21. Sonntag im Jahreskreis | 24. August 2025
Meditation
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Voll Tatendrang
Ob Kinder, Pflanzen oder unser Innenleben, alles ist auf Wachstum ausgerichtet. Was ist notwendig, um etwas – oder uns selbst – wachsen zu lassen?
Zutrauen
Ich bin auf einem Bahnhof, den ich nicht kenne und finde den Lift nicht. Die Leute, die ich frage, verstehen mich entweder nicht oder haben gerade keine Zeit. Manche wissen es nicht, und andere gehen einfach achtlos an mir vorüber.
Da sehe ich hinten in der Ecke eine Gruppe von jungen Burschen. Sie wirken auf mich wie diese „typischen“ Jugendlichen, die auf vielen Bahnhöfen herumlungernd zu finden sind. Wenn sich jemand hier auskennt, dann sie, denke ich und fahre mit meinem Rollstuhl zu ihnen hin.
Als ich ihnen mein Problem schildere, ist es mir, als würden sie aufblühen und als würde neues Leben in sie kommen. Voller Tatendrang begleiten sie mich wie Bodyguards zu meinem Bahnsteig. Es ist, als hätten sie nur auf diesen Auftrag gewartet.
Vielleicht ist das auch noch ein Aspekt von Wachsenlassen? Es muss mir jemand etwas zutrauen, damit ich wachsen kann. Und ich kann anderen zu ihrem Wachstum verhelfen, wenn ich ihnen etwas zutraue.
Auf dem Weg zu innerem Wachstum
- Ich gehe den Weg nicht alleine.
Ich suche mir vertraute BegleiterIn-nen auf dem Weg. Je nach Bereich können das FreundInnen oder Familienmitglieder, geistliche BegleiterInnen oder auch PsychotherapeutInnen sein. - Ich bete um Mut.
- Ich verlasse meine Komfortzone und probiere mutig Neues aus.
- Ich verwurzle mich in Christus und vertraue auf sein Wort: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.“ (Joh 15,5)
Elfriede Demml
In drei Abschnitten teilt die Pastoralreferentin
(SR Graz-Südwest) ihre Beobachtungen zum Thema Wachstum. Teil 1: Sonntagsblatt, Nr. 33.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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