Glaube

Beiträge zur Rubrik Glaube

ÜBER_BLICK
„Dies ist die Nacht“

Die Feier einer Nacht am Vormittag, Lesungen nur auf Latein, unverständliche Symbole: All dies machte eine Reform der Osternacht im 20. Jahrhundert nötig – schon mehr als zehn Jahre vor Beginn des II. Vatikanischen Konzils. „Dies ist die Nacht“: Wer heute eine katholische Osternacht besucht, hört diesen Satz im Osterlob („Exsultet“) mehrfach. Seit rund 75 Jahren stimmt das auch wieder. Denn die Feier findet heute in der Nacht zum Ostersonntag statt. Das war lange Zeit anders. Erst Papst Pius...

  • 02.04.26

OSTER_HIRTENBRIEF
Liebe Diözesanfamilie, Schwestern und Brüder im Herrn!

„DER HERR GEBE DIR FRIEDEN!“ Mit diesem Gruß zog der heilige Franz von Assisi durch die Lande. Diesen Gruß hat er später seinen Brüdern aufgetragen, wie der Herr ihn dazu berufen hat. Der franziskanische Gruß erinnert uns in diesem Jahr an den 800. Todestag des Heiligen von Assisi. Papst Leo meint in einem Schreiben an die Weltkirche anlässlich des Jubiläums, dass dieser Gruß mehr als eine Floskel sei, er ist ein tägliches und lebendiges Zeugnis der christlichen Botschaft . Besonders in einer...

  • 02.04.26

Ostern
Die hochheilige Nacht: die Teile der Osternacht erklärt

Welche Teile hat die Osternacht und wofür stehen diese? Eine kurze Erläuterung. Der erste Teil der Osternacht ist dem Licht gewidmet. Vor der Kirche wird das bereits entzündete Osterfeuer gesegnet. Danach wird die Osterkerze in einem bestimmten Ritus bereitet: Mit dem Finger fährt der Priester die auf der Osternacht befindlichen Symbole nach. Kreuz, Jahreszahl, Alpha und Omega. Das Begleitgebet spricht vom Wesen Gottes, das Zeit und Ewigkeit überdauert. Dann drückt der Priester fünf Wachsnägel...

  • 01.04.26
Österlicher Blick durch die Rocca auf Assisi und die Weite der umbrischen Landschaft: Sinnbild für die Auferstehung Jesu – und das Fest des Lebens, auf das wir zugehen.  | Foto: Kuster
3 Bilder

Im Gespräch mit Nikolaus Kuster
Auf das große Fest des Lebens zugehen

Br. Niklaus Kuster gehört zu den bekanntesten Franziskusforschern. Im Interview lädt er ein, die Kar- und Ostertage franziskanisch zu betrachten. Die Karwoche und Ostern stehen bevor. Wie gestalten Sie diese Zeit in Ihrem „Kloster zum Mitleben“? Br. Niklaus Kuster: Unsere Gemeinschaft verbringt diese Zeit wie viele Wochen im Jahr mit Gästen, die sich eine Auszeit gönnen: Frauen und Männer verschiedener Herkunft, Generation und Konfession. Wir gehen mit ihnen achtsam auf Ostern zu. Am Hohen...

  • 01.04.26
Gekreuzigter mit Rosshaarperücke, Maria Weinberg.  | Foto: kathbild.at / Franz Josef Rupprecht
2 Bilder

EIN_BLICK
Das Kreuz und seine Botschaft

Erwiderung und Klärung von Jozef Niewiadomski in einer zentralen Frage christlichen Glaubens Mit der Holzhammermethode bearbeitete Peter Trummer in der Ausgabe des Martinus_ vom 19. März die zentralen Geheimnisse des christlichen Glaubens. Und verstörte dadurch viele Gläubige. Auch mir stockte bei der Lektüre des Beitrags „Jesus starb für sein gütiges Gottesbild“ öfters der Atem. Die hin und wieder verletzenden, bei einigen Details gar unrichtigen Aussagen sollen nicht unwidersprochen bleiben....

  • 26.03.26

Palmsonntag und Heilige Woche
Jesus - der ganz andere Messias

Am Palmsonntag gedenken wir des Einzugs Jesu in Jerusalem. Die Erwartungen eines aus der Fremdherrschaft rettenden Messias wurden enttäuscht, zumindest aber auf eine ganz andere Art und Weise erfüllt, wie sich es viele erwartet hatten. Ich bin nicht der Messias!“ – „Ich sage, du bist es, Herr! Und ich muss es wissen, denn ich bin schon einigen gefolgt!“ Im legendären Film „Leben des Brian“ steht der titelgebende Held vor einer großen Volksmenge, die ihn als Messias preist. Doch Brian ist nicht...

  • 25.03.26

IM_LAND
Schritte zur Wirklichkeit und Ostern

Können Christen ohne Ostern an Gott glauben? Kann man Christ sein, wenn die Auferstehung Christi weitgehend glaubensfremd und das Kreuz des Erlösers zu einem kulturkämpferischen Vehikel geworden ist? Und was dann, wenn Ostern zum Wiederaufleben der Natur und Christsein zu ökosozialem Tun reduziert werden? Was, wenn Ostern nur Tradition ist mit Palmbuschen, bunten Eiern, die es Wochen vor der Fastenzeit in den Märkten gibt, Hasen aus Schokolade und Plüsch und anderes mehr? Wenn es um den Gaumen...

  • 19.03.26
Jesus hat am Ende seines 33-jährigen Lebens Furchtbares erlitten. Der Katechismus lehrt, dass Jesus sich selbst hingegeben hat, um die Menschen mit Gott zu versöhnen. Der Neutestamentler Peter Trummer hinterfragt das dahinterstehende Gottesbild. | Foto: Adam Ján Figeľ/Adobe Stock. Kreuztragender Jesus, Nikolaikirche, Lissabon.
3 Bilder

EIN_BLICK
Jesus starb für sein gütiges Gottesbild

Die Kreuzestheologie beinhaltet teilweise ein vergiftetes Gottesverständnis. Darauf macht der Neutestamentler Peter Trummer aufmerksam. Und zeigt, dass es auch anders gehen könnte. Herr Professor Trummer, Sie nennen es eine Gotteslästerung, die Hinrichtung Jesu am Kreuz als Opfer zu bezeichnen, das Menschen von der Sünde befreit hat. Was meinen Sie damit? Peter Trummer: Die Opferinterpretation, die sagt, wir könnten Gott durch eine Gewalttat besänftigen, ist ein völliges Missverständnis. Sie...

  • 19.03.26

Für Kinder erklärt
Mazze und Hostie

Mazze: ungesäuertes Brot Die Mazze ist das ungesäuerte Brot, das Jüdinnen und Juden während des Pessach-Festes essen. Es wird aus Getreide und Wasser hergestellt und muss innerhalb von 18 Minuten gebacken werden, damit der Teig nicht zu gären beginnt. Das jüdische Pessach-Fest erinnert an den Auszug der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei (= Exodus). Das karge Lebensmittel – eine Art Knäckebrot – steht für das Leid, das die Juden als Sklaven erleiden mussten. Die schnelle Herstellung...

  • 18.03.26

Katholischer Familienverband
Wertvolle Tischgebete und Kreuzzeichen

In der Fastenzeit erinnert der Katholische Familienverband an die Bedeutung des Tischgebetes im Kreise der Familie. „Ein einfaches Gebet am Esstisch – etwa das Vater Unser und das Gegrüßet seist du, Maria – kann sehr stärkend sein und ist gemeinschaftsfördernd“, so Peter Pitzinger, Vorsitzender des Katholischen Familienverbandes der Diözese St. Pölten. Auch das Setzen des Kreuzzeichens oder ein kurzes Segensgebet durch Eltern oder Großeltern, wenn Kinder das Haus verlassen, gibt Kraft und ist...

  • 11.03.26
Foto: Linde Nikolussi/Paulinum
36 Bilder

Historische Jahreskrippe im Paulinum
Kleine Szenen, große Botschaft

In der Schulkirche des Bischöflichen Gymnasium Paulinum ist eine mehr als 200 Jahre alte Jahreskrippe zu sehen. Mit rund 400 Einzelfiguren ist sie eine der größten Papierkrippen weitum. Sie ist wohl eine der eindrücklichsten Papierkrippen weitum: die Pauliner Jahreskrippe. Schon allein deshalb weil Jahreskrippen eine echte Rarität sind. In Tirol gibt es maximal zehn Stück, weiß Krippenexperte Pfarrer Rudolf Silberberger. Zum Staunen Der Sinn von Krippen war seit jeher, das Leben Jesu zu...

  • 09.03.26
Foto: Westbahntheater/Sonja Rudolf
3 Bilder

Westbahntheater: Stück über P. Franz Reinisch
Vom Ruf des Gewissens

Das Westbahntheater in Innsbruck zeichnet die letzten Lebenstage von P. Franz Reinisch nach. Premiere des Theaterstücks ist am 7. März, Text und Regie stammen von Bernhard J. Lang, der bereits Stücke über Petrus Canisius und Edith Stein geschrieben hat. Es ist eine Entscheidung, die das Leben von P. Reinisch verändert: 1942 verweigert der Pallottinerpater den Fahneneid auf Hitler. Das führte zu seiner Verhaftung und schließlich am 21. August 1942 zum Tod durch das Fallbeil. Reinisch sollte der...

  • 05.03.26
V. l.: Organisator Christian Ebner, Bischof Alois Schwarz, Weihbischof Anton Leichtfried, Neutestamentler Walter Schaupp, Moderatorin Michaela Lugmaier, Generalvikar Christoph Weiss.  | Foto: Wolfgang Zarl
4 Bilder

Matthäus-Evangelium
Jesu Botschaft gegen Diskriminierung und Gewalt

Der renommierte Neutestamentler Walter Schaupp (Graz/Wien) war abschließender Referent bei der Priesterstudientagung im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt. Vielleicht sei Jesus eine Zumutung, die uns für unsere Entwicklung helfe. Schaupp sprach eine Vision Jesu an: Die Welt sollte anders sein. Die Botschaft Jesu sei gegen Diskriminierung und gegen Gewalteskalation. Christen sollten sich unterscheiden, indem sie ihre Feinde lieben und selbst Gegnern, die in Not sind, helfen. Die Kirche habe...

  • 04.03.26
Premium

Geprägte Zeiten und ihre Botschaft
Fünf Fragen und Antworten zur Fastenzeit

Am 18. Februar beginnt mit dem Aschermittwoch für die meisten Christinnen und Christen in aller Welt – mit Ausnahme der Gläubigen der Ostkirchen – die vorösterliche Bußzeit, auch Fastenzeit genannt. Im Zentrum des österlichen Weges stehen Buße, Umkehr und Erneuerung. Was aber hat es mit Aschenkreuz, Fasten und Verzicht tatsächlich auf sich? Was bedeutet das Aschenkreuz? Das Aschenkreuz, das Gläubigen am Aschermittwoch auf die Stirn gezeichnet wird, markiert den Beginn der Fastenzeit und steht...

  • 23.02.26

Gebote: Schutz für Freiheit und Würde des Menschen
Fastenhirtenbrief von Diözesanbischof Josef Marketz

Liebe Schwestern und Brüder in Christus! Wir stehen am Beginn der österlichen Bußzeit. In vielen Kirchen verhängen nun wieder Fastentücher die Altäre. Nicht wenige davon führen uns vor Augen, wie Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis essen. So verlieren sie das Paradies, das Leben im Einklang mit Gott, der Welt und sich selbst. Seither sehnen wir uns nach dieser Einheit. Wir leiden daran, dass wir uns voneinander entfremden und in der Selbstbezogenheit verlieren. Am ersten Fastensonntag lädt uns...

  • 23.02.26

Gaby Pichler als Haussammlerin unterwegs
Ein Geben und Nehmen

Seit mehr als zehn Jahren ist Gaby Pichler in Pians als Haussammlerin für die Sozialprojekte der Caritas unterwegs. Sie bittet um Spenden und kommt dabei mit vielen Menschen ins Gespräch. Wenn Gaby Pichler im März durch Pians geht, dann tut sie das im Dienst der Nächstenliebe. Seit mehr als zehn Jahren ist sie als Haussammlerin der Caritas unterwegs – und für viele Menschen im Dorf längst ein vertrautes Gesicht. „Meine Route ist jedes Jahr dieselbe“, erzählt die Oberländerin. „Und ich würde sie...

  • 19.02.26

Fastenhirtenbrief von Bischof Dr. Alois Schwarz
Freude, Achtsamkeit und Dankbarkeit

Liebe Schwestern und Brüder! Lachende Gesichter, fröhliche, ausgelassene Stimmung, Tanz und üppiges Essen, Feiern und die Lebensfreude bis ins Innerste spüren und auskosten, das erlebten viele von uns in den letzten Wochen. Und nun? Vorbei soll sie sein, die Feierlaune und das glückliche Leben? Die Kirche als Spaßverderberin? Im oberflächlichen Betrachten könnte uns dieser Gedanke in den Sinn kommen, aber es gilt vielmehr darauf zu blicken, was sich hinter der vierzigtägigen Fastenzeit, die mit...

  • 18.02.26

Kirche für Kinder
Mit Superheldinnen durch die Fastenzeit

In der Fastenzeit stellen wir dir sechs mutige Frauen vor: Superheldinnen des Glaubens!! Eine Nonne, eine Naturforscherin, die erste Paläontologin (= Urgeschichte-Forscherin), eine KZ-Überlebende, die „Mutter der Müllmenschen von Kairo“ und die erste Frau, die den hohen Gebirgszug der Anden alleine mit dem Flugzeug überquerte! Lies mit und beantworte jeweils eine Quizfrage! So sammelst du 6 Buchstaben für das Lösungswort. Mit diesem kannst du 6 tolle Preise gewinnen: • Spiel „Ubongo! Duell“:...

  • 17.02.26
In der Moschee in Innsbruck. | Foto: Meßner
3 Bilder

Schüler:innen besuchen religiöse Stätten
Synagoge, Moschee, Kirche

„Die Anderen sind unsere wahren Reisen“, meinte der berühmte Theologe Jesuit Michel de Certeau. Als hätte sich das Gymnasium Reutte diesen Satz zu eigen gemacht, unternahm es eine Fahrt zu religiösen Stätten Tirols. Die Zahlen in Sachen Antisemitismus sind erschreckend. Laut jüngster Umfrage der EU-Agenur für Grundrechte haben 96 Prozent der Jüdinnen und Juden schon Antisemitismus erfahren. Das Kennenlernen anderer Religionen ist daher dringend geboten. Die 6. Klasse Religion des BG/BRG Reutte...

  • 12.02.26

Ein neuer Film mit Regisseur Hermann Weiskopf
Eine Reise zum Glauben

Wer glaubt, geht auf Reisen. Im Fall von Hermann Weiskopf ist das nicht nur sprichwörtlich so. Im Heiligen Jahr hat er sich mit seiner Vespa auf den Weg gemacht – von Innsbruck nach Rom und wieder zurück. Ein Film fängt diese Reise auf sympathische Weise ein. Premiere ist am 20. Februar im Metropol Kino. Der Anfang einer Reise ist auch sein Ende. Oder doch nicht? Vor allem nicht, wenn der Reisende verändert zurückkehrt – so wie bei Hermann Weiskopf. Der Schauspieler und Regisseur hat seine...

  • 12.02.26
Premium

Aschermittwoch
Spaß vorbei

Am Aschermittwoch enden Ball- und Faschingstreiben und der Spaß ist vorbei – oder so wirkt es zumindest. Vom strengen Fasten und wie man es umgeht. Mönche waren in vielerlei Hinsicht erfinderisch. In den Klöstern Europas wurden die Pflugschar, die Brille, der Champagner, die Wasseruhr, das Bier, die karolingische Minuskel und noch so manches andere erfunden. Aber auch wenn es um das Fasten ging, das zu früheren Zeiten noch deutlich strenger war als heute, ließen sich die Klosterbrüder etwas...

  • 11.02.26
Premium

Kyrill und Method
Eine Frage der Sprache

Die heiligen Kyrill und Method begründeten mit ihrer Mission und Bibelübersetzung die altslawische Schriftsprache. Die Frage nach der Verwendung dieser Sprache in der Liturgie begleitete ihr ganzes Leben. Nahe am Herzen des oströmischen Reiches Byzanz wurden zwischen 815 und 827 in Thessaloniki zwei Brüder geboren. Ihre Lebenswege waren zu Beginn recht unterschiedlich. Method, der damals noch Michael hieß, wurde Jurist und Militärbeamter nahe Thessaloniki. Erst mit 30 Jahren trat er in ein...

  • 04.02.26

Sehr populär
Blasius-Segen gegen Halskrankheiten

Anlässlich des Gedenktags des heiligen Blasius wird in den Pfarren der bei der Bevölkerung sehr beliebte Blasius-Segen gegen Halskrankheiten gespendet. Blasius zählt zu den 14 Nothelfern.   Der Segen wird gerne rund um Maria Lichtmess (2. 2.) gespendet, der Gedenktag des Blasius ist der 3. 2. Blasius kam in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts in der heutigen Türkei zur Welt und wurde wegen seines christlichen Glaubens verhaftet. Im Gefängnis soll er einen Jungen, der eine Fischgräte...

  • 28.01.26
Aufnahme Seite 12/Ausgabe 4,2026 | Foto: Kirche bunt
12 Bilder

Zum Bibelsonntag
Christinnen und Christen verraten uns ihre Lieblings-Bibelstelle

Sonntag der Bibel Am 3. Sonntag im Jahreskreis – heuer am 25. Jänner – feiert die katholische Kirche weltweit den 2019 von Papst Franziskus ausgerufenen „Sonntag des Wortes Gottes“. In seinem Apostolischen Schreiben „Aperuit Illis“ hat Franziskus festgelegt, dass dieser Sonntag der Feier, der Betrachtung und der Verbreitung der Bibel gewidmet sein soll. Getragen wird dieser besondere Tag von einer Allianz aus Bischofskonferenz, Bibelwerk, kirchlichen Medien und Bildungseinrichtungen. Die...

  • 21.01.26

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ