Postkasten
Frauenfragen

Zu „Das Warten hat ein Ende“, Nr. 43
In seiner Predigt im Stephansdom vom 26. September bekräftigt der neu ernannte Wiener Erzbischof Josef Grünwidl: „Die Frauenfrage drängt nach einer Klärung und nach Veränderungen“. Immerhin sei Jesus den Frauen auf „revolutionäre“ Art begegnet. Seiner Überzeugung nach würde deshalb Jesus die (römisch-katholische) Kirche fragen, ob die Frauen in ihr heute „den Platz haben, der ihnen zusteht“. Der nunmehrige Erzbischof von Wien gibt in seiner Predigt die (indirekte) Antwort, indem er abschließend drei „Fragen“ aus dem Gedicht „frauenfragen“ des Theologen Andreas Knapp zitiert:
„Wenn eine Frau das WORT geboren hat, warum sollten Frauen dann das Wort nicht von der Kanzel verkünden? Wenn eine Frau die Füße Jesu küsste, warum sollten Frauen dann den Altar nicht küssen dürfen? Wenn eine Frau den Jüngern als Apostelin voranging, warum sollten Frauen dann zur Apostel-Nachfolge nicht aufgerufen sein?“
Wie es wohl die übrigen Bischöfe Österreichs „mit den Frauen haben“?

Karl Meissl, Graz

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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