Was uns Franziskus heute sagt 2/4
Wie Franziskus arm sein
- Wer anspruchslos lebt, hat trotzdem Wünsche. Der heilige Franziskus verabschiedete sich vom Wunsch, eine eigene Familie zu haben, indem er eine Schneefamilie baute.
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Oder: Können wir wunschlos glücklich werden?
Franziskanisch zu leben bedeutet, arm oder mindestens bescheiden zu leben. Aber bedeutet es auch, ohne jeden Wunsch zu sein? Verschiedene Geschichten erzählen, dass selbst der heilige Franziskus Wünsche hatte. Er hatte sich entschieden, radikal dem „armen Christus“ nachzufolgen und dafür auf sein reiches Erbe zu verzichten. Das scheint ihm nicht einmal schwergefallen zu sein. In seiner Zeit war ein so ungesichertes Leben nur ehelos denkbar – und auch hier deutet nicht viel darauf hin, dass ihm diese Entscheidung je Mühe bereitet hätte. Und doch: In einer sehnsuchtsvollen Winternacht geht Franziskus in den Schnee hinaus und beginnt, Figuren zu formen – eine Schneefrau und vier Schneekinder. Ihm wird klar: Wenn er eine Familie haben möchte, muss er für alle sorgen. Dann muss er ein anderes Leben führen als das des bettelarmen Wanderbruders. Es wird erzählt, dass er seine Schneefrau und Schneekinder lange angeschaut und sich dann liebevoll von ihnen verabschiedet habe.
KEINE FLUCHT AUS DEM ECHTEN LEBEN
sucht des Franz – nach Stille und Zurückgezogenheit. Ihm wird der Rummel um seine eigene Person zu viel. Überall, wo er hinkommt, strömen die Menschen herbei, wollen ihn predigen hören und anfassen, damit ein kleiner Lichtstrahl von seinem inneren Leuch Aber auch hier ist er klug genug, seine Wünsche zu prüfen: Ist es Gottes Wille, dass er sich in die Einsamkeit zurückzieht? Franziskus fragt einen Einsiedlerbruder und die Schwestern von San Damiano, die viel Zeit in Stille und Gebet verbringen, um Rat. Das lässt siedelei machte. Aber Bruder Silvestro und Klara lassen ihm beide ausrichten, dass es Gottes Wille für ihn sei, unter den Menschen zu bleiben, weil diese ihn brauchen. Typisch und schön – Franz ist nicht ent
In einer dritten Geschichte geht es um handfeste Dinge, die sich Franziskus wünscht, und das in seinen letzten Lebenstagen. Er möchte eine Freundin noch einmal sehen, die ihm viel bedeutet: Jacoba Frangipani. Und er möchte, dass sie ihm einige Dinge mitbringt – Ker bekommt alles und obendrein schneller, als er denkt. steht sie schon vor der Tür und hat alles dabei, was er
WÜNSCHEN ERLAUBT
Selbst Heilige haben Wünsche die sie bisweilen gar nicht unterdrücken, sondern erfüllt bekommen. Franziskus erkannt: Als Kinder Gottes sind wir immer schon reich beschenkt.
Martina Kreidler-Kos
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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