Postkasten

Beiträge zum Thema Postkasten

Menschen & Meinungen

Postkasten
Dringende Bitte

Zu „Das letzte Dorf“, Nr. 4 Liebe Bischöfe Österreichs! Ich wünschte, Sie alle hätten diesen Artikel gelesen, so könnte ich hoffen, dass Sie den dringenden Aufruf Ihres Mitbruders im Amt ernst nehmen! Bei uns herrscht ein unerträgliches Informationsdefizit und eine im wahrsten Sinne des Wortes tödliche Ignoranz. Den Tag des Judentums feierlich zu begehen und Shoa-Erinnerungsarbeit zu leisten finde ich als Theologin richtig und wichtig. Gleichzeitig ist es überfällig, gegen die brutale...

  • 04.02.26
Menschen & Meinungen

Postkasten
„Die Kirche ist besser als ihr Ruf“

So wird der neue Wiener Erzbischof Josef Grünwidl (...) zitiert und das dürfen wir jedenfalls auch glauben. Aber leider gibt es doch immer wieder einiges, das viele daran zweifeln lässt. „Was ist ‚christlich-sozial‘?“ lautet die letzte Ausgabe der Zeitschrift Gesellschaft & Politik des Dr. Karl Kummer Instituts, in der auch der Sozialdemokrat Andreas Babler zu Wort kommt und gegenüber der Kirche eine durchaus positive Einstellung zum Ausdruck bringt. Er weist darin, m. E. vollkommen richtig,...

  • 28.01.26
Menschen & Meinungen

Postkasten
KAJ statt KAB

Zu „Söhne und Töchter Gottes“, Nr. 4 Beim Lesen des Beitrages ist mir ein Fehler aufgefallen: Beim ersten oberen Bild auf Seite 12 ist angeführt, dass am 28. Mai 1954 die KAB zur Arbeiterwallfahrt nach Mariazell lud. Dazu möchte ich bemerken, dass die Einladung nicht von der KAB sondern von der KAJ, der Katholischen Arbeiterjugend Österreichs, ausgesprochen worden ist. Unsere KAJ-Gruppe von Leoben-St. Xaver war auch daran beteiligt. Meines Wissens wurde die KAB Steiermark erst später gegründet....

  • 28.01.26
Menschen & Meinungen

Postkasten
Gläubige Profis

Zu „Neues Generalvikariat“, Nr. 3 Generalvikare haben meine 25 Jahre als Angestellter der Diözese stark geprägt. Sie waren nicht nur meine direkten Vorgesetzten, sondern machten mir bewusst, dass Kirche auch eine Organisation ist, die fachliche Expertise, professionelles Management und menschliche Leitung braucht. Das Zweite Vatikanische Konzil spricht von der doppelten Gestalt von Kirche, der geistlichen und der soziologischen, die unverbunden und ungetrennt zusammenwirken (Lumen Gentium 8)....

  • 22.01.26
Menschen & Meinungen

Postkasten
Die Tür bleibt offen.

Wir von der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö) begrüßen die Veröffentlichung des Abschlussberichts der vatikanischen Studienkommission zum Diakonat der Frau (4. 12.) als kirchenpolitischen Wendepunkt. Auch wenn einzelne Medien verkürzt von einer Ablehnung der Frauenweihe sprechen, zeigt der Bericht tatsächlich ein deutlich komplexeres und wesentlich offeneres Bild: Erstmals wurden sämtliche theologischen, historischen und pastoralen Argumente transparent dargelegt und erstmals ist...

  • 14.01.26
Menschen & Meinungen

Postkasten
Ein vinziges Stück Hoffnung

Das „Vinzig“ steht nicht nur als Wortspiel, sondern auch als Botschaft dafür, was für uns bei den VinziWerken Hoffnung bedeutet. Es ist die kleine, schnelle, direkte, unbürokratische und unmittelbare Hilfe, die wir leisten. Wir können damit eine Stütze sein, die Menschen in ihrer schwersten Zeit einen Teil ihrer Last abnimmt, damit sie wieder einen Weg einschlagen können, der ihrer Lebensvorstellung gerecht wird. Viele Menschen helfen uns dabei, diese Stütze zu sein: hunderte Freiwillige, die...

  • 07.01.26
Menschen & Meinungen

Postkasten
Den Weg der Menschlichkeit gehen

Auch nach Weihnachten erleben wir bei der Caritas täglich Menschen auf Herbergsuche: Geflüchtete, Alleinerziehende, Mindestpensionist*innen, Menschen in Krankheit oder Not kommen auf der Suche nach Schutz und Ruhe zu uns. In unseren Einrichtungen schaffen wir Orte der Wärme und Hoffnung. Wir können das, weil wir uns auf die großartige Unterstützung von Spender*innen und Freiwilligen verlassen können. Dank ihrer Hilfe können wir Türen und Herzen offen halten. Ich bitte Sie, weiterhin mit uns den...

  • 07.01.26
Menschen & Meinungen

Postkasten
Nicht so viele wie noch nie!

Zu „Bilder des Jahres“, Nr. 51/52 Unter dem Foto zur Weihe der Ständigen Diakone am 9. November 2025 (Seite 13) stand: „So viele wie noch nie!“ Ich weiß, dass der zitierte Satz gut klingt und die Weihe von zwölf Ständigen Diakonen für unsere Diözese ein sehr erfreulicher Anlass im Jahr 2025 war, doch er entspricht nicht der Wahrheit. Der guten Ordnung halber möchte ich darauf aufmerksam machen, dass am 7. November 1999 insgesamt dreizehn Ständige Diakone von Diözesanbischof Johann Weber geweiht...

  • 30.12.25
Menschen & Meinungen

Postkasten
Zum Advent

Wie geht es Ihnen, wenn Sie sich im Dunkeln befinden? Fühlen Sie sich dann alleine und orientierungslos oder legt sich die Dunkelheit wie ein schützender Mantel um Ihr Dasein? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es unterschiedliche Arten der Dunkelheit gibt. Eine, die mir Angst bereitet, weil sie mir die klare Sicht nimmt, verbirgt, was rund um mich geschieht, mich in trügerischer Sicherheit wiegt. Und eine, die mich in einen Kokon von Wohlgefühl hüllt, mein Inneres sanft hin- und herschwingen...

  • 10.12.25
Pfarrleben

Im Blickpunkt
Pfarre Graz-St. Peter

In der Pfarre Graz-St. Peter wird in diesem Advent ein digitaler Schaukasten getestet. Der Bildschirm – hier zwischen Waltraud Sandriesser und Mateja Pejic (v. r.) – steht vor dem Pfarrhof und zeigt Termine der Advent- und Weihnachtszeit.

  • 10.12.25
Menschen & Meinungen

Postkasten
Das Gedächtnis unserer Gesellschaft

Stellen wir uns eine Welt ohne Museen vor – ohne Orte, an denen Geschichte lebendig wird, an denen wir staunen, fragen, verstehen. Eine Welt ohne Museen wäre eine Welt ohne Gedächtnis. In einer Gegenwart, in der Sparzwänge und wirtschaftliche Verwertbarkeit als entscheidende Maßstäbe gelten, scheinen Museen zunehmend verzichtbare Orte zu werden – oder zumindest logische Streichkandidaten, wenn es um die Unterstützung der öffentlichen Hand geht. „Zuerst kommt das Fressen und dann die Kultur“,...

  • 03.12.25
Menschen & Meinungen

Postkasten
Dankbare Erinnerungen

Zu „80 Jahre Sonntagsblatt“, Nr. 47 Danke für den Rückblick. Gerne möchte ich noch an Prof. Pfandl erinnern, der meines Wissens die Idee Kirchenzeitung durch den Krieg „rettete“. Er war dann Pfarrer in Graz-St. Andrä und sehr geschätzter Religionsprofessor. Besonders denke ich, sicher mit manchen Gleichaltrigen, dankbar an Gerhard Ohrt, den gebürtigen Dresdener. Er ist mit seinen Beiträgen in Bild und Wort sicher vielen in herzlicher Erinnerung geblieben. Edda Krobath, Graz

  • 27.11.25
Menschen & Meinungen

Postkasten
Gegen die Verallgemeinerung

Zum LB „Was ist Würde?“, Nr. 46 Kein Mensch begeht Selbstmord – ob assistiert oder nicht –, weil ihm gerade nichts Besseres einfällt. Es sind immer schwerwiegende Gründe dafür vorhanden, auch wenn sie für andere nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Zu behaupten, es sei ein Affront gegenüber unseren Mitmenschen, wenn jemand sagt: „Es reicht, ich mache Schluss“, ist eine starke und unüberlegte Aussage. Sie zeigt, dass die Leserbriefschreiberin (...) das Ganze aus sehr theoretischer Sicht...

  • 27.11.25
Menschen & Meinungen

Postkasten
Legendäre Überlieferungen

Zu „Das erste Konzil“, Nr. 44–47 Gratuliere zur guten Serie! Es gibt weitere legendäre Überlieferungen aus der Konzils-aula von Nicäa: nicht nur die Ohrfeige! Vom hl. Paphnutius, einem koptischen Bischof, der an seinem Körper noch Narben aus der Verfolgungszeit trug, erzählt man, er habe das Konzil erfolgreich gebeten, die Priester nicht zum Zölibat zu verpflichten. So sei in allen orientalischen Kirchen die Priesterehe erhalten geblieben. Historisch erwiesen ist die Vorschrift des Konzils,...

  • 27.11.25
Menschen & Meinungen

Postkasten
Gastkatze Bibi

Da Gastkatze Bibi (siehe „Aus der Redaktion“) mit Abrechnungen und Kalkulationen nicht viel anfangen konnte, musste sie den Geschäftsführer-Sessel schnell wieder räumen. Als Nachfolgerin von Gf. Heinz Finster (l.) wird sie nicht in Betracht gezogen. Aus der Redaktion „Ein Hund kam in die Küche“, beginnt ein altes Kinderlied. Eine Katze kam in die Redaktion: So könnte der Anfang eines neuen Liedes sein – geschrieben vom SONNTAGSBLATT-Team nach einer wahren Begebenheit. Bibi, so hieß die...

  • 20.11.25
Menschen & Meinungen

Postkasten
Kunststoff verbieten

Zu „Gedenken mit Verantwortung“, Nr. 44, S. 24 Schon vor 25 Jahren gab es von Hofer-Kerzen in Weyer (OÖ) Glaslichter mit Nachfüllkerzen. Mittlerweile auch von Jeka und anderen Herstellern. Leider sind solche Lichter in kaum einer Supermarktkette im Programm. Bei Nachfrage gibt es keine Resonanz. Das Angebot von Kunststoffverpackungen dagegen ist sehr reichhaltig. Schön finde ich, dass im SR Hartberg eine Initiative gestartet wurde. Eigentlich müsste die Politik eingreifen und die...

  • 20.11.25
Menschen & Meinungen

Postkasten
Jesus: Bloß ein Mensch?

Zu „Mensch oder Gott?“, Nr. 46, S. 14 Heute stimmen alle christlichen Kirchen der Christuslehre des Konzils von Nizäa zu. Eine wichtige ökumenische Basis! Übrigens hat auch Arius nie behauptet, Jesus sei bloß ein Mensch. Auch für ihn war Jesus der Sohn Gottes. Allerdings sah er den Monotheismus durch die Aussage bedroht, auch Jesus sei ewiger Gott. So lehrte er, Gott-Vater habe sich vor aller Schöpfung einen göttlichen Sohn „geschaffen“, durch den er dann alle anderen Geschöpfe gemacht habe....

  • 20.11.25
Menschen & Meinungen

Postkasten
Heilige Elisabeth

Die Legende des Brotkorbs, der plötzlich voll Rosen war, zeigt diese Darstellung der hl. Elisabeth (19. 11.) in der ehemaligen Spitalskirche in Oberwölz. Der Elisabethsonntag wurde von Papst Franziskus 2017 zum „Welttag der Armen“ erhoben. Die Caritas bittet an diesem Tag um Spenden für bedürftige Menschen in unserem Land.

  • 13.11.25
Menschen & Meinungen

Postkasten
Was ist Würde?

Zur Problematik des assistierten Suizids Unser Leben ist Geschenk für andere, aber auch für uns selbst. Es ist mit Höhepunkten und Niederlagen gespickt. Die eigene Persönlichkeit wächst und gedeiht anhand von Einflüssen, die unsere Umwelt uns anbietet. Das Leben eines Kranken bleibt genauso kostbar wie das eines Gesunden. Wir selbst haben nicht in der Hand, was mit uns passiert. Alle Fäden laufen bei unserem Schöpfer zusammen, und jeder Mitmensch, der in das Leben des Kranken involviert ist,...

  • 13.11.25
Menschen & Meinungen

Postkasten
Vertraute Namen

Zu „Unsere lieben Verstorbenen“, Nr. 44 Für diese Seiten möchte ich ausdrücklich danken. Viele von ihnen sind mir (durch den Katholikentag Graz 1981) vertraut. Pfarrer em. Karl H. Salesny SDB

  • 13.11.25
Menschen & Meinungen

Postkasten
Warnung vor Klimarückschritten

Durch Rückschritte im Klimaschutz macht sich Bundesminister Norbert Totschnig für Dürren, Überschwemmungen und Ernteausfälle mitverantwortlich. Auch in Österreich. Kurz vor der 30. UN-Klimakonferenz hat er die Mittel für internationale Klimaprojekte in der Schublade verschwinden lassen und sendet damit ein fatales Signal an Österreichs Partner. Erst kürzlich hat der zweite Österreichische Sachstandsbericht zum Klimawandel der Republik ein erschreckend schlechtes Zeugnis in Punkto CO2-Reduktion...

  • 05.11.25
Menschen & Meinungen

Postkasten
Frauenfragen

Zu „Das Warten hat ein Ende“, Nr. 43 In seiner Predigt im Stephansdom vom 26. September bekräftigt der neu ernannte Wiener Erzbischof Josef Grünwidl: „Die Frauenfrage drängt nach einer Klärung und nach Veränderungen“. Immerhin sei Jesus den Frauen auf „revolutionäre“ Art begegnet. Seiner Überzeugung nach würde deshalb Jesus die (römisch-katholische) Kirche fragen, ob die Frauen in ihr heute „den Platz haben, der ihnen zusteht“. Der nunmehrige Erzbischof von Wien gibt in seiner Predigt die...

  • 04.11.25
Menschen & Meinungen

Postkasten
Überlegungen zum Kopftuchverbot

Die Freiheit der Gewissensentscheidung ist uns als altkatholische Kirche ein wichtiger Wert, der allen Überlegungen zugrunde liegt. Daher verwehren wir uns gegen jede übergriffige Entscheidung oder Handlung, egal aus welchem politischen, religiösen oder kulturellen Lager sie kommt. Wenn sich erwachsene, religionsmündige Frauen frei dafür entscheiden, sich mit Kopftuch oder Schleier zu verhüllen, ist das als Ausdruck ihrer religiösen Einstellung zu respektieren. Dass sich allerdings unmündige...

  • 22.10.25
Menschen & Meinungen

Postkasten
Ein Spruch für unsere Zeit

Der bekannte Autor Antoine de Saint-Exupéry („Der kleine Prinz“) hat auch diverse Sprüche publiziert. Dieser hier könnte auch für unsere Zeit geschrieben worden sein: Wenn Menschen gottlos werden dann sind die Regierungen ratlos, Lügen grenzenlos, Schulden zahllos, Besprechungen ergebnislos, dann ist die Aufklärung hirnlos, sind Politiker charakterlos, Christen gebetslos, Kirchen kraftlos, Völker friedlos, Sitten zügellos, Mode schamlos, Verbrechen maßlos, Konferenzen endlos, Aussichten...

  • 15.10.25

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ