Gut beraten
Kommunikation
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Die Familie sitzt am Esstisch. Doch statt Gesprächen wandern die Blicke immer wieder aufs Handy: Nachrichten beantworten, durch Apps scrollen ... Obwohl alle beisammensitzen, findet kaum echter Austausch statt. Solche Szenen gehören heute in vielen Familien zum Alltag.
Noch nie war es so einfach, miteinander in Kontakt zu bleiben. Gleichzeitig werden Gespräche seltener. Smartphones und ständige Erreichbarkeit lenken Aufmerksamkeit ab – oft genau dann, wenn Zeit füreinander wäre. Dabei sind direkte Gespräche wichtiger denn je. Missverständnisse entstehen häufig, wenn sensible Themen nur schriftlich besprochen werden. Ohne Mimik und Tonfall werden Nachrichten schnell falsch verstanden. Konflikte lassen sich daher meist besser persönlich klären. Kinder und Jugendliche brauchen zudem das Gefühl, dass ihre Sorgen ernst genommen werden. Wer sofort bewertet oder belehrt, riskiert, dass Gespräche ausbleiben.
Drei Tipps für den Familienalltag: Handyfreie Zeiten vereinbaren. Wichtige Themen persönlich besprechen. Täglich zehn Minuten bewusst zuhören.
Gute Kommunikation entsteht durch echte Aufmerksamkeit. Sie ist die Grundlage für ein starkes Familienleben.
Christiane Sprung-Zarfl ist klinische Psychologin und Leiterin des IFP – Institut für Familienberatung und Psychotherapie.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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