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Beiträge zum Thema feder_spiel

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Tausend mal am Tag

Drohnen und Fronten in der Ukraine, Hunger und Krieg im Gazastreifen, Unterdrückung und Terror in vielen Staaten der Welt: Man fragt sich immer wieder, was das soll. Wieso Menschen auf die Idee kommen, einander das anzutun. Kann das echt sein? Was bringt denn das unterm Strich? Keine befriedigende Antwort. In Österreich – dem Himmel sei Dank – im Großen und Ganzen Frieden. Verbesserungspotenzial im öffentlichen und privaten Leben gibt es immer. Und jede, natürlich auch jeder, kann dazu...

  • 03.07.25
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In Kontakt kommen

„Ich setz mich gleich mal auf einen Espresso in die Ecke und überleg, ob ich wieder in die Kirche eintrete.“ Ob die Aussage ernst gemeint ist oder witzig, kann man bei einem Satiriker wie Torsten Sträter nie wissen. Sträter war einer von 105 Kabarettist:innen, die bei Papst Franziskus eingeladen waren. Fazit: „Es war erhebend!“ Dem Papst ist Humor wichtig, darum umgab er sich mit Humor-Profis, ohne auf deren Heiligkeit zu achten. „Wir haben alle schon Papstwitze gemacht,“ gibt Torsten Sträter...

  • 18.06.25
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Am Papst lutschen ?!

Eine Büste, nicht zu verwechseln mit Bürste oder Brüste, ist wie ein dreidimensionales Passfoto. Man sieht den Kopf, Hals und manchmal die Schultern einer Persönlichkeit, meist in Stein gemeißelt. Für ein anderes Material hat sich die Diözese Chiclayo entschieden – Sie erinnern sich vielleicht, das ist jene peruanische Diözese, in der Robert Prevost acht Jahre lang Bischof war, bevor er in den Vatikan geholt und dann zum Papst gewählt wurde. Nun wählte die Diözese Chiclayo Papst Leo XIV. als...

  • 12.06.25
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Es gibt auch Papa

Zum Vatertag erzähle ich eine persönliche Geschichte. Seit fünfeinhalb Jahren verbringe ich jede Woche drei Tage, also zwei Nächte, außer Haus. Die Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen liegt in Salzburg, während ich mit meinem Mann und den drei jugendlichen Kindern in Niederösterreich lebe. Das Wochenpendeln ist nicht außergewöhnlich, aber sehr häufig kommt es nicht vor. Viele Menschen, die davon hören, fragen spontan, wie denn das möglich sei und was die Kinder machen, wenn ich nicht da...

  • 05.06.25
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Der schönste Beruf

Den Namen Cornelia Richter dürfen wir uns merken. Er wird nun öfter zu hören sein. Seine Aussprache ist eindeutiger als beim Vorgänger Michael Chalupka. Die 55-jährige Bad Goiserin und Bonner Theologieprofessorin wird ab 1. Jänner 2026 die erste evangelisch-lutherische Bischöfin Österreichs sein. Mit 64 von 68 Delegierten-Stimmen wurde sie im Turnsaal des Evangelischen Realgymnasiums Wien-Donaustadt am nordöstlichen Stadtrand von Wien (auch „Transdanubien“ genannt, weil es sich von der noblen...

  • 28.05.25
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OAG

„Oag“ ist nicht nur die Webseite der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft (oag.at). Oag ist, wenn man es lautmalerisch liest, die ostösterreichische Aussprache von „arg“, was so viel heißt wie „besonders schlimm“. Es hat in den letzten Jahren einen Bedeutungswandel erlebt. „Oag“ kann zwar immer noch „extrem tragisch“ heißen, wird unter Jugendlichen aber auch für „grandios“ verwendet. Im ersten ORF-Studiogespräch nach seiner Rückkehr aus Basel hat der Song-Contest-Gewinner Johannes Pietsch...

  • 22.05.25
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Weisser Rauch

Was das Konklave betrifft, wurde in den letzten Wochen viel geschrieben, beschrieben und kommentiert. Wie auch immer man es bewertet: Es ist außergewöhnlich. Bemerkenswert ist, dass sich viele Medien, die zu keiner anderen Gelegenheit Notiz von kirchlichen Themen nehmen, wochenlang mit Kardinälen und Rauchzeichen beschäftigen. Auf ein Detail sei hingewiesen, vielleicht ist es Ihnen auch aufgefallen. Als am 8. Mai um 18:08 weißer Rauch über der Sixtina aufstieg, brandete unverzüglich Applaus am...

  • 15.05.25
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Nahe der Sixtina

Es war die Generaloberin der Don-Bosco-Schwestern. Ich kannte ihren Namen nicht, aber in meiner nächtlichen Traumwelt wurde sie vor vielen Jahren in die Nachfolge von Papst Benedikt XVI. gewählt. Nun: Nicht jeder schräge Nachttraum ist prophetisch, wie man daran erkennen kann. Dass die Generaloberinnen diese Woche aber parallel zum Konklave in Rom tagen, ist eine Koinzidenz, ein Zusammenfall, der eine Bemerkung wert ist. 900 Ordensfrauen aus allen Winkeln der Erde sind von 5. bis 9. Mai in Rom...

  • 13.05.25
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Vollendung finden?

Der renommierte Vatikan-Journalist Marco Politi nannte sein viertes Buch über Papst Franziskus „Der Unvollendete“. Es stellt aufschlussreich dar, welche Widerstände den Papst daran hinderten, noch mehr von dem umzusetzen, was er sich vorgenommen hatte. Der Buchtitel fand als geflügeltes Wort Eingang in viele Expertisen, Einschätzungen, Reflexionen und Kommentare rund um den Tod des Papstes. Es unterstrich, dass Franziskus noch viel mehr Neuerungen in der Kirche umsetzen hätte können und müssen,...

  • 30.04.25
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Würde in Zivil

Dass Papst Franziskus auch rekonvaleszent den Kontakt zur Öffentlichkeit (besser gesagt: zu Menschen) sucht, überrascht mittlerweile nicht mehr. Man hat sich an die Überraschungen schnell gewöhnt. Unerwartet sind manche Erscheinungen trotzdem. Zum Beispiel, als der Papst nach dem Mittagsspaziergang am 10. April nicht zurück in die Wohnung wollte, sondern sich zum Beten (und zum Begrüßen) in den Petersdom bringen ließ. So etwas hatte man lange nicht gesehen: einen Papst in Hose und Hemd, zum...

  • 17.04.25
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Gefragt sein

Seit drei Jahren steigt die Zahl der jugendlichen und jungen Arbeitslosen in Österreich. 32 000 waren es im Jahr 2024. 32 000 junge Menschen, die nicht wissen, was sie am Arbeitsmarkt beitragen könnten. Die, obwohl es in vielen Branchen Arbeitskräftemangel gibt, das Gefühl bekommen, dass die Gesellschaft sie nicht braucht. Weil es nicht genug Lehrplätze gibt oder nicht die richtigen Lehrplätze, weil die Industrie Arbeitsplätze abbaut … Gründe gibt es viele. Der Arzt und Psychotherapeut Viktor...

  • 10.04.25
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Elend hoch drei

Seit vier Jahren herrscht in Myanmar ein furchtbarer Bürgerkrieg. Vergleiche hinken immer, aber die Dynamik hat Parallelen zu Syrien. Wer an der Macht ist, möchte diese um jeden Preis behalten, auch wenn der Feind die eigene Bevölkerung ist. Sogar zur Ukraine gibt es Parallelen: Zum Beispiel den unglaublichen Willen der Bevölkerung, sich unter Lebensgefahr für Werte wie Freiheit, Sicherheit und Demokratisierung einzusetzen. Zu den brutalen Auseinandersetzungen in Myanmar gesellten sich die...

  • 03.04.25
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Zweierlei Maß

Dafür, dass Claudia Plakolm Ministerin ohne Portefeuille ist, also ohne Ministerium, hat sie viele Zuständigkeiten: Familie, Jugend, Integration, Europäische Union sowie Kirchen und Religionen. In dieser Funktion empfing sie den Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, in den neuen Büroräumen (die zum Bundeskanzleramt gehören) und ließ sich Räume und Kreuze segnen – ein schöner Brauch, und für die neue Bundesministerin wohl auch ein persönliches Anliegen. Gegenüber dem ORF...

  • 27.03.25
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Bauten mit Botschaft

Der Denkmalschutz schon wieder! Diese Kosten! Was könnten wir uns alles leisten, wenn wir die Kirche nicht renovieren müssten ... In vielen Pfarren und Gemeinschaften wird die Erhaltung der alten Kirche als Last empfunden. Zurecht – sie bindet Kraft und Geld. Nun haben die französischen Bischöfe entschlossen, den Hype um Notre Dame zu nützen und mehr Geld in die Restaurierung von Sakralbauten zu stecken. Der Tourismus gibt ihnen recht: Kirchengebäude zählen zu den meistbesuchten...

  • 20.03.25
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Entschuldigung

„Entschuldigung, lassen Sie mich bitte durch?“ – „Entschuldigung“ ist eine höfliche Floskel, die das Zusammenleben erleichtert. In seiner ursprünglichen Bedeutung mit dem Grundton „Es tut mir leid, dass ich das so und nicht anders gemacht habe“, ist das Wort seltener zu hören. Obwohl es im christlichen Verständnis eine einfache Sache wäre: Ich übernehme Verantwortung für das, was ich tue und getan habe, und kann befreit von der Schuld bzw. dem Fehler weiterleben. Papst Johannes Paul II. hat am...

  • 13.03.25
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Es ist kompliziert

Seit drei Wochen kuriert sich Papst Franziskus in der Gemelli-Klinik aus. Wie lange noch, ist unabsehbar. Daran ist ein Stab an medizinischem und pflegendem Personal beteiligt, denn die Diagnose „polymikrobielle Infektion“ verhieß nichts Gutes. Eine Mehrfachinfektion der Atmungs- und weiterer Organe ist in jedem Alter ernst, um wie viel mehr mit 88 Jahren. Daher wurde die Situation wiederholt als „kritisch“ eingestuft, heißt: Das Leben des Papstes hing am seidenen Faden. Dass Seidenfäden „in...

  • 06.03.25
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Sandkastenhass

Dass ein Krieg erst dann ein Krieg ist, wenn sich ein Land verteidigt, das angegriffen wird, ist eine militärische Binsenweisheit. Sonst wäre es eine reine Besetzung oder eine Annexion. Dafür gibt es in der Geschichte zahlreiche Beispiele. Das hierzulande bekannteste ist die Annektierung Österreichs durch das Deutsche Reich am 12. März 1938, der sogenannte „Anschluss“. Kein militärischer Widerstand – also kein Krieg. Die Verantwortung für einen Krieg deshalb aber dem Land zu geben, das sich...

  • 27.02.25

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