Kunst
Zum Tod von Arnulf Rainer
- „Braunkreuz“. Das Werk von Arnulf Rainer (1929–2025)ist seit 1994 Altarbild in der Kapelle des Grazer Priesterseminars.
- Foto: Neuhold
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„Wegwischen, Durchstreichen, Auslöschen und immer wieder Übermalen – das Bild in Frage stellen und zugleich an seine Bedeutung glauben – in dieser Weise war Arnulf Rainer ein rastloser Künstler, ein Bildzerstörer und Bildverehrer zugleich.“ So würdigte der Tiroler Bischof Hermann Glettler den am 21. Dezember 96-jährig verstorbenen österreichischen Künstler Arnulf Rainer. Sein umfangreiches Werk habe in zahlreichen, auch internationalen Ausstellungen den Dialog zwischen Religion und Gegenwartskunst befruchtet, so der in der Bischofskonferenz für Kunst und Kultur zuständige Bischof.
Am 8. Dezember 1929 in Baden bei Wien geboren, maturierte Arnulf Rainer 1949 an der Staatsgewerbeschule
in Villach. Ab den 1950ern beginnt er, eigene und fremde Bilder zu übermalen und erregt damit Aufsehen und Protest. Jahre später widmete ihm das New Yorker Guggenheim Museum 1989 als erstem Künstler aus Österreich eine Einzelausstellung.
Als wirkliche Konstante in seinem Gesamtwerk zeige sich das Motiv des Kreuzes, so Bischof Glettler über den Künstler. „Es war für ihn die eigentliche Bild-Herausforderung“, schreibt er und erinnert an Worte Rainers, in denen er bekannte: „Das Kreuz ist ein bestens geeignetes Verfahren, ein Bild verstummen und bewegungslos werden zu lassen.“
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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