Aus meiner Sicht - Anna Maria Steiner, Redakteurin
Oster-Ohren
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Man steht früh auf, macht Frühstück und will beim Kaffeetrinken Musikhören, um wach zu werden. Doch mit dem Einschalten des Radios kommt ein mulmiges Gefühl.
Vielleicht kennen auch Sie den Moment, wenn die Ohren sagen: Die Welt, sie ist ein Trümmerhaufen. „Was tun?“, frage ich mich: Weghören? Ausschalten, um einem drohenden Stimmungs-tief zu entkommen? Oder die schlechten Nachrichten vernehmen? Ich schalte ab – sowohl das Rundfunkempfangsgerät als auch gedanklich – und begebe mich auf eine österliche Phantasie-Reise. Diese für mich besondere Zeit begann in Kindertagen mit dem Binden eines Palmbuschens (in meiner Kärntner Heimat heißt er „Palmbesen“) und dem Aufsparen von Hühnereiern für das große Färben, und mündete im gemeinsamen Essen von Geweihtem.
Meiner Gedankensammlung ein Gefühl von Ostern hinzugefügt hat kürzlich unser „Steirer mit Herz“ (S. 6). Auf meine Frage, was er gegen Frustration empfehle, sagte er: „Menschen.“ „Wenn jemand etwas Nettes sagt, wachse ich innerlich.“ Man müsse lernen, die guten Dinge zu hören und im Herzen zu bewahren. „Sie machen stark für das, was kommt.“ Kommt also heuer an den Feiertagen noch eine Aufgabe auf mich zu: mich einzuüben darin, das Richtige zu hören. Oster-Ohren auf!
Anna Maria Steiner, Redakteurin
anna.steiner@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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