Dreifaltigkeitssonntag | 31. Juni 2026
Kommentar - Bibel und Leben
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Was rettet im Zeitalter der KI?
Mit großem Interesse wurde die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. erwartet. Zu Pfingsten hat er sie höchstpersönlich der Weltöffentlichkeit vorgestellt – nicht allein, sondern zusammen mit KI-Experten, die in die Überlegungen eingebunden waren. Damit zeigt Leo, dass er auch die Ausübung seines Lehramtes als dialogisches Geschehen betrachtet.
Der Kern unseres Glaubens – so schreibt er – sei das „Geheimnis des lebendigen Gottes, der sich in Jesus Christus als Gemeinschaft von Personen offenbart – Vater, Sohn und Heiliger Geist –, als Liebe in Beziehung, die sich gegenseitig schenkt und sich der Welt mitteilt“ (MH 48). Der Mensch sei als Abbild des dreifaltigen Gottes zur Gemeinschaft mit Gott berufen. In der Gestalt Jesu Christi werde das Geheimnis des Menschen gelüftet. Wer an ihn glaubt, sei „in das große Werk der Erneuerung miteinbezogen“ (49).
So erklärt es Jesus dem Gelehrten Nikodemus: Gott zeigt uns im Beispiel des Sohnes, was den Menschen aus seiner Verlorenheit zum Leben führt. Es ist die Hingabe, die Zuwendung und Selbstüberschreitung aus Liebe. Wer das Wagnis eingeht, erlebt die Begegnung mit Christus als Rettung, wer sie ablehnt, als Gericht.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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