FEDER_SPIEL
Nahe der Sixtina
- hochgeladen von martinus Redaktion
Es war die Generaloberin der Don-Bosco-Schwestern. Ich kannte ihren Namen nicht, aber in meiner nächtlichen Traumwelt wurde sie vor vielen Jahren in die Nachfolge von Papst Benedikt XVI. gewählt. Nun: Nicht jeder schräge Nachttraum ist prophetisch, wie man daran erkennen kann. Dass die Generaloberinnen diese Woche aber parallel zum Konklave in Rom tagen, ist eine Koinzidenz, ein Zusammenfall, der eine Bemerkung wert ist. 900 Ordensfrauen aus allen Winkeln der Erde sind von 5. bis 9. Mai in Rom versammelt. So betrachtet, haben sie gegenüber den Kardinälen zwei Tage Vorsprung ... Die Tagungsteilnehmerinnen verbindet, dass sie eine hohe Leitungsfunktion in einer der fast 2000 Frauenordensgemeinschaften innehaben und damit eine halbe Million Ordensfrauen weltweit vertreten. Den Papst wählen sie nicht. Aber dass sie versammelt sind, ist ein starkes Zeichen. Es geht nicht um ein „Gegen-Konklave“ oder darum, dass Frauen alles besser wüssten oder könnten. Es geht darum, dass ihre bloße Präsenz deutlich macht: Wir sind schon da. Wir sind ein wesentlicher Teil der römischkatholischen Kirche. Der Weg dorthin, dass Frauen wichtige Fragen mitentscheiden, ist nicht weit ...
Monika Slouk
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.