5. Fastensonntag | 21. März 2021
Meditation

Verherrliche deinen Namen

Hingabe ist nicht sanft,
sie ist radikal und wild,
sie ist kompromisslos
– oft grausam.
Für das Leben anderer kämpfen,
für jemanden sterben
kann niemand aus eigener Kraft.
Dahinter steht das Leben,
das an die Gerechtigkeit glaubt,
das Missstände anprangert
und nicht ruhig schläft,
bis eine Lösung erreicht ist.
Dahinter steht eine Liebe,
die ohne den anderen nicht sein will,
die das Selbst überschreitet
und sich durch die Not anderer
provozieren lässt.
Wer an das Leben glaubt,
glaubt an die Sprungkraft des Todes,
an die Kraft des vergrabenen Weizenkorns,
das zum Licht durchbricht.
Bevor das Lamm friedlich
neben dem Löwen liegen kann,
muss noch mancher Kampf um
Gerechtigkeit gekämpft werden.
Nur so kann Gottes Name
verherrlicht werden.

„Jetzt ist meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen!“ (Joh 12,27 f)

Zwei Übungen für Leib und Seele

Was erschüttert mich?
Wofür möchte ich mich stark machen? Welche „Waffen“ habe ich zur Verfügung, die der Sache dienen und auch zum Frieden führen? Ich bitte Gott um kraftvolle Energie und Ideen, um zur rechten Zeit mit wirksamen Mitteln für Gerechtigkeit zu kämpfen, damit Leben in Fülle sich für ALLE zeigt.

Gut und Böse unterscheiden
Die Jesuiten kennen das Gebet der liebenden Aufmerksamkeit am Ende des Tages. Mit Gottes liebenden Augen auf unseren Tag schauen. Nach einer Zeit des Einübens entwickelt sich eine Aufmerksamkeit, was in meinem Leben zu mehr Freude führt und was zu mehr Verwirrung:
Still werden – den Atem spüren – mich in Gottes Gegenwart stellen – Gott um einen ehrlichen Blick bitten – auf den Tag schauen wie auf einen Film – dort verweilen, wo ich angesprochen bin – danken für alles, was gut war – um Verzeihung bitten für alles, was nicht gut war – Gott meine Pläne für morgen anvertrauen – das „Vater unser“ oder ein persönliches Lieblingsgebet beten.

Marlies Prettenthaler-Heckel
Fachbereich Pastoral & Theologie

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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