75 Jahre kfb - Teil 7
Stimmen aus den Pfarren
- Pfarrgruppen – das Fundament der kfb. V. l.: Angelika Schuster und Jacqueline Scherübel aus St. Martin im Sulmtal.
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Neue Ideen und junge Aufbrüche in der kfb Steiermark.
Den Weg zurück gefunden
Seit März 2026 bin ich bei der kfb und auch bei meiner Ortsgruppe. Unser Pfarrer hat mich in einem Gespräch gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, die Leitung der Gruppe zu übernehmen. Da mir Frauenthemen immer schon sehr am Herzen lagen, habe ich sehr spontan zugesagt. Ich bin derzeit in Karenz und habe es schön gefunden, dass er mir diese Tätigkeit zutraut und eine neue Aufgabe auf mich wartet, an der ich wachsen und meine Ideen einbringen kann.
Ich war als Jugendliche bereits in der Katholischen Jungschar tätig und habe auch beim Sternsingen mitgewirkt. Es ist schön, den Weg zurück in eine katholische Gruppe gefunden zu haben. Mit einem Generationen-Café, das einem vielfältigen Miteinander in der Gemeinde dienen soll, wollen wir junge Menschen ansprechen und Familien einen Raum geben.
Glaube bedeutet für mich Hoffnung und Vertrauen, dass man die Aufgaben des Lebens meistern kann – und dass man auf diesem Weg nicht allein ist, wenn man die Augen offen hält.
Jacqueline Scherübel,
kfb-Gruppe der Pfarre St. Martin im Sulmtal
Gute Gemeinschaft leben
Ich bin erst seit drei Monaten bei der Katholischen Frauenbewegung und man könnte meinen, es war göttliche Fügung: Im Herbst hab ich mir während eines Gebetes überlegt, dass ich gerne etwas in der oder für die Kirche machen würde, aber ich wusste überhaupt nicht, was. Unser Herr hat wirklich Humor bewiesen und mich in die kfb „gesteckt“. Ich wurde zu einer Sitzung eingeladen und prompt zur stellvertretenden Leitung gewählt. Seither versuchen meine Kollegin Jacqueline Scherübel, die ich sehr für ihre guten Ideen und ihr Engagement schätze, und ich, die kfb attraktiver für jüngere Frauen zu gestalten: Maiandachten, ein Generationen-Café, Ferien-Nachmittage, wo Kinder Kirche erleben und erfahren, wie es Frauen in anderen Ländern geht ..., sind in Planung. Wir wollen neue Mitglieder für unsere kfb-Gruppe gewinnen, eine gute Gemeinschaft leben, Veranstaltungen besuchen oder gemeinsam organisieren.
Der Glaube bedeutet mir sehr viel. Wenn ich glaube, verzweifle ich nicht, sondern hoffe. Wenn ich den Rosenkranz bete, werden mein Herz und meine Seele ruhig. Wenn ich in der Anbetung vor Gott komme, weiß ich, dass ich nie allein bin. Mein Traum wäre, eine Gebetsgruppe zu gründen.
Angelika Schuster,
kfb-Gruppe der Pfarre St. Martin im Sulmtal
Ein Ort, wo mein Glaube aufblüht
Seit 2023 bin ich kfb-Mitglied und habe mit einer lieben Freundin unsere kfb-Gruppe gegründet. Zu dritt im Organisationsteam freuen wir uns, dass wir für Frauen einen Raum schaffen, wo Gemeinschaft über Generationen hinweg, Bildung und Spiritualität angeboten werden. Unser Pfarrer hat mich auf die kfb aufmerksam gemacht. Er kannte meine Interessen und mein Engagement für Frauen in Kirche und Gesellschaft. Die Gründung einer kfb-Gruppe war für mich Berufung – eine sinnvolle Aufgabe, die mir große Freude bereitet.
Ein großer Traum war die Initiierung einer Workshopreihe. Unter dem Motto „Frauen stärken im Mariazellerland – Körper. Stimme. Sichtbarkeit.“ haben Frauen seit Februar die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen. Angelehnt an das kfb-Jahresthema „Frauengesundheit“ gibt es z. B. einen Vortrag über Herzgesundheit (Termin S. 18) und vieles mehr, um die eigene Gesundheit zu fördern. Ich will Frauen sichtbar machen und positive Vorbilder schaffen. Dazu hatten wir im Februar die Autorin Heike Dobrovolny zu Gast. Ein Kommunikationstraining im Oktober mit Nathalie Karré thematisiert gute Kommunikation – beruflich wie privat. Der Frauenpilgertag „weiblich.steirisch.pilgern“ im September soll spirituelle Erfahrung und das Unterwegssein mit Gott fördern.
Meine Pläne für die Zukunft: Bestärkung und Vernetzung von vielen Frauen, denn dann kann Großartiges entstehen. Gemeinsam sind wir Frauen stark! Der Glaube ist für mich wie ein Brunnen, aus dem ich Kraft schöpfe. Die kfb ist ein Ort, wo mein Glaube aufblühen darf.
Elisabeth Wanek, kfb-Gruppe der Pfarre Mariazell
Die kfb Steiermark ...
... zählt ca. 14.000 Mitglieder in rund 150 Pfarrgruppen. Über 100 Frauen engagieren sich in Verantwortungsfunktionen (Pfarrleiterinnen, Kassierinnen). Acht Frauen sind in der ehrenamtlichen Diözesanleitung tätig. Vier Schwerpunkte prägen die Arbeit: Aktion Familienfasttag, Weltgebetstag (30 Feiern steiermarkweit), Frauenspiritualität und Bildung. Viermal im Jahr erscheint die Mitgliedszeitschrift.
Mehr: kfb.graz-seckau.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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