Kirche Österreich
Ein neuer Blick
- Im Mittelpunkt „eine Frau, die Jesus sehr wichtig war: Maria Magdalena“, so Pfarrer Geier.
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100 Jahre St. Margarethen. Im Jubiläumsjahr werden Leid und Auferstehung Jesu erstmals aus der Perspektive einer Frau erzählt.
Zunächst diente eine Scheune auf einem Bauernhof als Bühne, mittlerweile spielt man vor einer prächtigen Naturkulisse im berühmten Römersteinbruch: 2026 sind es genau 100 Jahre, dass im burgenländischen St. Margarethen erstmals Passionsspiele aufgeführt wurden. Seitdem sind alle fünf Jahre rund 400 LaiendarstellerInnen und HelferInnen ehrenamtlich und mit voller Leidenschaft bei den Aufführungen dabei und helfen mit, den christlichen Glauben in die Zeit szenisch „hineinzusprechen“.
„Jede Zeit hat ihre eigenen Fragen und Antworten“, ist auf der Webseite der Pfarre St. Margarethen zu lesen. „Darum braucht es immer wieder neue Ansätze in der Interpretation der altehrwürdigen Geschichte Jesu.“ Im Jahr des 100-jährigen Bestehens der Passionsspiele besteht der neue Ansatz in einem anderen Blick auf die Passion. Mit dem Stück „Mirjam – Stark wie der Tod ist die Liebe“ wird erstmals eine Frau in den Mittelpunkt der Passionsgeschichte gestellt. Auf diese Weise wolle man die Geschichte von Leben, Leiden und der Auferstehung Jesu Christi neu interpretieren, informierte der Spielleiter und Autor, Pfarrer Richard Geier, in einer Aussendung. Der seit zehn Jahren in der Pfarre St. Margarethen tätige Geistliche sprach zudem von einer „weiblichen Perspektive auf die Passion“, die „in der männerdominierten Kirche bisher vernachlässigt wurde“. Es sei „höchste Zeit“, dass auch die Passionsspiele in St. Margarethen „weiblicher werden und den Frauenfiguren durch starke Darstellerinnen mehr Präsenz eingeräumt wird“, erklärte er die Motivation zur Neuadaption. Die Premiere der Neuinszenierung im Römersteinbruch war am 23. Mai, gespielt wird bis 12. Juli.
Quellen: Pfarre, ORF Religion
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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