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„Ich setz mich gleich mal auf einen Espresso in die Ecke und überleg, ob ich wieder in die Kirche eintrete.“ Ob die Aussage ernst gemeint ist oder witzig, kann man bei einem Satiriker wie Torsten Sträter nie wissen. Sträter war einer von 105 Kabarettist:innen, die bei Papst Franziskus eingeladen waren. Fazit: „Es war erhebend!“ Dem Papst ist Humor wichtig, darum umgab er sich mit Humor-Profis, ohne auf deren Heiligkeit zu achten. „Wir haben alle schon Papstwitze gemacht,“ gibt Torsten Sträter zu. Die Begegnung mit Franziskus hat Sträter aber beeindruckt. Eine Begegnung zwischen der Choreographin Florentina Holzinger und Kirchenvertretern hat vielleicht gefehlt. Die exzentrische Künstlerin brachte für die Wiener Festwochen eines ihrer zügellosen Stücke von Schwerin, wo das Stück „Sancta“ Uraufführung hatte, nach Wien. Frauen, die mit allen Ecken und Kanten nackt auf der Bühne stehen, ein Stück Haut, das aus dem Körper einer Darstellerin geschnitten wird, und (lesbischer) Sex – das Spektakel erinnert in seiner Gewaltigkeit an Hermann Nitsch. Man muss solche künstlerischen Übertreibungen nicht mögen. Dass aber von kirchlicher Seite eine Art Selbstverteidigungsreflex anspringt, ist schade.
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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