Aus meiner Sicht - Anna Maria Steiner, Redakteurin
Wo Geist weht
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Nun bricht sie an, die Reisezeit, in Österreich und auch andernorts. Kilometerlange Autobahnschlangen zeugten am Pfingstwochenende ja bereits davon. Grenzüberschreitenden Austausch pflegt auch die Grazer Diözese, die Partnerschaften in Südkorea – seit 54 Jahren – und Brasilien unterhält (siehe Seite 3). Dazu reisen SteirerInnen auch in die besagten Länder, und umgekehrt kommen ChristInnen von dort in unsere Diözese.
Was mir bei diesen Besuchen auffiel: Anfangs sind fast alle schüchtern – wie sollte es auch anders sein? Nur wenige SteirerInnen sprechen Portugiesisch oder Koreanisch, und andersrum beherrscht kaum jemand in den Diözesen Masan oder Bom Jesus da Lapa konversationssicheres Deutsch. So ist das erste „Wort“ oft nonverbal: ein Blick, ein Lächeln, eine Geste – ganz behutsam. In einem zweiten Schritt gibt man sich mutiger, begrüßt einander auf die je andere, fremdländische Weise. Noch später, beim Abendessen etwa, zeigt man bereits Familienfotos, und Experimentierfreudige übersetzen per Handy das zu Sagende per Smartphone in die Landessprache des Gegenübers.
Für ein Miteinander braucht es nicht immer einen Dolmetscher. Vielmehr weht Geist dort, wo Menschen gewillt sind, miteinander in Kontakt zu treten.
Anna Maria Steiner, Redakteurin
anna.steiner@graz-seckau.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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