Burgenland | martinus - Glaube

Beiträge zur Rubrik Glaube

WAS GLAUBEN SIE EIGENTLICH
Tiere oder Menschen? Wen sollen wir mehr lieben?

Die Geschichte des Abendlandes ist seit der griechischen Antike davon geprägt, dass zwischen den menschlichen und den nichtmenschlichen Lebewesen ein tiefer Graben gezogen wurde. Der Mensch war das vernunftmäßige Wesen, alle anderen Lebewesen wurden als vernunftlos angesehen. Das Christentum hat diesen Graben nicht überwunden, sondern verstärkt, weil man den Tieren keine unsterbliche Seele zuerkannt hat, sprich: Sie können nicht in den Himmel kommen und sind vom Heilsgeheimnis Christi...

  • 11.09.25
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Den Juden Jesus verstehen

Katholische Liturgie und Verkündigung schöpfen auch aus jüdischen Quellen. Mehr Sensibilität dafür verspricht ein Liturgie-Symposion Ende September in Salzburg. Warum das Alte Testament nicht veraltet ist, in welchen liturgischen Texten antijüdische Spuren liegen und was man dagegen tun kann – das und mehr vermittelt das 47. Symposion der Liturgischen Kommission für Österreich am 29. und 30. September. Wenn in der Osternacht das Lob der Osterkerze verklungen ist, löschen die Gläubigen ihre...

  • 01.09.25

WERT_VOLL
Schrittmacher für das Herz

Gedanken zur Wallfahrt und zum Pilgern. Wallfahren und Pilgern haben viel mit dem eigenen Leben und viel mit Gott zu tun, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit einem anderen Vehikel. Auch jene, die den Strapazen eines anstrengenden Weges nicht mehr gewachsen sind, können Pilger und Wallfahrer werden. Der Weg kann vom Gebet begleitet werden und das Ziel wird zur Begegnung mit Gott in der Feier der Eucharistie und im Hören auf das Wort Gottes. Pilgerwege sind immer anstrengend. Sie sind viel mehr...

  • 21.08.25

Maria Himmelfahrt
„Großer Frauentag“ im ganzen Land

Festliche Gottesdienste und Wallfahrten prägen das Hochfest „Mariä Aufnahme in den Himmel“, den „Großen Frauentag“ am bzw. um den 15. August in den Marienwallfahrtsorten des Burgenlandes. Eine Terminübersicht: Bad Sauerbrunn. 17 Uhr Messfeier mit Kräutersegnung im Kurpark; anschließend Pfarrfest Deutschkreutz. 10 Uhr hl. Messe mit Blumen- und Kräutersegnung Dürnbach. 14. August: 18:30 Uhr Fatimafeier mit Mag. Christian Leitner und der Gruppe Skupćina 15. August: 8:45 Uhr deutsches Hochamt mit...

  • 07.08.25

Stephansdom
Maria Namen-Feier des RSK

Wien. Der Stephansdom heißt wieder die Beterinnen und Beter zur Maria Namen-Feier willkommen. Am Samstag, den 13. September, wird Kardinal Pierbattista Pizzaballa die Messe leiten und predigen. Er ist der „Lateinische Patriarch von Jerusalem“, also er leitet als solcher die katholische Kirche im Heiligen Land und ist Oberhirte einer leidgeprüften Christenheit. Am Sonntag, 14. September wird Erzbischof Franz Lackner (Vorsitzender der Österr. Bischofskonferenz) dem Gottesdienst vorstehen. Beginn...

  • 07.08.25

GEIST_REICH
Überlegungen zu einem Priesterjubiläum

In den ältesten Ordnungen für die Feier eines Priesterjubiläums wird der Jubilar gefragt, was er sich wünscht, was sein Begehren ist. Und der Jubilar antwortet dann darauf: Ich bitte aus ganzem Herzen um das Erbarmen Gottes und die Gnade des Jubeljahres. Nicht der stolze Blick auf das, was der Jubilar alles erreicht und geschaffn hat: • wie viele Kinder er getaufthat, wie viele Trauungen er gehalten und wie viele Menschen er bestattet hat; • wie viele Messen er gefeiert und wie viele Predigten...

  • 18.06.25

GEIST_REICH
Im Audienzsaal des Himmels

Unsere Barock- und Rokokokirchen sind als himmlische Audienzsäle konzipiert. Der Unterschied zu den herrschaftlichen Festsälen ist, dass diese für die „normalen Menschen“ nicht zugänglich waren, die Kirchen aber sehr wohl. Die Gläubigen sollten nicht nur belehrt, sondern im Innersten ergriffen und bewegt werden, wie es Jakob nach der Erscheinung Gottes im Traum sagte: „Wie Ehrfurcht gebietend ist doch dieser Ort! Er ist nichts anderes als das Haus Gottes und das Tor des Himmels.“ (Genesis...

  • 12.06.25

GEIST_REICH
Jesus umarmt beide

Jos Pirkner schuf für das Krankenhaus Laas (Kärnten) ein aussagestarkes Altarbild. Es zeigt Jesus am Kreuz gemeinsam mit den beiden Schächern. Jesus umarmt sie. Die Botschaft ist nicht nur im Krankenhaus heilsam und befreiend: Jesus lässt niemanden im Stich. Er bildet auch mit mir eine Schicksalsgemeinschaft und macht daraus eine Hoffnungsgemeinschaft. KRANKENHAUSKAPELLE LAAS Ein Patient meinte, als er das Kreuzigungsbild sah: „Erst beim zweiten Besuch ist mir die Besonderheit aufgefallen....

  • 05.06.25
Gottes Heiliger Geist weht, wo er will und lässt kirchliche Gemeinden wachsen. 
 | Foto: Erzdiözese Salzburg (eds)/Hiva Naghshi
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GEIST_REICH
Geist, der aufbaut und vernetzt

Brauche ich für meinen Glauben die Kirche? Ich habe ja meinen persönlichen Glauben – wozu brauche ich da die Institution „Kirche“? Solche Sätze haben wir alle schon gehört, und manchmal fragen wir uns selbst, ob die „Institution Kirche“ wirklich nötig ist oder ob wir nicht auch ohne sie ganz gut religiös oder spirituell leben können. Zum einen ist dazu ganz einfach zu sagen: An einer Institution, die 2000 Jahre Tradition für sich in Anspruch nimmt, wird sich immer etwas Kritikwürdiges finden...

  • 05.06.25

IM_LAND
Glauben – wie geht das?

Unsere Kirchen werden immer leerer und nicht wenige unserer Zeitgenossen leben nach dem Motto „Ich glaube nichts, mir fehlt auch nichts!“ Viele, die getauft und gefirmt sind, kennen unseren christlichen Glauben kaum und praktizieren ihn auch nicht oder picken sich nur das aus unserem Glauben heraus, was sie noch irgendwie als vertretbar ansehen. Im Hinblick auf diese Situation möchte ich nun in einigen Punkten aufzeigen, was glauben für uns Christen bedeutet bzw. wie glauben geht. GLAUBEN...

  • 28.05.25

GEIST_REICH
Ihr Name ist Maria, sie ist das „Vorwort Gottes“

Gedanken im Marienmonat Mai Österreich ist ein Marienland, geprägt von einer großen, geerdeten und echten Marienverehrung. Marienkirchen sind mehr als andere tief in den Herzen der Menschen verwurzelt und von der Landkarte des Glaubens, der Kultur und der Glaubenspraxis nicht wegzudenken: Mariazell mit zahlreichen anderen großen und kleinen Marienkirchen für Österreich; Frauenkirchen, Loretto, Güssing, Eisen-stadt-Oberberg, Maria-Weinberg, große und kleinere Wallfahrtskirchen und Kapellen im...

  • 22.05.25

ÖKUMENISCHES_HIRTENWORT
Ostern 2025 „Gemeinsam glauben“

Das Osterfest 2025 ist für alle Christen heuer ein besonderes: Wir feiern Ostern zum gleichen Termin, 1700 Jahre nach dem ersten Ökumenischen Konzil von Nicäa im Jahr 325. Auf diesem Konzil wurden der gemeinsame Ostertermin gefordert und das große Glaubensbekenntnis formuliert. Der Glaube an den dreifaltigen Gott verbindet uns Christen. Dieses Bekenntnis ist das Fundament unseres Glaubens, auch unseres ökumenischen Weges mit dem Ziel der vollen Einheit. Für die katholischen Christen ist dieses...

  • 17.04.25
Die Gebetstreffen von Taizé sind voller Wärme und Stimmung.
 | Foto: kathbild.at / Franz Josef Rupprecht
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IM_LAND
Hoffnung in Zeiten der Not: Eine Ermutigung zum Glauben

Der Prior der Gemeinschaft von Taizé, Frère Matthew, hat sich in einem Brief an Bischof Ägidius gewandt. Er berichtet darin vom zuletzt in der lettischen Hauptstadt Riga abgehaltenen Europäischen Taizé-Treffen. Und er lädt zum Jahreswechsel 2025 /26 alle Interessierten zu einem neuen Treffen ein, dieses Mal in die französische Hauptstadt Paris. Dem Schreiben von Frère Matthew liegt ein umfangreicher „Brief für das Jahr 2025“ bei. Die Kirchenzeitung MARTINUS fasst diesen Text in der Folge...

  • 10.04.25
„Franziskus-Kreuz“: Markus Tiwald (Herkunft: Großpeter sdorf) verweist auf die Romanik, die den erhöhten, nicht den leidenden Jesus der Gotik zeigt.  | Foto: Stefan Kronthaler
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Glaube
Warum Jesus am Kreuz sterben „musste“

Der Wiener Neutestamentler Markus Tiwald über den Kreuzestod in der Antike als die allerschändlichste Form der Hinrichtung. Und wie Jesus selbst seinen Tod verstanden hat. Ein Interview von STEFAN KRONTHALER In seiner Berufsbeschreibung sind drei „P“ enthalten. „Das ist der Professor für neutestamentliche Bibelwissenschaft, das ist der katholische Priester und das ist der Psychotherapeut in der Existenzanalyse und Logotherapie in der Nachfolge von Viktor Frankl“, sagt der Wiener Neutestamentler...

  • 10.04.25

GEIST_REICH
Schön und würdig Gottesdienst feiern

Eine alte Legende über den Ursprung des Christentums in Russland erzählt folgendes: Fürst Wladimir von Kiew war auf der Suche nach der rechten Religion für sein Volk. Nacheinander kamen Vertreter des Islam und des Judentums aus Bulgarien zu ihm. Auch Abgesandte des Papstes aus Deutschland wurden ihm vorgestellt. Sie alle boten dem Fürsten Wladimir ihren Glauben als den rechten und besten an. Der Fürst blieb aber bei all diesen Angeboten unbefriedigt und unentschlossen. Die Entscheidung fiel,...

  • 06.03.25

EIN_BLICK
Fasten der Religionen

In den Monaten März und April fallen heuer bedeutende Fastenzeiten in den abrahamitischen Religionen zusammen. In den Monaten von Februar bis April 2025 fallen heuer bedeutende Fastenzeiten in den großen Weltreligionen Christentum, Islam und Judentum zusammen: die 40-tägige Fastenzeit der Christinnen und Christen (5. März bis 19. April für das westliche Christentum; 3. März bis 19. April für die orthodoxen Kirchen), Ramadan (1. bis 30. März), Pessach (12. bis 20. April) sowie der Bußtag Ta‘anit...

  • 06.03.25
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Neuanfang im Heiligen Land

Kardinal Pizzaballa mahnt zum Wiederaufbau des Zusammenlebens. Das katholische Oberhaupt von Jerusalem betont dabei die Rolle der religiösen Führer im Konflikt des Nahen Ostens. Kardinal Pierbattista Pizzaballa, der Lateinische Patriarch – das entspricht etwa einem besonderen Erzbischof – von Jerusalem, hielt kürzlich einen Vortrag an der Theologischen Fakultät der Universität Wien, in dem er sich mit den dringenden Fragen des interreligiösen Zusammenlebens im Heiligen Land nach dem...

  • 13.02.25

Menschen, die Hoffnung haben

„Pilger der Hoffnung“, so lautet das Motto des ordentlichen Heiligen Jahres, das im Dezember mit der Öffnung der Heiligen Pforte im Petersdom in Rom begonnen hat und am 26. Jänner 2026 enden wird. Der Grund für unsere christliche Hoffnung ist Jesus Christus – Gott, der Sohn. Ihn gilt es, wie Papst Franziskus in der Ankündigungsbulle „Spes non confundit“ (= Die Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen) zu diesem „Jubeljahr“ schreibt, „immer und überall und allen als unsere Hoffnung zu verkünden“....

  • 13.02.25

WAS GLAUBEN SIE EIGENTLICH

Wieso glauben wir, dass es Gott gibt? Ich wäre gerne als Mäuschen dabei gewesen, als jemand zum ersten Mal auf der Welt so etwas wie religiöse Gefühle hatte. War es ein Individuum unserer Spezies Homo sapiens oder bereits einer früheren Menschenart? Hat es an eine überirdische Wirklichkeit gedacht, als ihm zum ersten Mal die Schönheit eines Sonnenuntergangs bewusst geworden ist? Oder als es sich vom Schrecken erholt hat, um Haaresbreite der gefährlichen Attacke eines Beutegreifers entkommen zu...

  • 09.01.25

PASTORALTAGUNG

Im Fokus der Österreichischen Pastoraltagung steht im Jänner die Rolle der Kirche in Zeiten einer erodierenden Demokratie. „Auftrag Zukunft. Christ:in sein für eine demokratische Gesellschaft“ – unter diesem Titel widmet sich die Tagung 2025 der Frage, wie die Kirche in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft zu einem guten Miteinander beitragen kann. „Nach den diversen Wahlen in Österreich und weltweit wird viel über Polarisierung, gesellschaftliche Werte sowie Demokratieförderung...

  • 09.01.25

Kirche kann ein Ort der Übung von Demokratie sein

Die Krisen in der Welt verschärfen den Vertrauensverlust in die Demokratie. Die Theologin und Religionssoziologin Regina Polak geht bei der Österreichischen Pastoraltagung der Frage nach, welche Art von Religion die Demokratie fördert. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Energiekrise, die darauffolgte, das Schrumpfen des Wirtschaftswachstums, ein zunehmend herausfordernder wirtschaftlicher Wettbewerb, eine stets komplexer werdende Arbeitswelt, die steigenden Lebenserhaltungskosten,...

  • 09.01.25

EVANGELIUM DER HEILIGEN NACHT

Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind...

  • 20.12.24

VOLL VERTRAUEN
Meine Hoffnung und meine Freude

„Wer hofft, ist sich selbst immer um ein paar Schritte voraus.“ Dieser bemerkenswerte Satz von Fridolin Stier passt besonders gut zu all jenen Menschen, die mitten in unsicheren, mitunter sogar aussichtslosen Zeiten nicht resigniert und den Mut verloren haben. Unter ihnen ist der Mann aus Nazaret zu finden: Trotz widriger Umstände bleibt er erfüllt von starken Liedern der Hoffnung, gleichsam von Mutterleib an. Er teilt das harte Leben unter römischer Fremdherrschaft sowie unter dem korrupten...

  • 12.12.24
Hans Schelkshorn ist Professor am Institut für interkulturelle Religionsphilosophie und Vorstand des Instituts für Christliche Philosophie der Katholisch-Theologischen Fakultät an der Universität Wien.  | Foto: Universität Wien, der Knopfdruecker
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EIN_BLICK
Das Christentum steckt in der Krise

Wie ist es um die Zukunft des Christentums in Europa bestellt? Dieser Frage geht der Philosoph und Theologe Hans Schelkshorn im Interview nach. Wie schätzen Sie die Zukunftsfähigkeit des Christentums in Europa ein? Wie tief steckt es in der Krise und was sind die Hintergründe dafür? Hans Schelkshorn: In Europa sind wir bereits seit Längerem Zeugen einer dramatischen Erosion der sogenannten Volkskirche. Jede Krise ist allerdings auch eine Chance für eine Erneuerung. Doch die christlichen Kirchen...

  • 07.11.24

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