Dies ist die Nacht“: Wer heute eine katholische Osternacht besucht, hört diesen Satz im Osterlob („Exsultet“) mehrfach. Seit rund 75 Jahren stimmt das auch wieder. Denn die Feier findet heute in der Nacht zum Ostersonntag statt. Das war lange Zeit anders. Erst Papst Pius...

  • 02.04.26

OSTER_HIRTENBRIEF
Liebe Diözesanfamilie, Schwestern und Brüder im Herrn!

„DER HERR GEBE DIR FRIEDEN!“ Mit diesem Gruß zog der heilige Franz von Assisi durch die Lande. Diesen Gruß hat er später seinen Brüdern aufgetragen, wie der Herr ihn dazu berufen hat. Der franziskanische Gruß erinnert uns in diesem Jahr an den 800. Todestag des Heiligen von Assisi. Papst Leo meint in einem Schreiben an die Weltkirche anlässlich des Jubiläums, dass dieser Gruß mehr als eine Floskel sei, er ist ein tägliches und lebendiges Zeugnis der christlichen Botschaft . Besonders in einer...

  • 02.04.26
Gekreuzigter mit Rosshaarperücke, Maria Weinberg.  | Foto: kathbild.at / Franz Josef Rupprecht
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EIN_BLICK
Das Kreuz und seine Botschaft

Erwiderung und Klärung von Jozef Niewiadomski in einer zentralen Frage christlichen Glaubens Mit der Holzhammermethode bearbeitete Peter Trummer in der Ausgabe des Martinus_ vom 19. März die zentralen Geheimnisse des christlichen Glaubens. Und verstörte dadurch viele Gläubige. Auch mir stockte bei der Lektüre des Beitrags „Jesus starb für sein gütiges Gottesbild“ öfters der Atem. Die hin und wieder verletzenden, bei einigen Details gar unrichtigen Aussagen sollen nicht unwidersprochen bleiben....

  • 26.03.26

IM_LAND
Schritte zur Wirklichkeit und Ostern

Können Christen ohne Ostern an Gott glauben? Kann man Christ sein, wenn die Auferstehung Christi weitgehend glaubensfremd und das Kreuz des Erlösers zu einem kulturkämpferischen Vehikel geworden ist? Und was dann, wenn Ostern zum Wiederaufleben der Natur und Christsein zu ökosozialem Tun reduziert werden? Was, wenn Ostern nur Tradition ist mit Palmbuschen, bunten Eiern, die es Wochen vor der Fastenzeit in den Märkten gibt, Hasen aus Schokolade und Plüsch und anderes mehr? Wenn es um den Gaumen...

  • 19.03.26
Jesus hat am Ende seines 33-jährigen Lebens Furchtbares erlitten. Der Katechismus lehrt, dass Jesus sich selbst hingegeben hat, um die Menschen mit Gott zu versöhnen. Der Neutestamentler Peter Trummer hinterfragt das dahinterstehende Gottesbild. | Foto: Adam Ján Figeľ/Adobe Stock. Kreuztragender Jesus, Nikolaikirche, Lissabon.
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EIN_BLICK
Jesus starb für sein gütiges Gottesbild

Die Kreuzestheologie beinhaltet teilweise ein vergiftetes Gottesverständnis. Darauf macht der Neutestamentler Peter Trummer aufmerksam. Und zeigt, dass es auch anders gehen könnte. Herr Professor Trummer, Sie nennen es eine Gotteslästerung, die Hinrichtung Jesu am Kreuz als Opfer zu bezeichnen, das Menschen von der Sünde befreit hat. Was meinen Sie damit? Peter Trummer: Die Opferinterpretation, die sagt, wir könnten Gott durch eine Gewalttat besänftigen, ist ein völliges Missverständnis. Sie...

  • 19.03.26

Einblick
Im Dialog klärt sich der eigene Glaube

Um die Verbindung zwischen Christentum und Judentum bewusster zu machen, hat der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich im Jahr 2000 den 17. Jänner als „Tag des Judentums“ eingeführt. Es ist der Auftakt zur „Gebetswoche für die Einheit der Christen“ (18. bis 25. Jänner). An vielen Orten in Österreich gibt es Veranstaltungen und Gottesdienste zum Tag des Judentums. Seit 2019 sind die Schwerpunkte aufgeteilt in einen „Tag des Lernens“ am 12. Jänner, einen „Tag des Gedenkens“ am 15. Jänner und...

  • 15.01.26

WEIHNACHTS_EVANGELIUM
EVANGELIUM DER HEILIGEN NACHT

Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind...

  • 18.12.25
Diplomat, Theologe und Priester Michael Weninger.  | Foto: Franz Josef Rupprecht
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Dialog zwischen Kirche und Freimaurerei aufgeschlüsselt

„Die früheren kirchlichen Verurteilungen der Freimaurerei treffen nicht mehr zu bzw. sind angesichts des geteilten Glaubens gegenstandslos.“ Der Priester und früherer Botschafter der Republik Österreich Weninger veröffentlichte einen weiteren Band seiner Trilogie über das Verhältnis von katholischer Kirche und Freimaurerei. Kardinal König war eine Zentralfigur der Annäherung. Ein neues Buch zeichnet das wechselvolle Verhältnis zwischen katholischer Kirche und Freimaurerei seit dem Zweiten...

  • 11.12.25

GLAUBENS_GUT
Gottesgebärerin und Magd

Der 8. Dezember, „Mariä Empfängnis“, genauer: „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“ hat mit der Geburt Mariens neun Monate später am 8. September zu tun, nicht mit der Geburt Jesu zu Weihnachten und nichts mit der theologischen Aussage über die Jungfrauenschaft Mariens. Das große Marienfest mitten im Advent besagt: Maria ist die von allem Anfang an Begnadete, seit Beginn ihrer leiblichen Existenz ist sie ohne Sünde. „Voll der Gnade“, wie keine andere Frau und...

  • 04.12.25

LEBENS_WEISE
Der Trauer wie auch der Freude Raum geben

Rund um Advent und Weihnachten vermissen wir liebe Verstorbene oft umso intensiver, da sie im Kreise der Familie einfach fehlen. Wie man mit der Trauer in dieser Zeit umgehen kann und warum zu feiern trotzdem in Ordnung ist, wissen die Bestatter Julia und Martin Dobretsberger. Wenn ein Mensch stirbt, hinterlässt er eine gewisse Leere im Leben derer, die zurückbleiben. „Das wird uns umso bewusster, je fokussierter wir wieder auf die Familie sind, so wie es bei den Feierlichkeiten rund um...

  • 01.12.25

WERT_VOLL
Jesus wurde zum Bruder aller Menschen geboren

Cicero, altrömischer Gelehrter und Staatsmann, kam etwa 100 Jahre vor Jesus Christus im heutigen Arpino, etwas östlich von Rom, zur Welt. Der Philosoph wurde zum höchsten Politiker, also zum Konsul, erwählt. Seine legendären Reden und Schriften geben bis heute viel her. „Nichts ist so absurd, dass es nicht schon von einem Philosophen behauptet worden ist.“ Dieser Satz wird auf Cicero zurückgeführt und er scheint sich stets zu bewahrheiten. „Fake news“, also „gefälschte Nachrichten“ benebeln in...

  • 29.11.25

IM_LAND
„Es geht ums Glaubenszeugnis“

Zuseher:innen für das Evangelium zu begeistern und die Botschaft Jesu zu überbringen – das möchte Richard Geier, Leiter des Passionsspiels in St. Margarethen, die 2026 auf 100 Jahre ihres Bestehens zurückblicken. Aufgezeichnet hat das Gespräch mit ihm CHRISTOPHER ERBEN „Nein, nie hätte ich es mir vorstellen können, einmal Spielleiter der Passionsspiele zu werden“, sagt Richard Geier. „Mein Interesse für Theater und Literatur war aber schon immer da.“ Für den Pfarrer von St. Margarethen nahm...

  • 13.11.25
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Martin und der entlarvte Teufel

Eine Legende vom heiligen Martin zum Weiterschreiben Der heilige Martin mit dem Mantel auf dem Pferd und der Bettler von Amiens, der Heilige und die geschmorten Gänse, der Martiniwein und das Martiniloben, das Martinskipferl und der Laternenumzug der Kinder, das alles gehört zu seinem Fest, aber es ist bei weitem nicht alles. Vieles erinnert an den großen Heiligen der frühen Kirche, die Erzählungen und Legenden von und über ihn, sein Beruf als Soldat, seine Taufe, sein Mönchsein, sein...

  • 23.10.25

GEIST_REICH
Begegnung mit dem Tod

Nachdenkliches zu Allerseelen und Allerheiligen Wer behauptet: „Der Tod lässt mich kalt“ und das Sterben als nebensächlichste Nebensache abtut, ist nicht ehrlich. In diesem Zusammenhang können sogar Religionen und der Glaube zu einer lebensfremden, frömmelnden Ideologie werden. Sie reden gerne von „Wiedersehensfeier“, von „Abschied auf Zeit“, von „christlicher Verabschiedung“, vom „Gehen in den nächsten Raum“. Viele verdrängen den Tod, sie überspielen ihn und tun so, als würde der Tod mit dem...

  • 23.10.25

EIN_BLICK
Armut als Stachel im Fleisch

Markus Schlagnitweit, warum hat sich Papst Leo für eine sogenannte Exhortation entschieden und nicht für eine Enzyklika? Markus Schlagnitweit: Eine Exhortation richtet sich primär nach innen, an die Kirchenmitglieder. Sozialenzykliken wenden sich als Einladung zum Dialog an die ganze Welt. Papst Leo erinnert also die katholischen Christ:innen, dass die Armen das Zentrum der Kirche sein sollen. Das entspricht jedenfalls in Österreich nicht der Realität. Kirchenmitglieder kommen meist aus dem...

  • 21.10.25

EIN_BLICK
Die Eskalation wird bewusst vorangetrieben

Die Themen in Politik und Kirche sind komplex, nicht nur schwarz oder weiß, sagt die Innsbrucker Theologieprofessorin Michaela Quast-Neulinger. Doch das sehen nicht alle so. Das Verhältnis zwischen Religion und Staat wird in den USA gerade neu definiert. Wie bewertet die Theologie dieses Verhältnis? Michaela Quast-Neulinger: In Europa haben die Länder sehr unterschiedliche Erfahrungen damit gemacht. Auf der einen Seite Staatskirchen über Jahrhunderte (auch in Österreich waren Thron und Altar...

  • 25.09.25

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