Aus meiner Sicht - Anna Maria Steiner, Redakteurin
Mensch bleib’n
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Als kleine Schwester eines großen Bruders imponierte mir stets seine Plattensammlung. Darin findet sich auch ein Lied, das ich bis heute mag: „A Mensch möcht’ i bleib’n“ von Wolfgang Ambros. Der heute 73-jährige Austropopper verleiht darin dem Wunsch nach einem menschenwürdigen, humanen Dasein, Ausdruck. Dass ein solches längst nicht alle der weltweit 8,2 Milliarden Menschen leben, ist hinlänglich bekannt. Laut den Vereinten Nationen (UN), sind aktuell mehr als 362 Millionen Menschen weltweit auf Zuwendung durch andere angewiesen.
Wo Menschen zu wenig haben, will die „Humanitäre Hilfe“ Leben retten und Leiden lindern. Beides ist nun ungleich schwieriger geworden. Nachdem die US-Regierung Anfang des Jahres rund 60 Milliarden an Hilfsgeldern für US-amerikanische und UNO-Hilfsorganisationen eingefroren hat, ist für die humanitäre Hilfe fast ein Drittel weniger an Nothilfe- und Entwicklungsgelder da (siehe re. Spalte). Die aktuelle Situation kommentiert Wolfgang Ambros’ vor mehr als 50 Jahren verfasster Liedtext treffend: „A Mensch mecht i bleim /net ois Leich mecht i sterm / wei es is zum Speim, es is zum Kotzen und zum Rean / wauma siacht wos de Leit olles aufführn für des deppate Göd, es is doch gaunz wos aundas des zöt!“
Anna Maria Steiner, Redakteurin
anna.steiner@graz-seckau.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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