Katholisches Bildungswerk
Bildung kennt kein Alter

SeniorInnenbildung muss vielfält sein – so wie die SeniorInnen selbst – dafür plädiert Bettina Schalk (siehe l. Spalte) vom Katholischen Bildungswerk Steiermark. | Foto: Ingeborg Zeh
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  • SeniorInnenbildung muss vielfält sein – so wie die SeniorInnen selbst – dafür plädiert Bettina Schalk (siehe l. Spalte) vom Katholischen Bildungswerk Steiermark.
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Unter dem Stichwort Generationenbildung stellt das Katholische Bildungswerk seit Jahren Bildungsangebote für alle Altersgruppen bereit und achtet dabei auf die unterschiedlichen Bedürfnisse.
Ein Beispiel ist das Format „Technik in Kürze“ (TiK). Digitalisierung prägt unseren Alltag und ist oft Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Umso wichtiger ist es, allen Menschen den Zugang zu digitalen Werkzeugen zu ermöglichen. Bei TiK geben medienkompetente junge Erwachsene ihr digitales Wissen an Menschen ab 50 Jahren weiter. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen und die digitale Welt verständlich sowie alltagsnah erlebbar zu machen.
Bei LIMA („Lebensqualität im Alter“) stehen andere Schwerpunkte im Mittelpunkt. Das aktive Trainingsprogramm für SeniorInnen basiert auf den vier Säulen Bewegung, Gedächtnis, Alltagskompetenz und Lebenssinn. Durch verschiedene Methoden und Übungen werden diese kombiniert, um gesundes, selbstständiges und aktives Altern zu fördern. LIMA-Gruppen gibt es in vielen Pfarren der Steiermark, im Oktober startet zudem eine neue Ausbildung für LIMA-TrainerInnen.
Neu ist das Format „Treffpunkt SeniorInnen“. Auch dafür werden ab Oktober ModeratorInnen ausgebildet (siehe Kasten). Es richtet sich besonders an Menschen, die aufgrund sozialer, finanzieller, gesundheitlicher oder anderer Barrieren bislang nur eingeschränkten Zugang zu Bildungsangeboten hatten. 

◉ Zu allen Angeboten: bildung.graz-seckau.at

Katholisches Bildungswerk

NACHGEDACHT
Wenn Zahlen täuschen

In der SeniorInnenbildung halten sich zwei Zahlen erstaunlich hartnäckig: 55 als Eintrittsalter „SeniorIn“ und 80 als Schwelle zur Hochaltrigkeit. Ich frage mich, ob diese Grenzen jemals wirklich der Realität entsprochen haben. Mir zeigt sich täglich ein anderes Bild: Das chronologische Alter erzählt nur einen winzigen Ausschnitt einer Lebensgeschichte. Viel prägender sind Lebenslage, soziale Einbettung, Bildungsbio-grafie oder Gesundheit.
Manche „SeniorInnen“ starten neu durch, studieren, reisen, engagieren sich ehrenamtlich. Andere kämpfen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Einsamkeit oder finanziellen Belastungen. Die einen sind umtriebig, andere zurückgezogen – freiwillig oder unfreiwillig. Diese Vielfalt zeigt: Wenn ältere Menschen so unterschiedlich sind, darf SeniorInnenbildung nicht eindimensional sein. Ein einziges Angebot kann unmöglich leisten, was Menschen mit 55, 74 oder 83 brauchen.
Eines bleibt über alle Unterschiede hinweg gleich: Bildung schafft Räume für Begegnung, Ermutigung und Teilhabe. Und darin liegt die Kraft der SeniorInnenbildung: Sie vermittelt nicht nur Wissen, sondern stärkt Selbstwirksamkeit.

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Bettina Schalk
Fachreferentin Generationen- und SeniorInnenbildung im Katholischen Bildungswerk Steiermark.

SeniorInnenbildung muss vielfält sein – so wie die SeniorInnen selbst – dafür plädiert Bettina Schalk (siehe l. Spalte) vom Katholischen Bildungswerk Steiermark. | Foto: Ingeborg Zeh
Bettina Schalk ist Fachreferentin Generationen- und SeniorInnenbildung im Katholischen Bildungswerk Steiermark.  | Foto: Neuhold
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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