FEDER_SPIEL
Ohne Gewissen
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Ist künstliche Intelligenz überhaupt intelligent? Oder müsste man nicht vielmehr ein anderes Wort für dieses digitale Phänomen finden? Philosophisch interessierte Menschen spielen gerne mit Fragen wie diesen. Tatsache ist: Künstliche Intelligenz ist unglaublich praktisch. Und sie frisst unglaublich viel Strom. Aber das ist ein Detail, das man verdrängen kann. Es gibt ja sonst auch viele Dinge, von denen wir wissen, dass sie unglaublich unethisch sind. Handy-Akkus zum Beispiel, so wie alle Akkus, die das Leben praktisch überschwemmen. Staubsauger, Handventilatoren, Rasenmäher, Fahrradlampen, … überall steckt ein kleiner Stromspeicher drinnen. Wie die Rohstoffe für diese Wunderdinge gefördert werden, übergeht man lieber stillschweigend. Ahnen würde man es ja … Aber es ist so praktisch!
Der deutsche Sozialethiker Elmar Nass schlug nun vor, dass Moral in Künstliche Intelligenz implementiert werden müsse. Das weist auf einen wichtigen Punkt hin: So praktisch viele Anwendungen auch sein mögen – Künstliche Intelligenz hat kein Gewissen. Das kann man sich gar nicht oft genug bewusstmachen. So einfach manches plötzlich wird: Die Gewissensarbeit nimmt uns niemand ab.
Monika Slouk
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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