Teachers for Future
Bildung für den Wandel
- Wo Klimaschutz Schule macht: In Graz trafen sich Ende August die Teachers For Future. In Anlehnung an die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (UN SDGs) wurden Strategien für Schule und Unterricht entwickelt – zum nachhaltigen Schutz unseres Planeten.
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Ferienzeit ist Urlaubszeit – aber nicht ausschließlich. In Graz nutzten ambitionierte Lehrerinnen und Lehrer einige der schulfreien Tage zur Planung eines Unterrichts, der dem Klimaschutz gerecht wird.
Aus allen Himmelsrichtungen waren sie angereist, vorwiegend öffentlich und in Fahrgemeinschaften. Rund 25 Pädagoginnen und Pädagogen aus verschiedenen Bundesländern trafen sich kurz vor Beginn des „Schöpfungsmonats“ September in Graz. Für die Sommerklausur der Teachers For Future (kurz: TFF) bot das Exerzitienhaus der Barmherzigen Schwestern mit seinem malerischen Garten den perfekten Rahmen. Wer teilnahm, hatte vor Augen, worum es auf dem Treffen ging: Bewahrung der Natur.
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Nach dem Auftaktvortrag von Philipp Spitzer – er ist Assistenzprofessor an der Universität Graz im Bereich Didaktik für die Unterrichtsfächer Biologie, Chemie, Mathematik und Physik – widmeten sich die teilnehmenden LehrerInnen drei Tage lang dem Thema der nachhaltigen Entwicklung.
Zum Klimaschutz bekannte sich Österreich ja bereits vor mehr als 25 Jahren. Angesichts der globalen Ressourcenverknappung und der damit verbundenen Verteilungsproblematiken wurde die „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) konzipiert. Sie soll, laut Bildungsministerium, dabei helfen, ein friedliches und solidarisches Zusammenleben in Freiheit und Wohlstand in einer lebenswerten Umwelt zu ermöglichen – den heutigen als auch den künftigen Generationen. Zugleich sollen SchülerInnen auf eine Welt des Klimawandels und der damit einhergehenden Ressourcenknappheit vorbereitet werden. Im Unterricht sollen hinkünftig vermehrt die ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen von Nachhaltigkeit vorkommen. „Cross-curriculare“, also fächer- und themenübergreifende Bezüge, müssen hergestellt werden – nicht zuletzt, um zu verdeutlichen, dass gutes Leben nur möglich ist, wenn der Planet geschützt wird.
Positiv bleiben und vernetzt
Auf der Klausur in Graz waren natürlich auch die steirischen TFF vertreten – rund um das neue Leitungsteam, bestehend aus Annemarie Krenn und Norbert Steinkellner vom BRG Kepler und Melanie Trenkwalder vom Gymnasium Kapfenberg. Man nutzte außerdem die Gelegenheit zur Vernetzung mit anderen For Future-Allianzen. Neben den Religions For Future, vertreten durch Daniela Felber, oder VertreterInnen von Artists For Future, brachten sich die Fridays For Future mittels Kurzbericht ein. Die Sommertagung verdeutlichte nicht zuletzt den hohen Grad der Motivation der Teachers For Future hinsichtlich der Umsetzung des Schöpfungsauftrags. Getreu dem Motto: „Wandel beginnt mit Bildung. Klimabildung beginnt mit dir“ schloss die Klausur hoffnungsvoll.
Sabine Stegmüller-Lang/Red.
Teachers For Future (TFF)
(dt. „LehrerInnen für Zukunft“) ist eine Bewegung, die sich für Klimagerechtigkeit und nachhaltige Bildung an Schulen einsetzt und PädagogInnen bei der Umsetzung unterstützt. TFF Österreich besteht seit 2019.
- Klimaclub, Mobilitätsgruppe, Klimakommunikation: In verschiedenen Arbeitsgruppen entwickeln die TFF Strategien, um auf nachhaltigen Umweltschutz aufmerksam zu machen.
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Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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