Zum Gedenktag
Rot für Solidarität

Thomas Heine-Geldern, Präsident des Hilfswerks „Kirche in Not“, beim Interview über weltweite Religionsverfolgung, von denen die Christen am stärksten betroffen sind.
  • Thomas Heine-Geldern, Präsident des Hilfswerks „Kirche in Not“, beim Interview über weltweite Religionsverfolgung, von denen die Christen am stärksten betroffen sind.
  • Foto: Lukas Cioni/Kathpress
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Zum Gedenktag für verfolgte Christen hat Rumänien künftig den 16. August bestimmt. Weltweit ist das Christentum die am meisten verfolgte Religion.

Der rumänische Staatspräsident Klaus Johannis hat nun das im Juni vom Parlament beschlossene Gesetz unterzeichnet, mit dem der 16. August als nationaler Tag des Gedenkens an die Brancoveanu-Märtyrer und an die heutige weltweite Bedrohung gläubiger Christen eingeführt wird. Dies teilte der Informationsdienst der Stiftung Pro Oriente mit. Ziel des neuen Gedenktags ist es, die Öffentlichkeit „einschließlich der jungen Generationen“ über die Rolle des Christentums in der rumänischen Geschichte und über die Christenverfolgung in der heutigen Zeit zu informieren.
Der Abgeordnete Daniel Gheorghe, der das Gesetz im rumänischen Parlament eingebracht hatte, betonte, es sei seine Hoffnung, dass damit die Christen ermutigt werden, ihr Recht zu verteidigen, „den Glauben ohne Furcht oder Behinderung zu bekennen“.
Jeweils am 16. August werden in Zukunft das Parlamentsgebäude, die Regierungsgebäude in Bukarest und in den Provinzen, der Triumphbogen in Bukarest und der Mogosoaia-Palast (eines der bekanntesten Kulturdenkmäler Rumäniens) in Solidarität mit den verfolgten Christen rot beleuchtet werden. Dies werde geschehen, weil den rumänischen Bürgerinnen und Bürgern bewusst sei, wie sehr Christen in aller Welt „gestern und heute“ der Gewaltausübung und Verfolgung ausgesetzt sind. Die rote Beleuchtung im Zeichen der Solidarität mit den verfolgten Christen war zunächst von der internationalen päpstlichen Hilfsorganisation „Kirche in Not“ in Rom (am Kolosseum) eingeführt worden.
Der 16. August wurde als Termin für den Tag des Gedenkens gewählt, weil die rumänisch-orthodoxe Kirche an diesem Tag die 1992 heiliggesprochenen Brancoveanu-Märtyrer feiert. Constantin Brancoveanu war unter osmanischer Oberhoheit von 1654 bis 1714 Herrscher der Walachei. 1714 wurde er von den Osmanen auf Grund falscher Anklagen nach Konstantinopel gebracht und dort gemeinsam mit seinen vier Söhnen und seinem Schatzmeister hingerichtet.

Christen weltweit am meisten betroffen

Weltweit sind die Christen die am meisten verfolgte Religion, betonte auch in einem Interview mit der Wiener Kirchenzeitung „Der Sonntag“ und „Radio klassik Stephansdom“ Thomas Heine-Geldern, der Präsident von „Kirche in Not“. Über 250 Millionen Christen lebten in Ländern, wo es Verfolgung und Diskriminierung gibt, „wo sie Bürger zweiter Klasse sind“.
Aktuelles Schwerpunktland von „Kirche in Not“ ist Pakistan. Dort stehen die Christen „auf der Sozialstufe sehr weit unten und sind daher diskriminiert“.
Eine massive Verschlechterung der Situation für Christen nimmt Heine-Geldern in der Sahelzone Afrikas wahr. In Ländern wie Burkina Faso, Mali, Niger oder Nigeria schürten fremde islamistische Prediger Hass gegen Minderheiten. „Es kommt verstärkt zu Zwischenfällen, wo Christen Kollateralgeschädigte sind, weil es um die Zerstörung der
Institutionen des Staates, der Schulen und des Gesundheitswesens geht.“ Außerdem kommen die dort lebenden Christen immer mehr ins Fadenkreuz der Banden.

Kathpress

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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