Ostern
Herzstück des Glaubens
- „Der Herr ist wahrhaft auferstanden!“ Erzbischof Franz Lackner forderte die Christinnen und Christen in seiner Osternachtspredigt auf, ihre Stimme zu erheben und ihren Glauben zu bekennen. Im Bild bei der Entzündung der Osterkerze am Domplatz in Salzburg.
- Foto: eds/Hiva Naghshi, 2024
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Die Bischöfe riefen in der Osternacht zu Hoffnung, Heilung und Wandlung auf.
Die Auferstehung Jesu ist das Herzstück des christlichen Glaubens – und „nicht nur für die, die sich im Glauben mühen“, sondern für alle, sagte Erzbischof Franz Lackner in der Osternacht im Salzburger Dom. Umfragen aber zeigten immer wieder, wie wenige Menschen – selbst unter Christen – an Auferstehung glauben. Umso mehr, forderte Lackner, müssten die in der Osternacht zu den Auferstehungsgottesdiensten versammelten Christinnen und Christen ihre bekennende Stimme erheben: „Der Herr ist wahrhaft auferstanden!“
Bischof Wilhelm Krautwaschl taufte in der Osternacht ein Kind (siehe kl. Bild rechts). Durch diese leibhaftig erfahrene Taufe in der Auferstehungsfeier werde „Ostern nicht bloß als geschichtliches Ereignis“ erinnert, „sondern wird lebensbedeutsam“, so der Grazer Diözesanbischof. Jede Taufe sei ein Geschenk, persönlich die Auferstehung zu (er-)leben, und lade ein „von uns nicht klein zu denken“, predigte Bischof Krautwaschl in der Osternacht im Grazer Dom.
- Samuel wurde von Bischof Wilhelm Krautwaschl in der Osternacht im Grazer Dom getauft.
- Foto: Brunnthaler
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Bischof Hermann Glettler verglich die Osterbotschaft in seiner Predigt im Innsbrucker Dom mit einem Defibrillator: „Meist nicht angenehm, aber rettend, erlösend – aufweckend.“ So wie der auferstandene Christus seinen Jüngern mit den Worten begegnet „Der Friede sei mit euch!“, so sende er auch heute Impulse der Heilung. Glettler rief dazu auf, sich vom Auferstandenen aus inneren „Bubbles“ (Blasen) wie Selbstmitleid und Selbstgerechtigkeit herausrufen zu lassen und selbst zum „Herzschrittmacher“ für andere zu werden.
Bischof Benno Elbs betonte die österliche Hoffnung angesichts von Krieg, Sorgen und gesellschaftlicher Zerreißprobe. „Mitten im Tod ist das Leben – das ist die Botschaft der Osternacht“, sagte er im Feldkircher Dom. „Die Nacht, in der wir uns versammelt haben, wird erhellt durch das Licht des neuen Lebens, das durch die Auferstehung Jesu zu strahlen beginnt.“ Symbol dafür sei das Licht der Osterkerze als „starkes Zeichen dafür, dass über unserem Leben ein Licht Gottes leuchtet, das niemals ausgelöscht wird, ja, das sich sogar verbreitet“.
Bischof Josef Marketz. In einer Welt voller Schmerz und Tod wirke Hoffnung oft „zu leicht, zu naiv, zu zerbrechlich“, sagte der Kärntner Bischof beim Gottesdienst im Klagenfurter Dom. „Aber sie beginnt dort, wo sie am wenigsten selbstverständlich ist“. Die Osterbotschaft unterbreche die vermeintliche Gewissheit des Todes mit einer „heiligen Irritation“. Die Frage der Engel – „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ – öffne Raum für neues Denken und Glauben.
Bischof Manfred Scheuer sprach in seiner Predigt bei der Osternachtsliturgie im Linzer Dom über das Wunder der Wandlung. Diese Wandlung vollziehe sich angefangen von der Schöpfungserzählung über die große Lebenserneuerung in der Taufe bis hin zur endgültigen Verwandlung des Kosmos. Die Liturgie zu Ostern zeige den Durchbruch von der Nacht zum Tag. Die große Verwandlung dränge zu einem Leben in der „neuen Wirklichkeit“. „Wer an die Auferstehung glaubt, richtet die Aufmerksamkeit gezielt auf diesen Wendepunkt: das Wunder der Wandlung“, so der Linzer Bischof.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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