Aus meiner Sicht - Katharina Grager
Lichtmomente
- hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion
Letztes Wochenende haben wir die Uhren von Sommer- auf Winterzeit umgestellt. Morgens ist es damit jetzt (eine Weile) früher hell. Dafür wird es abends nun spürbar schneller finster. Es ist nicht mehr zu übersehen: Die Tage werden laufend kürzer.
Für manche ist das die gemütlichste Zeit im Jahr. Andere – so wie ich – tun sich mit der Dunkelheit eher schwer. Im Dunkeln aus dem Haus zu gehen und meist erst heimzukommen, wenn es bereits wieder dunkel ist – das schlägt mir an manchen Tagen aufs Gemüt.
In diese dunkleren Tage fallen auch Allerheiligen und Allerseelen – und damit das Gedenken an unsere lieben Verstorbenen. Wir beten für sie, schmücken und segnen ihre Gräber, denken an sie und erzählen von ihnen beim Striezelessen. Und wir tun etwas, das gegen diesen „Blues“, die melancholische Stimmung der dunklen Tage, helfen kann: Licht machen.
Auf den Gräbern und in Laternen zünden wir Kerzen an. Nicht nur sie können Lichtmomente schenken. Ich etwa freue mich schon auf das baldige Treffen mit einer Freundin, die ich viel zu selten sehe. Außerdem habe ich mir vorgenommen, bei gutem Wetter die Mittagspause im Freien zu verbringen und mir für ein paar Minuten die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen.
Was sind Lichtmomente für Sie?
Katharina Grager, Chefredakteurin
katharina.grager@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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