Kirche Österreich
Gemeinsames Ziel Frieden
- Mir, Paix, Paz, Pace, Peace: Das Wort „Frieden“ bedeutet mehr als Abwesenheit von Krieg und Gewalt. Damit verbunden ist der Wunsch nach einem guten Leben für alle Menschen. (Bild: Abschlusskundgebung am Friedenstreffen der Katholischen Gemeinschaft Sant‘Egidio 2024 in Paris.)
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Wiener Erklärung – Religionen für den Frieden. Dem Friedensappell von Judentum, Christentum und Islam haben sich nun auch andere Religionen angeschlossen.
Wir appellieren an unsere Gemeinden und an alle Menschen, die in Wien leben, sich unermüdlich für den Erhalt des friedlichen und respektvollen Miteinanders in unserer Stadt einzusetzen“, heißt es in einer Erklärung, die von Kardinal Christoph Schönborn, Oberrabbiner Jaron Engelmayer und dem Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Ümit Vural, am 9. Jänner 2025 unterzeichnet worden war.
Ein Jahr nach dieser gemeinsamen Wiener Erklärung – Religionen für den Frieden durch Vertreter der drei abrahamitischen Religionen bekennen sich nun auch die am Verein „Campus der Religionen“ beteiligten Kirchen und Religionsgemeinschaften klar zu einem friedlichen Miteinander – der Voraussetzung für Sicherheit, gesellschaftliches Wachstum und persönliche Entwicklung.
- Am Gelände des geplanten „Campus der Religionen“ schlossen sich Vertreter von zehn Kirchen und Religionsgemeinschaften der Wiener Erklärung – Religionen für den Frieden an.
- Foto: Gnilsen
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Früchte des Dialogs. Mit der Unterzeichnung am 8. März 2026 schlossen sich Vertreter von zehn weiteren Religions- und Bekenntnisgemeinschaften der Wiener Erklärung an. Man wolle damit ein „gemeinsames Zeichen für ein friedvolles, konstruktives und respektvolles Miteinander“ setzen. Weiter im Text ist zu lesen, dass es in Wien „eine gute, tragfähige und konstruktive Zusammenarbeit der Religionsgemeinschaften“ gebe, die „auch Frucht eines langjährigen Dialogs“ in der Stadt sei. Unterzeichnet wurde die Erklärung in einem feierlichen Akt am Wiener „Campus der Religionen“ von Oberrabbiner Jaron Engelmayer (Israelitische Kultusgemeinde Wien), Superintendent Matthias Geist (Evangelische Kirche A.B.), Walter Hessler (Neuapostolische Kirche in Österreich), Gursharan Singh Mangat (Sikh Gemeinde Österreich), Sunil Narula (Hindugemeinschaft Österreich), Archimandrit Ilias Papadopoulos (Ökumenisches Patriarchat Metropolis von Austria), Superintendent Stefan Schröckenfuchs (Evangelisch-methodistische Kirche), Bischofsvikar Dariusz Schutzki (Röm.-kath. Kirche), Imam Ermin Sehic (Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich), Gerhard Weißgrab (Österr. Buddhistische Religionsgesellschaft) sowie von Harald Gnilsen vom Verein „Campus der Religionen“.
Für die Nachwelt. Das unterzeichnete Dokument wurde als Zeitkapsel in den Eckstein des entstehenden „Campus der Religionen“ eingelassen, der als interreligiöse Begegnungsstätte im neuen Wiener Stadtgebiet Seestadt Aspern errichtet wird.
Die Wiener Erklärung – Religionen für den Frieden ist damit dreifaches Zeichen für die Nachwelt: Als in einem Behälter aufbewahrter Text ist sie Zeitdokument für künftige Generationen. Darüber hinaus ist sie gemeinschaftliche Hoffnungsbotschaft in einer Welt, in der Friede brüchig geworden ist. Und, laut Inhalt, ist sie klar Auftrag: „Aus unserer gemeinsamen Verantwortung setzen wir uns für den Frieden ein – in der Überzeugung, dass der Glaube eine kraftvolle Basis für ein friedliches Zusammenleben sein kann“.
Anna Maria Steiner
Inhalt der Wiener Erklärung
Glaube ist kraftvolle Basis für den Frieden. Das gegenseitige Verständnis in den jeweiligen Religionsgemeinschaften soll gestärkt, und Religionsmissbrauch zur Rechtfertigung von Gewalt verurteilt werden.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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