Aus meiner Sicht - Anna Maria Steiner, Redakteurin
Voll
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„Wie gut gefüllt ist heut’ Ihr Glas?“ So lautet eine beliebte Frage zur Erkundigung des Gemütszustands. Gemeint ist dabei nicht der Trinkbecher am Nachtkasterl, der hilft, nächtliche Durst-Attacken abzuwehren, sondern das sprichwörtliche Glas, das, je nach mentalem Zustand, halb leer sein kann oder halb voll.
Persönlichkeitstests zeigen, dass Pessimisten auf die Eingangsfrage meist mit einem zur Hälfte geleerten Glas antworten; dasjenige der Optimisten hingegen ist halb voll. Mein Glas ist derzeit gut gefüllt. Das merke ich auch daran, dass mir das Aufstehen leichter fällt. Nachts ist es kühler, die Gelsenpopulation nimmt ab, und beides lässt mich besser schlafen. Zudem sind jetzt die Straßen in der Früh belebter, und bald schon werden Schul- und Kindergartenkinder in bunten Rucksäcken die Gehsteige bevölkern. Auch die damit einhergehende Aufbruchstimmung füllt mein morgendliches Wasserglas. Und ist es einmal anders, dann könnte die folgende „Trinkglas-Interpretation“ hilfreich sein, die lautet: „Das Glas ist immer absolut voll – zur einen Hälfte mit Wasser und zur anderen mit Luft.“
In diesem Sinne: einen guten Neustart nach dem Hochsommer – mit Wiedersehensfreuden, Energie und vielen Möglichkeiten, die aus dem Vollen schöpfen lassen.
Anna Maria Steiner, Redakteurin
anna.steiner@graz-seckau.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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