Kirche Steiermark
Dialog der Religionen

Vertreter indonesischer Ministerien und Bildungseinrichtungen waren kürzlich in Graz zum interreligiösen Austausch, mitorganisiert von Markus Ladstätter, Experte für interreligösen Dialog (2. v. r. vorne). Delegationsleiter Heru Subolo und Bürgermeisterin Elke Kahr (Mitte) zeigten Flagge. | Foto: Rieger
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  • Vertreter indonesischer Ministerien und Bildungseinrichtungen waren kürzlich in Graz zum interreligiösen Austausch, mitorganisiert von Markus Ladstätter, Experte für interreligösen Dialog (2. v. r. vorne). Delegationsleiter Heru Subolo und Bürgermeisterin Elke Kahr (Mitte) zeigten Flagge.
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In der Stadt der Menschenrechte wird interreligiöser Austausch großgeschrieben. Ende April war eine hochrangige Delegation aus Indonesien zu Gast in Graz.

Keineswegs alltäglich waren die Gäste, die sich am 26. April in Graz eingefunden haben: Eine hochrangige Delegation aus Indonesien hat auf Initiative des österreichischen Außenministeriums die Landeshauptstadt für zwei Tage besucht, um sich mit heimischen Fachleuten über das religiöse Leben, dessen Rahmenbedingungen sowie das interreligiöse Zusammenleben auszutauschen.

Rathaus, Dom und Bildungscampus. Beim intensiven Studientag im Rathaus kamen seitens der Gastgeber u. a. interreligiöse Schulprojekte (Harald Meindl, im Bild 2. v. r. hinten) sowie die Initiative ComUnitySpirit (Eva Wenig, im Bild 3. v. r. hinten) zur Sprache. Aus Indonesien berichteten Asep Jahar (im Bild 2. v. l. vorne), Rektor einer großen islamischen Universität, und Li Ramawijaya Putra, Leiter einer staatlichen buddhistischen Hochschule (nicht im Bild).

Auf die Notwendigkeit der Steuerung von Religion im digitalen Raum hat Thomas Gremsl (Theologische Fakultät Graz) deutlich hingewiesen. Sehr spannend hörte sich ein Bericht von Sarah Weiss (Kunstuni Graz, im Bild 4. v. r. hinten) an, die auf den konfliktbeladenen indonesischen Molukkeninseln ein musikpädagogisches Projekt mit erfolgreichen Friedensimpulsen durchgeführt hat. Die Arbeit des interreligiösen Beirats der Stadt Graz wurde von Lilian Suppan (im Bild 3. v. l. hinten) vorgestellt. Elke Kahr (Bildmitte), Bürgermeisterin der Stadt Graz, die seit 2001 auch „Stadt der Menschenrechte“ ist, beeindruckte die Gäste mit ihrem besonders herzlichen Empfang, bevor am nächsten Tag ein Besuch an der Theologischen Fakultät folgte.

Die überaus inhaltsreiche wie kreative Führung im Grazer Dom durch Christian Brunnthaler wird den indonesischen Freunden ebenso in Erinnerung bleiben wie das Abschiedsgeschenk von Weihbischof Johannes Freitag – ein kleiner Rosenkranz, der ja auch an die islamische und die buddhistische Gebetsschnur erinnert. Ein Besuch in der Moschee des Islamischen Kulturzentrums, zusammen mit den Ausführungen des Vorsitzenden der Islamischen Glaubensgemeinde Steiermark, Mehmet Celebi (Bild: 6. v. r. hinten), hat den Gästen die Entfaltungsmöglichkeiten und Lebenswelten österreichischer Muslime vor Augen geführt.

Den Abschluss bildete ein inspirierender Besuch am Campus Augustinum mit Mittagessen, Gesprächen und einer Führung durch Christoph Mauthner, Renate Wieser (PPH), Renate Höck (Gymnasium), Sandra Schwarzenbacher (Internat) und Lukas Weissensteiner (Seelsorge). Dabei ist unser kirchliches Engagement für Jugend und Bildung auf besonderes Interesse gestoßen. Die Rückmeldungen unserer Gäste waren von ihrer ebenso überschwänglichen wie ehrlichen Dankbarkeit geprägt.

Frieden stärken. Das Programm gestalteten PPH Augustinum, ComUnitySpirit und
Alexander Rieger (Bild: 3. v. r. vorne), der ab Sommer neuer österreichischer Botschafter in Jakarta sein wird. Mit seiner Taskforce für den Dialog der Kulturen und Religionen im Außenministerium engagiert er sich seit Jahren dafür, die Religionen in der Außenpolitik mitzudenken – zur Stärkung der Kräfte für eine friedliche Verständigung.

Markus Ladstätter, PPH Augustinum

Indonesien
Ein gewaltiger Kontrast zu Österreich: Indonesien besteht aus 17.000 Inseln und ist mit 285 Millionen Menschen das viertbevölkerungsreichste Land der Erde. 87% sind Muslime, 10% Christen. Obwohl Indonesien das weltweit größte Land mit islamischer Bevölkerungsmehrheit darstellt, ist der Islam dort nicht Staatsreligion. Verbindlich sind in dem Land vielmehr die „Fünf Grundsätze“ (Pancasila): Eingottglaube, Humanismus, nationale Einheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Die Regierung fördert vielerlei Programme zur religiösen „Harmonie“.

Vertreter indonesischer Ministerien und Bildungseinrichtungen waren kürzlich in Graz zum interreligiösen Austausch, mitorganisiert von Markus Ladstätter, Experte für interreligösen Dialog (2. v. r. vorne). Delegationsleiter Heru Subolo und Bürgermeisterin Elke Kahr (Mitte) zeigten Flagge. | Foto: Rieger
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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