Kunst

Beiträge zum Thema Kunst

Glaube
Das schwebende Kreuz in der Pfarrkirche Petrus Canisius in Innsbruck.

Das "schwebende" Kreuz in der Kirche
Wie eine klaffende Wunde

Das kirchliche Fest „Kreuzerhöhung", das wir am 14. September eben gefeiert haben, soll hier nochmals Gelegenheit geben, den theologischen Gehalt dieses Festes im Blick auf ein sehr bemerkenswertes, in der Pfarrkirche Petrus Canisius dauerhaft installiertes Kunstwerk zu bedenken. Zunächst erinnert das Fest an die legendarische Auffindung des heiligen Kreuzes durch Helena, die Mutter Konstantins. Es erinnert weiter an die Rückgewinnung des Kreuzes aus der Hand der Perser durch den...

  • 24.09.20
Glaube & Spiritualität
Abendmahl, um 1600, Öl auf Leinwand, Graz, Diözesanmuseum.
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Jahr der Bibel
Bibel & Kunst

Gemälde, die Geschichte(n) erzählen Mit Jesus zu Tische sitzen Ein Herzstück der Schausammlung im Diözesanmuseum in Graz ist dieses Bild. Ein Gemälde mit einer bekannten Szenerie. Ein großer Tisch, umgeben von einigen Männern. Vielen ist die Szene geläufig. Wer sie nachlesen will, schlägt die Bibel auf (Mk 14,12–24; Mt 26,17–28; Lk 22,7–22). Als dieses Gemälde entstand (um 1600), konnte ein Großteil der Bevölkerung aber nicht lesen, daher war es an der Malerei, Geschichten sichtbar und...

  • 21.09.20
Kunst & Kultur
Der Kremser Künstler Wilhelm Pernerstorfer
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Geburtstag
Kremser Künstler Wilhelm Pernerstorfer beging 90-er

In seinem jahrzehntelangen Schaffen befasste sich der Kremser Künstler Wilhelm Pernerstorfer immer wieder mit religiösen Themen und brachte dabei auch seine Verbundenheit mit den Kremser Pfarren zum Ausdruck. Kürzlich beging er – unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen – in kleinstem Rahmen die Vollendung seines 90. Lebensjahres. Pernerstorfers Werke waren bei zahlreichen Ausstellungen und Wettbewerben zu sehen. Auch das diözesane Bildungshaus St. Hippolyt widmete ihm eine...

  • 09.09.20
Menschen & Meinungen

Randnotiz von Gilbert Rosenkranz
Eisgasse

„Eisgasse“ nennt sich ein Kunstwerk des Tiroler Architekten Oliver Irschitz in den Kristallwelten Wattens. Mit jedem Schritt wächst aus dem Boden ein helles Licht, das sich allmählich in Kristalle verwandelt. Im völlig abgedunkelten Raum entfaltet diese Installation eine beeindruckende Wirkung. Der eigene Weg wird zum Lichtweg. Das entspricht der Sehnsucht, die Jesus erfüllt: Dass aus dem, was wir sind, Licht erwachsen möge – für uns selbst und andere. Von einem Lichtweg, den hunderte Kinder...

  • 08.09.20
Kunst & Kultur
Peter Fellin, Meditativ II, 1986; Kruzifix aus der Lamprechtsburg bei Bruneck, ca. 1140.
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Die Hofburg Brixen zeigt Werke von Peter Fellin (1920 – 1999)
Kunstvoller Dialog über die letzten Dinge

Heuer wäre Peter Fellin 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass stellt die Ausstellung „Meditationen“ im Brixner Diözesanmuseum Hofburg ein Zwiegespräch zwischen seinen Werken aus der Museion-Sammlung und Exponaten aus dem Hofburg-Bestand her. Es handelt sich um eine kritische und sachlich-künstlerische Auseinandersetzung mit den „letzten Dingen“. Dabei begegnen sich Fellins Werke und klassische Kunst auf Augenhöhe. Gegenüberstellung. Den Objekten, seien es nun Evangelisten, Schriften oder...

  • 14.08.20
Kirche hier und anderswo
Militärdekan Rachlé (Bildmitte) mit Verteidigungsministerin Tanner und Militärbischof Freistetter.

Dekretüberreichung
Bischofsvikar für Kunst und Kultur

Dekretüberreichung in der Maria-Theresien-Kaserne in Wien. Der Militärbischof von Österreich, Werner Freistetter, ernannte Militärdekan Dechant Christian Thomas Rachlé zum Bischofsvikar für Kunst und Kultur. Im Rahmen einer Feierstunde in der Maria-Theresien-Kaserne in Wien wurde im Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner am 10. Juli das Dekret übergeben. Der neue Bischofsvikar soll sich im besonderen um die Anliegen der Kunst sowie um die Weiterbildung von Priestern und Diakonen...

  • 15.07.20
Kunst & Kultur
Vor 40 Jahren: Corita Kent verband in kunterbunten Siebdrucken katholische Theologie mit gesellschaftspolitischen Anliegen. Die Ordensfrau war damit zugleich Künstlerin und Aktivistin.

Die Ordensfrau Corita Kent sorgte in den 1960er-Jahren als Künstlerin für Aufsehen – eine neue Schau beleuchtet ihr Werk
Nonne als Pop-Art-Künstlerin

Sie war Ordensfrau, Künstlerin und Aktivistin. Die katholische Nonne Corita Kent prägte die aufstrebende Pop-Art-Szene der 1960er-Jahre und verband in ihren Arbeiten gezielt politische Botschaften. Ihr zeitloses und sehr aktuell anmutendes Werk wird nun erstmals im Rahmen einer Einzelausstellung in Österreich in der Kunsthalle Tirol gezeigt. In den 1960er-Jahren erschien es als ungehörig ungewöhnlich, dass eine Ordensschwester Markenlogos und Theologie, profane Alltagsgegenstände und...

  • 09.07.20
Kunst & Kultur
Dokumentation zu einer virtuell zu besichtigenden Ausstellung zum Thema Kreuz in der Gegenwartskunst.
2 Bilder

Es fordert heraus

Das Kreuz und die Diskussion um Freiheit der Kunst, um Kunst und Kirche: Aus dem Vorwort von Bischof Kapellari in der Dokumentation „Weg-Kreuz“. Auseinandersetzungen betreffend den Umgang mit dem Kreuz als dem zentralen Symbol der Christenheit gab es in den letzten Jahren seltener bezogen auf bildende Kunst als bezogen auf die Präsenz des Kreuzes im öffentlichen Raum der heutigen pluralistischen Gesellschaft. Diesbezüglich gab es politische Debatten betreffend das Kreuz in Schulen,...

  • 24.06.20
Texte zum Sonntag
Der beeindruckende Gnadenstuhl in der Pfarrkirche Pöggstall in Niederösterreich, Diözese St. Pölten

Gedanken zum Evangelium vom Dreifaltigkeitssonntag
Geborgen sein

Johannes 3, 16–18 Das Dreifaltigkeitsfest hat mir schon einiges an Mühe gekostet. Aber aus einer auf den ersten Blick etwas abstrakten Glaubenswahrheit ist im Laufe der Zeit für mich die Zusage geworden, dass Gott ein Netz der Beziehung webt, zu dem auch ich gehöre. Natürlich ist Gott kein alter Mann mit weißem Bart und natürlich ist der Heilige Geist kein Vogel. Das haben auch jene Künstler gewusst, die die Darstellungen des „Gnadenstuhls“ geschaffen haben. Gott Vater trägt die...

  • 03.06.20
Kirche hier und anderswo
Nordschatzkammer, Altar mit dem Gnadenbild König Ludwigs I. von Ungarn (14. Jh.), Basilika Mariazell.
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Das Schatzkammerbild
Burgenland in Mariazell - Mariazell im Burgenland

All die Jahre meines Dienstes in Mariazell hat mich immer die Frage bewegt: Warum pilgern die Burgenländer so zahlreich nach Mariazell? Viele Pfarren, Berufsgruppen, Fußwallfahrer, kleine Gruppen und die große Wallfahrt der burgenländischen Kroaten. Zahlreicher und vielfältiger als aus anderen Kirchenbezirken sind die Pilgergruppen aus unserer Diözese Eisenstadt. Von P. Karl Schauer Das Titelbild dieser Ausgabe der Kirchenzeitung „martinus“ (siehe unten) ist ein Antwortversuch. Dieses...

  • 06.05.20
Kunst & Kultur
2 Bilder

Pflege kirchlicher Objekte
Damit wir weiterhin schöne Kirchen haben

Ein neues Handbuch für Österreichs Mesnerinnen und Mesner gibt Tipps, bietet Anregungen und konkrete Impulse zur Pflege und Bewahrung unserer kirchlichen Objekte. Diözesankonservatorin Elena Holzhausen im Gespräch. Wofür ist das „Referat für Kunst und Denkmalpflege“ zuständig? Elena Holzhausen: Wir kümmern uns um den Erhalt der Kirchenräume und ihrer Ausstattung. Wir stehen als Servicestelle, aber auch als Weiterbildungsstelle für Pfarren, die Fragen haben, zur Verfügung. Wir begleiten...

  • 06.03.20
Kunst & Kultur
2 Bilder

Im Interview: Die Künstlerin Melanie Leitner-Gavric aus Galtür.
Das Innere nach außen tragen

Melanie Leitner-Gavric aus Galtür hat sich mit großer Leidenschaft der Ikonenmalerei verschrieben. Im Interview mit dem Tiroler Sonntag erklärt die Künstlerin, warum für sie Heiligendarstellungen ein Fester zu einer unsichtbaren Wirklichkeit darstellen und wie die Begegnung mit Gott ihr Leben verändert hat. Das Interview führte Elisabeth Zangerl Sie malen seit einigen Jahren auch Ikonen. Wie kommt es dazu, dass Sie sich dieser Art der Darstellungen widmen? Melanie Leitner-Gavric: Malen...

  • 18.02.20
Serien
Gege Stiegler stammt aus der Obersteiermark und lebt in Graz.

Wege enstehen im Gehen
Der Mann, der kurze Wege liebt

Flotter Strich: Nur keine allzugroßen Vorstellungen davon, wie sich Projekte entwickeln. Das Gehen lockert die Füße und bringt dich in Kontakt mit der Welt. Es bedeutet Standfestigkeit, eben zu wissen, dass man fest mit der Welt in Kontakt steht. In einem etwas übertragenen Sinn: „Es heiß ja auch, ich steh auf dich“, sagt Gege (Gerhard) Stiegler mit einem Lachen, das so typisch ist für ihn. Gege, ein begeisterter Lehrer – Geografie, Geschichte (also die Koordinaten von Raum und Zeit) –,...

  • 19.11.19
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