Ausgabe 22 / 31.05.2026

Beiträge zum Thema Ausgabe 22 / 31.05.2026

Serien
Gefährlich ist die „Mannosphäre“ – ein digitales 
Männermilieu – nicht nur wegen ihrer Rohheit, sondern vor allem wegen ihrer Verführungslogik.  | Foto: pexels
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Weltanschaungsarbeit heute | 27
Wut der Verunsicherten

Die „Mannosphäre“ und die „perfekte“ Männlichkeit. Frauen wollen von Männern geführt werden.“ Was wie ein Echo aus vergangenen Zeiten klingt, gehört zum Klang digitaler Gegenwart. Eine Rhetorik von Dominanz und Selbstüberhöhung. Das Destillat eines Männerideals aus Selbstoptimierung und Frauenhass. Ein Leitbild der „Mannosphäre“. Die „Mannosphäre“ bezeichnet eine digitale Strömung, die von subtiler Frauenfeindlichkeit bis hin zu offener Radikalisierung reicht. Verbindungen zu rechtsextremen und...

  • 28.05.26
Bewusst leben & Alltag

Steirischer Kochtopf
Holunderstrauben

15 dag Mehl 3/16 l Weißwein 2 Eier 2 Pkg. Vanillezucker 1 Msp. Zimt, 1 Msp. Salz 5 dag Zucker 15 voll aufgeblühte Hollerblüten Öl. Mehl mit Wein, Dotter, Vanillezucker, Zimt und Salz verrühren, Eiklar zu steifem Schnee schlagen, nach und nach Zucker einschlagen und unter den Teig heben. Hollerblüten unter fließendem Wasser waschen und abtropfen lassen. Die trockenen Blüten durch den Teig ziehen und sofort in heißem Fett ca. 2 Min. backen. Abtropfen lassen und mit Staubzucker bestreut servieren....

  • 27.05.26
Bewusst leben & Alltag
„Neid ist die Angewohnheit, statt der eigenen Glücksgüter die der anderen zu zählen“, sagte schon der österreichische Lyriker Ernst von Feuchtersleben (1806–1849). | Foto: pixabay
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Familie
Was Neid in uns auslöst

Warum Neid uns trennt und Vertrauen uns heilt. Neid ist ein leises Gift. Er schleicht sich ein, wenn wir den Blick von unserem eigenen Weg abwenden und auf das schauen, was andere besitzen, erreichen oder erleben. In seinem Kern ist Neid ein Gefühl des Mangels: die Überzeugung, dass uns etwas Entscheidendes fehlt. Doch genau hier beginnt die innere Verzerrung, denn Neid macht blind für das, was wir bereits haben, und für das, was in uns wachsen könnte. Neid ist besonders problematisch, weil er...

  • 27.05.26
Pfarrleben

Im Blickpunkt
Pfarre Aflenz

Bei strahlendem Sonnenschein sorgte die Kapellengemeinschaft Aflenz im SR Leibnitzerfeld am Pfingstmontag für ein gelungenes Kapellenfest – ausgestattet mit neuen T-Shirts in „steirischem Grün“.

  • 27.05.26
Pfarrleben

Im Blickpunkt
Pfarre Leibnitz

Die Pfingstdekoration der Stadtpfarrkirche Leibnitz aus Feuerzungen und Tauben über dem Altar bot während der Firmung einen besonderen Effekt, als ein Luftzug die Installation in Bewegung brachte – als wäre der Heilige Geist plötzlich sichtbar.

  • 27.05.26
Pfarrleben

Im Blickpunkt
Pfarre Bruck an der Mur

Eine besondere Pfingstüberraschung erlebte die Gottesdienstgemeinde am Pfingstsonntag in Bruck an der Mur: Beim Lied „Der Geist des Herrn erfüllt das All“ rieselten rote Rosenblätter aus dem „Heilig-Geist-Loch“ herunter in den Kirchenraum. Der Rosenregen zum Pfingstfest ist eine Tradition im Pantheon in Rom.

  • 27.05.26
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht - Anna Maria Steiner, Redakteurin
Körper, Seele, Geist

„Der Mensch ist mehr als nur ein Bündel von Organen.“ In der Kirchenbank sitzend, vernahm ich diese Worte kürzlich bei der Firmung in der Pfarre Graz-Mariatrost. Weihbischof Johannes Freitag gab den Mitfeiernden in seiner Predigt mit: Als Menschenwesen bestehen wir zwar aus Zellen, Fleisch und Knochen – aber das ist längst nicht alles. Zum Menschsein gehören auch Gefühle, Gedanken und ein Gewissen. Der Mensch als Körper, Geist und Seele: große Begriffe, die er den Jugendlichen zumutet – und...

  • 27.05.26
Kommentare & Blogs

Offen gesagt: August Schmölzer
Moment der Konzentration

Was bedeutet Gebet für Sie? Wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere, an den Religionsunterricht, wir beteten, ohne wirklich zu verstehen, was das bedeutete. Es hat uns niemand wirklich erklärt, worum es dabei geht. Wir erfanden ohne böse Absicht irgendwelche geringfügigen Missetaten für die Beichte, und das genügte, um losgesprochen zu werden von den Sünden. Genauso erledigten wir den Kommuniongang nach der Erstkommunion und machten das Kreuzzeichen nach. Natürlich war ich eine Zeitlang...

  • 27.05.26
Kommentare & Blogs

Positionen - Karl Veitschegger
„Madre di Dio!“

Der Hochstapler und Kunstdieb Allmen wird im Zuge seiner Betrügereien von einem Rivalen angeschossen. Eine Frau eilt ihm zu Hilfe, versorgt die Wunde und ruft spontan: „Madre di Dio!“ Allmen ist irritiert und meint, ein Gebet sei wohl nicht angebracht. Doch sie beharrt darauf und sagt über die Gottesmutter Maria: „Sie ist immer da, auch wenn man selbst schuld ist.“ Diese Worte aus einem Allmen-Krimi haben mich tief berührt und durch den Marienmonat Mai begleitet. Es steckt viel Evangelium...

  • 27.05.26
Kommentare & Blogs

Mutworte - Ruth Zenkert
Schlecht oder gut?

„Die Zigeuner wollen nicht arbeiten und nicht lernen, sie haben keine Uhr und halten sich an keine Regel … .“ Wie oft hörten wir diese Sätze, als wir in Nou mit Musikunterricht begannen! In der Schule durften wir einen Raum nutzen. Zur ersten Stunde kam eine kleine Schar, aber von Tag zu Tag wurden es mehr. Wir brauchten mehr Räume. Da wurde es dem Schuldirektor unheimlich, er schickte Kon-trollen. „Aha, da sind fast nur Zigeunerkinder dabei, die gar nicht in die Schule gehen!“ Nun sollten nur...

  • 27.05.26
Kirche hier und anderswo

Kirche Österreich
Ein neuer Blick

100 Jahre St. Margarethen. Im Jubiläumsjahr werden Leid und Auferstehung Jesu erstmals aus der Perspektive einer Frau erzählt. Zunächst diente eine Scheune auf einem Bauernhof als Bühne, mittlerweile spielt man vor einer prächtigen Naturkulisse im berühmten Römersteinbruch: 2026 sind es genau 100 Jahre, dass im burgenländischen St. Margarethen erstmals Passionsspiele aufgeführt wurden. Seitdem sind alle fünf Jahre rund 400 LaiendarstellerInnen und HelferInnen ehrenamtlich und mit voller...

  • 27.05.26
Kirche hier und anderswo

Weltkirche
Eine Welt

Nach Straßenblockaden und Protesten gegen steigende Lebenshaltungskosten bietet sich die kath. Kirche in Bolivien als Vermittlerin an und ruft Regierung und Konfliktparteien dazu auf, „den Weg des Dialogs mit ... Verantwortungsbewusstsein wieder aufzunehmen“. Zugleich erkenne man an, dass berechtigte Forderungen bestimmter Bevölkerungsgruppen Beachtung verdienten. Minenarbeiter, LandwirtInnen und Anhän-gerInnen des ehem. Staatschefs Evo Morales halten seit drei Wochen die Zufahrts-straßen nach...

  • 27.05.26
Kirche hier und anderswo

Weltkirche
Natur und Kultur

Paris sei gut geeignet für monumentale Werke, meinte der Künstler JR. Mit bedrucktem Stoff überzogen, der aus der Ferne felsig-kalt wirkt, erinnert seine Installation an der Pariser Brücke Pont Neuf an eine Hüpfburg. Kunst, die im öffentlichen Raum zum Nachdenken anregt, realisierte der Franzose bereits andernorts – etwa in den Slums von Rio de Janeiro oder den israelischen Sperranlagen in Palästina. Sein 18 Meter hoher „Berg“ soll von 6. bis 28. Juni für FußgängerInnen über die Seine gratis...

  • 27.05.26
Kirche hier und anderswo

Weltkirche
Geld ist nicht gleich Geld

Glaubwürdig wirtschaften. Der verantwortungsvolle Umgang mit kirchlichem Vermögen stand im Mittelpunkt einer Fachtagung. Kirchliches Vermögen ist kein Selbstzweck.“ Um diese Aussage herum wurde das IV. Symposium zur Vermögensverwaltung in der römisch-katholischen Kirche in Rom abgehalten. Veranstaltet von der Diözese Innsbruck und der Universität Innsbruck, kamen am 23. und 24. April Fachleute aus verschiedenen Bereichen zusammen, um sich über den verantwortungsvollen Umgang mit kirchlichem...

  • 27.05.26
Kirche hier und anderswo

Weltkirche
KI im Dienst der Menschenwürde

Magnifica humanitas Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. Schon die Präsentation der Enzyklika „Magnifica humanitas – über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ brachte eine Premiere. Bisher wurden päpstliche Lehrscheiben in einer Pressekonferenz vorgestellt. Leo XIV. lud am Pfingstmontag Kurienkardinäle, internationale Fachleute, Diplomaten und Medienvertreter in die Synodenaula im Vatikan ein, um persönlich in sein mit Spannung erwartetes Rundschreiben einzuführen....

  • 27.05.26
Menschen & Meinungen

Steirer mit Herz
Anton Schrettle

Singen mit Kindern und Erwachsenen oder das Präludieren an der Orgel: Jubilieren mittels Musik war Anton Schrettle immer schon ein Anliegen. Seine jahrzehntelange Beschäftigung mit religiösen Liedern für die Schule bezeichnete der langjährige Hochschulprofessor einst liebevoll als eines seiner „Nebengeleise“. Durch seine Mitarbeit an Liederbüchern für Volks- und Mittelschule, bei „Lobet den Herrn“ oder „Ihr sollt ein Segen sein“, prägte der ehrenamtlich vielseitig Aktive die...

  • 27.05.26
Kirche hier und anderswo

Kirche Steiermark
Jung und gläubig

Die Katholische Jugend Steiermark lädt zu einer Podiumsdiskussion über den Mehrwert des Glaubens, seine Sichtbarkeit in den sozialen Medien und die Herausforderungen unserer Zeit ein. Viele junge Menschen suchen nach Sinn, Orientierung und Halt. Gleichzeitig erleben viele Kirche als fremd, kompliziert oder weit weg vom Alltag. Kann Christsein trotzdem etwas sein, das trägt? Und wie findet man überhaupt den Mut, offen zu seinem Glauben zu stehen? Über diese Fragen diskutieren am 11. Juni im Café...

  • 27.05.26
Kunst & Kultur

Buch-Tipp
Ein Leben hinter Klostermauern

Einfach, gottgeweiht und getragen von Arbeit, Gebet und Hingabe: In wunderschönen und eindrucksvollen Fotografien bewahrt dieses Buch die Atmosphäre des Alltags im Kloster Säben – jenem Ort hoch über dem Eisacktal in Südtirol, an dem über Jahrhunderte hindurch Nonnen lebten. Doch nach 335 Jahren hat sich dieses Kapitel klösterlicher Tradition geschlossen: 2021 verließen die letzten drei Benediktinerinnen den „Heiligen Berg Tirols“, einen der ältesten Wallfahrtsorte im Alpenraum – die kleine...

  • 27.05.26
Texte zum Sonntag

Dreifaltigkeitssonntag | 31. Juni 2026
Kommentar - Bibel und Leben

Was rettet im Zeitalter der KI? Mit großem Interesse wurde die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. erwartet. Zu Pfingsten hat er sie höchstpersönlich der Weltöffentlichkeit vorgestellt – nicht allein, sondern zusammen mit KI-Experten, die in die Überlegungen eingebunden waren. Damit zeigt Leo, dass er auch die Ausübung seines Lehramtes als dialogisches Geschehen betrachtet. Der Kern unseres Glaubens – so schreibt er – sei das „Geheimnis des lebendigen Gottes, der sich in Jesus Christus als...

  • 27.05.26
Texte zum Sonntag

Dreifaltigkeitssonntag | 31. Juni 2026
Passende Gesänge

Gotteslob: 144: Nun jauchzt dem Herren, alle Welt (7. Str.!) 352: O heiligste Dreifaltigkeit 353: Erhabene Dreifaltigkeit (auch nach der bekannten Melodie 147) 354: Gott ist dreifaltig einer 355: Wir glauben Gott im höchsten Thron 380: Dich, Gott, Vater, auf dem Thron (5. Str.) 393: Nun lobet Gott im hohen Thron 394: Laudate dominum 405: Nun danket alle Gott 487: Nun singe Lob, du Christenheit 616/3: Der Name des Herrn sei gepriesen 640/2: So sehr hat Gott die Welt geliebt 750: Credo 848: Herr,...

  • 27.05.26
Texte zum Sonntag

Dreifaltigkeitssonntag | 31. Juni 2026
Meditation

Nie ausstempeln Wenn es eine Haltung gibt, zu der wir als Christinnen und Christen berufen sind, dann ist es das Dienen. Diese Berufung bedeutet nicht einfach, einen Dienst auszuüben – ein- und auszustempeln, zu predigen, Seelsorge zu machen oder die Jungschar zu leiten. Dienen ist kein Aufgabenpaket, das man abarbeitet. Dienende Menschen „stempeln“ nie aus, weil Dienen ein Lebensstil ist. Man dient, indem man ein dienendes Herz hat – eines, das alle Bereiche des Lebens prägt, unabhängig davon,...

  • 27.05.26
Kirche hier und anderswo

Kirche Steiermark
Maiandacht mit Mensch – und Tier

Die schöne Tradition der Maiandachten besteht im Seelsorgeraum Rein dank des Engagements örtlicher Familien und ihrer Freunde. Dabei entdeckt man den Reichtum an Kapellen, Bildstöcken und Wegkreuzen im Seelsorgeraum. Zu Ehren der Gottesmutter werden kleine Altäre errichtet, und aus den Kehlen von Frauen und Männern erklingt der Lobgesang für Maria – so schön, dass sogar die Kühe näherkommen – wie am 19. Mai bei der Marienkapelle am Hof von Familie Huber, vulgo Großreicher, in Hörgas. Text u....

  • 27.05.26
Kirche hier und anderswo

Vom Erz zur Andacht

300 Jahre Kirche Turrach. Die Pfarre lädt zur Feier am 6. Juni. Sechs Tage schwere Arbeit, und am siebten fünf bis sechs Stunden Fußweg zum Kirchgang. So sah das Leben jener Menschen aus, die vor Jahrhunderten als Bergleute im heutigen Seelsorgeraum Murau gearbeitet und gebetet haben. Wer im Gebiet der heutigen Pfarre Turrach lebte und den sonntäglichen Gottesdienst besuchen wollte, musste lange Zeit einen beschwerlichen Kirchgang nach Stadl auf sich nehmen, um in einem Gotteshaus zu danken und...

  • 27.05.26
Serien
Pfarrgruppen – das Fundament der kfb. V. l.: Angelika Schuster und Jacqueline Scherübel aus St. Martin im Sulmtal.  | Foto: privat
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75 Jahre kfb - Teil 7
Stimmen aus den Pfarren

Neue Ideen und junge Aufbrüche in der kfb Steiermark. Den Weg zurück gefunden Seit März 2026 bin ich bei der kfb und auch bei meiner Ortsgruppe. Unser Pfarrer hat mich in einem Gespräch gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, die Leitung der Gruppe zu übernehmen. Da mir Frauenthemen immer schon sehr am Herzen lagen, habe ich sehr spontan zugesagt. Ich bin derzeit in Karenz und habe es schön gefunden, dass er mir diese Tätigkeit zutraut und eine neue Aufgabe auf mich wartet, an der ich wachsen...

  • 27.05.26
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