FEDER_SPIEL
Es gibt auch Papa
- hochgeladen von martinus Redaktion
Zum Vatertag erzähle ich eine persönliche Geschichte. Seit fünfeinhalb Jahren verbringe ich jede Woche drei Tage, also zwei Nächte, außer Haus. Die Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen liegt in Salzburg, während ich mit meinem Mann und den drei jugendlichen Kindern in Niederösterreich lebe. Das Wochenpendeln ist nicht außergewöhnlich, aber sehr häufig kommt es nicht vor. Viele Menschen, die davon hören, fragen spontan, wie denn das möglich sei und was die Kinder machen, wenn ich nicht da bin.
Eines finde ich dabei interessant: Dass Kinder, deren Eltern sich getrennt haben, in regelmäßigen Abständen nur vom Papa betreut werden, wundert heute niemanden mehr. Dass aber Kinder, deren Eltern zusammenleben, regelmäßig nur vom Papa betreut werden, wundert umso mehr. Welches Männerbild steckt dahinter? Für wie unfähig halten die Menschen meinen Mann oder Männer im Allgemeinen, Väter im Besonderen? Denn: Die Kinder haben auch einen Papa. Ein Paar kann sich die Kinderbetreuung auch aufteilen, wenn es sich nicht getrennt hat. Dass sich die Familie freut, mich nach drei Tagen wiederzusehen, ist ein angenehmer Nebeneffekt. Ich freue mich dann auch wieder.
Monika Slouk
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.