Buchtipp
Erzählungen aus dem Kongo
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„Lisolo“ bedeutet auf Lingala, einer der Nationalsprachen des Kongo, „Geschichten erzählen“. Und genau das tut Nadège Kusanika in ihrem bewegenden Buch „Unter derselben Sonne“. Sie erzählt von der Freude an Süßkartoffelblättern und Mango mit Pili Pili (eine extrem scharfe Chilischote), von den weiten, geheimnisvollen Nächten unter dem Sternenhimmel und vom täglichen Leben auf staubiger Erde in Plastiksandalen. Doch sie erzählt auch von den Schattenseiten: von Hunger und Armut.
Schon als kleines Mädchen versammelten sich die Nachbarskinder um Nadège, um ihren lebendigen Erzählungen zu lauschen. Was zunächst ein Spiel war, entwickelte sich später zu einer wichtigen, persönlichen Aufgabe: Mit 15 Jahren zog sie aus der Demokratischen Republik Kongo zu ihrem Vater nach Deutschland und brachte die Geschichten ihrer Heimat mit. Die Autorin gibt dem Kongo eine neue Bedeutung, indem sie nicht nur von den Härten des Aufwachsens im krisengebeutelten Land erzählt, sondern auch von seiner Schönheit und Vielfalt. Sie verleiht denjenigen eine Stimme, die sonst nicht gehört würden. Mit Leichtigkeit und Humor stellt sie beide Welten, für die ihr Herz schlägt, gegenüber.„Ein großartiges Debüt“, findet Regisseurin Doris Dörrie, die Nadège Kusanika zum Schreiben inspirierte. „Eine wahre Heldinnenreise.“
Unter derselben Sonne von Nadège Kusanika
Aufbau Verlag, 2025
ISBN 978-3-351-04243-1
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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