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Die Gnadenmutter und die Menschen
- Ildikó Weinhäusel-Farkas
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Ildikó Weinhäusel-Farkas (51) ist seit diesem Jahr Leiterin des Diözesanmuseums in Eisenstadt. Wie sie zwei Berufungen unter einen Hut bringt und sich ein Leben ohne Kunstgeschichte – und Kunstvermittlung – nicht vorstellen kann, erzählt sie in einem Gespräch, das CHRISTOPHER ERBEN aufgezeichnet hat.
Ich bin eine Pendlerin, lacht Ildikó Weinhäusel-Farkas. „Und das schon seit vielen Jahren.“ Aufgewachsen in Szombathely, studierte sie Religionspädagogik und bildnerische Erziehung in Graz. Nach dem Abschluss absolvierte sie ein Studium der Kunstgeschichte an der Grazer Uni. In ihrer Dissertation in Geschichte forschte sie über Diözesanbischof DDr. Stefan László. Ab 2005 arbeitete sie sieben Jahre unter Superior P. Karl Schauer OSB in der Basilika Mariazell in der Schatzkammer, im Archiv und in Museumsdepots mit über 3.000 Exponaten, Votivbildern, Votivgaben und vor allem mit dem umfangreichem Kunstbestand. Gleichzeitig begann sie, sich in der Diözese Eisenstadt als externe Mitarbeiterin im Archiv und im Museum zu
Ildikó Weinhäusel-Farkas: Heuer ist ein besonderes Jahr für mich. Ich habe die Leitung des Museums übernommen und bin meinem Mann Bernhard nachgefolgt, der als Konservator auch das Diözesanarchiv und die Bibliothek leitet und als bischöflicher Sekretär tätig ist. Ich pendle daher zwischen dem Gymnasium Mattersburg, wo ich Kunst und Gestaltung sowie Technik und Design unterrichte, dem Museum; und natürlich Neckenmarkt, meinem Wohnort, und Szombathely, meinem Heimatort. Während ich in Mattersburg Kindern und Jugendlichen die Grundlagen der bildenden Kunst beibringe, schätze ich die sakraler Kunst im Museum. Im Team plane ich gerne mit meinen Kolleg:innen, Res--ly arbeiten wir an grenzüberschreitenden Projekten, die ich sehr spannend finde.
Seit 1980 besteht das von Stefan László ins Leben gerufene Diözesanmuseum, ursprünglich im Franziskanerkloster, wo Wechselausstellungen mit Exponaten aus dem südlichen, mittleren und nördlichen Burgenland stattfanden. Vor zwei Jahren mussten wir aus dem Franziskanerkloster aber ausziehen und fanden in der Haydnkirche am Kalvarienberg (Eisenstadt-Oberberg) eine neue Bleibe. Nur einen Teil der Exponate konnten wir jedoch mitnehmen und dort in der neu gestalteten Schatzkammer ausstellen. In Kooperation mit der Pfarre, mit den Pröpsten, dem Militär-tember 2024 mit Bischofsvikar P. Lorenz Voith CSsR und dem Kirchendienst arbeiten wir daran, den Oberberg besucherfreundlich zu gestalten. Was noch folgt, ist der Fürsteneingang, der vom Bauamt geplant und ein Raum für weitere Exponate und für einen Shop. Das geht aber nicht von heute auf morgen, sondern dauert mehrere Jahre.
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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