Bischofskonferenz
Ein positives Resümee

Ein Austausch mit 15 Frauen in kirchlichen Leitungspositionen bildete den Auftakt der Sommervollversammlung der Bischöfe 2021 in Mariazell. Die Bischöfe haben bei dieser Begegnung mit Frauen aus Ordensgemeinschaften und aus allen Diözesen vor allem zugehört.
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  • Ein Austausch mit 15 Frauen in kirchlichen Leitungspositionen bildete den Auftakt der Sommervollversammlung der Bischöfe 2021 in Mariazell. Die Bischöfe haben bei dieser Begegnung mit Frauen aus Ordensgemeinschaften und aus allen Diözesen vor allem zugehört.
  • Foto: Kathpress / Paul Wuthe
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Österreichs Bischöfe trafen sich zur Sommervollversammlung in Mariazell. Die Rolle der Frau in der Kirche und die Bischofssynode 2023 waren unter anderem Thema.

Die Österreichische Bischofskonferenz traf sich zur Sommervollversammlung vom 14. bis 16. Juni, erstmals seit einem Jahr wieder als Präsenz-Sitzung, in Mariazell. Der erste Programmpunkt war ein Austausch mit Frauen in kirchlichen Leitungsfunktionen. Dabei ging es um die aus Sicht der Frauen wichtigen Themen der Kirche und darum, wie die Arbeit der Frauen in Leitungsfunktionen gestärkt werden kann (siehe auch „Offen gesagt“, Seite 2).

„Eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Partizipation, Mission“ – unter diesem Thema wird die nächste Weltbischofssynode im Herbst 2023 in Rom stehen. Zu deren Vorbereitung hat Papst Franziskus einen weltweiten synodalen Prozess ausgerufen. Die österreichischen Bischöfe haben als Veranwortlichen für diesen Prozess ihren Vorsitzenden, Erzbischof Franz Lackner gewählt, der dabei von Diöze-sanbischof Josef Marketz unterstützt wird.
Synodalität meint, gemeinsam einen Weg zu gehen. Dabei geht es darum, sich offen und ehrlich auszutauschen, einander zuzuhören, und sich gemeinsam im Gebet zu vertiefen, um zu erkennen, was Gott uns heute sagen will. Die Bischöfe laden alle Gläubigen ein, sich gemeinsam auf diesen Weg zu begeben, zu dem der Papst aufgefordert hat.

Die Caritas feiert dieser Tage ihr 100-jähriges Bestehen. Die Bischofskonferenz sagt Danke und „Vergelt’s Gott!“ für 100 Jahre Dienst am Nächsten und für die starke Stimme der Caritas für all jene, die selbst keine Stimme haben oder nicht gehört werden. Was in einer Zeit des größten Elends nach dem Ersten Weltkrieg mit Nothilfen, Essensausgaben und Kleiderspenden begann, hat sich zu einem unverzichtbaren Netzwerk der Solidarität in unserem Land und darüber hinaus entwickelt.
Alle in der Caritas Engagierten bemühen sich, in jedem Menschen Christus zu sehen und ihm in Liebe zu begegnen. Das Tun der Liebe gehört zum Kernauftrag des Evangeliums. Wenn die Caritas das Wort ergreift, ergreift die Kirche das Wort, so die Bischöfe.

Im „Jahr der Familie“ will die Bischofskonferenz, dass die katholische Kirche zukünftig noch bewusster alle Familien stärkt und ermutigt, ihre wichtige Aufgabe zur Gestaltung der Gesellschaft wahrzunehmen. Dazu wurde die kirchliche Ehe-Vorbereitung neu aufgestellt, um in Zukunft mehr auf die individuelle Situation der Paare eingehen zu können und als Diözese und Pfarre den Paaren auf ihrem Weg hin zur Trauung eine gute Begleitung anzubieten.

Abtreibung ist keine „Gesundheitsdienstleistung“: Mit dieser Feststellung distanzierten sich Österreichs Bischöfe von einer Eingabe an das Europäische Parlament. In einem Be-richt des kroatischen Abgeordneten Predrag Matic zu Frauengesundheit, der am 23. Juni im Europäischen Parlament zur Diskussion und Abstimmung vorliegt, fänden sich neben wichtigen Fragen auch fragwürdige Positionierungen „im hochsensiblen Bereich der Abtreibung“, halten die Bischöfe fest.

Zum Ad-limina-Besuch in Rom sind die österreichischen Bischöfe vom 29. November bis 4. Dezember, um über die Situation der Kirche in Österreich mit dem Papst und Vertretern der Kurie zu beraten. Der Termin im Februar 2021 wurde coronabedingt verschoben. Der letzte Ad-limina-Besuch war 2014.

KATHPRESS / Katharina Grager

Ein Austausch mit 15 Frauen in kirchlichen Leitungspositionen bildete den Auftakt der Sommervollversammlung der Bischöfe 2021 in Mariazell. Die Bischöfe haben bei dieser Begegnung mit Frauen aus Ordensgemeinschaften und aus allen Diözesen vor allem zugehört.
Erzbischof Franz Lackner äußerte sich sehr dankbar für den Austausch und das Wirken der Frauen in der Kirche.
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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