Katholische Privatschulen in der Steiermark | Teil 09
Pädagogik mit Hirn, Herz und Hand

Kooperation und Vertrauen sind wichtige Anliegen in der Sozialpädagogik.
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Das Kind ist in der Mitte“, lautet der Grundsatz in der Lehrerausbildung an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) in Graz. Den künftigen Pädagogen werden ein christliches Menschenbild und Orientierung an modernen pädagogischen Konzepten wie der Inklusion sowie zentrale reformpädagogische Ansätze vermittelt.

Die KPH Graz bietet im Ausbildungsbereich Bachelor-Studiengänge für das Lehramt an Volksschulen und Sonderschulen sowie für das Lehramt für katholische Religion an Pflichtschulen mit einer Mindeststudiendauer von sechs Semestern an. Sie schließen mit dem akademischen Grad „Bachelor of Education“ (BEd) ab.

Allen Bildungsangeboten gemeinsam ist die neue Studienarchitektur in Form von Modulen, die den Studierenden fachübergreifendes, zusammenhängendes Wissen und Können zur Bewältigung der Unterrichts- und Erziehungsaufgaben vermitteln. Das neue Studienkonzept verknüpft Theorie und Praxis eng und konfrontiert die Studierenden vor der konkreten Unterrichtsarbeit umfassend mit der Lebenssituation der Kinder von heute.

Zum Profil der KPH Graz gehören darüber hinaus: ganzheitliche Bildung, interkulturelle Kompetenz, forschendes Lernen und die Ermutigung zu einem Schritt über den nationalen Tellerrand hinaus. Lehrveranstaltungen können auch im Rahmen eines Auslandssemesters absolviert werden.

Im Studiengang für das Lehramt für katholische Religion wird – auf der Basis einer fundierten Theologie und (Religions-)Pädagogik – besonderer Wert auf eine zeitgemäße Didaktik, auf Kreativität sowie auf die spirituelle Bildung der künftigen ReligionslehrerInnen gelegt. Neben der Ausbildung gibt es ein reiches Angebot an Lehrgängen, Weiterbildung sowie eine rege Forschungstätigkeit.

 

Sozialpädagogik: Leben mit Menschen als Beruf
Sozialpädagogik versteht sich neben der Schule und außerhalb der Familie als dritter eigenständiger Erziehungsbereich. Sozialpädagogen unterstützen Menschen aller Altersstufen in besonderen Problemlagen bei der Bewältigung ihres Alltags. Das Kolleg für Sozialpädagogik der Diözese Graz-Seckau bildet SozialpädagogInnen aus, die sich dieser Herausforderung stellen.
Der Beruf fordert den Menschen als Ganzes. Daher sind Persönlichkeitsbildung und ein ganzheitlicher Zugang zu Erziehung und Bildung unverzichtbare Bestandteile der Ausbildung. Selbstständigkeit, ein hohes Wertebewusstsein und Belastbarkeit sind Voraussetzungen, um das Studium zu beginnen. Sozialpädagogisches Handeln ist ressourcenorientiert und schließt Beziehungsarbeit, musisch-kreative Aktivitäten, Bewegung und gemeinsames Tun mit ein.
Am Kolleg für Sozialpädagogik werden in einer viersemestrigen Ausbildung breit gefächerte Basiskompetenzen für die Arbeit in sozialpädagogischen Einrichtungen – Wohngemeinschaften, Horte, Jugendzentren, Kriseneinrichtungen, Streetwork, Förderzentren, kulturspezifische und erlebnisorientierte Projekte – erworben. Die Ausbildung schließt mit einer Diplomprüfung ab. Von den 52 Studierenden, die jährlich aufgenommen werden, schließen ca. 99 Prozent die Ausbildung ab. Anmeldungen für die Eignungsüberprüfungen werden bis 12. Mai entgegengenommen.

Kooperation und Vertrauen sind wichtige Anliegen in der Sozialpädagogik.
Die frisch gebackenen „Bachelors of Education“ erhalten ihre Abschlusszeugnisse.
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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