Steiermark | SONNTAGSBLATT - Kunst & Kultur

Beiträge zur Rubrik Kunst & Kultur

Buch-Tipp
Journalismus zwischen Darth Vader und Jungfrau Maria

Seit zwei Jahrzehnten ist Christian Wehrschütz als Korrespondent am Balkan und in der Ukraine unterwegs, immer nah am Geschehen und mit dem Herzen bei den Menschen. Nun erzählt er in einem Buch, wie seine Beiträge zustande kommen und wie wichtig sein Team ist, das ihn bei schwierigen oder gefährlichen Unternehmungen unterstützt. Fahrer, Sekretärinnen, Kameraleute und Cutter – ohne sie könnte Christian Wehrschütz nicht auf seinem Niveau berichten. Die außergewöhnlichen Einblicke in die oft...

  • 17.11.22

Buch-Tipp
Der Heilige Geist zahlt alle Rechnungen

„Gottes Vorsehung hat mich verändert“, sagt Traude Schröttner. Gott wolle nur ihr „Ja“ – die Finanzierung übernehme er: „So durfte ich teilhaben am Wirken Gottes. Ich habe gesehen, wie der Heilige Geist alle Rechnungen gezahlt hat.“ Auf diese Weise hat die Steirerin viele Wunder erlebt. Es begann im Jahr 1994. Nach dem Genozid in Ruanda ist das ostafrikanische Land sozial, wirtschaftlich und geistlich am Boden. Beflügelt durch ihre Freundschaft mit dem Priester Ubald, dessen Familie dem Grauen...

  • 09.11.22

Buch-Tipp
Neues Buch von Propst Bernhard Mayrhofer

Im Barocksaal des Stiftes wurde am 21. Oktober das neue Buch von Propst Bernhard Mayrhofer „Die Festenburg und die Kirchen der Vorauer Stiftspfarren“ präsentiert. Bei der Vorstellung gab der Autor einen Überblick über verschiedene Vorarbeiten in bisher erschienenen Artikeln und Beiträgen, die Erforschung neuer Quellen und Sichtung des Bildmaterials, wo es zur Entdeckung von Bildern aus der letzten Dekade des 19. Jahrhunderts kam. Bei den Arbeiten zu den Kirchen der Pfarren verwies er besonders...

  • 03.11.22

Blickpunkte
Was uns ausmacht

In seinem neuen Buch „Was uns ausmacht … Lebenswege nachgezeichnet“ bringt Bischofsvikar Christian Thomas Rachlé von der Militärdiözese Kurzportraits von 52 Persönlichkeiten. Von römischen Kaisern der Antike bis zu politischen, künstlerischen und religiösen Persönlichkeiten unserer Zeit spannt sich der weite Bogen. Rachlé stellt auch einen persönlichen Bezug her; mit manchen der Beschriebenen ist er auch freundschaftlich verbunden. Mit dem Blick auf äußerst unterschiedliche Personen möchte der...

  • 02.11.22
Die größte Bronzeplastik Europas schuf Jos Pirkner für seinen kürzlich verstorbenen Auftraggeber und Freund Dietrich Mateschitz. Das Red-Bull Firmenzen-trum in Fuschl am See wird von 14 überlebensgroßen Stieren scheinbar ins Wasser gezogen. | Foto: Jürgen Skarwan/ Red Bull Content Pool
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Ausstellung
Einfach „Jos, mach!“

Bildhauer Jos Pirkner wird in Farrach ausgestellt. Mit dem Sonntagsblatt sprach er auch über das Arbeiten für Dietrich Mateschitz. Beim Opernball werde er den Päpstlichen Silvesterorden, wie ihm ein Erzbischof vorgeschlagen habe, nicht tragen, bemerkte Prof. Jos Pirkner. Doch „man freut sich darüber“, würdigt der „Ritter“ die 2018 empfangene Auszeichnung, und er sei „sehr gläubig erzogen worden“. Aber er formuliert auch: „Ich brauche keine Ehrungen. Ich lasse mich nicht abbringen und mache...

  • 02.11.22

Buch-Tipp
Ratgeber zum Tabuthema Tod: Die Vollendung des Lebens

„Die Vollendung des Lebens“ nimmt sich des schwierigsten Themas an, das für viele Menschen tabu ist: Tod und Sterben. Auf 156 Seiten haben die Autoren Daniela Müller und Johannes Kübeck in diesem Sonderheft von „Abenteuer Alter“ das Thema Tod aus neuen Blickwinkeln betrachtet: Was geht im Körper vor sich, während man stirbt? Hat Peter Simonischek, der im „Jedermann“ das Sterben des reichen Mannes so oft wie kein anderer gespielt hat, Angst vor dem Tod? Wie erklärt der Theologe und Mediziner...

  • 25.10.22

Buch-Tipp
Bibelverkostung in 11 Gängen

Was hat eine Wiener Melange mit der Bibel zu tun, und warum ist der Aperol Spritz der richtige Aperitif für ein Bibelmenü? Elisabeth Birnbaum, Direktorin des Bibelwerkes, serviert die Heilige Schrift der Christenheit als erlesenes mehrgängiges Menü und verführt anschaulich und leicht verständlich zu einem Bibelgenuss ohne Reue. Ein bekannter Koch soll einmal gesagt haben: „Ein gutes Essen erkennt man daran, dass es einem danach besser geht als davor.“ Das bedeutet, man ist gut gesättigt,...

  • 19.10.22

Heino auf Kirchentour

Für fünf Kirchenkonzerte kommt der bekannte Volkssänger Heino im November in die Steiermark. Heino, 1938 als Heinz Georg Kramm in Düsseldorf geboren, im Interview mit Gertraud Schaller-Pressler. Sie sind seit 60 Jahren als Sänger erfolgreich. Wie hat Ihre Karriere begonnen? Ich habe mir das auch nicht träumen lassen. Meine Mutter hat immer gesagt: „Heino, erlerne einen anständigen Beruf!“ Und das habe ich dann ihr zuliebe gemacht. Erst hab’ ich Bäcker und Konditor gelernt. Aber immer, wenn ich...

  • 19.10.22
Goldgelb, 2002, von Adolf Bachler | Foto:  privat
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Kultur
Das Gold der Auferstehung

Adolf Bachler zum Gedenken „Gold ist für mich die Farbe der Herrlichkeit“, schrieb DI Adolf Bachler über eine bevorzugte Farbe in seiner Kunst. 80-jährig starb der Maler und Glaskünstler am 28. September. Der in Leoben-Göss Geborene wohnte in Raaba, übte den Beruf eines Bauingenieurs aus. Der Schüler von Fritz Mayer-Beck blieb dabei seiner Liebe zum Zeichnen und Malen treu. Adolf Bachler war überzeugt, dass die Kunst Werte vermitteln kann, indem sie den Menschen berührt. Deswegen schuf er gerne...

  • 05.10.22

Kultur
Kunst der Klangrede

Franz Karl Praßl nimmt Abschied als Professor für Gregorianik an der Kunstuniversität Graz. Cantabo Domino, qui bona tribuit mihi.“ Singend schreiten fünf Herren der Grazer Choralschola in das Refektorium, den Speisesaal des Priesterseminars. „Ich will singen dem Herrn, der mir Gutes erwiesen hat.“ Das singende Auftreten hatte Franz Karl Praßl der von ihm gegründeten Grazer Choralschola mit auf den Weg gegeben. Die gregorianischen Gesänge begleiten ja auch im Gottesdienst oft die Wege und...

  • 05.10.22

Buch-Tipp
Wenn die Berge „Komm“ flüstern

Neben der körperlichen Fitness führt auch die Suche nach geistiger Vertiefung viele Menschen in die Berge. Bereits Bischof Reinhold Stecher sagte: „Viele Wege führen zu Gott, einer geht über die Berge.“ Verbundenheit mit Natur und Schöpfung, Gemeinschaftsgefühl, außergewöhnliche Erlebnisse, das Entdecken der eigenen Leistungsfähigkeit können Antworten geben auf spirituelle Bedürfnisse. Deshalb erfreuen sich begleitete Touren mit einem meditativen Angebot, sogenannte Bergexerzitien, wachsender...

  • 05.10.22

App-Tipp
Deadline – Die neue Smartphone- Rallye durch Graz

In Graz gibt es ab sofort ein neues Angebot für Rätselbegeisterte ab 13 Jahren: eine aufregende Stadtrallye zu den UN-Nachhaltigkeitszielen. In Kleingruppen und mit Hilfe der App Actionbound machen sich die SpielerInnen auf den Weg und setzen sich auf spielerische Weise mit den Themen Mobilität, Kleidung, Abfall und Lebensmittelverschwendung auseinander. Worum geht es? Journalistin Sara steht kurz vor der Veröffentlichung ihrer Story „Gutes Leben muss nicht die Welt kosten“. Das Problem: Ihr...

  • 03.10.22
Zum „Jahr des Glaubens“  (2013) wurden öffentliche Zeichen des Glaubens in der Steiermark in einer kollektiven Beteiligungsaktion – an denen sich von Kindergärtnerinnen bis hin zu Feuerwehrmännern viele Berufsgruppen beteiligten – mit gelben Planen verhüllt. Mit dieser bislang größten Öffentlichkeitsaktion der Katholischen Kirche der Steiermark endet die Ausstellung in Form einer Videoinstallation. | Foto: Videoinstallation: MAEDUSA
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Kunst der Verführung
Überraschende Glaubenswerbungen

DE PROPAGANDA FIDE. Überraschende Glaubenswerbungen der Katholischen Kirche – der Ausstellungsbeitrag des KULTUM im steirischen herbst – fragt, wie man das Begehren der Religion, des Glaubens und der Kirche als öffentliches Werben um Zustimmung verhandeln kann. Gemeinsam mit historischen Werken vor Ort und mit solchen zeitgenössischer Kunst aus der Sammlung für Religion in der Gegenwartskunst im KULTUM (Nives Widauer, G.R.A.M., Marianne Maderna, Lukas Pusch, Ewa Harabasz), mit aktuellen...

  • 28.09.22

Buchtipp
Eine moderne Berufungsgeschichte

Eine moderne Berufungsgeschichte „Lauf nicht davon!“, schreibt ein befreundeter Priester an Markus Inama, der als junger Mann nach seiner Bestimmung sucht. Und der freiheitsliebende Vorarlberger lässt sich auf die spirituelle Suche ein, bricht für ein Jahr nach Amerika, dem Land seiner Träume, auf und lebt in einer WG in San Francisco. Zahlreiche Erfahrungen mit Menschen am Rande der Gesellschaft prägen und begleiten ihn auf seinem Weg. Nach der Rückkehr und einigen „Zwischenstopps“ lernt er in...

  • 21.09.22

Buch-Tipp
Vom Antimodernismus zum Konzil

Die Frage, wie der Glaube an Gott in einer aufgeklärten, mündig gewordenen und die Autonomie des Menschen betonenden Welt bestehen kann, wurde im 20. Jahrhundert in vielfacher Weise gestellt. Der zum Ende des 19. Jahrhunderts auftretende Modernismus stellte vermeintliche Gewissheiten und übergeschichtlich geoffenbarte Wahrheiten in Frage. Das katholische Lehramt und die Theologen der „Römischen Schule“ reagierten darauf mit dem Antimodernismus und dem Konzept der neuscholastischen Theologie. Im...

  • 15.09.22

Buch-Tipp
Werbung für das Konzil

„Ich kann nur davor warnen zu meinen, das Konzil habe sich, nur weil es sechs Jahrzehnte zurückliegt, erledigt. Es ist nicht passé. Deswegen ist es nicht nur wichtig, an das Zweite Vatikanum zu erinnern, sondern auch dafür zu werben, seine Texte weiterhin ernst zu nehmen, fortzuschreiben und so Kirche zukunftsfähig zu machen.“ So schreibt ein ehemaliger Konzilsberichterstatter, der Jesuit Wolfgang Seibel, im Geleitwort zum Buch „Aus dem Konzil geboren“ von Andreas R. Batlogg, ebenfalls Jesuit....

  • 07.09.22

Buch-Tipp
Schätze eines reichen Lebens

„Kraft aus der Tiefe“ schöpft aus den Erkenntnissen der Logotherapie von Viktor E. Frankl, einem der bekanntesten Psychiater des 20. Jahrhunderts und Begründer der dritten Wiener Schule. Dieses Buch, das zum Gedenken an den 25. Todestag Frankls entstanden ist, holt Schätze aus seinen Schriften hervor und erinnert an die Grundsätze seiner Lehre. Die Tiroler Logotherapeutin Inge Patsch ergänzt und deutet diese durch Alltagsgeschichten und Erzählungen aus der persönlichen Begegnung mit Viktor E....

  • 31.08.22

Buch-Tipp
Eine Reise ins Frühmittelalter

Der jungen Hildegard, Schülerin der Benediktinerinnen am Nonnberg, wird eines Tages mitgeteilt, dass sie dazu bestimmt ist, Albuin von Chiemgau zu heiraten. Mit ihm, dem gefürchteten Panzer-reiter und Sohn des Salzburger Erzbischofs, soll sie Gräfin eines Gutes in Karantanien werden und das dort ansässige Volk missionieren. Getragen von festem Gottvertrauen und profunder Ausbildung in Naturwissenschaften und Heilkunst, kämpft Hildegard gegen Krankheit, Elend und Unwissenheit im einfachen Volk....

  • 25.08.22

Buch-Tipp
Jesus in der Küche

„Hi, ich bin Jesus. Ich wohn jetzt hier“. So stellte sich der neue Mitbewohner von Jonas, einem jungen Pastor, vor. Tatsächlich war es nicht „irgendein“ Jesus, sondern Gottes Sohn selbst, der bei ihm einzog. Dazu gesellt sich noch Martin Luther, der vom Himmel geschickt worden ist, um „noch einmal eine richtig gute Bibelübersetzung herauszubringen“. Jonas Goebel beschreibt in seinem Buch, wie der ganz normale Alltag mit den beiden aussieht – sofern er ganz normal sein kann, wenn Jesus und...

  • 19.08.22

Buch-Tipp
Ein Pfarrer zwischen Rotlicht und Blaulicht

Womit man auf der Großen Freiheit, der schrillen Vergnügungsmeile in Hamburg, am wenigsten rechnet, ist eine katholische Kirche. „Dabei sind wir hier der älteste Club – seit 1658!“, sagt Pfarrer Karl Schultz. Auf St. Pauli, wo es neben viel buntem Licht auch jede Menge Schatten gibt, finden Menschen nicht unbedingt den Weg in den Gottesdienst; also sucht Pfarrer Schultz sie da auf, wo sie sind. Von seinen Ansichten und Erfahrungen, die er zwischen Kirche und „Kiez“, wie das Viertel um die...

  • 27.07.22
Engagiertes Team für die Erhaltung der Laurentibergkirche: V. l. Obmann Peter Schweighofer, Pfarrer Johann Schreiner, Franz Töglhofer (seit 50 Jahren dabei), Martin Höller, Josefa Höller und Elisabeth Wurm. | Foto: Kaindl
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Kulturgut erhalten

Verfallen lassen? Kommt nicht in Frage! Seit 50 Jahren erhält ein ehrenamtliches Komitee die Laurentibergkirche bei Birkfeld. Die heilige Messe am Sonntag, 7. August, um 10 Uhr ist der Auftakt zum diesjährigen Laurentibergfest. Organisiert wird es vom Laurentibergkomitee, das damit die Erhaltung der beeindruckenden Kirche zum hl. Laurentius am Autersberg bei Birkfeld mitfinanziert – und das seit 50 Jahren! Im Dunkel der Geschichte liegen die Anfänge des Kirchleins, das dem römischen Diakon...

  • 27.07.22

Buch-Tipp
70 markante Jesusworte

70 Jesusworte aus den Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas hat der Neutestamentler Gerhard Lohfink ausgewählt. Er erklärt diese „Logien“, wie man Jesusworte nennt, ihren Aufbau, ihren Inhalt und den Zusammenhang, in dem sie gesprochen wurden und uns bis heute betreffen. Dabei entsteht auch ein klares Bild von Jesus, seinen Anliegen und seinem Anspruch. Mit seinen Aussprüchen erklärt Jesus die Gottesherrschaft und das Leben unter der Gottesherrschaft. Viele Jesusworte betreffen die Jünger...

  • 20.07.22
Die Filialkirche zum hl. Leonhard in Seewiesen in Turnau im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag trägt nun die Auszeichnung „Steirisches Wahrzeichen“. | Foto: Lebensressort/Paller
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Auszeichnung
Vorbildlich revitalisiert

Ausgezeichnet vom Land Steiermark als Steirisches Wahrzeichen wurden auch kirchliche Gebäude. Die Auszeichnung „Steirisches Wahrzeichen 2022“ erhielten vom Land Steiermark unter anderem drei „revitalisierte“ Kirchengebäude. Wohnbaulandesrat Hans Seitinger zeichnete kürzlich vorbildlich revitalisierte Objekte aus allen steirischen Regionen aus. Darunter auch zwei Kirchen sowie ein renoviertes Pfarrhaus. Der Festakt ging im Grazer Franziskanerkloster über die Bühne. Der dortige Bernhardinsaal als...

  • 13.07.22

Buch-Tipp
Schmort Judas in der Hölle?

„Der Verräter“ wird Judas meistens genannt. Christoph Wrembek hat sein großes Buch über diesen Jünger Jesu provokativ anders genannt: „Judas, der Freund“. Mit dem 2017 erschienenen Bestseller, der dem Geheimnis einer mittelalterlichen Jesus-Judas-Darstellung an der Kathedrale von Vézelay auf den Grund geht, hat der Jesuit eine breite Diskussion ausgelöst. Es gab bewegende persönliche Echos, Zustimmung von Fachleuten, aber auch kritische Fragen: Wie barmherzig dürfen wir Gott denken? Müssen wir...

  • 13.07.22

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